Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Rüstungsbau (Leder)

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Eintrag #1 vom 04. Sep. 1998 11:34 Uhr Christian   Nachricht

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Hallo zusammen, zunächst möchte ich allen danken die sich auf meine Frage zum Thema gewandet oder kostümiert gemeldet haben.(Auch die Xena Beiträge fand ich sehr amüsant, auch wenn ich nicht live dabei wahr)ßbrigens für echte Fans gibts Xena jetzt auch als Comic. Nun aber zu meinem eigentlichen Anliegen: Nach langem hin und her habe ich mich nun zur Darstellung des mittelalterlichen Söldners durchgerungen. Da dieser ja auch mal in den einen oder anderen Zweikampf verwickelt wird (will sagen wir machen schon mal Schaukampfvorführungen) wird natürlich das Thema Rüstung wichtig. Nachdem ich mich schon mit Kettenhemd und gepolstertem Waffenrock beschäftigt habe, spiele ich nun mit dem Gedanken mir Rüstzeug aus Leder anzufertigen. Wer hat damit Erfahrung oder Buchtips(primär für Schutz des Oberkörpers), die er mir mitteilen könnte? Ich freue mich über jede Anregung, denn jetzt wo die Wintermonate näher rücken ist wieder Basteln und Nähen angesagt. Gruß und Dank an alle im voraus Christian

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Eintrag #2 vom 04. Sep. 1998 12:29 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christian, die einzigen Belege, die ich für mittelalterliche Lederrüstungen kenne, entstammen italienischen Historienschinken aus den 60er und amerikanischen Fantasyfilmen aus den 80er Jahren. Mittelalterlicher Söldner- karolingisch, ottonisch, staufisch, habsburgerisch? Skandinavien, Britannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Palästina? Spießer, Bogenschütze, Katapultist, Hellebardier, Schwertschwinger, Armbruster? Wahrscheinlich bin ich völlig auf dem falschen Dampfer und tue Dir fürchterlich unrecht, aber Dein Eintrag liest sich wie “Ich mache jetzt Mittelalter und bastle mir was, schnell, billig und ansonsten egal.” Wenn Du Deine Angaben über die von Dir angestrebte Rolle und ihre zeitliche Einordnung etwas präzisierst und Deine Quellen bezüglich der Verwendung von Lederrüstungen für dieses Umfeld angibst, werde ich alles ausbuddeln oder ausbuddeln lassen, was es über dieses Thema an Informationen gibt und es Dir zukommen lassen. Dietrich

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Eintrag #3 vom 04. Sep. 1998 12:57 Uhr Thomas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christian! ßber Söldner im Mittelalter steht ein netter Bericht in der aktuellen KARFUNKEL. Damit kannst Du zumindest mal an Deiner Herkunft feilen. Lederrüstzeug? Wenn Du so ein Ding machen willst, dann kannst Du Dir mal einen Schuppenpanzer genauer anschauen, das sollte adaptierbar sein. Schönes Wochenende wünscht Thomas

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Eintrag #4 vom 05. Sep. 1998 18:54 Uhr Hartmut Writh   Nachricht

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Hallo Christian, Lederrüstung? Wenn überhaupt, dann Italien. Siehe Osprey Men at Arms “Italian Medival Armies 1300-1500”. Brigantine, also Metallplättchen von innen in Leinen eingenietet war sehr viel häufiger-und sicherer" Ansonsten. Söldner OK: welcher Zeitraum? Welche Region? Gruß Meister Hartmut

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Eintrag #5 vom 06. Sep. 1998 19:32 Uhr Stefan Siehoff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Siehoff eine Nachricht zu schreiben.

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Technisch gesehen gibt´s da ´ne Menge Möglichkeiten, mehr, als belegt sind. Leder ist seit den alten Chinesen bis in den ersten Weltkrieg als Panzerungsmaterial eingesetzt worden, besonders für Problemzonen wie Gelenke. Plättchenpanzer gab es im persischen Raum, lederne Loricae bei den Römern. Brigantinen sind langwierig in der Herstellung, aber sehr flexibel und sicher, Lederschuppe taugt nichts, so weit es mich betrifft. Das Leder verformt sich zu schnell. Grüße, Stefan

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Eintrag #6 vom 07. Sep. 1998 13:25 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christian, wenn Du´s mal mit Cuir boilli (gekochtem Leder) probieren willst, gibt´s eine Internetadresse mit Anleitung, die ich natürlich mal wieder nicht hier auf der Arbeit habe. Jedoch ist es mit Yahoo und Search: Armour zu finden. Der Mensch kocht das Leder in Wasser (an die Versuche mit kochendem Bienenwachs glaube ich wegen der hohen Preise im Mittelalter eh´ nicht dran). Es muß wohl tatsächlich hervorragend funktionieren, ein Freund von mir hat den Mann in den USA an der Arbeit gesehen, aber Du mußt Dir dabei wohl entweder Formen machen (Für Brust oder Gelenke), oder´s mit Schuppe versuchen (in diesem Fall gibt´s dann auch weniger Probleme mit dem Verformen bei schlechtem Wetter, wenn man Sie nach dem Formen wachst). Das mit dem Belegen ist tatsächlich nicht so einfach, doch aus rein technischen Gründen, denke ich doch, daß Leder zumindest als Verstärkung gebraucht wurde. Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß Lederpanzerung aus schwerem oder gekochtem Leder stumpfe Schläge gut absorbiert. Es gibt in der SCA, die ja nunmal Vollkontakt mit Holzwaffen betreibt, eine Menge Leute, die darauf schwören. Was hälst Du übrigens von der Alternative eines Gambesons mit Lederüberzug (wegen Wetter und vollsaugen und so). Der läßt sich nach meiner Erfahrung auch bis zu den Wikingern zurückverfolgen, da er wohl als eine Mindestrüstung bei einer bestimmten Einkommensgruppe der Bondi vorgesehen war. Quellen habe ich - wie üblich - mal wieder nicht zur Hand. Für die Darstellung eines Söldners halte ich einen guten Gambeson sowieso für eine Alternative - ich meine dabei nicht das dünne Ding mit Polyester füllung, welches eine Menge Leute auf den Märkten tragen, sondern ein Wattierung von mindestens 2 - 3 cm Dicke. Die Dinger sind je nach Zeitalter relativ leicht zu schneidern und man kann sie mit so ziemlich allem stopfen, was man gerade zur Hand hat. Thorsten

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Eintrag #7 vom 07. Sep. 1998 15:28 Uhr Christian   Nachricht

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Hallo nochmal! zunächst danke für alle bisher eingegangenen brauchbaren Einträge. Aufgrund von Dietrichs Beitrag möchte ich noch einen Nachtrag hinzufügen. 1. Ich bin der Meinung schnell und billig geht nicht, eher schon schnell und teuer, aber fertig kaufen ist nicht mein Stil. 2. Ich bin durchaus bemüht möglichst historisch angemessene Gewandung anzufertigen, wobei Belege für Lederrüstung in der Tat selten sind, aber Leder als Verstärkung oder Ausgangsmaterial( siehe Thorsten) durchaus zu finden ist. 3. Um Mißverständnisse auszuschließen: Ich möchte die Angaben deshalb nicht weiter präzisieren, weil ich eher allgemeine Informationen aus unterschiedlichen Epochen benötige. Es dürfen auch gerne Tips zum Rüstungsbau allgemein kommen. Da ich nämlich auch historische Feste besuche, die nicht alle im selben Zeitraum liegen, muß ich in etwa den Zeitraum von 900 bis 1500 abdecken und da ist es einfach mit einem Kettenhemd nicht getan.Variabilität ist gefragt (das ist alles andere als schnell und billig!!). Danke weiterhin für alle Beiträge Christian

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Eintrag #8 vom 07. Sep. 1998 15:56 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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900 bis 1500? Danke, keine weiteren Fragen. Dietrich

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Eintrag #9 vom 07. Sep. 1998 16:41 Uhr Christian   Nachricht

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Tja, irgendwie kommen wir nicht auf einen grünen Zweig. Also nochmal: Ich such keine Kleidungsstücke, Rüstung, etc. die von 900 bis 1500 unverändert gebraucht wurden, sondern Informationen über die VERSCHIEDENEN Arten die während dieser Zeit bereits in Gebrauch waren bzw. entwickelt wurden. Ich will also nicht ein Stück für 600 Jahre, sondern verschiedene für die jeweilige Epoche. 900 bis 1500 ist lediglich der Zeitraum in dem ich mich generell bewege. Ich wolte damit niemanden auf den Schlips treten(hoppla der war ja erst sehr viel später). Also sorry und hoffentlich sind jetzt alle Mißverständnisse beseitigt.

