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Eintrag #1 vom 04. Jan. 2004 11:40 Uhr David Büsel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Büsel eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wie wird Rohhaut hergestellt.....

Hallo zusammen!
Wie wird (oder besser noch wurde) Rohhaut hergestellt?
Wird die Haut wie beim Gerben zuerst gekalkäschert oder sonst irgendwie enthaart?
Und vorallem wird sie dann noch irgendwie behandelt?
Mfg Landogar

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Eintrag #2 vom 16. Mrz. 2004 16:27 Uhr Norbert Schuller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Schuller eine Nachricht zu schreiben.

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Lieber Landogar
Tut mir leid, daß ich so spät antworte, aber ich bin erst jetzt auf Deinen Beitrag aufmerksam geworden.
Ja, die Herstellungsschritte sind die gleichen, wie bei der Vorbereitung der Häute zur Gerbung.
Die Häute können vor oder nach dem ßschern entfleischt werden. Zum ßschern nimmt man Weißkalk oder Aschelösung, mit Asche werden die Häute aber außen ziemlich grau. Auch Schwitzen (kontrolliertes Faulen in einer feuchten, warmen Kammer) und Schwöden (Auftragen eines ßscherbreies auf die Fleischseite, bei wertvollem Haar, das ganz ungeschädigt erhalten werden soll) sind Möglichkeiten der Haarlockerung.
Nach dem Abstreifen der Haare und gutem Spülen (z.B. Einhängen in ein Fließgewässer über Nacht) werden die Häute zum Trocknen aufgespannt. Um transparente Rohhaut zu erhalten reibt man sie während des Trocknens mit verschiedenen Fetten oder Glyzerin (wird nicht ranzig, stinkt daher weniger) ein. Für weiße Rohhaut (z.B. Pergament) reibt man die Haut während des Trocknens mit gemahlener Kreide ein.
Ein Beizprozeß wird bei der Rohhauterzeugung nie durchgeführt.
Für Webstuhlzahnräder klebt man oberflächlich etwas aufgeweichte Rohhautstücke, am besten vom Rind, mit Warmleim zusammen.
Falls Du (oder sonstjemand) noch Tipps zur genauen Durchführung brauchst, schreib mir bitte!
Liebe Grüße und alles Gute
Norbert

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Eintrag #3 vom 02. Apr. 2004 11:30 Uhr Norbert Schuller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Schuller eine Nachricht zu schreiben.

