Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Replikenbeschaffung

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Eintrag #2 vom 31. Okt. 2001 11:27 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Einkaufen!

Eigentlich schon fast ein anderes Thema: Repliken erwerben (kaufen oder eintauschen)
Das Angebot von Händler für Schmuck und Kleider (Trachten, Gewandungen wie man will) ist unüberschaubar groß. Das Modewort Replik oder Rekonstruktion schreiben sich viele auf die Fahnen. Und vielen Käufern fällt dann irgendwann auf, dass das erworbene Teil zu teuer war, längst nicht so historisch korrekt ist wie gewünscht oder der Beanspruchung durch Gebrauch nicht standhält.
Klar, gute Handwerksarbeit ist teuer. Aber man sollte sich auf jeden Fall informieren und Preise vergleichen. Dazu kommt, dass nicht alles wirklich so gut ist wie von den Händlern angepriesen. Wie bei normalen Handwerksarbeiten auch (in der Autowerkstatt z.B.) sollte man Geduld aufbringen und mehre Angebote einholen. Das Vergleichen lohnt sich auch bei kleinen Teilen, denn viele Händler verkaufen auch nur das Sortiment von Großherstellern, wie z.B. Kalevalla, Finnland. Man sollte über jedes Teil gezielt informieren,
eventuell nicht nur die Händler oder Handwerker fragen, sondern auch selbst nachlesen. Viele Handwerker oder Gewandungsnäher haben Referenzlisten, die man einsehen kann.
Bei der Auswahl sollte man sich die Datierung bestätigen lassen, das Original oder Abbildungen in einschlägigen Fachbücher. Damit vermeidet Fantasy- und Schmuckdesign zu kaufen. Gutes Beispiel ist das kaum überschaubare Angebot an Wikingerschmuck, Gürtel etc. Das meiste ist Schmuckdesign. Die wenigen Stücke sind nach Vorlagen gefertigt, obwohl die Befundlage sehr gut ist. Oder das Design ist nach einem Fund aber das Stück hat nicht die selbe Funktion oder der Maßstab stimmt nicht.
Wirklich gute Händler freuen sich über Nachfragen und besitzen die entsprechende Fachliteratur.
Sylvia
Projekt Folgari
(ohne Nasenring *g*)

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Eintrag #4 vom 05. Nov. 2001 14:19 Uhr Sabine Peitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sabine Peitz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wieviel seid Ihr bereit zu zahlen?

Was mich interessiert ist, wo die Grenze des Bezahlbaren liegt. Angenommen, ich biete eine handgenähte Ledertasche an, Arbeitszeit ca. 3 h (niedrig gegriffen). Dazu ein Verschluß, der, da “A” und von mir nicht herstellbar, von einem anderen Handwerker zugekauft werden muß. Der reine Materialwert beliefe sich schon auf ca. 50 DM, je nach Preis für den Verschluß. Mit Arbeitszeit, wollte ich tatsächlich davon leben (Miete, Steuer etc.), würde das ganze 300-400 DM kosten. Und da ist dann die Zeit, die für die Vorbildrecherche draufgeht, auch noch nicht drin. Wer zahlt das denn schon? Mit einem Verschluß aus Masenfertigung und mit der Maschine genäht ließe sich das Ganze für 100 DM oder weniger anbieten. Bei vielen anderen Teilen, an denen mehrere Handwerker beteiligt sind, sieht es ähnlich aus (z.B. Schwertscheide mit Ortbeschlag, Holzkern NICHT mit dem Dremel ausgefräst, sondern per Hand bearbeitet, zum Zusammensetzen keinen Pattex, sondern Knochenleim, usw.). Die Preise, die ein Handwerker für solche Produkte nehmen müßte, sind meiner Ansicht nach von den meisten MA-Hobbyisten nicht bezahlbar, also werden sie auch von den wenigsten Anbietern (wenn überhaupt) geführt. Da ich einmal annehme, daß Ihr auch nicht alles selber machen könnt, wie sieht das bei Euch aus? Wo ist die Schmerzgrenze. Ich möchte nicht 10 Jahre an einem Gewand oder einer Ausrüstung sparen, bevor ich sie ausführe. Mir haben 5 Jahre gereicht, um einen halbwegs ordentlichen Eindruck zu machen, und fertig bin ich immer noch nicht (von “A” redet keiner).
Grüße, Kristan von Catzenelnbogen

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Eintrag #5 vom 05. Nov. 2001 14:48 Uhr Thomas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zweck?

