Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) (Schreib)Sprache im Mittelalter

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Eintrag #15 vom 24. Jun. 2004 15:01 Uhr Martin Heidenreich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Heidenreich eine Nachricht zu schreiben.

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Zitat: “Oh, das sieht mir wieder ganz stark nach einer pauschalen ”finstren Mittelalterdarstellung“ aus.”
Kennst Du mich, Ingo? komisch! ich könnte nicht sagen, ob du nun ein Gromi bist oder ein anspruchsvoller Darsteller. So einfach vom lesen…. alle Achtung!
Wer im Schlachthaus sitzt sollte nicht mit Schweinehälften werfen! Will sagen: Wenn man sich selbst ein paar “Ausrutscher” gönnt, sollte man bei anderen auch nicht so penibel und vor allem sensibel hinschauen.
Zitat: “Zum Thema Schulen ab 13. Jahrhundert: einfach mal Google bemühen und lesen.”
Tschuldigung, dass ich nicht so brillant bin, wie Du.
Reagier doch net so angestochen, wenn Deine Aussagen kritisch hinterfragt werden, sonst entsteht wirklich der Eindruck, dass Du einfach mal Deine Behauptungen als belegte Tatsachen hinschreibst. Das passiert in den Threads allgemein zur Genüge…..
Wolf von Miroldes

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Eintrag #14 vom 24. Jun. 2004 14:47 Uhr Yasmin Bienk  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Yasmin Bienk eine Nachricht zu schreiben.

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vielen Dank für das viele Feedback.
Es sollte ja kein ernsthafter Briefwechsel sein und überdies bin ich auch des Lateinischen nicht mächtig.
Aber das mit der Marktsprache scheint mir für meine Zwecke genau das richtige zu sein.
Gibt es irgendwo Quellen, wo ich das lernen kann?
@Ingo, ich hab das *g* verstanden.
Yasmin

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Eintrag #13 vom 24. Jun. 2004 10:37 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Ach, und ich dachte, es wäre klar, was mit “g” gemeint ist, oder nicht?
Gruß, Ingo

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Eintrag #12 vom 24. Jun. 2004 10:32 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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@ Wolf
Vielleicht liest Du erst einmal richtig meinen Text, ich schrieb von Rechtschreibregeln und nicht von Grammatik - das ist immer noch ein Unterschied.
Zum Thema Schulen ab 13. Jahrhundert: einfach mal Google bemühen und lesen.
Zu weiterem Schlagabtausch mit Beschimpfungen habe ich keine Lust.
Ende
Gruß, Ingo

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Eintrag #11 vom 24. Jun. 2004 09:20 Uhr Wolf Zerkowski  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolf Zerkowski eine Nachricht zu schreiben.

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Sorry Ingo aber soviel Blödsinn habe ich noch nie auf einmal gelesen……
Schreiben wie man will? Keine Grammatik?
Nun zum einem folgt z.B. Latein als MA-Schriftsprache einer Grammatik aber auch das von dir zitierte Mittelhochdeutsch folg einer Grammatik.
Ich empfehle dir dazu:
Mittelhochdeutsche Grammatik
von: Helmut de Boor, Roswitha Wisniewski
Nur weil dir die Grammatik der ,von dir angeführten, verschiedenen Sprachen bzw. Sprachformen entgeht, heisst das nicht, das es keine gab….;-)
Im weiteren würden mich deine Quellen interessieren, die zu deiner Aussage über “Elementarschulen” im Mittelalter führen.
Solltest du damit die Einführung der Scholastik meinen, würde ich mich , an deiner Stelle, einmal
mit Ursprung,Zielen und Verbreitung der Selben befassen, bevor ich solche Allgemeinplätze in eine Diskussion einbringe.
Alles in Allem sind deine Postings höchstens ein Beispiel für die Verbreitung von Halbwissen.
Gruß Wolf
www.gewandungen.de

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Eintrag #10 vom 24. Jun. 2004 08:50 Uhr Martin Heidenreich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Heidenreich eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Ingo,
das mit den Elementarschulen im 13. ist mir neu. Von finsterem Mittelalter redete ich natürlich nicht. Ich bin sicher nicht voreingenommen genug, solches zu tun.
Welche Belege/Nachweise gibt es denn für diese Schulen? Es würde mich freuen, wenn Du mir dahingehend Hinweise geben könntest.
Vielen Dank!
Wolf von Miroldes

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Eintrag #9 vom 23. Jun. 2004 16:22 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Ansonsten bliebe nur der Verweis auf ein ähnliches Thema hier im Forum: [Taverne, Thread: mittelalterliche Sprache]
und der Hinweis, dass es im Mittelalter noch keine einheitliche Rechtschreibung gab.
Man(n) und Frau schrieben (so sie es konnten) wie sie hörten. Bei den verschiedenen Mundarten und Dialekten kam es sicherlich deswegen zu manchen Verwechslungen und so sind letztendlich auch die verschiedenen Schreibweisen heutiger Namen zu stande gekommen (z.B. Schmidt, Schmitt, Schmit, Schmitz … leitet sich alles vom Beruf “Schmied” ab).
Also Yasmin, schreib drauf los (“wie man’s spricht”) und vergesse dabei alle Rechtschreibregeln. *g*
Gruß, Ingo

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Eintrag #8 vom 23. Jun. 2004 15:57 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Nur der Vollständigkeit halber:
Das “Seyd mir gegrüsset” stammt aus dem Marktsprech, spätes 20. Jhd, Region Mittelaltermärkte.
Also nichts mittelalterliches.
Das brannte mir noch auf der Tastatur.
Gruß, Ivain