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Lieber Landogar
Tut mir leid, dass es wieder so lange gedauert hat, aber ich habe die Konzentrationen der ßscherstoffe nicht im Kopf, und mein weises Buch hatte ich gerade verborgt.
Also: Für den reinen Weißkalkäscher nimmt man 10-15kg gebrannten oder 15-22kg gelöschten Kalk pro Kubikmeter Wasser. Die Felle sollten ganz damit bedeckt sein, um Kalkflecke zu vermeiden. Gelegentliches Umrühren bringt geichmäßigere Ergebnisse.
Will man mit Ascheäschern, genügen etwa 5 Eßlöffel holzkohlearmer Asche auf 10l Wasser. Dabei nehmen die Häute eine graue Färbung an, die man aber zum Großteil an der trockenen Rohhaut wieder abschleifen kann.
Zum Schwöden stellt man sich einen Schwödebrei aus 2-5kg rotem Arsenik (=Arsensulfid, ungutes Zeugs, gibts aber heutzutag sowieso nur mit Giftschein, 30-60kg gebranntem Kalk und etwas Wasser her. Den streicht man auf die Fleischseite auf und hängt die Felle auf, indem man sie, Fleischseite nach innen, über eine Holzstange schlägt.
Beim Schwitzen werden die Felle möglichst dicht auf Stangen aufgehängt, sie dürfen sich aber nicht berühren. Die Kammer wird dorch oftmaliges Begießen der Wände mit Wasser feucht gehalten, und die Häute so einem (im Optimalfall) kontrollierten Fäulnisprozeß ausgesetzt. Der Fortschritt der Schwitze muß täglich, bei warmer Schwitze stündlich kontrolliert werden, und fertige Felle sofort entfernt werden. Achtung: Kann etwas duften.
Man kann die Felle auch in einem Kübel mit Wasser sanft faulen lassen, bis sich die Haare lösen. Diese Methode ist zum Vorbereiten der Häute zum Gerben jedoch ungeeignet. Achtung: Kann ziemlich duften.
Unabhängig von der angewandten Methode werden die Häute, sobald sich die Haare leicht entfernen lassen gut durchgespült, und die Haare mit einem sehr stumpfen Messer abgestreift. Im ßscher oder in der Schwöde können die Häute auch länger verbleiben, die Schwitze oder das nasse Faulen muß sofort nach einsetzen der Haarlässigkeit durch gründliches Ausspülen unterbrochen werden.
Für Transparentleder müssen Häute, die mit Kalk behandelt wurden, gut entkälkt werden. Schrot oder Kleie mit Wasser zu einem dünnen Brei verrührt und einige Tage (eine Woche) vergoren ist ein gutes Entkälkungsbad. Man kann auch Essigsäure oder Salzsäure (verdünnen!) nehmen (nicht wenn man gerben will). ßber Nacht weichen lassen und dann gut ausspülen.
Bei geschwitzten und gefaulten Häuten sowie bei der Erzeugung von Pergament reicht gründliches Spülen aus.
Dann die Haut am besten auf einen starken Holzrahmen straff aufspannen und möglichst rasch aber doch möglichst gleichmäßig (nicht in der Sonne) trocknen lassen. Bei der Herstellung von Pergament reibt man oft die Haut während des Trocknens mit Kreidepulver ein (z.B. Bergkreide oder Bologneser Kreide, auch zerriebene Schulkreide, nur Chinakreide ist hier schlecht), für Transparentleder nimmt man Glyzerin.
Für Trommelfelle werden die getrockneten Transparentleder beidseitig geschliffen und so eine glatte Oberfläche und gleichmäßige Dicke hergestellt.
Pergament wird meist mit einem halbmondförmigen Messer geschabt, oder auch geschliffen.
Ich denke, das wär das Wichtigste. Falls Du noch was wissen willst, kannst Du mich gerne fragen.
Liebe Grüße und gutes Gelingen
Norbert

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Eintrag #4 vom 09. Jun. 2005 06:59 Uhr Alexander Serowy  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Serowy eine Nachricht zu schreiben.

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Moin,
Ich wollte in naher Zukunft meinen Schild mit Rohhaut überziehen, nur habe ich keine Quelle gefunden von der ich ein so großes Stück beziehen könnte. Deswegen wollte ich mal fragen an wen ich mich da am besten wenden sollte.
mfg gudu

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Eintrag #5 vom 09. Jun. 2005 08:03 Uhr Markus Single  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Markus Single eine Nachricht zu schreiben.

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Bei mir im Süden gibt es ein sehr zu empfehlenden Laden. Ich bin immer vorzüglich beraten worden und die Preise waren eigentlich auch in Ordnung - bzw. ich hab Leder in der Qualität noch nicht billiger bekommen. Die Rohhaut war recht dick und kostete vor ca 1,5Jahren 40.-m². Jedoch muss man bei der Rohhaut eine ganze Haut nehmen.
www.leder-pflantz.de
MfG
Markus Single
Die Reisecen e.V.

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Eintrag #6 vom 09. Jun. 2005 10:45 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

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Was mich angeht, ich habe ja mal Rohhaut von Hundeknochen versucht zu verarbeiten. Das ich mich da nicht bekotzt habe war alles, das ist wirklich eklig. Ich bin ja einiges gewohnt und mir graut ja so schnell vor nix, aber der mief von dem Zeug und das geschwabbel. Also ich verzichte seid dem dankend auf den einsatz von Rohhaut!
*würg*
Viele Grüße

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Eintrag #7 vom 09. Jun. 2005 10:55 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Das mag schlicht daran liegen, das man eben keine Materialien, die dafür nicht gedacht sind, nehmen sollte, um Dinge zu bauen, die es damals so nicht gab.
Gescheite Rohhaut am Stück, um damit den Schild voll beziehen bereitet diese Probleme jedenfalls nicht.
Gruß, Ivain

