Eintrag #3 vom 21. Jul. 2003 15:45 Uhr
Ranes Haduwolff
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Grüß Euch,
Frank, da hast Du ein interssantes Thema aufgegriffen. Der Begriff “Sarjant” ist nähmlich in keinster Weise erschöpfend aufgearbeitet.
Nun, es mag daran liegen, daß dieser Oberbegriff regional sehr unterschiedlich gehandhabt worden ist, und daß der Sarjant immer irgendwie im Schatten des ach so attraktiven Ritters stand.
Ganz GROB gesagt ist der S. das nichtadlige Pendant zum Ritter, also ein berittener Berufskrieger, der gerüstet im Aufgebot die Rolle der mittleren und leichteren Kavallerie ausfüllt.
Daß Sarjanten auch Truppenführer sein konnten, lässt sich aus den spärlichen Quellen herauslesen, und deren Einsatz ebenso, siehe Prof. Verbruggens berühmtes Buch über die Kriegführung im Mittelalter.
Also, Sarjant ist - naja, weder Fisch noch Fleisch- aber mit Sicherheit das Rückgrat des Reiterheeres im HMA, so wie in heutigen Armeen die Feldwebel den Laden zusammenhalten.
Spannend ist auch, daß die Rolle des S. in Friedenszeiten ebenso ungeklärt ist, da es ja (ausserhalb der ständigen Besatzungen auf Wehranlagen) so gut wie keine stehenden Heere gab.
Hatte der verdiente S. irgendwo ein Bauernhäuschen…eine schmale Rente…?
Jedenfalls ist das eine Frage der genaueren Recherche in Fachbibliotheken von Universitäten und Museen.
…könnte ein spannendes Thema werden.
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff
