Zitat: “Oh, das sieht mir wieder ganz stark nach einer pauschalen ”finstren Mittelalterdarstellung“ aus.”
Kennst Du mich, Ingo? komisch! ich könnte nicht sagen, ob du nun ein Gromi bist oder ein anspruchsvoller Darsteller. So einfach vom lesen…. alle Achtung!
Wer im Schlachthaus sitzt sollte nicht mit Schweinehälften werfen! Will sagen: Wenn man sich selbst ein paar “Ausrutscher” gönnt, sollte man bei anderen auch nicht so penibel und vor allem sensibel hinschauen.
Zitat: “Zum Thema Schulen ab 13. Jahrhundert: einfach mal Google bemühen und lesen.”
Tschuldigung, dass ich nicht so brillant bin, wie Du.
Reagier doch net so angestochen, wenn Deine Aussagen kritisch hinterfragt werden, sonst entsteht wirklich der Eindruck, dass Du einfach mal Deine Behauptungen als belegte Tatsachen hinschreibst. Das passiert in den Threads allgemein zur Genüge…..
das mit den Elementarschulen im 13. ist mir neu. Von finsterem Mittelalter redete ich natürlich nicht. Ich bin sicher nicht voreingenommen genug, solches zu tun.
Welche Belege/Nachweise gibt es denn für diese Schulen? Es würde mich freuen, wenn Du mir dahingehend Hinweise geben könntest.
und der Hinweis, dass es im Mittelalter noch keine einheitliche Rechtschreibung gab.
Man(n) und Frau schrieben (so sie es konnten) wie sie hörten. Bei den verschiedenen Mundarten und Dialekten kam es sicherlich deswegen zu manchen Verwechslungen und so sind letztendlich auch die verschiedenen Schreibweisen heutiger Namen zu stande gekommen (z.B. Schmidt, Schmitt, Schmit, Schmitz … leitet sich alles vom Beruf “Schmied” ab).
Also Yasmin, schreib drauf los (“wie man’s spricht”) und vergesse dabei alle Rechtschreibregeln. *g*
Noch ein Hinweis auf die damalige (für uns heute ungewohnte) Sprechweise ist der seltsame Satzbau.
Manchmal ganz kurz, z.B.:“Wes, man gestu? Zu neridestu?” (Warum, Mann, gehst du? Warum reitest du nicht?) oder sehr lange, verschachtelte Sätze z.B. bei Luther: “Des andern Tages, viel Volks, das auf das Fest gekommen war, da es hörete, dass Jesus kommt gen Jerusalem, nahmen sie Palmzweige und gingen hin ihm entgegen, und schrieen: Hosianna, gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, ein König von Israel!”
Einiges von dem, was heute als “Marktsprech” verpöhnt wird, findet sich (“harmloser”) ähnlich bei Luther wieder.
Oh, das sieht mir wieder ganz stark nach einer pauschalen “finstren Mittelalterdarstellung” aus.
Zumindestens ab dem 13. Jahrhundert gab es die sogenannten Elementarschulen in den Städten (zwar konnten damit immer noch nicht “alle” Menschen im MA Lesen und Schreiben aber es wurde zumindestens schon einer größeren Menschengruppe als noch vor 1000 Jahren angeboten als es nur die Latein-Schulen gab). In diesen städtischen Schulen wurde
neben Latein und deutscher, niederdeutscher Sprache auch Schreiben und Rechnen gelehrt.
schreib Latein, da machst Du nix verkehrt. Beispiele für lateinisch abgefasste Briefe lassen sich immer wieder finden. Könige, Päpste, Gelehrte, Mönche… das einfache Volk konnte meistens gar nicht lesen oder schreiben.
Allgemein war Latein die Sprache der Gelehrten, macht ja auch Sinn, eine Sprache zu verwenden von der man annehmen kann, dass sie der Adressat zumindest grob lesen kann.
Belege für Latein gibt´s ne ganze Menge.
Bei den Ritterorden fällt mir alternativ höchstens noch französisch ein.
Tu Dir selbst einen Gefallen und halte “edler Rittersmann mit gar wonniglich tapferem Mute” nicht für eine irgendwie mittelalterlich geartetet Ausdrucksweise… ;o))))
ich habe vor kurzen einen Briefwechsel angefangen in dem wir uns in “mittelalterlich” schreiben wollen. Nun haben wir festgestellt, das wir nicht viel mehr als Fernseh-mittelalterlich können.
Ich würde gerne wissen, wie damals ein Briefwechsel aussah und wie die Leute gesprochen haben. Und wie/wo man das lernen kann.