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Eintrag #8 vom 09. Jun. 2005 13:38 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Soviel ich weiß, ist die Rohhaut von “Hundekauknochen” zwar vom Grundmaterial ähnlich wie hier schon sehr schön und ausführlich beschrieben wurde, aber zudem noch vor dem Verknotungs- und Trocknungsprozess in entsprechende “Geschmackslauge” (kein Fachbegriff, nenn ich jetzt mal so) mit für Hunde attraktiven Stoffen “imprägniert” worden - diese Rohhaut in Wasser aufgeweicht gibt diese Stoffe wieder in das (bis dahin noch saubere) Wasser und die umgebende Luft ab, das Wasser fängt auch deutlich schneller zu faulen an - das passiert bei unbehandelter Rohhaut auch nicht so schnell.
Habe vor ein paar Monaten bei www.lederkram.de eine komplette Rohhaut vom Rind (2,3m²) für rund 70,- Euro bekommen, sehr gute Qualität und gleichmäßig etwas 2mm stark.
Gruß, Ingo

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Eintrag #9 vom 21. Jun. 2005 21:18 Uhr Norbert Schuller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Schuller eine Nachricht zu schreiben.

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Also ich lasse mir immer Reh- Hasen- und Hirschhäute von unserem Wildprethändler in Wien schenken. Entgegen meiner Befürchtungen waren diese auch immer recht frisch. Sind ziemlich fettarm und deshalb einfach zu verarbeiten. Leider haben sie oft Schusslöcher bzw. dunkle Blutflecken.
Wenn man sie nicht gleich verarbeitet (gilt für alle Häute) am besten einmal grob entfleischen und die Fleischseite gründlich einsalzen (Salzmenge ca. 40% vom Hautgewicht), die Lake, die sich dabei bildet abfließen lassen (auf einen Rost legen oder über eine Stange hängen) und wenn die Häute etwas angetrocknet sind zu einem handlichen Paket zusammenfalten. Sind so monatelang (jahrelang) haltbar.
Vor der Verarbeitung einfach wieder in lauwarmem Wasser aufweichen (Mit etwas Spülmittel gehts schneller.) Nach ca. 20 min Wasser wechseln, nach weiteren 40 min nochmal und nach weiteren 40 min sind sie wieder wie frisch.
Lie Grü,
Norbert

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Eintrag #10 vom 22. Jun. 2005 01:00 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

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Gute Quellen für Rohhaut sind Shops, die mit Western- und Indianerbedarf handeln.
Einfach mal nach diversen Indianer-Webseiten googeln und dort die Linklisten absurfen.
Giraut

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Eintrag #11 vom 27. Dez. 2005 23:46 Uhr Ulrich Koehler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Koehler eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ihr, warum so umständlich. Probiert es doch einfach mal bei einer Gerberei, z.B. in Weikersheim beim “ KßHLER ”. Dort gibts schon fertige Rohhäute ab ca. 10 EUR zu kaufen, bzw. zu bestellen. www.gerberei-koehler.de
Uli

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Eintrag #12 vom 25. Mrz. 2006 23:14 Uhr Bernhard Heuvel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Bernhard Heuvel eine Nachricht zu schreiben.

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Die beste und ausführlichste Beschreibung zur Herstellung von Leder aus Rohhäuten/Fellen, die ich bisher fand, ist das Buch von John & Geri McPherson mit dem Titel “Primitive Wilderness Living and Survival Skills”. Erscheinungsdatum: März 1993
ISBN: 0897459970
Detailiert und narrensicher beschrieben. Leider ist das Buch nur noch gebraucht zu bekommen. Wer Interesse hat, kann sich bei mir melden.
bernhard_downunder@arcor.de
Berohart

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Eintrag #13 vom 16. Mai. 2007 20:10 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Leute
Mal wieder eine frage zu rohhaut.
Ein Kollege hat mir ein großes Stück Rohhaut, gewonnen aus einem großen Hundeknochen, gegeben. Heute wollte ich es verarbeiten und habe es entsprechend gewässert.
NUR: leider ist die rohhaut nach dem wässern dermaßen faserig, das sie bei leichter beanspruchung einfach !reist!. Wie nasses papier!!. Stärke der Rohaut um die 2-3mm.
Zumal hat man, wenn man mit den Fingern drüber streift, fasern an den Fingern!!??
Kann es sein das in Hundeknochenrohhaut irgentwelche Enzyme enthalten sein können die das zersetzen/zerkauen für einen hund einfacher machen?? Oder ist die Qualität dieser Rohhaut wirklich soo schlecht(mangelnde gerbung??) das man sie nicht verwenden kann??
Fragen über fragen
Grüße
Thomas