Hallo Sylvia,
das Thema an sich ist okay, ich frage mich allerdings, was Du mit Deinem Eintrag bezwecken willst bzw. in welche Richtung sich die Diskussion entwickeln soll.
Willst Du Adressen von guten Replika-Dealern sammeln (was ich im übrigen sehr begrüßen würde)?
Willst Du hören wie andere das Problem der “Pseudo-Replikate” sehen?
Willst Du wissen, was andere für gutes Material zu investieren bereit sind?
Präzisiere bitte mal die Zielsetzung des Threads und füge, falls Du hast, ruhig Adressen Deiner Meinung nach guter Händler an. Auch das wird Diskussionsgrundlage schaffen.
Beste Grüße, Hve (Thomas)

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Eintrag #6 vom 05. Nov. 2001 15:00 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Admin-Hinweis

Hallo Thomas
Dieser Thread ist ein Spin-Off zuim Thread “wie weit muß man beim Replizieren gehen?”, und der Eröffnungseintrag ist von dort hierher kopiert worden.
Leider sind die anderen hierher gehörenden Einträge wegen technischer Probleme noch nicht hierher verschoben worden.
Gruß
Hilmar

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Eintrag #7 vom 05. Nov. 2001 15:11 Uhr Andreas Gellhaus  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Gellhaus eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Dann geht doch spazieren

Nur Luft ist kostenlos, oder ?
Also ich bin sehr wohl bereit einen Haufen Geld für brauchbare Repliken auszugeben, Handarbeit ist einfach treuer. Wenn ich mir neues Material zulege mach ich das ganze für mich und ich freue mich immer wie ein Schneekönig wenn ich ein Besonders gutes Stück ergattert habe.
Machen wir uns doch nichts vor, das Ganze Hobby IST teuer, egal was man erreichen will. Ist immer ne Frage wie man so seine Prioritäten setzt. Und wenn ich die Möglichkeit bekomme an besonders gute Repliken zu kommen dann gebe ich gerne ne Mark (Euro) mehr aus.
Und jetzt kommen wir dann auch auf das Thema des Therad’s, wo bekomme ich die Repliken.
Also lasst uns Möglichkeiten sammeln, und nicht über das Warum diskutieren.
tschö
Andreas

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Eintrag #8 vom 05. Nov. 2001 17:53 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Anspruch und Geld...

Grüß Euch,
Repliken müssen nicht teuer sein.
Sicher ist Handarbeit und der ganze Rattenschwanz für die Hauptberuflichen teuer, und macht die Ware teuer.
Aber was, wenn sich nun ein paar Leute zusammenfinden, und ihre Sachen selber fertigen, auf Tauschbasis und nicht um Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen, sondern um das Hobby anspruchsvoller und mit einem kleinen Gewinn auch billiger zu machen?
Der Anspruch, “davon leben” zu wollen, macht ja auch die Märkte zur Farce.
Euer Haduwolff

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Eintrag #9 vom 06. Nov. 2001 07:47 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht alles relativ

In der Industrie kann man einen Stundensatz von DM 70,- - 100,- veranschlagen. Geht man von solchen Bedingungen aus, ist fast jede Anfertigung unbezahlbar. Glücklicherweise gibt es eine ganze Menge Freaks, die ihre Arbeit mehr als Hobby sehen und so Preise verlangen, die mehr als fair sind. Als ich z.B. mal ausrechnete, was mein Kumpel Fritz nach Abzug der Materialkosten am Nähen meines Gambesons verdient hat, was ja nun wirklich keine leichte Arbeit ist, kam ich auf einen Stundensatz von weit unter DM 10,-. Deswegen hier mal mein Dank an solche Handwerker, ohne die ich ziemlich nackt rumhüpfen würde. Und wenn man dann den Preis, mögen es auch 1000 Mark und mehr sein, in Relation zur benötigten Arbeitszeit setzt, ist die Frage wieviel man für eine Replik oder Rekonstruktion ausgeben will plötzlich ziemlich relativ.
Was mich nur wundert, warum man in England einen komplett montierten Gürtel mit Schnalle und Riemenzunge für einen Preis bekommt, wo man in Deutschland gerade mal eine halbe, unmontierte Schnalle von bezahlen könnte. Vielleicht gibt es hier einfach noch nicht Konkurrenz?
Joachim