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Eintrag #10 vom 07. Sep. 1998 18:20 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Puh, Christian, Du verlangst viel, von einem einfachen Forum. Ich würde Dir vorschlagen, Dir ein paar Fixpunkte (national und historisch) zu suchen und Dir rundherum mehrere Satz Kostüme (jaja, Gewandungen) zu bauen. Das wird nicht schnell gehen und das wird teuer sein - ich spreche aus leidlicher Erfahrung. Vorschlag einer Abfolge: 900-1100 Ottone/Salier, 1100-1300 Hochmittelalter (Staufer - mal wieder). Und dann wird´s durch die schnell wechselnden Moden echt schwierig. Rüstungsteile auch älteren Datums wurden recht lange gebraucht, aber das gesamte Zivilzeug! Die 15. Jhdt.-Gruppen können garantiert ein Lied über die “schnellen” (für´s Mittelalter) Wechsel der Mode und Rüstungen reden. Allein der Unterschied deutscher Rüstungen zwischen 1440 und 1480. Ich würde mir wirklich ein paar Fixpunkte suchen und einen nach dem anderen “abarbeiten”. Wenn Du diese Punkte hast, kannst Du ja noch mal eine etwas spezialisiertere Anfrage stellen. Viel Spaß beim Basteln! Thorsten

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Eintrag #11 vom 07. Sep. 1998 23:43 Uhr Hartmut Writh   Nachricht

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Hallo Turak! Was??? Die Chinesen haben den ersten Weltkrieg mit Panzern aus Leder gewonnen?? Mein Opa sagte, die Niederlage kam zwangsläufig, weil sein Chef(und dessen Chefs aller Hierachiestufen andauernd besoffen waren.Und außerdem hätten Sie gegen ganz andere, europäische Staaten verloren! Mpf, hab irgendwie gute Laune, heute! Hartmut

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Eintrag #12 vom 08. Sep. 1998 08:04 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christian, wir beide haben offenbar ein Kommunikationsproblem. Ich hatte Dich so verstanden, daß Du, um einen gewaltigen Zeitraum mit nur einem Stück abdecken kannst, dafür ein Stück gewählt hast, welches es in keiner dieser Epochen gegeben hat. Schön, wenn es nicht so war. Dietrich

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Eintrag #13 vom 08. Sep. 1998 11:06 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Jetzt bin ich wieder etwas ruhiger. Hallo Hartmut- hast Du wieder was geraucht? Hallo Thorsten- was Du da schilderst, klingt sehr nach dem Ruland- Konzept, benannt nach Ellen Ruland, verheiratete Enniger, einem weiblichen Mitglied jeder Gruppe, der auch ich angehöre; meiner angenommenen Cousine (Halbwestfälin). Dieses Konzept lautet: Man muß aus jeder Epoche mindestens eine gute Klamotte im Schrank hängen haben; es könnte schließlich sein, daß nächste Woche die ultimative Veranstaltung zum Beispiel des 16. Jhd. stattfindet, es gibt Freibier ohne Ende, alle Deine Freunde sind dort, und Du kannst nicht hin, weil keine passenden Klamotten vorhanden sind. Die Folge für die Anhänger dieses Konzeptes ist, daß wir im Winter sitzen und Klamotten nähen. Nicht nur für die gerade aktuelle Zeit, sondern auch für Bereiche, die (noch) nicht beackert werden. Das klingt sehr aufwendig; na ja, kann schon sein. Aber wenn man selbst näht und sich lediglich einfachste Sachen macht, kommt es wenigstens nicht teuer. Wundert euch also nicht, wenn demnächst eine Horde hochmittelalterlicher Bauern mit umgeschmiedeten Sensen und Kälberstricken sonder Zahl unter Führung eines Dietrich uit`n Potte einen Aufstand macht und Ritter jagt! Dietrich

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Eintrag #14 vom 09. Sep. 1998 03:00 Uhr Tim Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tim Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christian, wie wäre es, wenn Du dir erst mal eine Zeit aussuchst und diese vernünftig darstellst, bevor Du Dir gedanken darüber machst, die restlichen 580 Jahre abzudecken? Denn was Du vor hast ist SCHROTT und geht nur in die Hose! Billig wird nämlich nichts! MfG Tim Schneider

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Eintrag #15 vom 09. Sep. 1998 03:02 Uhr Tim Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tim Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Dietrich, bei umgeschmiedeten Sensen zitter ich schon mal vor Dir! Vieleicht hast Du ja doch so eine 0,1% Chance, einen Normannen zu töten, aber warscheinlich fällt er eh nur über seine eigene Waffe und bricht sich dabei das Genick! Tim Schneider

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Eintrag #16 vom 09. Sep. 1998 08:45 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Was ja bei Normannen die häufigste Todesursache ist, denn ihnen fehlt einfach das Geschick zum Umgang mit Waffen. Nur gut für sie, daß ihnen das auch bekannt ist und sie deshalb jeden Kampf meiden. Dietrich

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Eintrag #17 vom 09. Sep. 1998 22:28 Uhr Arnhelm von Andernach   Nachricht

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Hallo, Dietrich! Ich schätze, den Normannen schlottern schon die Knie! Hast du schon eine Strategie, wie du mit den umgeschmiedeten Sensen um ca 1,20 m große Mandelschilde vorbeikommen willst? Arnhelm

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Eintrag #18 vom 10. Sep. 1998 12:55 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Arnhelm, ja. Dietrich

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Eintrag #19 vom 03. Sep. 1999 13:47 Uhr Thomas Martini  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Martini eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Dietrich Ich bin mal gespannt, wie Du das Problem mit Mandelschildern und einer Sense lösen willst. Vieleicht könnten wir das mal auf einen der kommenden Märkten ausprobieren… Gruß Sizilianischer Außenposten
Angelo de la Vasantes

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Eintrag #20 vom 03. Sep. 1999 15:04 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Angelo. Habt ihr Normannen jetzt ein Jahr lang rumexperimentiert, ohne es rausgekriegt zu haben? Beachtlich. Ernsthaft: Es geht, aber ich würde es niemals bei einem Kampf tun. Erstens gibt es keine “schaukampftaugliche” Sense, und zweitens- wenn so ein Ding runterkommt, weiß niemand, wie und wo, nicht einmal der Sensenschwinger selbst. Aber, wie gesagt, es geht. Unterschätzt niemals Bauernwaffen! Dietrich

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Eintrag #21 vom 04. Sep. 1999 21:33 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, nun ja, als Erzstaufer habe ich keinerlei Probleme mit Normannen, es sind gern gesehene Opf.. ääähm Gegner! Lederne Rüstungen ohne irgendwelche metallene Verstärkungen erscheinen mir etwas sinnlos im Nahkampf. Natürlich geht dickes Büffelleder, angehärtet, also nicht ganz ausgekocht wegen der Beweglichkeit. Das eigentliche Problem ist, daß auf den mir bekannten Abbildungen und Steinmetzarbeiten meist nicht ersichtlich ist, ob ein militärisches Kleidungsstück aus Gewebe oder aus Leder ist. AUch kann ich mich der allgemein bekannten Ansicht, Leder sei nur für den Pöbel gewesen, und nichts wert nicht anschließen. Die großen Gerberviertel in den Städten wiedersprechen dem, denn nur für Felle, Schuhe, Sättel und Schilde brauchts nicht diesen so verbreiteten Beruf. Leder mag nicht für feine Anlässe angebracht sein, z.B. auf der Jagd und im Feld gehe ich lieber in Leder, da bleiben keine Dornen hängen, gut gefettet ist es regendicht, auch hochsee- erprobt und stellt den mindesten Schutz vor Hieben dar. Der Rüstungsfaktor liegt unter dem einer Wattierung, ich habe eine lederne Wattierung gefertigt und trage das Ding sehr gerne im Lager und bei leichtem Training. Meiner Meinung nach wurde Leder von Fußsoldaten, zumeist Schützen in Form von ärmellosen oder halbärmeligen Kitteln knielang durchaus getragen, es spricht keine bekannte Quelle dagegen, manches Bild eher dafür. Optisch als braunes Glattleder, schön mit Fett schwartig wetterfest gewienert. Kürzer wurden die Klamotten im 14. Jhdt, als der Arsch in Mode kam… Schönes Bild: Men-at-Arms Nr.151, Armbrustschütze H1
Haduwolff

