Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Schminken im Mittelalter

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Eintrag #1 vom 14. Jun. 2000 19:18 Uhr Thurid (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thurid eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Leute! Auf meinen Streifzügen durch die unendlichen Weiten der Threads habe ich bisher die Behandlung eines Themas vermisst, das mich als Frau natürlich sehr interessiert: Das Schminken im Mittelalter, um genau zu sein in unseren Breitengraden. Sollte es so einen Thread bereits geben, bitte ich um Verzeihung und um Nennung desselbigen. Wenn nicht, würde es mich freuen, von ein paar Besser-Informierten ein paar Informationen darüber zu erhalten, wie und ob und von wem das Schminken im Mittelalter praktiziert wurde. Kürzlich habe ich gelesen, dass es auf jeden Fall nach den Kreuzzügen auch in unsere Gegend gelangt ist, zumindest das Wissen über das Schminken. Im Alten ßgypten war es ja weitverbreitet, aber wie sieht es mit dem Mittelalter aus? Im Voraus schon mal danke,
Hedwig Swende von Weinheim, Freie Ritterschaft Odenwald

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Eintrag #2 vom 14. Jun. 2000 20:20 Uhr Angharad Beyer   Nachricht

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Hallo, in den Carmina Burana gibt es ein Lied “Chramer gip die varwe mir, die min wengel roete, damit ich die jungen man in ir dank der minnen liebe noete”. Noch Fragen? Wangen- und Lippenrot wurden vermutlich ebenso benutzt wie Schwarz für die Augenbrauen. Vielleicht hat man auch versucht, mit allerlei Salben und Pudern eine vornehm weiße Hautfarbe zu erzielen. Durch die Kreuzzüge dürfte jedenfalls neben dem Parfüm auch das Schminken nach Europa gekommen sein. Gerne gesehen hat es die Kirche sicher nicht, und wie weit es verbreitet war, weiß ich auch nicht. AGIL bietet einen Kurs zur Archäologie der Kosmetik an. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
Richildis de Schwerdtlauken

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Eintrag #3 vom 16. Jun. 2000 18:14 Uhr Klaus-Peter Althaus  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus-Peter Althaus eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Hedwig Bei den Wikingern in Haithabu schminkten sich die Frauen und auch die Männer mit Kohle(?) die Augen wie Ende des 10. Jahrhundert der arabische Kaufmann At-Tartuschi berichtet. Also viel Spaß beim schminken.
Peter der alte Inseldäne

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Eintrag #4 vom 16. Jun. 2000 19:16 Uhr Thurid (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thurid eine Nachricht zu schreiben.

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Ja, ja, gebt mir mehr! Ich will nicht zu agil!
Hedwig Swende von Weinheim, Freie Ritterschaft Odenwald

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Eintrag #5 vom 17. Jun. 2000 14:31 Uhr Jens Neumann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jens Neumann eine Nachricht zu schreiben.

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Wie das in früheren Abschnitten war, kann ich dir leider (für das MA) nicht sagen, allerdings gab es da in der ßbergangsphase zur Neuzeit offensichtlich bei starker Verbreitung dieser Sitte auch starke Vorbehalte… Zitat:“God gave you a face and you paint yourself another…” (Hamlett; für die zeitl. einordnung) Offensichtlich mal wieder von vwerklemmten klerikalen geprägter Zeitgeist…
der Barde vom Glan

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Eintrag #6 vom 19. Jun. 2000 10:04 Uhr Jürgen Trautmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jürgen Trautmann eine Nachricht zu schreiben.

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Bleiweiß wäre auch noch ein probates Mittel, um einen vornehm-bleichen Teint zu erreichen. Vorausgesetzt natürlich, du vermißt dann deine Zähne nicht allzusehr… Besonders beliebt bei den Tudors. Alsdenn Jürgen

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Eintrag #7 vom 27. Jun. 2000 17:54 Uhr Gunther E. Biernat  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gunther E. Biernat eine Nachricht zu schreiben.

