Das alte Thema. Ich denke aber, zu den bisherigen Antworten ist nichts hinzuzufügen.
Interessant wird die Diskussion erst bei den “Sondermodellen” Spättmitelalterlicher langer Schwerter. Hier gibt es in der Fechtliteratur klare schriftliche Belege für *teilweise* (nicht völlig) stumpfe Schwerter.
Im Fechtbuch von Vadi wird z.B. in Text und Bild ein langes Schwert zum Harnischfechten beschrieben, das explizit nur am Ort scharf ist, dafür aber lange gemeine Dornen an Kreuz und Knauf hat.
Allerdings handelt es sich hier für Waffen, die für einen ganz speziellen Einsatz konzipiert wurden und daher nicht allegmein repräsentativ sind. Kurze Schwerter für die “bürgerliche” Selbstverteidigung dürften voll geschärft gewesen sein, da mit ihnen kein Halbschwert gefochten wurde.
Wie bereits angesprochen ,wurden besonders an Schädelfunden sowohl stumpfe Verletzung festgestellt wie auch Verletzungen von scharfen Waffen.Man hat Schädel gefunden,welche fast “sauber” gespalten wurden.Man kann da auch genaue Unterschiede machen zwischen einer Streitaxt und einem Schwert.In der Pax te Gaudium war dazu auch mal ein schöner Bericht.Ich will ja nichts falsches sagen,aber der Schleifstein ward ja schon sehr lange genutzt.