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Eintrag #22 vom 11. Sep. 1999 10:16 Uhr lukas franke   Nachricht

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habt ihr vorschläge wie man eine lederrüstung baut oder wo man sie bekommt dann mailt mir :lukasfranke@t-online.de oder faxt mir :0621/8283227
wissenbegieriger

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Eintrag #23 vom 18. Mrz. 2000 20:32 Uhr Stephan Bucher   Nachricht

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Gott zum Grusse! Ist es normal,dass das Leder beim kochen um ca.50% schrumpft??
Stephan von Emmershofen

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Eintrag #24 vom 19. Mrz. 2000 08:42 Uhr Christian G.   Nachricht

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Hi Stephan, Ja, das kann - je nach Art des ´Kochens´ - durchaus passieren. Hier ein Link, dass Dir die meissten Fragen zum Thema Cuir Boulli beantworten sollte: www.best.com/~ddfr/Medieval/[…]/Perfect_Armor_Impr[…] Viel Spass beim Kueche einsauen ;o) Christian

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Eintrag #25 vom 11. Apr. 2001 16:12 Uhr Fritz Pascual  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Fritz Pascual eine Nachricht zu schreiben.

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Tag… ich würd diesen Thread gerne wieder etwas aufwärmen: Zeit mitte 13.Jahrhundert. Gibts Belege (Text oder Bild oder Fund) von Lederrüstungen oder Verstärkungen? Gruß
Fritz von Würselen

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Eintrag #26 vom 18. Apr. 2001 01:16 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

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Moin! Würde die Umgebung von Friedrich II empfehlen. der hatte nachweislich sarazenische Bogenschützen. Und in Outremer waren Lederne Schuppenpanzer partiell noch en Vogue. Leider noch keine Primärquellen. Grummel. Such.
Grüße… Uli

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Eintrag #27 vom 02. Jun. 2002 15:45 Uhr Beitrag anonymisiert

nach oben / Zur Übersicht Brauche konkrete Anleitung

Habe mich seit kurzem für den Schwertkampf begeistert. Neben einem Schwert wäre da wohl zur Umgehung des tollen “AUAHH!-Effektes” eine geeignete Rüstung sinnvoll. Anleitungen zu Kettenrüstungen gibt es ja viele gute, nur passen die schon mal nicht so gut ins Mittelalterliche Bild, da sie sich ja damals kaum jemand leuisten konnte - und das kann ich mir momentan auch nicht (hab auch nicht die Zeit mich ein Jahr hinzusetzen und Ringe zu wurmen).
Daher entschied ich mich für die billigere und leichtere Alternative einer Lederrüstung.
Dazu brauche ich irgendwie ein paar sinnvolle Biler, oder besser noch konkrete Schnittmuster, wie so etwas auszusehen hat, wonach man dann eben selbst bauen kann.
Sie sollte irgebndwie schon in etwa ins (mittlere?) Mittelalter reinpassen, aber total historisch fundiert müssen sie nicht sein, viel wichtiger ist mir eben, das ich sie mir selbst bauen kann, sie preislich im Rahmen liegt und das Wichtigste - gut Schutz bietet.
Dazu bräuchte ich dann noch Handschuhe und eventuell nen Helm. Sollten die gleichen ansprüche erfüllen.
Also wenn jemand irgendwo gute Bauanleitung im Internet gefunden hat, oder mir eigene zusenden kann wäre ich sehr dankbar.
Bin zu erreichen unter mathias.reiche@med.uni-giessen.de

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Eintrag #28 vom 03. Jun. 2002 09:13 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht *staun*

Kettenrüstungen passen nicht so gut ins mittelalterliche Bild ???
Jetzt bin ich aber platt.
Sie sollte irgendwie … reinpassen, aber total historisch fundiert muss sie nicht sein ???
*wiederstaun*
Also wenn sie reinpassen muss, muss sie auch fundiert (i.e. belegt) sein, sonst ist sie Fantasy.
Also, schöne (?) Lederrüstungen kann man bei www.lederkram.de anschauen. Vielleicht inspirieren die ja …
Grüße von der Spree, Ulli

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Eintrag #29 vom 03. Jun. 2002 09:20 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Gambeson...

Wenn er versucht, einen einfachen Stand dazustellen, hat er recht, denn da wäre das Kettenhemd (die in der ‘Szene’ wirklich ziemlich inflationär getragen werden) zuviel.
Fürs mittlere HMA kenne ich jetzt keine einzige wirkliche Lederrüstung.
Ich würde einfach einen (Leinen)Gambeson empfehlen, dazu gibts hier in div. Threads genug Tips und Bauanleitungen, und belegbar sind sie allemal.
Wenn du (Mathias) den Zeitrahmen noch etwas spezifizieren könntest, dann gibts vielleicht noch bessere Tips.
Gruß,   Ivain

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Eintrag #30 vom 03. Jun. 2002 09:50 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht einfacher Stand ?

Wie kann man den Begriff “einfacher Stand” in Verbindung mit der Nutzung des Schwertes als Waffe definieren ?
War das Schwert eine Jedermannswaffe im HMA ?
Auch der Erwerb eines Schwertes dürfte seinerzeit eine gewisse materielle Leistungsfähigkeit erfordert haben.
Zweite Frage:
Welche Schutzwirkung hat ein bloßer Gambeson gegen einen Schwerthieb ?
Ich habe in einem anderen Thread hier gelesen, dass selbst Kettenhemd über Gambeson nicht wirklich vor Schlüsselbeintrümmerbrüchen schützt.
Grüße von der Spree, Ulli

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Eintrag #31 vom 03. Jun. 2002 09:53 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Differenzieren...

Natürlich ist z.B. für einen Bauern im Krieg das Schwert zu hoch…
aber ein Schwert im HMA ist immer noch günstiger als eine Vollkette.
Also irgendwo in der ‘Grauzone’ zwischen Bauer mit Mistgabel und Ritter mit Vollkette, Lanze und Schwert wird es auch den Kämpfer mit (Kurz ?)Schwert und Stoffrüstung gegeben haben.
Zum Schutzwert verweise ich auf meinen (und den vieler anderer) Eintrag im Gambeson-Thread:
Absoluten Schutz gibt es nicht, aber jedes bißchen hilft.
Gruß,   Ivain

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Eintrag #32 vom 03. Jun. 2002 10:12 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Differenzierung ...

