Wenn die Kapuze/Gugel richtig geschnitten und passgenau ist, kann durch das Umkrempeln nichts passieren. Meine verrutscht auch nicht nach vorne im Galopp. Bei zu groß geratenen ist schon heftigeres Umkrempeln vonnöten.
Wer will…und das Haar dazu hat…kann ja alles mit Haarnadeln fixieren…natürlich passend zur dargestellten Zeit *g*
Am Wochenende war ich mal wieder reiten, das in Mittelalterklamotte und natürlich mit Bundhaube und Gugel. Wenn ich den Rand meiner Gugel, wie schon gesagt umkrempel, sitzt die sehr gut und da weht nichts weg… da hatte sich beim Galopp eher meine Kontaktlinse verabschiedet als die Kapuze, wirklich passiert übrigens ;-)
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Kaputzen, die nicht am Umhang festgenäht sind gemacht. Solche findet man in der Mac-Bibel zum Beispiel. Das ist einfach ein rechteckiges Stück Stoff, etwa 25 cm breit, an einer Seite zugenäht bis auf einen kleinen Schlitz und auf der anderen Seite auch nur für ca. 6 cm zugenäht und dann das Gesichtsfeld freigelassen und unten auch ein kleiner Schlitz. Es ist also nur auf Halshöhe auf beiden Seiten zugenäht und ansonsten nur hinten. (Hoffe, Du verstehst, was ich meine). Dieses Teil habe ich auch zum Schlafen an und es verrutscht nicht mal, wenn ich mich oft herumdrehe, geschweige denn auf dem Pferd. Diese “Erfindung” finden sogar unsere Einstellerinnen im Stall so gut, daß sie sich auch so ein Ding genäht haben ohne daß sie was mit Mittelalter zu tun haben.
wie Christian schon weiter vorne geschrieben hat, ist die Paßform der Gugel oder Kapuze entscheidend.
Wenn die Gesichtsöffnung so geschnitten ist, daß man die Gugel gerade noch bequem anziehen kann und dann der Rand umgelegt wird, dann rutscht da nichts mehr.
Einfach die Kapuze etws enger nähen, dann klappt das sicher.
Naja, es ist ja egal ob die Kapuze angenäht ist oder ob ich eine Gugel trage, Fakt ist dass die Kapuze bei starkem Wind oder im Trab/Galopp nach hinten geweht wird. Bei der Variante der festgenähten Kapuze mit Zipfel ist diese allerdings etwas stabiler, da der umgeschlungene Zipfel etwas mehr Halt gibt. Aber auch nicht auf Dauer. Würde ich nur spazieren gehen, würde es sicher halten, aber eben nicht beim Reiten…
Also, über die “mittelalterliche” Lösung was zu sagen, fällt mir schwer, aber die Lösung des 13. Jhd dürfte -mWn- gewesen sein, an einen Umhang keine Kapuze zu nähen.
Ja, die Kapuze ist am Umhang dran. Sie hat einen langen Zipfel, der um den Hals geschlungen wird und hinten festgeknüpft wird. Somit ist sie schon recht stabil, aber beim Traben “weht” sie sofort zurück. Ich hatte mal meinen Schapel drüber gestülpt, dann hält sie. Aber dass kann ja nicht die mittelalterliche Lösung sein…
Ich verstehe das mit dem Zipfel am Umhang nicht so ganz? Hast Du einen Umhang mit Kapuze oder wie darf ich mir das vorstellen?
Wenn ich den Rand meiner Gugel, der Saum vom Gesichtsausschnitt so ca. 5 cm umschlage ( so dass man auch schön den Futterstoff sieht ) und wenn die Gugel Dir gut angepaßt ist, kann eigentlich nichts mehr rutschen, selbst bei Galopp.
Ich habe da mal eine Frage zum Wetterfesten Anbringen einer Kapuze, Gugel oder Umhang:
Mein Umhang besitzt einen langen Zipfel, der um den Hals gelegt und hinten verknüpft wird. Trotzdem rutscht er, wie die Gugel, beim Traben oder Galoppieren nach hinten, was bei schlechter Witterung nicht gerade schön ist.
Wie wurde die Kapuze im Mittelalter rutschfest gemacht? Trug man einen Schapel darüber? Wäre ja eine Maßnahme.