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Eintrag #10 vom 06. Nov. 2001 18:42 Uhr Ingo Ratsdorf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ratsdorf eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Adressen? Bitte sehr....

Hallo!
Ihr sucht Hersteller von guten Repliken?
Bitte sehr: www.hr-replikate.de
Viel Spass beim durchsuchen des Kataloges.
Grüße,
Ingo Ratsdorf

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Eintrag #11 vom 07. Nov. 2001 07:43 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht aber wieder nicht genug HMA

Ja, Dein Bruder macht schon feine Teile, dafür ist er ja auch weit und breit bekannt, aber in Sachen HMA sind es (bislang) leider auch nur wenig Stücke.
Joachim

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Eintrag #12 vom 07. Nov. 2001 15:47 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Händel

Wenn mein Beitrag schon hier gelandet ist, auch ein Händler-/Hersteller Tip.
Mittelalterladen Nifelheim, Solingen
Jörg Freudenstein
0212/2443710
Am besten vorher anrufen!
Neben Schmuck als Design, Rekonstruktion oder Replik, kann man auch Gewandungen, Waffen, Met und alles mögliche was man braucht oder auch nicht braucht kaufen.
Das besondere an diesem Laden ist eine große Auswahl für alle Epochen (auch HMA :-) ).
Jörg ist jemand mit fundiertem Fachwissen und einer großen Sammlung an Fachbüchern. So kann man bei der Auswahl auch einiges nachlesen und sich wirklich kompetent beraten lassen.
Sylvia Crumbach
Projekt Folgari

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Eintrag #13 vom 07. Nov. 2001 19:41 Uhr Ingo Ratsdorf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ratsdorf eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Einfach anfragen!

Moin Leute!
Auch wenn Holger nicht viel HMA (übrigens NOCH WENIGER SMA!! (heul)) im Katalog hat, so kann man doch bei ihm anfragen. Je mehr Anfragen er bekommt, dest mehr taucht im Katalog auf. Gesetz der Marktwirtschaft - Angebot und Nachfrage. Bisher ist halt kaum Nachfrage. (Also kauft auch keiner - dummer Teufelskreis ;-) ).
Grüße,
Ingo Ratsdorf

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Eintrag #14 vom 07. Nov. 2001 21:56 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Extras kosten extra...

Tja,
also ich weiß nicht.
Klar, es gibt schon schöne Sachen, aber:
- erstens sind das meist Abgüsse von wechselnder Qualität. Da kauft ein “Produzent” im Ausland und macht seinen Abguß vom Abguß und verkauft den dann weiter, etc.
- zweitens ist besonders bei bestimmten Regionen/Zeiten die Palette stark begrenzt, so daß von 5 Darstellern oft drei mit identischen Fibeln, etc. rumlaufen.
- drittens sind ausländische Anbieter meist deutlich billiger als ihre deutschen Kollegen, was dazu führt, daß deren Sortiment nicht wachsen kann.
- viertens ist es noch nicht zu den Darstellern durchgedrungen, daß Qualität auch Geld kostet. Angebot und Nachfrage steigen und sinken oftmals proportional.
- fünftens kosten “Extrawünsche” Extrageld. Selbst bei einem günstigen ausländ. Anbieter würde mich die Anfertigung einer Gürtelgarnitur nach Wunsch DM 2000 kosten. Das nächste Exemplar für einen “Trittbrettfahrer” dann schon nur noch 500,-. Die Gußformen wären ja dann schon vorhanden.
Fazit:
Qualität kostet, Individualismus auch.
Das Angebot steigt mit der Nachfrage und der Preis sinkt dann im Regelfall auch.
Was tun sprach Zeus…
Gruß,
Indy (Tassilos Rache)

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Eintrag #15 vom 17. Nov. 2001 23:43 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ...vielleicht selbermachen statt Beschaffung?

