Eintrag #2 vom 01. Mrz. 2000 11:54 Uhr
Thorsten
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Moin Felix, die Bruech von den 1265ern ist eine Wickelbruch und ich kenne dazu primär Abbildungen aus dem bäuerlichen Alltag. Für einen Reiter/Ritter ist sie nciht geeignet, denn wenn Du mal auf einem Pferd gesessen hast (ja, selbst der Bauer Piepenbrink ist schon mal geritten :-), wirst Du schnell merken, daß der Faltenwurf das Wohlbefinden nicht fördert ;-) In diesem Zusammenhang finde ich die Interpretationen von Lehnhardt, die ich auch schon irgendwo sonst gesehen habe, nciht abwegig. Er verwendet eine Art knielanger Shorts, die vom Schnitt ßhnlichkeit mit den FMA-Hosen haben. Die Länge benutze ich bei meiner Bruch, die ähnlcih geschnitten ist auch, da damit ein vernünftiger Abschluß mit den Beinlingen gewährleistet ist. Interessant finde ich z.B. eine englische Darstellung aus der Mitte des 13. Jhdts. die eine fast knielange, um den Bauch geschnürte und bis zu den Knien geschlitzte Hose zeigt. Für unsere eigene Gruppe (Mitte 14. Jhdt.) benutzen wir, nach verschiedenen Versuchen, z.Zt. eine Art einfacher Boxershorts, die basismäßig aus zwei rechteckigen Stücken Stoff geschnitten und um den Bauch geschnürt oder mit einem schmalen Gürtel vesehen sind und die in Verbindung mit unseren Wänsern und Beinlingen ein Bild ähnlich den zeitgenösischen Illustrationen liefern. Auf die im 15. Jhdt. verwendeten "Tanga-Slips verzichten wir, da unsere Beinlinge noch nicht im Schritt geschlossen sind und ansonsten uns der Wind um das Gemächt spielen würde ;-) Bis dann Thorsten