Moin zusammen,
auch wenn das off-topic ist, wenn Ihr schon nach Differenzierung verlangt, dann richtig. Auch Bauern konnten sich - je nach Region, Zeit und Einkommensstand - Schwerter leisten (lest mal Euren Neidhard oder den “Meier Helmbrecht”, wenn Ihr schon HMA macht). Es gab KEIN Exklusivrecht des Ritterstandes für das Schwert.
Was die Erlangbarkeit von Schwertern für einfache Krieger angeht, so hat z.B. Johann I. von England für seinen Kampf um die Normandie mehrere tausend einfache Schwerter (die in Fässern ohne Scheiden transportiert wurden) aus Italien angekauft. Und das war um 1200 …
Bis denn
Thorsten

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Eintrag #33 vom 03. Jun. 2002 18:29 Uhr Beitrag anonymisiert

nach oben / Zur Übersicht so

damit meinte ich nur, das im MA nicht so viele Leute ne Kette hatten wie sie heutzutage auf Märkten etc getragen wurden - weil sie einfach zu teuer waren.
Und mit dem “stimmig” - es geht mir eben darum, das sie jetzt nicht voll daneben ist - also fantasy - aber ich hab auch keinen Bock auf x-Seitenlange Vorträge, welche Klamotten aud dem und dem Bildern schon gesehen wurden und desshalb garantiert nie soundso getragen wurden.
Ich will einfach nur ne normale Rüstung, die gut schutz bietet und nebenbei ins Bild passt :)

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Eintrag #34 vom 04. Jun. 2002 08:05 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht das erkläre mir doch bitte mal genauer

Verrate uns doch bitte, bitte trotzdem Deine Epoche, sonst wissen wir nicht, was in welches Bild passen soll.
Und das mit “keinen Bock auf x-Seitenlange Vorträge, welche Klamotten aud dem und dem Bildern schon gesehen wurden und desshalb garantiert nie soundso getragen wurden” erklärst Du (mir) doch bitte auch gleich mal!!! Denn willst Du jetzt korrekte Antworten erhalten oder bequeme Antworten? Für zweites bist Du hier falsch!
Joachim

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Eintrag #35 vom 04. Jun. 2002 10:15 Uhr Beitrag anonymisiert

nach oben / Zur Übersicht ist das so schwer zu verstehen?

Also, erstmal meine Intention. Wie bereits gesagt habe ich mich seit kurzem für Schwert(schau)kampf begeistert, da ich mir das eine Weile lang angeschaut und als sich mir die Möglichkeit bot ausprobiert habe. Hat viel Spaß gemacht.
Also will ich es gern weitermachen, nur dazu ist es sinnvoll, die exsponierten Trefferzonen etwas zu schützen. Warum sollte jedem Klar sein.
Hierin findest Du die erste Erklärung, warum ich keine ewig lange Diskusion (verursachen) will. Am allerwichtigsten ist mir erstmal eben eien Körperschutz zu bauen und zum anderen steht für mich der Spaß und die Freude an diesem Thema im Vordergrund - und nicht eine Ewige Streiterei, so wie sie hier in einigen Foren betrieben wird (Schönes Beispiel ist die Diskussion, ob den nun mit der Schneide parriert wurde oder nicht).
Der letzte Grund, warum ich nicht ewig lange Ausarbeitungen will ist der, das ich eh nicht das Geld habe, 100% historisch-korrekt zu arbeiten, das ist ja eben auch der Grund, warum ich mir das Zeug selber bauen will. Hätte ich das Geld könnte ich mir so eine Ausstattung bestimmt auch für 500 Euros bis oben offen kaufen.
In denm Sinne wäre ich auch bereit, irgendein Polstermaterial alternativ unter dem Futter einzubringen - wenns billiger ist. und wenns fertig ist sieht mans eh nicht. (Gibt ja auch Leute, die bauen aus Lederbezogenen Straßenschildern ihre Buckler)
Also, erste Priorität: brauche guten Schutz, den ich mir selbst bauen kann, zweite: will keinen verkrampften Umgang mit dem Thema (oder mit deinen Worten, dann eher die bequeme:)
Ob ich damit hier falsch bin hoffe ich nicht, denn wie gesagt wäre dann mein zweites Ziel, das alles in etwa “stimmig” ist. Was heißt das für mich?
Oder anders - meine Epoche. Was stelle ich da?
Und da wirds lustig.
Fest steht für mich, es soll eher dezent sein. Ich will also nicht rumaufen wie so ein adeliger Prinz oder so. Das wäre ja das oft Kritisierte, da eben auf den Märkten so viele Leute mit Ketten rumlaufen, die es damals gar nicht so oft gab. Und ich denke das würde auch besser zu mir passen, denn schließlich bin ich ja auch nicht so endlos reich.
Berichtigt mich, aber ich denke auf diese Beschreibung würde doch gut ein Söldner passen. Er hat sein eigenes Schwert, leichte Rüstung und sich nicht zu Schade, ersteres einzusetzen.
Jetzt wirds schwierig, die Epoche.
Es sollte Mittelalter sein und dem entsprechen, was in der hiesien Umgebung (also jetzt Deutschland) in etwa üblich war. Aber welche Zeit konkret weiß ich noch nicht, wobei es mir eigentlich nicht sooo arg damit ist. D.h. es wird mich nicht stören, wenn ich vielleicht ein Schwert mit einer Rüstung kombiniere, die erst ein Jahrhundert später oder so getragen wurde.
(Das ist es auch, was ich damit meinte, das ich es nicht so eng sehe mit diesen Bildern oder so. Zum einen sind auf den Bildern eh nie alle Kombinationen drauf, die damals getragen wurden, und ich denke auch damals wird der eine oder andere mal mit einem “älteren Modell” rumgelaufen sein, ging es doch gerade da hauptsächlich um Funktionalität und außerdem muß man eh immer Kompromisse machen, gerade wenn man nicht unendlich viel Geld zur Verfügung hat.)
Aber so grobe Fehler will ich dann nicht machen, wie mein Schwert auf dem Rücken zu halftern, wenn es damals 100%ig nie gemacht wurde.
Um das ganze mal in eine Richtung zu bringen, habe ich mal aus www.lederkram.de
Ich hoffe damit kommen wir weiter. für alle bisherigen Tips schonmal Danke, auf jeder weitere Hilfe freue ich mich schon. Also wenn jemand weiß, ob es das oben gezeigte wann und wo gab…
Mfg, Mathias

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Eintrag #36 vom 04. Jun. 2002 10:58 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Lederkram

Moin Matthias,
das von Dir gepostete Zeug von Lederkram ist komplett Fantasy (schließlich sind die Leute auch eigentlich Larplieferanten ;-).
Es gibt zwar Hinweise auf Lederhelme und Schuppenpanzer aus Leder aber keine schlüssigen Funde und Beweise.
Wenn Du einen einigermaßen zeitübergreifenden Schutz haben willst, mache Dir Doch einen einfachen Gambeson (im entsprechenden Thread stehen einige Tips). Der hält auch sicher die Wucht der Schläge besser ab als Leder und die gab es in den einfachen Formen vom 12. bis zum 14. Jhdt.. Wenn Geld bei Dir eine Rolle spielt, dann ist ein Gambeson sowieso preiswerter - Du brauchst bloß die oberste Schicht aus Leinen haben und kannst unsichtbar mit Baumwolle und Wolldecken arbeiten. weiterhin sieht man damit immer noch um Längen mehr nach Historie aus, wie eine zusammengeschusterte Lederrüstung.
Wenn Du dann immer noch den Look von Leder haben willst, so gibt es Hinweise, daß Gambesons gelegentlich eine Schicht aus dünnem Leder zum Wetterschutz hatten (vermeide nur Velour- oder Wildleder, das ist definitiv modern).
Vom Vorgehen würde ich Dir empfehlen, auch wenn Dir das im Augenblick nicht so wichtig erscheint, zumindest in etwa auf die historische Genauigkeit zu achten. Du wärest nicht der erste, der in ein, zwei Jahren vielleicht in eine genauere Gruppe hineinkommt und sich wegen verschwendeter Gelder und Mühen ärgert (ich gehöre auch zu solchen Leuten ;-).
Bis denn
Thorsten

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Eintrag #37 vom 04. Jun. 2002 12:31 Uhr Jürgen Trautmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jürgen Trautmann eine Nachricht zu schreiben.