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“[…] Desto bessere Mittel hatte man zur Verbesserung des Teints, der Gesichtsfarbe. Das Schminken wurde zwar nicht für besonders anständig gehalten, und besser war es jedenfalls, wenn eine Dame ein Glas Wein genoss und so ein lebhafteres Colorit erzielte, aber das Färben hat man sicher schon damals recht gut verstanden. In dem ´Liber de ornatu mulierum´ sind Anweisungen zur Anfertigung rother und weisser Schminke gegeben; die rothe Farbe wurde aus dem Rotholze der Färber hergestellt und mit Baumwolle aufgetragen, weisse aus pulverisierten Cyclamenwurzeln (panis porcinus). Doch brauchte man auch gefährlichere Compositionen aus Quecksilber, Kampher, Weizenmehl, die mit Fett angerieben wurden; mit einem Stückchen Filz schminkte man sich dann. Gut scheint die Schminke nicht gewesen zu sein, denn als ein Spielmann einst, wie ßtienne de Bourbon (Anecd. hist. N. 279) erzählt, einer geschminkten Dame Wasser ins Gesicht sprudelte, ging die Farbe sofort ab, ausserdem war sie klebrig. […]” Ein Auszug aus: Alwin Schultz: Das höfische Leben zur Zeit der Minnesänger Phaidon Verlag, Kettwig 1991 hier Seite 186f
Gunther Markgraf von Bärennoth Admin ´Tempus vivit!´

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Eintrag #8 vom 28. Jun. 2000 12:01 Uhr Barbara Bihler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Barbara Bihler eine Nachricht zu schreiben.

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Ach ja ausserdem konntest du dir belladonna in die augen träuflen um die augen glänen zu lassen (machen die Augenärzte heute noch um den augenhintergrund spiegeln zu können,man kann zwar nicht mehr viel sehen…) Oder aber (bischen spät) Arsen nehmen um bleicher zu sein und damit die adern schöner heraustreten. (nur das reichert sich im körper an und arsen ist ein tödliches gift) Tja wer schön sein will muss leiden.
Freifrau Franziska v.Falkenhorst

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Eintrag #9 vom 02. Aug. 2000 21:33 Uhr Kati Engelhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kati Engelhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Für den Fall, das an dem Thema noch Interesse besteht, ich habe ein paar professionelle, ungiftige und appetittliche Tips und Tricks auf Lager.
Kati

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Eintrag #10 vom 03. Aug. 2000 10:01 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Dann schreib sie doch. Dafür gibs das hier doch…
Gruß, Ivain

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Eintrag #11 vom 03. Aug. 2000 22:56 Uhr Thurid (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thurid eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Kati! Jo, als her damit!
Hedwig Swende von Weinheim, Freie Ritterschaft Odenwald

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Eintrag #12 vom 04. Aug. 2000 13:46 Uhr Barbara Bihler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Barbara Bihler eine Nachricht zu schreiben.

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genau ich will das auch wissen
Freifrau Franziska v.Falkenhorst

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Eintrag #13 vom 05. Okt. 2000 20:01 Uhr Thurid (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thurid eine Nachricht zu schreiben.

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Ich habe vor einen historischen Roman über das 13. Jhd. gelesen, in dem eine Frau aus einem Londoner Vorort beschrieben wurde, die ihr Gesicht weiß geschminkt hatte und permanent versuchte, sich die haare zu färben. Ist das realistisch?
Hedwig Swende von Weinheim, Freie Ritterschaft Odenwald

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Eintrag #14 vom 10. Nov. 2000 19:48 Uhr Birte Irion   Nachricht

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Zu Belladonna: Atropa Belladonna, die Tollkirsche, ist eine Giftpflanze. Zur Herstellung des homöopathischen Mittels wird die frische Pflanze während der Blütezeit ohne die Wurzeln verwendet. Bereits in der Antike brauchten die Frauen die Pflanze in der Augenkosmetik zur Erweiterung der Pupillen, daher der Name Belladonna “schöne Frau”. Doch nicht selten führte dies zur Erblindung. Im Mittelbild von Belladonna finden wird ebenfalls die erweiterten Pupillen. Fazit…ungesund ;o) Tschööö,
Birte

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Eintrag #15 vom 10. Jul. 2006 09:35 Uhr Tanja Eickstädt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tanja Eickstädt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo ,
vielleicht wißt ihr ja Rat !
Mich würde mal interessieren ob sich die Frauen im Frühmittelalter schon geschminkt haben und wenn ja wie und womit ?
Es ist von den Römischen Frauen ja bekannt das sie sehr eitel waren in Bezug auf Kleidung , Frisur , Schmuck und Schminke . Durch die Kreuzzüge dürfte neben Parfüm auch Schminke nach Europa gekommen sein und auch in der Carmina Burana wird von Wangenrot berichtet.
Aber wie sah es im Frühmi mit den Frauen in Europa oder speziell in Deutschland aus ?
Tanja , noch Namensuchend… lächel

