Reinigen ist die eine Sache, Rostprävention die zweite. Rüstungsteile guter Qualität wurden durch sehr feine Polituren geschützt. Schlechtere Qualität, sog. Knechtsware auch durch eingebranntes ßl.
Hierfür einfach das Rüstungsteil mit einem Schweißbrenner erhitzen (Oder Ins Feuer legen bis heiß) und dann mit Leinöl einpinseln. Ist es heiß genug brennt das ßl ein und es entsteht eine schön glänzende schwarze Beschichtung, die Rostresistent ist. Ist A und sieht gut aus.
Die Innenseiten hatten fast immer diese Beschichtung oder waren mit Menigge angestrichen. Das ist ein Schutzlack mit helloranger Farbe. Vieleicht weiß ja jemand die Zusammensetzung hierfür.
Olivenöl wird gerne von Restauratoren zum Entrosten verwendet, da es die Roststruktur durch die in ihm enthaltene Säure schneller anlöst als das metall. Automechaniker nehmen für sowas allerdings Cola. Da ist jede menge Phosphorsäure enthalten, also genau das gleiche, das im Bostumwandler aus dem Baumarkt enthalten ist. ABER, sowas ist natürlich vollkommen un A
Und zur regelmäßigen Pflege bzw. Entfernung kleinerer Rostanflüge funktioniert Bimsmehl (aus dem Künstlerbedarf) auf einem mit Olivenöl getränkten Lappen ganz hervorragend.
Lappen in ßl tauchen, etwas Bimsmehl drauf und reiben, reiben, reiben.
Danach mit einem weichen Tuch abpolieren und fertig.
Statt Bimsmehl kann man auch Ziegelmehl nehmen, dazu einfach einen ganz gewöhnlichen roten Ziegel zu Pulver zerreiben.
Pass auf dass nicht allzuviel draufrumgefingert wird, Schweiss ist sehr agressiv, und mann sieht jeden Abdruck auf der Platte. Regelmäßiges abreiben mit einem öligen Lappen hilf da. Je besser die Politur, desto weniger Rostprobleme wirst du haben (wegen der geringeren Oberfläche).
Mit der Maschine (egal ob Flex oder Bohrmaschine etc.) hast du das Problem dass du nicht unter die Schübe kommst, also lass es lieber (sieht an den Stellen sch… aus!), besser machst du das von Hand. Zudem hinterlassen Maschinen, bei so komplexen Formen wie eben einer Platte, meist eindeutige Spuren die nur sehr schwer wegzukriegen sind.
Kauf dir _gutes_ Schleifpapier, besser Schleifleinen (ist robuster) ich kann dir da die Produkte von 3M empfehlen, das billige Baumarktzeug taugt nichts…
Körnungen (von Grob nach fein): 120, 150, 180, 220, 280, 320, 400, 600, 800, 1000 (ab 320/400 sollte es Nassschleifpapier sein, kannste mit wasser oder besser mit ßl benutzen)
Ein Bogen (ca.DinA4) kostet zwischen 40ct und 2,50 Euro
Schleif solange mit der jeweiligen Körnung bis du die Riefen der vorhergehenden, gröberen Körnung nicht mehr siehst. Polieren kannnst du das Ganze dann mit Stahlwolle (000) Diese Arbeit erfordert _seeeeehhhr_ viel Geduld, aber danach sollte das Ergebnis sicher gut aussehen. ;O)
@ Hadu
Innenseit Blank ist eher die “A”_Ausnahme, meist sind Platten innen Schmiedegeschwärzt. (Schlacke rostet nicht!)
Da das mit dem Brünieren schwierig zu machen ist, und eine Schlackeschicht wahrscheinlich nicht drauf ist (entsteht eben nur beim glühen und schmieden, und Tschechenteile sind meist getrieben…)
würd ich dir empfehlen die Platte mit grober Stahlwolle zu säubern, und dann mit Schmiedelack, oder mit Kaltbrünierung (erhältlich im Waffenladen deines Vertrauens) zu behandeln.
jenachdem, wie grob die Oberfläche ist, kannst du zunächst einfach mit feinem Sandpaier (immer feiner werdend) schleifen und dann mit Politurpaste und ‘nem Lappen polieren… …ganz ohne Machinen. ;o)
Mit einer Bohrmaschine kannst du einen feinen Fächerschleifer aus dem Baumarkt zum Vorarbeiten benutzen und dann zum Polieren ein simples Polierset z.B. von Motorrad-Louis.
Besteht aus einer Bürstenscheibe zum Vorpolieren und aus zwei Schwabbelscheiben zum Polieren sowie der entsprechenden Politurpaste.
Wird mittels eines Spanndorns in die Bohrmaschine eingespannt. Kostet nicht die Welt, ich glaube ich habe unter 10- bezahlt.
Ich poliere damit Stahl und Bronze und habe gute Erfährungen gemacht.