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Du solltest bedenken, daß bei komplettem Eigenbau der Gambeson die billigste Lösung ist. Wie schon gesagt: nur die Deckschichten sind teuer, der Rest kann aus Reststoffen zusammengepfriemelt werden. Irgendwelche Großnähereien sind da immer gut für Stoffabfälle.
Gambeson ist erhältlich in den Geschmacksrichtungen Stofflagen, ausgepolsterte Kammern und Mischstile aus beiden. Mischstil dürfte am einfachsten sein; zwei bis drei Lagen Stoff nach außen, eine nach innen in Kammern absteppen und Kammern füllen. Vier Schichten Stoff sollten noch aus einer normalen Nähmaschine Herausholbar sein. Nicht vergessen: Durch das Vollstopfen mit Stoffresten verringern sich die Ausmaße des Gambeson.
Oder wie wärs mit nem Coat of Plates: Die Visbys sind relativ einfach herzustellen.
Zum Helm: Warum Leder wenns Eisen auch gibt? Der Eisenhut A 18 ist vom Aussehen her recht gut; ob aber die Eisendicke reicht mußt du selber beurteilen. Paß auf jedenfall auf, daß du noch eine Polsterkappe drunterbringst.
Zum Handschutz: Leder? Nö, bitte nicht wirklich. Nachdem die Hände beim Schaukampf beonders gefährdet sind, hätte zumindest ich ganz gerne mehr als eine Lage Leder zwischen dem heransausenden Schwert und meinen Fingerknöcheln. Hier empfiehlt es sich dann doch mal zum Schmied deines Vertrauens zu gehen. Henzen, also “Fäustlinge” wären mit dem besten Schutz, aber für die meiste Zeit des MA unpassend.
Bei Helm und Handschutz bloß nicht sparen. Ist zwar teuer, Krankenhaus ist aber teurer.
Alsdenn
Jürgen

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Eintrag #38 vom 04. Jun. 2002 13:17 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Leder

Moin!
Also, leider hab ich den Ordner mit den Ausdrucken gerade verliehen, aber es gab wohl lederne Rüstungsteile aus gehärtetem Leder. Wer mal mit google recherchieren will, das Zeug heißt sich “cuir bouille” (ich hoffe ich hab das jetzt richtig geschrieben.
Leder lässt sich mit heißem Wasser oder mit heißem Wachs (vorsicht, leicht entzündlich) härten, schrumpft aber dabei. Auf www.lederhaus.de gabs mal ne Anleitung, ich hab aber keine Ahnung ob die noch online ist.
Wann, wo und in welchem Umfang lederteile als Rüstung verwendet wurden ist mir nicht bekannt, aber vielleicht recherchierts ja wer und stellts ins Netz.
Was lederne Panzerhandschuhe angeht- funktioniet prima, wenn manns richtig macht, zu finden im Thread “Einfache Panzerhandschuhe”.
Ansonsten, lieber Matthias, kann ich mich Thorsten nur anschließen: Authentisch ist meist praktisch, stimmig und macht Spaß. Und das Recherchieren ist eigentlich auch ne nette Sache.
gruß, uli

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Eintrag #39 vom 04. Jun. 2002 17:22 Uhr Beitrag anonymisiert

nach oben / Zur Übersicht Danke

Also, Dank erstmal wieder den Antworten:)
Zum Gambeson - hab ich mir auch schon überlegt - weil man da eben gut schumeln kann, mit dem was man da reinsteckt. Bin nur leider nicht so gut im Nähen, hab schon einige Nadeln von unserer Maschiene kaputt gemacht, ich glaube die schafft nicht so viel. Und mit Leder hab ich halt bischen mehr gute Erfahrungen gesammelt. Ich werde mich wohl noch ne Weile hinsetzen und mir das genau überlegen, wie ich das löse… wobei langsam hab ich schon so ne gewisse Vorstellung, wie da ganze mal aussehen könnte…
Vielleicht werd ich michauch noch n bischen mit den Leuten zusammensetzen, mit denen ich eben so trainiere, vielleicht ham die ja noch was auf Lager…

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Eintrag #40 vom 05. Jun. 2002 11:06 Uhr Sebastian Riebeling   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Fast komplett Fantasy

Unsere Lederrüstungen sind bestenfalls entfernt an historische Beispiele angelehnt. Der Gambeson kommt vielleicht noch am ehesten an A ran.
Aber wir wollen auch nicht wirklich authentische Lederrüstungen machen, zumal es ja scheinbar viel zu wenige Belege für sowas gibt.
Auf Schaukampftauglichkeit ist nichts davon ausgelegt, da wir von Schaukampf absolut null Ahnung haben, obwohl auch schon der eine oder andere Schaukämpfer (laut eigener Aussage) bei uns bestellt hat.
Aber wir machen IMO schöne, robuste LARP Rüstungen und sind damit zufrieden.
Eine Anleitung zum Leder härten mit Wachs gibt es bei uns auf der Seite. So härten wir unser Leder auch.
Sebastian
www.lederkram.de

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Eintrag #41 vom 05. Jun. 2002 11:32 Uhr Klaus Ragen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus Ragen eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ..vielleicht mal

mit der Hand nähen?
Im Ernst, kaum eine Haushaltsnähmaschine schafft mehrere Lagen stärkeren Stoffes.
Nur ist, wie schon oft erwähnt, die Handnaht “a” und meiner Erfahrung nach ist man mit der Hand nicht viel langsamer, als die Maschine, da es hier ja nicht um lange Nähte, sondern um viele kurze geht.
Nimm dir eine Ledernadel (dreieckiger Querschnitt an der Spitze), damit kann man starken Stoff prima nähen.
Viele Grüße, Euer Ragnar Skallagrimsson

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Eintrag #43 vom 06. Jun. 2002 11:39 Uhr Beitrag anonymisiert

nach oben / Zur Übersicht Gambeson+Leder

Hm, mittlerweile würde mir am besten eine Kombination aus Gambeson und Lederrüstung gefallen.
Zum einen könnte ich mir vorstellen, das es ne gute Wirkung gegen Schläge von nem stumpfen Schwert hat und zum anderen könnte ich es mir auch so gut kleidsam vorstellen.
Das alles ist dann natürlich alles andere als “a”.
Aber ich denke zumindest diese Stumpen werde ich mir bestimmt bauen, scheint mir noch der beste einfache Schtuz zu seinb, den ich momentan hinbekomme.

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Eintrag #44 vom 07. Jun. 2002 09:41 Uhr Beitrag anonymisiert

nach oben / Zur Übersicht Lederrüstung

Ich habe mich gestern noch mit einem meiner Freunde unterhalten, die mir Schwertkampf beibringen. Und er meinte er hätte ein Schnittmuster einer Lederrüstung, die orginalen Funden aus England um … ich glaube es war irgendwas bei 1200 … entspricht. Am Wochenende werde ich mir das Teil mal anschauen, mal sehen wie das ist.

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Eintrag #45 vom 06. Jul. 2002 18:01 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hab ein bisserl recheriert....

Unter dem Namen “courbouilli” sind byzantinische Rüstungen, die später nach dem ersten Kreuzzug ihren Weg nach Nordeuropa gefunden haben, bekannt. Spontan habe ich folgenden Link:
www.pbm.com/~lindahl/cariadoc/perfect_armor.html
Das wesentliche Problem sehe ich bei den Dingern einfach darin, dass ob der Beliebtheit von Lederrüstungen bei LARPies diese einen sehr schlechten Ruf geniessen, und man mit einer solchen gleich als Fantasy-Fan gilt.
Ums mal ganz klar zu sagen: ich finde die Einstellung mancher hier echt arm! Da wird etwas abgelehnt, weil man’s nicht kennt, statt mal seine Bibliothek zu durchforsten oder rumzufragen um zu recherchieren und zu helfen.
Nochmal: Es gab Lederrüstungen, auch in Brustpanzerform. Diese waren bei Griechen und Römern in der Antike oft in Gebrauch, wurden bei letzteren von der bekannten Lorica Segmenta verdrängt, und hielten sich teilweise noch im Orient, in Süd-/Mittelengland, in Italien und in Nordfrankreich bis ins 12. Jhd.
Esca McAdden

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Eintrag #46 vom 06. Jul. 2002 18:39 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wie meinen?