Moin.
Zunächst: Ich weiß, ich wiederhole einiges aus meinen Einträgen in anderen Threads.
Punkt eins: Wenn man es mal versucht, gehen einem einige Sachen recht leicht von der Hand, wenn man es mal probiert und ein wenig übt. Plötzlich entwickelt man Talent und Begeisterung für Tätigkeiten, die auch nur anzudenken einem auf den ersten Blick schwerfällt.
Aus dem eigenen Nähkästchen: z.B. die vieldiskutierte Handnaht. Klar, ist Arbeit, führt aber auch zum Ziel und macht Spaß, wenn man sich erst mal drauf einläßt.
Oder die vieldiskutierten Kleinteile aus Metall (Schnallen, Riemenzungen, etc…), die man sich recht gut selbst anfertigen kann. Wer keine günstige Gießerei an der Hand hat, kann seine Teile ebensogut aus Plattenmaterial feilen.
Und um diese und andere Techniken zu erlernen und zu üben, probt man halt erstmal mit Stoffresten, Lederresten, Metallabfällen (…), bis das ganze soweit sitzt, daß man den Schritt zum eigentlichen Stück aus kostbareren Materialien wagen kann.
Punkt zwei wäre mein Lieblingsratschlag, in der Darstellung nicht allzu hoch auf die gesellschaftliche Leiter zu klettern…einfachere Darstellung bedeutet einfachere Accessoires, die einfacher selbst anzufertigen sind und aus weniger teurem Material bestehen. Und das sieht im Endergebnis besser und echter aus als unbeholfene Nachahmungen von goldschmiedetechnischer Königsklasse, ausgeführt in unpassendem Material.
Oh ja, Material: Punkt drei ist natürlich der Tip, sich in Sachen Material möglichst am Original zu orientieren. Z.B. werde ich eine im Original verzinnte Gürtelschnalle aus Kupferlegierung (Bronze/Messing/Gelbmetall)aus handelsüblichem Messing feilen oder in Bronze gießen lassen (mal sehen…), diese aber in jedem Falle verzinnen. So ist nicht nur sichergestellt, daß meine Nachfertigung dem Original möglichst gleicht, sondern obendrein nach längerem Gebrauch “Originalgetreu” altert. Dasselbe könnte eine “Replik” desselben Stückes aus massivem Zinn nicht leisten, die sähe nur so aus wie (“optisch a”).
Um dem oft beklagten Mangel an Repliken abzuhelfen, würde ich zur Beschaffung von Werkzeug zum Selbermachen raten, insbesondere, da es sich meist nicht um Spezialwerkzeuge handelt.
So ließe sich die Energie, die beim Bejammern des mangelhaften Angebotes freigesetzt wird, nutzbringend verwenden.
Gruß
Ivo

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Eintrag #16 vom 19. Nov. 2001 12:32 Uhr Thomas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Was tun sprach Zeus...?

