Äh das Bild von dir ist 16tes Jh. und Schauben im 15ten Jh. gab es auch ohne “weiten Kragen” eigentlich mit gar keinen Kragen oder mit einem Stehkragen. Beispiele findet man bei Hans Memmling, Hieronymus Bosch und Roger van den Weiden um ein paar zu nennen.
nach meiem Wissensstand war die Schaube ein sehr teurer und kostspieliger Mantel, aus schwarzem feinen Tuch, seltener grau, rot oder grün, der einen sehr grosszügigen Kragen hatte, der mit Pelz verbrämt war und mit einer Fibel, bzw. Spange geschlossen wurde.
Sie war meist knielang und gefüttert. Die ßrmel waren im Spätmittelalter noch normallang. Und da man nicht vergessen sollte: Ein Mantel heisst Mantel weil er einen gewissen Körperschutz erfüllen sollte. Und so wurde im Spätmittelalter noch einigermassen geschneidert. Die Renaissance neigt zu modischen ßbertreibungen und ist meiner Meinung nach als Vorlage für das Spätmittelalter absolut unbrauchbar.
Nach einigen verregneten Veranstaltungen in diesem Jahr, sehe ich mich gezwungen meine Kleidung (Burgund, zweite Hälfte 15. Jahrhundert) auf schlechtwettertauglichkeit zu erweitern und habe mich entschieden eine Schaube in Angriff zu nehmen.
Dabei tauchten folgende Fragen auf:
- Welche Länge der Schaube war am gebräuchlichsten (knielang oder länger)?
- Wie verschloss man die Schaube am Kragen (Nesteln oder Knöpfe und wieviele)?
- Wie lang waren die ßrmel? Ich habe Quellen gefunden, die meisten leider zeitlich unpassend aus der Frührenaissance (Italien), die überlange und hochgekrempelte ßrmel zeigen. Hat jemand auch Quellen aus dem 15. Jahrhundert für Schauben mit “normaler” ßmellänge?