Dear Esca,
Bitte sage mir ganz schnell, was genau Du mit Orient meinst - das ist nämlicgh ein Begriff, der auf mehr als einen ganzen Kontinent bezogen benutzt wird.
Wenn Du nämlich damit meinst, dass es im islamische Bereich irgendwo Belege für einen ledernen Brustpanzer in römisch / hellenistischer Tradition gegeben habe, so muss ich Dir !!in aller
Deutlichkeit!! widersprechen! Es gab lederne Lamellenpanzer, belegt durch Funde und die Schrift von al-Tartursi aus dem späten zwölften Jhd.AD. Aber das ist ganz was anderes.
Zu Deiner allgemeinen Bemerkung: Prinzipiell hast Du zwar recht, dass man gut nachforschen sollte, bevor man hier das Maul aufreisst. Aber aus Deinem Posting geht indirekt hervor, dass Du unter Recherche etwas anderes verstehst, als die Skeptiker hier im Forum. Die Tatsachem, dass sich irgendjemand erinnert, irgendwas mal irgendwo gesehen zu haben, und das gleich einfrig im Netz verbreitet, ist noch lange kein Beweis.
Viele Laien, aber oft auch wirklich gute Historiker, behaupten immer wieder Dinge, für die sie keinen schlüssigen Beweis bringen. Das geschieht aus Unwissenheit, zur Vereinfachung, oder weil Quellen aus verschiedenen Zeiten oder Regionen zusammengeworfen werden.
Bring einem Beweis - eine Primärquelle mit vernünftiger Interpretation und Vergleichmaterial - und Du wirst alle Leute auf Deiner Seite haben.
Grüsse,
Andrew

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Eintrag #47 vom 08. Jul. 2002 22:28 Uhr Christian Spalthoff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christian Spalthoff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Lamellar

Hallo,
Ich habe eher wenig fundiertes Wissen über Rüstungen im Früh- und Hochmittelalter, aber ich meine mal gelesen zu haben, dass die Lamellar-Rüstung, die so ca. im 10.-13. Jh. von byzantinischen Truppen getragen wurde auch aus gehärtetem Leder bestehen konnte.
Bei einer oberflächlichen Internetsuche konnte ich leider nur Metallrüstungen finden, aber vielleicht hat hier ja jemand entsprechende Literatur zum Nachschlagen.
Das wäre zumindest ein recht einfach herzustellender Typ von Rüstung, der auch nicht unbedingt sofort “Fantasy” schreit wie das, was man sonst so komerziell in der Rubrik Lederrüstung findet.

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Eintrag #48 vom 09. Jul. 2002 10:37 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zu Esca...

Netter Link, wirklich…
Doch auch hier hilft aufmerksames Lesen…
Ziemlich am Anfang der Seite ist ein Link auf die ‘improved version’
www.daviddfriedman.com/[…]/Perfect_Armor_Improved.[…]
Diese Version ist einige Zeit nach dem alten Artikel entstanden. Direkt zu Anfang nennt der Autor drei Gründe, darunter auch historischem, warum er eine solche Rüstung nicht mehr wirklich empfhelen würde….
Soviel dazu…
Gruß, Ivain

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Eintrag #49 vom 09. Jul. 2002 11:20 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht lederne Lamelle

Christian,
Wie bereits geschrieben: Al-Tartursi, spätes 12.Jhd.AD ayyubidisches Agypten schreibt von Lamellenrüstungen, die aus Leder-, Metall- oder Hornteilen gebaut werde.
Andrew

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Eintrag #50 vom 09. Jul. 2002 13:50 Uhr Christian Spalthoff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christian Spalthoff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Na dann...

Wenn das historisch belegt ist, wäre es dann nicht was für den anderen Christian?
Ich habe hier mal ein Bild aus dem Katalog eines Händlers, über dessen Quellen weiss ich nicht Bescheid, aber es ist kein typischer Larpausstatter ;-) www.manningimperial.com/Armour/janassary484.jpg
Das gibt vielleicht einen Eindruck, wie so etwas dann am Ende aussehen kann.

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Eintrag #51 vom 27. Feb. 2004 08:11 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Gekochtes Leder kleben

Bei meine Experimenten mit Leder kochen ist ein schöner breiter Armreif angefallen.
Und wie das mit dem Fallen so ist fiel er meiner Liebesten herunter und zerbrach.
Zum Glück nur in drei Teile.
Hat jemand schon Erfahrungen das Zeug zu kleben?
die Fläche ist schon 3-4 mm breit, aber es kommt eben eine Knickbelastung drauf. Alles andere als Bombenfest hält da nicht.
Gute Tage
Harwalt von Biberach, freie Ritterschaft Baden

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Eintrag #52 vom 27. Feb. 2004 21:30 Uhr Lucie Stumm  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lucie Stumm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Antwort eines Laien...

.. wie wäre es mit einem Lederstreifen unter der Oberfläche, quasi ein zweiter Armreif druntergeklebt? Das sollte trotz Knickbelastung halten :)
Gruß
Lucie

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Eintrag #53 vom 27. Feb. 2004 23:15 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rüstungsbau (Leder)

Danke Lucie, dei Idee ist schon mal gut.
Bleibt die frage des Klebstoffes für die Bruchstellen.
Harwalt von Biberach, freie Ritterschaft Baden

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Eintrag #54 vom 28. Feb. 2004 21:51 Uhr Annette Imort  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Annette Imort eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wenn...

es nicht so grauenhaft un-A wäre, würde ich Dir zum Kleben, je nachdem wie flexibel Du es haben willst, das altbewährte Pattex oder 2-Komponenten-Kleber empfehlen (sich vorsorglich schon mal vor den Steinen der A-Päpste duck).
Mit größeren Rüstungsteilen haben wir leider noch keine Erfahrungen gemacht, aber statt gekochtem Leder kommt das richtig dicke (Hundeleinen-)Leder auch gut. Gerade bei Handschuhen hält das mit einer Sattlerfilzpolsterung drunter ziemlich viel aus.
Annette

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Eintrag #55 vom 29. Feb. 2004 01:25 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Hm… also da ich mal nicht annehme, dass der Armreif sonderlich historisch ist, wüede ich Kölvofix Lederkleber in Verbindung mit druntergenätem Träger empfehlen. Oder schenk ihr nen schönen Silberarmreif statt dessen :D
Gruss, Jens

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Eintrag #56 vom 29. Feb. 2004 07:39 Uhr Mike Wendl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Mike Wendl eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Armband "kitten"

also prinzipiell kann ich Esca nur zustimmen -
eigentlich unhistorisch.
Wenn das Leder so gehärtet ist dass es springt wenns runterfällt wars etwas zu viel des Guten (ich erinner mich mit Grauen an meine erste Lederflasche…)
Also mach einfach ein neues Armband.
Da Du aber mit Sicherheit fragst weils nen ideellen Wert hat, da kannste mit Kövulfix und erwähnter 2. Lage Leder als Träger durchaus gute Ergebnisse erzielen.
Grüssse
-mike-
aka Lui

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Eintrag #57 vom 29. Feb. 2004 14:29 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

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Danke Euch.
Ja, der Wert ist ein ideeller.
Dann schau ich mal nach dem Kövulfix und versuche mich kundig zu machen in wie weit das wirklich für gehärtetes Leder taugt. Wie gesagt, ist bockelhart. Weswegen ich auch meine damaligen Versuche aufgegeben habe.
Für Lederrüstzeug würde ich es jetzt mit Karnaubawachs probieren. Aber was würde ich dann damit machen? *g*
Gute Tage
Harwalt von Biberach, freie Ritterschaft Baden

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Eintrag #58 vom 27. Dez. 2005 21:04 Uhr Thomas Bemberg  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Bemberg eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Lederrüstung, Herstellungsdauer um 1300

Kann mir einer sagen wie lange das herstellen einer Lederrüstung um 1300 dauerte wenn man alles hatte was man brauchte?
Chanil

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Eintrag #59 vom 27. Dez. 2005 21:37 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Admin-Hinweis

Eintrag 57 wurde hierher kopiert.