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Eintrag #14 vom 16. Mai. 2007 20:35 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Thomas,
bei Hundekauknochen sieht man leider oft erst nach dem Einweichen und Entknoten, welche Qualität das Stück Rohhaut hat, gelegendlich sind nur ganz minderwertige Fetzen verarbeitet - als Kauknochen sind sie im festen Zustand auf jeden Fall geeignet - dazu sind sie schließlich verarbeitet - die Kauknochen werden ja nicht vordergründig für reenactors hergestellt. Ansonsten hatte ich schon öfters den Eindruck, dass den Knauknochen vom Hersteller gerne Geschmacksstoffe beigemischt werden, damits den Hunden besser schmeckt - ob diese die Rohhaut “angreifen” weiß ich nicht, ist aber durchaus möglich …
Wenn öfters mit Rohhaut gearbeitet werden sollte, dann empfehle ich lieber ein Stück Rohhaut vom Lederhändler zu kaufen, diese hat gleichmäßige Qualität, die gleich sichtbar ist und ist auch unbehandelt.
Ach, übrigens, Rohhaut ist nicht gegerbt, nur die entfleischte und enthaarte Haut eines Tieres.
Gruß, Ingo

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Eintrag #15 vom 16. Mai. 2007 21:04 Uhr Rolf Schubert   Nachricht

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Ich möchte mich dem vorherigen Beitrag anschließen. Auch ich habe die Erfahrung gemacht das dieses Zeug auf Dauer nicht viel taugt. Interessant fand ich auch, das der Kauknochen (keine Ahnung welche Marke… evtl. Bello`s Liebling :-)) nach einer gewissen Zeit angefangen hat Eigenleben zu entwickeln…. sprich er stank wie die Hölle und schimmelte. Da ich kein weiteres Interesse an Mitbewohnern hatte, entsorgte ich alles.
Seitdem verwende ich Rohhaut aus dem Lederfachhandel.
Rollo Rolfson

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Eintrag #16 vom 17. Mai. 2007 00:25 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

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Naja, ich wollte so ne hundeknochenrohhaut mal ausprobieren. Hab sie zum glück günstig bekommen. Im festen trockenen zustand machte sie einen guten eindruck.
Ich habe aber auch schon rohhautstreifen vom Lederhändler zugekauft da ich selber schneiden doof finde.
Ihr habt recht, die qualität ist bis jetzt unschlagbar. Hätte nur nicht gedacht das hundeknochen soooo schlecht sein können. Naja ist halt alles für den hund!
Thomas

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Eintrag #17 vom 29. Jun. 2007 16:41 Uhr Hans-Jochen Steinhagen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hans-Jochen Steinhagen eine Nachricht zu schreiben.

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Ich habe gerade bei meiner Suche nach Rohhaut ein sehr ansprechendes Angebot bei eBay gefunden.
2,20m mal 90cm für 40-. Ich glaube billiger gehts kaum. Bei den meisten Händlern mit Internetauftritt sind die Häute mindestens doppelt so teuer. Ich habe den Händler mal angeschrieben.
Die Dicke der Haut beträgt zwischen 1,5 und 2 mm und ist eher noch breiter als 90 cm.
Sie ist kurz angegerbt was aber eher von Vorteil ist denke ich. Zur Bespannung eines Schildes (wofür ich die Haut auch gekauft habe) sollte es absolut reichen. Einweichen sollte nicht das Problem darstellen…
Artikelnummer dazu ist: 150131920583
Vielleicht kann jemand von euch ja noch etwas gebrauchen. 9 Stück hate er noch auf Lager.
Also schnell zugreifen ;)

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Eintrag #18 vom 29. Jun. 2007 18:24 Uhr Holger Herzog  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Holger Herzog eine Nachricht zu schreiben.

