Guten Morgen! Nachdem ich gestern diesen Thread hier gelesen habe, habe ich mich mal im www umgesehen. Dabei ist mir dieser Link untergekommen, den ich nicht übel finde. Da gibt es auch eine Erklärung zur Zählweise: www.regenbogenweb.de/service/campusreport/srv_cam.html Also viel Spass beim Ausprobieren!
Hallo Nikolaj, dann war die Erklärung wohl doch nicht ganz verständlich. Klar, die ersten Spalten waren für 1,10,100,1000 PFUND. Danach ging es mit Schilling und Pennies weiter. Da galten natürlich KEINE 10er Schritte. Ich hab jetzt nochmal nachgesehen. Die Spalteneinteilung war überschrieben mit: M C X l s d (1000 100 10 1Pfund, Schilling, Penny). Die Relationen waren: 12 Pennies (d) = 1 Schilling (s); 20s = 1 Pfund (l) ⇒ 1l =240 d (imperial oder lsd-system) Das muß man natürlich beim “Spaltenrücken” beachten!!! Gruß,
Hallo Andreas, verständlich ist Deine Erklärung sicher - aber: Das würde ja bedeuten, dass man im MA-England nach dem Zehnersystem gerechnet hätte! Könnte es sein, dass das Brett andere Einteilungen hatte, die das 12-er bzw. 20-er System der englischen Münzeinheiten berücksichtigte? Oder wie wäre dieser Widerspruch zu erklären, denn das Dezimalsystem ist bei Münzen ja erst vor knapp einer Generation im Vereinigten Königreich eingeführt worden.
Mit besten Wünschen und Grüßen Nikolaj (Rhisiart ap Maredudd)
Hallo Heike, als wir auf dem Weg nach Hastings im Dover Castle Zwischenstop hatten, haben wir so ein Teil gesehen. Es war aber aus Holz. Die beiliegende Erklärung lautete ungefähr so: Die Spalten stehen für die “Stellen” der Summe. Die erste Spalte repräsentiert 1.000, die zweite 100, 10 und 1 Pfund. Dann kommen Schilling, dann Pennies. Jede Zeile steht für einen Lieferanten, Artikel, etc. Wie in einem Kassenbuch legt man dann für jeden Artikel in die jeweilige Spalte die entsprechenden Münzen. Wenn ich 125 Pfund 3 Schillinge und 2 Pennies für Brot ausgebe, dann lege ich also 1 Münze in die Spalte für die Hunderterstellen, 2 Münzen in die nächste, dann 5, dann 3, dann 2. Analog geschieht das für alle anderen Ausgaben. In der letzten Zeile wird dann von oben nach unten addiert. Abgelesen wird dann Spaltenweise von links nach rechts, wobei natürlich manche Münzen von rechts nach links wandern (10 “10er-Münzen” ergeben 1 “hunderter-Münze”, usw.!) Hoffentlich war das jetzt verständlich :-) Gruß,
Moin Heike, soweit ich weiß gibt es dieses System schon mindestens seit dem 12. Jhdt. - es gigt da zumindest einen Fund in England. Wie das funktioniert weiß ich leider auch nicht, doch soweit ich mich erinnern kann ist das auch noch nicht hundertprozentig geklärt. Gelegentlich sieht man auf Abbildungen von Händlern dieses Rechenbrett. Ich kenne leider nur die englischen Quellen. Dort heißt es afaik Chequeboard, wo sich das englische Amt des Exchequers (königlicher Kassen- oder Steuerwart) herleitet. Mehr habe ich jetzt leider nicht. Bis denn Thorsten
Hallo! Ich habe kürzlich in einem Museum eine Rechenhilfe des SMA (?)gesehen. Es handelte sich dabei nicht um einen Abakus sondern um ein einfaches Tuch (ca. 40 cm breit und 30 cm hoch), das mit 4 aufgenähten horizontalen Schnüren und 2 vertikalen Schnüren in ingesamt 15 Felder aufgeteilt war (sorry - ist schwer zu beschreiben). Gerechnet wurde - so die spärliche Erklärung - durch das Auflegen und Verschieben von gleich großen Rechenmünzen. Die dort gezeigten Münzen lagen entweder zwischen z.T. aber auch auf den horizontalen Unterteilungen. Kennt jemand diese System und kann das Rechnen damit erklären?