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Eintrag #60 vom 28. Dez. 2005 11:15 Uhr Claus Winhard   Nachricht

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Hallo Thomas,
da man auf Basis der archäologischen und historischen Erkenntnisse davon ausgehen muß, daß um 1300 keine Lederrüstungen (mit Ausnahme von Rüstungsteilen wie z.B. dem Coat-of-Plates bzw. Plattenrock) existierten, kann die Antwort sein: Herstellungsdauer = 0 oder Herstellungsdauer = unendlich ;-)
Liebe Grüße,
Claus Winhard
AG Hochmittelalter
www.hochmittelalter.net

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Eintrag #61 vom 16. Aug. 2006 13:34 Uhr Markus Braun  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Markus Braun eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich habe mich seit kurzem mit dem Lederhärten beschäftigt da ich mir eine Rüstung bauen wolte. Ich verwende hierzu 4mm starkes Spaltleder (soll ja nicht ganz “A” sein warum eigentlich?). Ich habe mich am anfang an diese Anleitung gehalten ( www.best.com/~ddfr/Medieval/Articles/[-]t_Armor_Improved.htm ) wobei ich eigentlich nur mit kochendem Wasser gearbeitet habe. Das ist allerdings nie wirklich was geworden. Wenn man das Leder jedoch anstatt in Wasser, in ßl tränkt und dann in kochendem Wasser kocht, kann man das Leder nach dem Kochen selbst wenn amn es 5 minuten Lang gekocht hat noch sehr gut Formen. Dann ist es nichtmal wirklich heiß.
Außerdem kann man es besser timen. Nach einer Minute ist es nach dem aushärten noch voll beweglich und eben nach 5 Minuten steinhart jedoch extrem brüchig. Irgendwo dazwischen liegt das was ich haben will :)
Und jetzt noch ne Allgemeine frage zu “A”(bitte reißt mir net den Kopf runter). Warum muss eigentlich alles um “A” zu sein irgendwo dargestellt sein? Zum einen wurde sowieso nicht alles in Bilden festgehalten zum andern kennen wir das doch, dass man auf Bildern gerne etwas übertreibt. SO bin ich mir sicher dass wenn wir uns ein Bild anschauen wo irgendein Adliger darauf ist dessen Körperproboportionen übertrieben dagestellt sind. Darum finde ich kann man auf diese Bilder auch nicht 100% Autentität geben.
Und wenn man doch einfach mit Kochendem Wasser leder Hart machen kann (und nu erzählt mir nicht die im MA wussten nicht wie man Wasser zum Kochen bringt :) ) warum sollten die dann nicht auch auf die idee gekommen sein daraus Rüstungen anzufertigen. Es ist ja wohl klar billiger als ein Kettenhemd und bietet meiner Meinung nach mehr schutz als Stoff. Dass man sie heutzutage nicht auskraben kann ist ja klar das zeug verottet, ist ja auch nur haut.
Ich hoffe ich bin jetzt keinen allzusehr auf den Schlips getreten
MfG
Markus Braun
Markus Braun

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Eintrag #62 vom 16. Aug. 2006 13:45 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Markus, du bist neu hier was? ;o)
David

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Eintrag #63 vom 16. Aug. 2006 13:48 Uhr Peter Dietl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Dietl eine Nachricht zu schreiben.

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Bitte hier keine neue A-Diskussion über die Hintertür einführen, da gibt es genügend Threads.
Nur hierzu meine 2 Cent, es muß nicht “A” sein, man muß nur dann dazu stehen, und nicht “die könnten das ja so gemacht haben, man findet halt nix” Phrase. Vieles ist nicht mehr auffindbar oder belegbar, dann muß man halt darauf verzichten, sonst ist es einfach persönliche Auslegung oder Fantasie.
Außerdem: das Wissen, seine Ausstattung ist belegbar, macht einem die Darstellung wesentlich entspannter….(und nicht wieder mit Plomben und Kontaktlinsen anfangen, um Himmels willen….)
Peter Tollomei … Kaufmann aus Töplitz

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Eintrag #64 vom 16. Aug. 2006 14:25 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht So, stop.

Da dies nur die Xte Aufwärmung längst durchgekauter Argumente ist, mache ich es kurz.
Die Diskussion A-/Belege/Hätte-wäre-könnte-Frage endet genau jetzt.
Alles dazu, speziell die Fundlage wurde schon mehrfach durchgekaut.
Marbus, bitte dort erst informieren, dann aufgrund von fundierten Annahmen spekulieren.
Hier gerne weiter über fachliches zu ledernen Rüststücken, aber Fantasy bleibt draußen.
Gruß, Ivain

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Eintrag #65 vom 16. Aug. 2006 15:33 Uhr Christian (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Christian eine Nachricht zu schreiben.

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Ich selbst kenne keine Belege zu Lederrüctungen, außer die kleinen aufgenähten Kniebuckel bei Diechlingen. Da allerdings auch nur bei Interpretationen von Bildern und keine Orginale.
Ich habe solche auch schon hergestellt, in der gleichen Technik, wie meine Flaschen, das ging sehr gut. Wirklich große Teile bezweifle ich sehr stark. Arm- und Beinschienen könnten gerade noch gehen, ganze Brustplatten oder ähnliches, einlagig, ausgeschlossen. Aber das ist Spekulation.
Noch ein Wort zu billiger:
Nun Leder war im Vergleich zu heute ein relativ rah gesähter Rohstoff und wurde in erster Linie dafür verwendet, für was er wirklich nötig war. Schuhe! Und mein Gambesson, ziehe ich jeder Lederrüstung vor.
Karl

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Eintrag #66 vom 16. Aug. 2006 16:53 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Stichtest

Wir haben am Wochenende in Rahmen einer Waffenschau eine spitze Stoßlanze und scharfe Wurflanzen gehabt und damit ein altes Schaukampfschild und eine Schweineschwarte traktiert.
Das Schild hatte einen Buckel aus gehärtetem Leder (ein Grund, weswegen wir es loswerden wollten)
Resultat war, dass ich beim Stich und Wurf kaum unterschiede zwischen der Schweineschwarte und dem gehärteten Leder feststellen konnte. Lanze und Speere gingen bestens durch.
Grund genug dies nicht als Rüstung zu verwenden.
Ein Arzt, oder einer der Spritzen geben darf meinte nur trocken, eine Spritze zu setzen benötigt mehr Kraftaufwand im vergleich zur Stoßlanze.
PS. Nein es sollte kein Test zum gehärteten Leder werden, sondern ergab sich nebenbei
Sascha

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Eintrag #67 vom 17. Aug. 2006 11:32 Uhr Moritz Münzel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Moritz Münzel eine Nachricht zu schreiben.

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@Markus: Mich würde brennend interessieren, was für ßl Du genau benutzt hast. Möchte das Härten bei Gelegenheit nämlich selbst probieren, und jeder Tip zur Vermeidung von wie auch immer gearteten Unfällen
oder unerwünschten Ergebnissen wäre äußerst hilfreich!
Magnar

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Eintrag #68 vom 17. Aug. 2006 13:23 Uhr Michael Oberwittler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Oberwittler eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Leder vs. Eisen oder Stoffrüstung

Hallo Markus,
warum alles belegt sein sollte? Weil die halt nicht blöd waren und wussten was als Rüstung taugt und was nicht.
Heutige Rüstungsüberlegungen würden sehr oft an historischen Waffen scheitern oder bereits an einem Gegner der versucht dich richtig zu treffen und nicht nur freundlich antippt.
Um einen Steinzeitspeer aufzuhalten braucht es bereits die Haut eines Mammuts das waren so 12,5 bis 25mm “Rüstung” die das Tier da trug und teilweise gingen die Speere noch durch. Quelle: Eine Doku auf Discovery Channel über Steinzeitjäger vs. Mammut Test war 20mm Leder gegen Steinspeere teilweise gings durch.
Wenn wir jetzt von einer Rüstung ausgehen die mittelalterliche Waffen aufhalten soll sind wir bei einer geschätzten Stärke von 25mm Leder die den 1,5-2mm Eisen im CoP gegenüberstehen.
Das bisschen Schutz das dünnere Lederrüstung (ca. 5mm) bieten kann ich durch einen dickeren Gambeson ausgleichen der vermutlich bequemer ist und eine größere Fläche schützt.
Lederrüstungen sind schlecht zu reparieren, Stoff kann man nähen und nen Flicken drauf, Eisen schweißen aber nen Schnitt im Leder ist ziemlich bleibend, jeder Flicken eine Sollbruchstelle und jedesmal neu bauen ist/war wohl zu teuer.
Hoffe das sind jetzt genug vernünftige Gründe warum es sehr wahrscheinlich nicht gemacht wurde und nicht nur ein “gabs halt nicht” weil keine Funde exestieren und es nirgendwo erwähnt wurde.
Wenn ihr Leder härten wollt müsst ihr vegetabil gegerbtes Leder nehmen und in ßl? kochen dann wirds vernünftig.
Die moderne Chromgärbung wird beim kochen egal in was zerstört.
Historische verwendung von gehärtetem Leder als Rüstung, ohne Quellen und nur aus dem Kopf kann auch falsch sein.
Gehärteter Lederpanzer (Brust) bei römischen Offizieren die über dem Kettenhemd getragen wurden.
Bei den Gladiatoren:
Eventuell der Schulterschutz der Retarieres.
Eventuell der Brustpanzer der Amazonen.
Die Arm-Beinpanzerung um 1300 die mit Metallschienen besetzt wurde, war vermutlich? eventuell? aus gehärtetem Leder.
Michael Freiherr von Witlo