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Eigentlich gehört ja meine Frage in den Schildbau, aber was soll´s, es geht ja um die Eigenschaften von Rohhaut.
Wie ist die Stabilität von Rohhaut wenn man sie nicht auf einen Schild zieht, sondern für sich alleine “stehen” läst. Ist es möglich einen Schild zu bauen der nur aus Rohhaut besteht. Mir ist so als würden die nordamerikanischen Ureinwohner und die Massai ihre Schilder so bauen.
Holger

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Eintrag #19 vom 29. Jun. 2007 18:32 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Soweit ich weiß, sind diese Schilde auf ein Holz- meist Weidengerüst aufgespannt.
Ich denke auch nicht, daß ein ganzes Schild (rel. kleine Buckler ausgenommen) aus Haut sinnvoll wäre, da die Dicke für die nötige Steifheit doch deutlich wäre.
Gruß, Ivain

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Eintrag #20 vom 02. Jul. 2007 19:44 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

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Andreas Bichler von Historia Vivent hat einen Buckler aus zwei lagen dicker Rohhaut(4-5mm) gebaut.(miteinander vernäht)
Bei kleinen schilden funktioniert es.
Wie es sich bei größeren schilden verhält müßte man mal ausprobieren. aber ich denke da bedarf es schon denke ich min. drei lagen die miteinander vernäht werden.
Aber dann ist das so ein aufwand das man dann doch wieder eher zu holz greifen sollte das nur bespannt wird.
Zumal man beim trocknen drauf achten muß das man es irgentwie stabiliseirt um die form zu halten die man haben will.
Aber vermutlich kann man bei so einem großen stück den verzug beim trocknen nicht wirklich verhindern??
Aber versuch macht bekanntlich klug.
Auch wenn eine verwendung für den zweck eher unwarscheinlich ist wegen zu hohem auswand
Thomas

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Eintrag #21 vom 02. Jul. 2007 23:20 Uhr Holger Herzog  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Holger Herzog eine Nachricht zu schreiben.

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Naja da muss ich wohl genauer werden. Wir haben Talhofferstechschilde gebaut. Erle - Leinen, alles ganz nett, stabil und funktional aber wenn ich mir die Bilder aus der Handschrift von 1467 abschaue komme ich mit der Form nicht ganz klar, da scheinen Biegungen zu sein die man so mit Holz nicht hin bekommt (Krümmungen in der Fläche). Daher bleibt mir als letztes nur noch Rohhaut als mögliche Lösung. Metall schließe ich aber aus.
Holger

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Eintrag #22 vom 03. Jul. 2007 01:12 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Was spricht gegen Holz ?
Die Stechschilde sind sowieso zusammengesetzt, warum sollten die einzelnen Teile nicht auch mit Biegung vorbearbeitet sein ?
Das kann durch Wölbung oder durch Rausarbeiten per Beitel geschehen, der Möglichkeiten sind gar viele.
Gruß, Ivain

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Eintrag #23 vom 13. Apr. 2014 23:06 Uhr Jonatan Burkhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jonatan Burkhardt eine Nachricht zu schreiben.

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ich muss mich meinem Vorredner Anschließen. vielleicht denken wir Nur weil es in der heutigen zeit nicht üblich ist aus Holz runde sachen zu bauen (industrieware;wirtschaftlichkeit, dass es nicht möglich ist (oder war).
Als Beispiel: in anderen Epochen mit anderen Möbelstilen(Rokoko), hat man zu weitaus aufwändigeren formen gegriffen als ikea und co…
Die Frage ist hierbei doch immer die verhältnismäßigkeit Wirtschaflicher Aufwand vs. Nutzen.
Und weil ich auch eine rohhautrand Allergie habe noch mein Gedanke dazu:
Wir können es uns sehr gut vorstellen rohhaut in streifen auf den schild zu nageln, weil Hundekauknochen für uns billig und überall zu haben sind. Das lässt dann zu aussagen hinreißen wie: “Rohhaut war doch quasi restprodukt und immer verfügbar im Mittelalter, dann wird jeder Bauer einen schild mit Rohhautrand gehabt haben” Dabei lassen wir außer Acht, dass Rohhaut oder leder noch für viele andere mitunter sehr wertvolle Dinge benötigt wird (z.B. Pergament, Fensterläden,…), also eine vergleichbar höhere nachfrage bestand. deshalb sollten Wir auch Rohhaut als vergleichbar wertvollen Rohstoff ansehen, den man nicht unbedingt in streifen schneiden will. Wieder muss mit Zeitgenössischem Verstand das Kosten-Nutzen verhältnis geprüft werden. und genau hier Liegt die Schwierigkeit, dass wir eben manchmal nicht mittelalterlich denken.
gute nacht, Jonatan

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