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Eintrag #16 vom 11. Jul. 2006 10:06 Uhr Katharina Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Katharina Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

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Ich habe keine Ahnung von irgendwelchen Quellen dazu, aber ich befürchte, allein von der religiösen Logik der damaligen Zeit war das eher verpönt und höchstens unter Huren üblich. Desweiteren wird zumindest die Frau aus dem gemeinen Volk sich nicht geschminkt haben, bevor sie aufs Feld zum Ackern ging…Dann war es so, dass Eitelkeit nicht gerade zu den anerkannten Tugenden gehörte. Was natürlich die adeligen Damen nicht davon abhielt sich herauszuputzen, aber ich glaube nicht, dass Schminke üblich war, auch wenn viele andere Kulturkreise schon Jahrtausende vorher sehr viel Ahnung von und Interesse an Kosmetik hatten. Es war wohl beliebt, sich in die Wangen und Lippen zu kneifen um die Durchblutung anzuregen, und es haben bestimmt einige Damen auch Wangenrot benutzt, aber das waren vermutlich nicht immer die mit dem besten Ruf.
Aber wie gesagt, das ist zusammengetragenes Wissen aus Büchern, und ich habe keine Quellen noch die Gewissheit, dass das so stimmt, wenn jemand mehr weiss, möge er es anfügen.
www.ignifer-mortis.de

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Eintrag #17 vom 11. Jul. 2006 16:35 Uhr Armin Manhard  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Armin Manhard eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Tanja,
der arabische Handelsreisende at-Tartuschi aus Cordoba erwähnt in seinem Reisebericht (973 n.Chr), daß sich die Bewohner von Haithabu -weiblich wie männlich- die Augen schminkten.
(siehe z.B. dieser Artikel: www.um.dk/Publikationer/UM/Deutsch/[…]/viking.pdf
auf S.9 oben)
Hoffe, das hilft etwas weiter.
Khoda hafez, Akim

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Eintrag #18 vom 19. Sep. 2007 16:06 Uhr Carina Stiefel   Nachricht

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ßber Schminke an und für sich kann ich leider auch nichts beitragen, aber ich bin kürzlich (allerdings in einem älteren Artikel) drauf gestoßen, eine in Köln / St. Severin bestattete Dame (Mitte/Ende 6. Jh. - leider weiß ich nicht mehr, welches Grab das war), die Haare schwarz gefärbt hätte (vgl. Von Stockar, Wilhelm: Fränkische Kleiderfunde aus den Gräbern von St. Severin in Köln. In: Rheinische Vorzeit in Wort und Bild 3.1940 S. 93-104). In der neueren Literatur hab ich das nicht mehr gefunden, aber ich hab da auch nicht darauf geachtet.
Liebe Grüße,
Inchen

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Eintrag #19 vom 19. Sep. 2007 16:21 Uhr Thurid (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thurid eine Nachricht zu schreiben.

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Zu den Haaren kann ich auch noch sagen, dass - okay, gaaaanz andere Zeit, aber zur Vervollständigung - bei den Römerinnen die “Skalps” der blonden/rothaarigen Germanen sehr beliebt waren als Perückenmaterial ….
Hedwig Swende von Weinheim (Thurid)

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Eintrag #20 vom 27. Sep. 2007 00:22 Uhr Lars (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Lars eine Nachricht zu schreiben.

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Sehr interessanter Thread…weiss vielleicht auch jemand wei es mit dem Schmiken im HMA aussah, welche Materialien man benutzt hat und wie man das gemacht haben könnte? (und zwar vornehmlich bei Männern)
Lars

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Eintrag #21 vom 11. Mrz. 2009 15:38 Uhr Eva Kunst  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Eva Kunst eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, auch wenn diese Dislussion schon etwas älter ist, diese Info möchte ich niemandem vorenthalten. In dem Buch von Erika Thiel “Geschichte des Kostüms” habe ich folgendes gefunden: “…Du kannst zu diesem Zwecke die Farben (gemeint sind wohl Pigmente!) mit Ei mischen, oder […] mit Öl oder flüssigem Firnis bedecken, was die stärkste Tempera gibt , die existiert.”
Einen Besuch beim “Visagisten” mit so “edler” Schminke konnte sich bestimmt nicht jede/r leisten, ist aber vielleicht auch besser! ;-)
Viel Spaß beim Pinseln!

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Eintrag #22 vom 12. Mrz. 2009 11:03 Uhr Bettina Drexler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Bettina Drexler eine Nachricht zu schreiben.