Hallo!
- erstens sind das meist Abgüsse von wechselnder
Qualität. Da kauft ein “Produzent” im Ausland
und macht seinen Abguß vom Abguß und verkauft
den dann weiter, etc.
Da sieht man aber und muß es ja nicht kaufen. Statt dessen kaufst Du halt selbst im Ausland beim “original” Produzenten.
- zweitens ist besonders bei bestimmten
Darstellungen/Zeiten die Palette stark begrenzt,
so daß von 5 Darstellern oft drei mit
identischen Fibeln, etc. rumlaufen.
Das ist doch nun wirklich kein echtes Problem. Erstens waren solche alltäglichen Gebrauchsgegenstände bestimmt zum großen Teil auch Massenwahre, Sonderanfertigungen konnten und wollten sich nur Wohlhabendere leisten. Zweitens treffe ich lieber auf einer Veranstaltung ein paar andere mit der gleichen Fibel/Schnalle/Schmuckstück als Personen mit unterschiedlichen aber un-a Accessoirs. Drittens weiß ich, wenn ich eine Person mit dem selben Zeug treffe, dass mir da ein Mensch mit Geschmack gegenübersteht… ;-)=
- drittens sind ausländische Anbieter meist
deutlich billiger als ihre deutschen Kollegen,
was dazu führt, daß deren Sortiment nicht
wachsen kann.
Ja und nein. Billiger ja. Aber: wenn die Qualität des deutschen Anbieters überzeugen würde, wären die meisten ernsthaften Darsteller gewiss auch bereit, mehr zu investieren. Schau Dir Replik an. Nicht billig, aber feines Material (finde ich). Im Moment bin ich schwer am kämpfen, ob ich mein Weihnachtsgeld in einen neuen Rechner oder in meine Darstellung investieren will. Leider wird wohl mein Auto das Rennen machen, ohne Tank und Reifen fährt es sich so schlecht… :-(=
- viertens ist es noch nicht zu den Darstellern
durchgedrungen, daß Qualität auch Geld kostet.
LEIDER, damit triffst Du den Nagel auf den Kopf. Auch ich habe das berühmte Lehrgeld investiert.
- fünftens kosten “Extrawünsche” Extrageld.
Das ist ja auch legitim, oder!?!?
Selbst bei einem günstigen ausländ. Anbieter
würde mich die Anfertigung einer Gürtelgarnitur
nach Wunsch DM 2000 kosten. Das nächste Exemplar
für einen “Trittbrettfahrer” dann schon nur noch
500,-. Die Gußformen wären ja dann schon
vorhanden.
Sorry, aber wenn ich schon einen Unikat machen lasse, bin ich auch Egoist und sorge dafür, daß die Gußform zerstört wird. Oder es eine limitierte Auflage wird. Oder das es für mich genauso teuer ist, wie für “Trittbrettfahrer”.
Fazit: Qualität kostet, Individualismus auch.
Dem ist nix hinzu zufügen!
Was tun sprach Zeus…
Ganz einfach: gutes Geld für gute Ware ausgeben oder zur eierlegenden Wollmilchsau mutieren und alles selbst machen (was ich aber für unmöglich und zu zeitaufwändig halte).
Beste Grüße, HvE (Thomas)

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Eintrag #17 vom 23. Okt. 2004 18:50 Uhr Daniel Van den Woldenberg  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Van den Woldenberg eine Nachricht zu schreiben.

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Eine sehr gute Adresse für replike wäre die goldschmiede Rottler.
www.goldschmiede-rottler.de
Dort kann man sich alles als Replike anfertigen lassen, auch als Einzelstück(wirklich absolutes Einzelstück, da meistenteils nicht gegossen sondern reine handarbeit).
Die Qualität spricht für sich, aber Qualität hat halt auch ihren Preis, jedoch ist dieser für die Arbeit auch angemessen.

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Eintrag #18 vom 02. Feb. 2007 11:45 Uhr Rolf Bulka  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Rolf Bulka eine Nachricht zu schreiben.

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Trittbrettfahren gibt es bei uns nicht, biete jedem zwei Möglichkeiten an, an seine gewünschte Schmuckreplik zu kommen:
Teuer: Fertige die Replik nur für dich! Du must meine Arbeitszeit, Formkosten, Materialkosten usw. bezahlen, dann hast aber nur du! diese Replik und bekommst dazu noch die mehrfach nutzbare Gußform. (z.B. Paar große langobardische Bügelfibeln, Silber, vergoldet, mit Einlagen aus Niello = ca. 900 -)
Günstiger: Fertige die Replik für dich! Nehme sie danach aber in mein Sortiment mit auf und verkaufe sie auch an andere! Du must nur den normalen Preis zahlen ohne Arbeitszeit für die Modellherstellung! (z.B. Paar große langobardische Bügelfibeln, Silber, vergoldet, mit Einlagen aus Niello = ca. 200 -)
Wir haben inzwischen an die 300 verschiedene Repliken div. Epochen, Schwerpunkt: Merowinger, sowie Latene A.
Gruß Pauli

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