Wenn ich raten müsste, würde ich sagen, es dreht sich hier um das Projekt “Wiener Wache”: www.wienerwache.at ?
Ohne das würde ich jetzt ansetzen, über Darstellungsqualitäten zu schwadronieren, und dass ich nicht weiss, was Du anstrebst etc….
Angesichts der Webseite erledigt sich das, ich zitiere: “historisch detailgetreuen Darstellung”. Selbiges Zitat ist mit dem Einsatz von Keramik vom Bauernmarkt gelinde gesagt inkompatibel.
Ich weiss ja nicht, wie ihr organisiert seit, aber ich würde eigentlich spekulieren, dass irgendwer von allen, die dort beteiligt sind, evtl. von Dreynschlag selbst, Kontakt zur hiesigen Archäologie besitzen. Dies, also Keramikbefunde aus Wien selbst, oder bei - was mich überraschen täte- völligen Fehlen solcher eben nächstgelegene, sollten dann doch eher deine Vorlagen für Gebrauchskeramik sein.
Da ist nicht alleine der Punkt, welche Farbe diese hat, sondern Form, Magerung, Brennart usw.
Also; wenn Du/ihr den Anspruch, der auf dieser Webseite formuliert wird, auch erfüllen wollt/willst, dann wirst Du/ihr um eine eingehendere Recherche bezüglich spätmittelalterlicher Keramik im Allgemeinen, und Wien im Besonderen, sowie näheren Kontakt zur Statdarchäologie nicht herumkommen.
Also, ich hab da einen netten Tonkrug auf nem Bauernmarkt entdeckt und frage mich ob ich es für meine Darstellung Wien, 1462 verwenden kann. Da ich mich leider überhaupt nicht auskenne, ob das jetzt so gefärbt ist oder wie der genau hergestellt wurde…kann ich euch da leider keine Hinweise geben
Hmm…hab echt keine Ahnung…wird wohl doch eine Blumenvase werden ;)
Falls Du damit meinst, ob es gebrannte Stücke mit rötlicher Färbung gab: das kann man mit recht allgemein mit “ja” beantworten, das wäre der im späten Mittelalter zunehmend gebräuchliche oxidierende Brand.
Befunde dazu gibt es aus Ober- und Mittelfranken im 15ten Jahrhundert, z.B. Nürberg.
Literaturtipp hierzu:
Keramik des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit aus