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Bist du sicher, dass es sich hierbei nicht um ein Rezept für Malerfarben handelt???
Das Zitat ist ohne Zusammenhang angegeben, wäre gut, wenn man auch dem Rahmentext kennt.
Ob das als ein Hinweis auf Schminke gedeutet werden kann, ist fraglich, oder?

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Eintrag #23 vom 12. Mrz. 2009 11:45 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

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Also ich kann mir auch nicht vorstellen das man “alle” Farben verwendete, da einige recht giftig sind, bzw. extrem teuer, das man für so was kurzlebiges wie Schmicke, das eher unwahrscheinlich ist. Aber wenn ich an so Farben wie Karmin denke, was übrigens auch heute noch für Lippenstift und Campari verwendet wird, wieso nicht.
Das Problem ist das so Aussagen von wegen “Malerfarben” viel zu allgemein sind, das kann alles oder gar nichts heißen.

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Eintrag #24 vom 12. Mrz. 2009 13:04 Uhr Andreas Pilz   Nachricht

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«Also ich kann mir auch nicht vorstellen das man “alle” Farben verwendete, da einige recht giftig sind
Was die Leute oft mangels Wissen nicht sonderlich gestört haben brauch ;)

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Eintrag #25 vom 16. Mrz. 2009 08:41 Uhr Bettina Drexler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Bettina Drexler eine Nachricht zu schreiben.

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Bleiweiß ist extrem giftig, wurde aber trotzdem Jahrhunderte als weiße Schminke verwendet, um eine vornehme Blässe zu erzeugen. Und Belladonna-Tropfen wurden zur Vergrößerung der Pupillen auch lange verwendet und sind als Tollkirschenextrakt extrem giftig.
Das war den Verwenderinnen teilweise nicht bekannt und teilweise egal, frei nach dem Motto: Schönheit muss leiden!

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Eintrag #26 vom 16. Mrz. 2009 09:52 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

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Überall wo es um Farben geht kommen das Übliche, “Bleiweiß ist Giftig” postings, und um es zu verstärken mindest drei vier mal.
Schon mal mit dem Zeug zu tun gehabt ausser was in dutzender Ausführung steht nach zu plappern?
Da kann man auch schreiben Autos sind gefährlich siehe jährliche Unfallstatistik.

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Eintrag #27 vom 16. Mrz. 2009 10:11 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Und?
Sind sie doch, deswegen gibt es Verkehrsregeln und Führerscheine.
Und wenn du fertig bist mit amüsieren, schaffst du es vielleicht, uns eines besseren zu belehren?
Oder schreibst du aktuell hier nur, um deine vorgefasste Meinung zu bestätigen?
Ich bin auch kein großer Freund von der teilweise übertriebenen Angst vor sogenannten Giftstoffen, aber wenn du meinst, mehr zu wissen, dann tu doch einfach mal Butter bei die Fische.
So nutzt das keinem.

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Eintrag #28 vom 16. Mrz. 2009 10:33 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

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Ja Alex,
also findest du es o.k. das die Leier “Bleiweiß ist Giftig” ständig wiederholt und wieder holt wird, obwohl es eigentlich jedem bekannt ist?
Deshalb auch das Beispiel mit den Autos von mir.
Da kann man genauso gut ermahnen regelmässig zu atmen.
Oder meinst du wirklich das durch ständiges wiederholen einer Floskel, jemand was lehrnt?
Vielleicht weiß ich auch einfach nicht genügend über die Thematik und du möchtest uns an deinem Wissen teilhaben lassen?

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Eintrag #29 vom 16. Mrz. 2009 10:43 Uhr Wolfgang Ritter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Ritter eine Nachricht zu schreiben.

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Martin, hast Du gelesen, was der Alex geschrieben hat? Du bist doch derjenige, der hier von “"plappern” und “Leier” schrieb. Diese Begrifflichkeit wäre polemisch, selbst wenn Du danach erklärt hättest, warum entweder Bleiweißvergiftung kein Thema ist oder das Bleiweiß nicht im Mittelalter Verwendung fand. Stattdessen verdrehst Du Alexanders Worte und willst ihn in einen Erklärungszugzwang bringen?!? Was soll das denn?

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Eintrag #30 vom 16. Mrz. 2009 10:46 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Achso...