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Eintrag #7 vom 23. Jun. 2004 15:49 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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eins (zwei) hab ich noch:
Ik gihorta ðat seggen,
ðat sih urhettun ænon muotin,
Hiltibrant enti Haðubrant untar heriun tuem.
(Althochdeutsch, ca. 800 n. Chr.)
Dû bist mîn, ich bin dîn:
des solt dû gewis sîn;
dû bist beslozzen in mînem herzen,
verlorn ist daz slüzzelîn:
dû muost och immer darinne sîn.
(Mittelhochdeutsch, ca. 1200 n. Chr.)
Gruß, Ingo

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Eintrag #6 vom 23. Jun. 2004 15:39 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Noch ein Hinweis auf die damalige (für uns heute ungewohnte) Sprechweise ist der seltsame Satzbau.
Manchmal ganz kurz, z.B.:“Wes, man gestu? Zu neridestu?” (Warum, Mann, gehst du? Warum reitest du nicht?) oder sehr lange, verschachtelte Sätze z.B. bei Luther: “Des andern Tages, viel Volks, das auf das Fest gekommen war, da es hörete, dass Jesus kommt gen Jerusalem, nahmen sie Palmzweige und gingen hin ihm entgegen, und schrieen: Hosianna, gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, ein König von Israel!”
Einiges von dem, was heute als “Marktsprech” verpöhnt wird, findet sich (“harmloser”) ähnlich bei Luther wieder.
Gruß, Ingo

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Eintrag #5 vom 23. Jun. 2004 15:37 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Nette Hörbeispiele gibts unter www.franken-im-mittelalter.de
Gruss, Esca

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Eintrag #4 vom 23. Jun. 2004 15:24 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Naja, und was nun die Sprache angeht. Da gab es sicher (wie heute in Deutschland auch) regionale Dialekte.
Ein nettes Beispiel ist folgendes:
`s wird Winter
Nu wird`s im viere finster schun, nee satt oack naus, wie`s schneit.
Dr Nikolaus woar o schun do, Weihnacht ist nemmich weit.
Und wenn`s nu draußen wattern tutt und friert, doaß Gutt drboarm,
do kimmt dr Winter oagedruckt, di hilft kee Flenn und Boarm.
Nu mach mr`ch a de Stube nei. Loaßt oack kee Ritzel uff!
Dr Winter molt uns a de Scheibn de schinnsten Blümel druff.
Und wenn`s nu draußen wattern tutt und friert, doaß Gutt drboarm,
an Häusel hoan mr keene Nut, do isses schiene woarm.
Nee reßt oack ne de Fanster uff, `s is schade im de Luft!
De Stube is vull Toawacksqualm, dr Ufen knackt und pufft.
Und wenn`s nu draußen wattern tutt und friert, doaß Gutt drboarm,
do mach mr`ch uf de Ufenbank, do sitz mr schiene woarm!
Nu rucken bal de Nubberschleut`zun Faderschleißen oa.
Do wird gesung, gejuxt, gelacht, `s kimmt jeder amoal droa!
Und wenn`s nu draußen wattern tutt und friert, doaß Gutt drboarm,
a Faderbette, wenn de hust, do steckste schiene woarm!
De Rusen sein gutt zugedackt, und`s Feuerhulz stieht do,
de Abern lang`n bis neue warn, und Futter hoan mr o.
De Kuhe leit an warm`n Stoall, ich hier se groade brumm,
und morne wird de Sau geschlacht`t: Nu kann dr Winter kumm.
Kurt Pichler
Noch einen schönen Tag.
Gruß, Ingo

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Eintrag #3 vom 23. Jun. 2004 15:08 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Oh, das sieht mir wieder ganz stark nach einer pauschalen “finstren Mittelalterdarstellung” aus.
Zumindestens ab dem 13. Jahrhundert gab es die sogenannten Elementarschulen in den Städten (zwar konnten damit immer noch nicht “alle” Menschen im MA Lesen und Schreiben aber es wurde zumindestens schon einer größeren Menschengruppe als noch vor 1000 Jahren angeboten als es nur die Latein-Schulen gab). In diesen städtischen Schulen wurde
neben Latein und deutscher, niederdeutscher Sprache auch Schreiben und Rechnen gelehrt.
Gruß, Ingo

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Eintrag #2 vom 23. Jun. 2004 13:06 Uhr Martin Heidenreich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Heidenreich eine Nachricht zu schreiben.

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Salve,
schreib Latein, da machst Du nix verkehrt. Beispiele für lateinisch abgefasste Briefe lassen sich immer wieder finden. Könige, Päpste, Gelehrte, Mönche… das einfache Volk konnte meistens gar nicht lesen oder schreiben.
Allgemein war Latein die Sprache der Gelehrten, macht ja auch Sinn, eine Sprache zu verwenden von der man annehmen kann, dass sie der Adressat zumindest grob lesen kann.
Belege für Latein gibt´s ne ganze Menge.
Bei den Ritterorden fällt mir alternativ höchstens noch französisch ein.
Tu Dir selbst einen Gefallen und halte “edler Rittersmann mit gar wonniglich tapferem Mute” nicht für eine irgendwie mittelalterlich geartetet Ausdrucksweise… ;o))))
Gruß
Wolf von Miroldes

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Eintrag #1 vom 23. Jun. 2004 11:53 Uhr Yasmin Bienk  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Yasmin Bienk eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Briefwechsel in MA

Seyd mir gegrüsset,
ich habe vor kurzen einen Briefwechsel angefangen in dem wir uns in “mittelalterlich” schreiben wollen. Nun haben wir festgestellt, das wir nicht viel mehr als Fernseh-mittelalterlich können.
Ich würde gerne wissen, wie damals ein Briefwechsel aussah und wie die Leute gesprochen haben. Und wie/wo man das lernen kann.
Yasmin

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