Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Ritter zu Gast am Hofe

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Eintrag #1 vom 04. Nov. 2008 18:32 Uhr Markus Sendelbeck  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Markus Sendelbeck eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo miteinander,
ich hätte ein wichtige Frage und da meine informationen in diesem Falle unterschiedlich sind würde es mich freuen hier Hilfe zu finden.
Als Ritter am Hofe, trug man dort wenn man als Gast, oder auch Abgesandter eines anderen Landes war seine Waffen bzw. sein Schwert? Bezieht sich auf den Zeitraum 13. Jahrhundert.
Gruß, Eirik

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Eintrag #2 vom 05. Nov. 2008 12:59 Uhr Andreas Vespermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Vespermann eine Nachricht zu schreiben.

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Also ich würd sagen ja aber wohl eher nicht gegürtet sondern im Arm getragen, wohla ber auch nicht immer, ist ja auch unpraktisch.

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Eintrag #3 vom 12. Nov. 2008 09:07 Uhr Lars-Christoph Klein  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lars-Christoph Klein eine Nachricht zu schreiben.

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Ich würde eher “nein” sagen, denn es gibt in der Literatur des MA einige recht detaillierte Hinweise darauf, zum Beispiel bei Parzivals erstem Besuch in der Gralsburg: Er kommt an, ihm wird beim Ablegen der Rüstung geholfen, Rüstung und Schwert werden weggebracht (aber nicht weggeschlossen, sondern in den für ihn als Gemach hergerichteten Raum verbracht), er bekommt neue Kleider und Wasser, um sich die Rostspuren der Rüstung von Gesicht und Händen zu waschen. Später fühlt er sich vom Narren der Burg beleidigt und bedauert, sein Schwert nicht bei sich zu haben. Für mich klingt das nach dem, was wir aus heutigen Hotels als Gepäckservice kennen, und es umfasst auch das Schwert.
Darüber hinaus gelten Burgen als Friedensbezirke, es würde vermutlich als latente Bedrohung dieses Friedens angesehen, wenn die Leute permanent mit einem Schwert rumliefen (vgl. in Wolframs “Willehalm” das Auftreten Willehalms am Hoftag, als er voll gerüstet reinplatzt - und vor allem die Reaktionen der Anderen).
Andererseits gibt es Hinweise darauf, dass Ritter im Rahmen höfischer Feste durchaus auch z.B. Waffenpflege betrieben (zu Beginn des “Iwein”), die Schwerter also durchauus verfügbar waren.
Ich würde daraus ableiten, dass man nicht dauernd mit dem Schwert rumlief, weil es unpraktisch und auch nicht gerade friedenssichernd ist, dass die Schwerter aber auch nicht eingezogen und verwahrt wurden, sondern bei den anderen persönlichen Dingen des Besitzers lagerten.
Schau dir dich einfach mal ein paar Abbildungen (z.B. Buchmalerei) an und prüfe sie darauf, in welchen Situationen Schwerter dargestellt sind und ich welchen nicht. Wenn z.B. beim Essen alle ohne Schwert dasitzen, würde ich es unbedingt auch weglassen. Natürlich sind Abbildungen MIT Schwert kein sicherer Hinweis, da der Maler damit auch den Stand des Dargestellten betonen kann, aber zumindest als Ausschlussverfahren sollte sich die Methode eignen.
LG
Samarkand

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