Daher weht der Wind.
Nun, ich denke nicht, daß die Floskel, wie du es nennst, irgendwen belehren sollte.
Sie war rein im Zusammenhang mit deiner Aussage »Also ich kann mir auch nicht vorstellen das man “alle” Farben verwendete, da einige recht giftig sind« gemeint.
Eben schlicht als Beispiel für giftige Stoffe, die eben doch in der Kosmetik verwendet wurden.
Mich hast grade von dir, von dem ich ja weiß, daß er sich mit den Stoffen auskennt, diese Aussage verwundert, und das die Klarstellung zu einer Aussage, die bekanntes Wissen ignoriert, eben dieses bekannte Wissen doppelt, das kannst du nicht ernsthaft den anderen anlasten?

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Eintrag #31 vom 16. Mrz. 2009 10:59 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

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O.k. fairer weise sollte man hinzufügen, früher hat man vieles verwendet was aus heutiger Sicht mehr als bedenklich ist.
Entweder schlicht aus Unwissenheit, oder weil einem die Modischewirkung wichtiger war als die möglichen spät Folgen.
Ich zielte mehr auf diesen “Giftig Hype” ab.
Denn das habe ich schon so oft gehört, das ich da vielleicht etwas allergisch darauf reagiere.
Denn meist kommt die Bemerkung von Leuten die sich nie mit den Materialien näher sich befasst haben, sondern irgendwo was gelesen haben. Ja die Farben sind zum Teil brisant, ohne zweifel, deshalb sind die so gut wie weg aus unserem heutigen Alltag. Aber verwendet man etwas gesunden Menschenverstand kann man diese Farben auch noch verwenden, ohne das man tot umfällt.
Wenn das irgendwie anders rüber kam so bitte ich das zu entschuldigen.
Aber bei den Farben lass die Kirche bitte im Dorf.

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Eintrag #32 vom 16. Mrz. 2009 15:16 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Malen versus Schminke

Martin, als Farben zum Malen kann man sicher viele giftige Dinge verwenden, ohne daß man zwangsläufig Gesundheitsschäden erleidet. Aber bitte beachte, daß sich dieser Thread mit Schminke befaßt - so es sie in der entsprechenden Epoche gegeben hat. Und eventuelle Gesundheitsgefahren muß man dann halt auch unter dem Gesichtspunkt sehen, daß sich wer das Zeug ins Gesicht schmieren will.
Ich möchte hiermit noch mal auf Eintrag 21 zurückkommen und der Frage, ob es sich bei dem zitierten Rezept wirklich um Schminke gehandelt haben kann, oder nicht doch eher um Malfarben. Woher stammt das Zitat ursprünglich (d.h. woraus hat Erika Thiel da zitiert)?

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Eintrag #33 vom 19. Mrz. 2009 08:49 Uhr Bettina Drexler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Bettina Drexler eine Nachricht zu schreiben.

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Mir gings um den Satz, dass einige Zutaten giftig seien…
Trotzdem wurden sie als Schminke!!! verwendet.
Und das ist im Gegensatz zur Benutzung als Malerfarbe sehr wohl bedenklich, da der direkte Hautkontakt über längere!!! Zeit und bei häufiger Anwendung zu starken gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt.
Wir reden hier nicht von Malerfarben, die heute aus besserem Wissen heraus nicht mehr verwendet werden dürfen.
Entweder war es den Anwenderinnen egal, weil modisch oder die Giftigkeit war unbekannt und die Folgen nicht zuzuordnen. Wenn du andere Informationen zum Thema Schminken hast, bitte her damit…
Aber nur polemische Äußerungen, was dir auf die Nerven geht, passen nicht zum Thema.
Wenns dich nervt, dann brauchst du weder mitzulesen noch dich zu äußern. Als Bereicherung zum Thema kann man das nicht wirklich betrachten….

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Eintrag #34 vom 16. Apr. 2009 16:57 Uhr Eva Kunst  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Eva Kunst eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Tatsächlich "Schminke"

Hallo,
ja, es scheint da schon um Schminke an/auf echten Menschen zu gehen, aber mit “Malfarben”. Soweit ich das richtig lese, schrieb ein gewisser Cennio Cennini in einem “traktat über die Malerei” (so steht es da, weitere Info wird einem einfach vorenthalten):“Als Mann der Praxis wird es dir manchmal begegnen, daß du lebendiges Fleisch, zum Beispiel die Gesichter von Männern und Frauen zu färben oder zu bemalen hast….” Ich nehme mal an, daß die Kunden zu bestimmten Anlässen bemalt wurden und nicht jeden Tag!? Und ob eine Farbe giftig war oder nicht war damals bestimmt kein großes Thema?

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