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Eintrag #69 vom 17. Aug. 2006 13:55 Uhr Michael Oberwittler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Oberwittler eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nachtrag

Die 25mm Leder beziehen sich auf nicht gehärtetes Leder gegen Speere was das umgerechnet in gehärtetem Leder ist weiß ich leider nicht.
Was es wahrscheinlich oder nachgewiesen sonst noch so an Lederpanzern gab steht ja schon weiter oben im Tread.
Michael Freiherr von Witlo

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Eintrag #70 vom 21. Aug. 2006 14:30 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rüstungsbau (Leder)

Denke auch, dass die reine Dickenangabe zu einem “Leder” keine Aussage über die Schnitt- oder Stichfestigkeit gibt, je nach Gerbungsart und evtl. Nachbehandlung bei der die Stärke zu gunsten der Härte schwinden kann sind dort die Werte zu verschieden.
Eine gut durchgekochte Kartoffel reagiert nach dem Fallenlassen aus Augenhöhe ja auch anders als eine rohe Kartoffel - bei gleicher Stärke… ;)
Gruß, Ingo

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Eintrag #71 vom 28. Aug. 2006 09:22 Uhr Sean Maholick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sean Maholick eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Leder bearbeiten

Hi
ich bin ein absoluter Neuling in der bearbeitung von Leder und möchte mir über das Kettenhemd eine Lederrüstung machen.
So möchte ich euch fragen ob es vieleicht irgendwelche Literatur oder Webseiten gibt die mir dabei helfen könnte meine ersten Schritte in dieser Richtung zu gehen?
Vielen Dank
Sean Maholick

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Eintrag #72 vom 28. Aug. 2006 09:46 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Siehe oben (bzw. vorne)

Bester Tip dazu:
Laß es bleiben.
Gruß, Ivain

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Eintrag #73 vom 28. Aug. 2006 12:17 Uhr Patrick Artner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Patrick Artner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rüstungsbau (Leder)

Ohne Diskussion des Unsinns einer Lederrüstung über einem Kettenhemd schau doch mal hier rein:
www.lederkram.de
www.lederhaus.de
Auf beiden Seiten findest du eine Menge Wissen über Leder und Verarbeitung. Keine Rüstungsschnitte falls es das war was du willst aber eine Menge anderes.
Padreigh

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Eintrag #74 vom 25. Mrz. 2009 22:04 Uhr Daniel Roth  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Roth eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Leder Lamellen für Lamellar?

Hi,
ich habe schon jede menge gegoogelt und hier im markt geschaut aber ich finde einfach keine anständigen lederlamellen um nen lamellar zu bauen.
hat wer nen link o.Ä`?

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Eintrag #75 vom 11. Jan. 2010 13:44 Uhr markus spoden  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um markus spoden eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Leder Platten

Hey,
ich hab Leder Platten da von 10 mal 10 cm Größe und einer stärke von 4mm. Die Farbe ist Natur…kannst also wunderbar mit Wachs färben. Preis liegt bei 1,5€ pro Platte….
Gruß, weissen

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Eintrag #76 vom 12. Jan. 2010 10:09 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Lederlamellen

Geeignete Lederlamellen erhältst du zum Beispiel in Deutschland bei lederkram.de
Ein 50er Pack 8-Loch-Lamellen kostet circa 25 bis 45 Euro, je nach Dicke.
10-Loch Lederlamellen bietet auch der ukrainische Händler steel-mastery an, das Stück für 50 Cent.

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Eintrag #77 vom 13. Jan. 2010 08:34 Uhr markus spoden  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um markus spoden eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Starkes Leder

hey georg, da hast du recht, die haben sowas. ist aber nix für zu kämpfen, weil viel zu dünn…und zu teuer dannn auch, 50 Cent pro stück.
Wenn du das dickere dir anschaust, hast du auch nen starken preis.
Ich habe das so verstanden, das Daniel Leder sucht um sich selber ne Form (Visby, Birka) zu schneiden…du bekommst dann bei den Platten von 10 mal1 cm so drei bis vier einzelne Plättchen raus.
Gruß, weissen

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Eintrag #78 vom 13. Jan. 2010 11:32 Uhr Theodor Rosentreter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Theodor Rosentreter eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Also ich mein ...

… wenn ihr Pappnasen schon Lamellenpanzer aus leder herstellen wollt: “das Daniel Leder sucht um sich selber ne Form (Visby, Birka) zu schneiden…”
Wie die Erfahrung mit echten Lamellenpanzern (skythisch) aus METALL gezeigt hat ist eine Lamellenpanzerung in den meisten Fällen aus vielen verschiedenen Formen von Plättchen aufgebaut um sich verschiedenen Partien des Körpers ideal in Schutzwirkung und Beweglichkeit anzupassen.
Ergo wenn ihr schon nicht belegbare Ledergebinde bastelt solltet ihr euch wenigstens an den Vorbildern aus Metall bilden und nicht wieder den Weg des geringsten Wiederstandes gehen.
Meine 5 Cent.

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Eintrag #79 vom 13. Jan. 2010 12:42 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Dicke

Nö, die dicken Lederlamellen von lederkram und die aus der Ukraine sind nicht zu dünn.
Bedenke auch stets die Überlappung.
Prinzipiell würde ich allerdings ebenfalls Stahllamellen empfehlen oder aber Plastiklamellen von plasticlamellar.com
Für Visby-CoPs ist das dann noch einmal was anderes. Innen an Trägermaterial angebrachte Platten sind eine andere Bauweise.
Kommt immer auch darauf an, wozu das Ganze dienen soll: zum Angucken und Spazierentragen, für Codex Belli, für Schaukampf, für Vollkontakt oder als Rekonstruktionsversuch eines historischen Originals.
@Theodor: die Pappnase darfst du dir übrigens gern selbst aufsetzen. Ist ohnehin bald wieder soweit. Alaaf!

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Eintrag #85 vom 13. Jan. 2010 15:17 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Adminhinweis.

Hier wurde gelöscht.
Seinen Einsteig damit zu beginnen, der A-Fraktion gleich den Tod an den Hals zu wünschen, ist so ziemlich der Weg der kürzest denkbaren Halbwertszeit.
Erste und letzte Verwarnung.
Nachtrag:
“Pappnasen” ist als Anrede ebenfalls ungeeignet.
Diesen Beitrag rettet nur, daß er nützliche Sachinformationen enthält, und die Unsitte anderer Foren, einzelne Absätze zu editieren, hier nicht einreißen wird.

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Eintrag #87 vom 13. Jan. 2010 15:40 Uhr markus spoden  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um markus spoden eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht (Leder) Lamellen

Hey Daniel,
also wie geschrieben, ich hab dickes Natur gegerbtes Leder da oder auch einzelne Platten…
wenn du noch Interesse hast, meld dich…
Gruß, weissen

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Eintrag #88 vom 13. Jan. 2010 19:12 Uhr Theodor Rosentreter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Theodor Rosentreter eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Entschuldigung

… für die Anrede. Das war unangemessen.
lg Theo

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Eintrag #89 vom 14. Jan. 2010 06:53 Uhr markus spoden  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um markus spoden eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht antrede

kein ding, meine antwort auch…neuer start
Weissen

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