Hallo miteinander, da sich gerade eine Schuhdiskussion entwickelt mache ich dafür nen neuen Thread auf. Also, die “Römersandalen” sind nicht a.??? Schade. Theoretisch sind sie ja absolut MA-möglich. Welche Schuhe sind denn a.? Ich hoffe auf rege Diskussion. Hilmar
Tja! Friede auf Erden… ;-)) Ich halte also fest, die Legionärs-Sandalen sind nicht a… ;-)) Mmmpf… Dietrich!!! Gib mir bitte etwas von der Kreide ab… …und weg! Andreas ;-)))
Moin Dietrich, hast Du Kreide gefressen oder was? Das wäre doch mal ein Ansatz gewesen :-) Cih bin mir nicht so ganz sicher aber ich habe mal irgendwo gelesen, daß die Holzschuhe, so wie´s sie heute gibt, ´ne Erfindung des 17. Jhdts. seien. kann das aber nicht verifizieren, da ich ma´ wieder nicht die Quelle notiert habe. Weiß jemand genaueres (bitte mit Quellenangabe!) ? Thorsten
Moin allerseits. Bei den fraglichen Tretern handelt es sich um die sogenannten “Saalburg-Schuhe”, weil sie bei Ausgrabungen an diesem römischen Kastell gefunden wurden. Es sind zivile Sandalen, dem Militärleben wären sie aufgrund des Materials und der Verarbeitung nicht gewachsen gewesen. Legionäre trugen bis ins 2. Jhd. die berühmten Caligae, danach “richtige” Schuhe, von denen ich auch ein Paar stolz mein eigen nennen darf.. Die Form dieser Saalburg- Schuhe geht aber noch weiter zurück; sie wurde bereits bei Keltekens nachgewiesen und war auch bei den Elbgermanen weit verbreitet. Die ältesten erhaltenen Exemplare lagern meines Wissens im Niedersächsischen Landesmuseum in Hannover und stammen von einer bronzezeitlichen Moorleiche; das Museum verkauft sogar Schnittmuster und Bauanleitungen, damit sich jedermann diese Schuhe nachfertigen kann, inklusive des aufwendigen Lochmusters. Allerdings weiß ich nicht, bis wann diese Art von Schuhen getragen wurden. Völkerwanderungt vielleicht? Für eine Hochmittelalter- Darstellung sind sie wohl nicht geeignet, aber (Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen) sie sind mit Sicherheit besser als Springerstiefel und Birkenstock und deshalb für absolute Neueinsteiger ganz zu Anfang akzeptabel. War ich das gerade? Dietrich
Moin HvE, irgendwo habe ich zwar auch gehört, daß solche Bundschuhe auch bei römischen Funden gemacht wurden, aber irgendwer hat mich dann aufgeklärt, daß sie im Gegensatz zu den benagelten Sandalen , nicht unbedingt allzu typisch für diese Zeit wären. Daraus resultiert meine Verwunderung. daß sie auf Märkten nahezu immer als “Römerschuhe” verkauft werden, obwohl sie durch verschiedenen Zeiten und Kulturen “geetragen” wurden - vielleicht sogar ausgiebiger als bei den Römern. Aber was soll´s - sie erfüllen ihren Zweck und sind auch durchaus “A” :-) Hallo Hilmar, bin immer wieder überrascht, daß Du anscheinend den ganzen Info- und Adressfundus auch mit auf die Arbeit schleppst :-). Hätte ich es gewußt, hättew ich Dich direkt gefragt… NA dann noch “begeistertes” Schaffen Ger
Hier kommt eine Bezugsadresse für die “Römertreter” Leder Peter Peter Tietze Feldstraße 7 47669 Wachtendonk Tel 02836 1815 Fax 1858 Der liefert gegen Rechnung, Preis bei Gr. 46 ca 50 DM + Versand. Ich hatte meine nach 3 Tagen. Qualität ist super, oder Ger? Hilmar
Hallo Ger! Bundschuhe heißen nicht “merkwürdigerweise” Römerschuhe, sondern völlig zu Recht. Die ollen Römers sind nämlich in diesen Biestern durch die Weltgeschichte gerannt. Die Legionäre hatten diese Dinger (auch genagelt) an. Auf der Saalburg (zw. Bad Homburg und Wehrheim i. Ts., also in der Nähe von Frankfurt a. M.) wird z.B. auch das Schnittmuster für diese Treter verkauft. Danach habe ich schon Schuhe angefertigt, klappt ganz gut. Ave caesar, HvE
…vergessen: “Einfaches Volk” und moddriges Wetter? Da haben sich immer wieder die ganz simplen Holzschuhe bewährt - gerade in einer so “tollen” Saison, wie die vergangene. Gibt´s entweder auf div. Handwerkermärkten oder häufig auch in landwirtschaftlichen Genossenschaftshandlungen. Ger
Moin Isabelle, was die Schuhe für eine “Anfängergewandung” betrifft, ein kleiner Tip: Auch wenn die Dinger wirklich fast alle tragen, sind sie doch, zumindest für eine einfachere Gewandung völlig adäquat - Bundschuhe, wie sie auf vielen Märkten angeboten werden (Dort merkwürdigerweise häufig auch als “Römerschuhe” bezeichnet). Da ist man erstmal für ca 40-50 DM dabei und selbst unbesohlt halten die Dinger zumindest bei mir ein bis zwei Jahre bei eifrigem Gebrauch - sehr bequem sind sie obendrein. Die Schuhe verschaffen einem dann doch durchaus die Zeit sich um eine “vernünftige” Lösung zu kümmern (, was mir selbst leider bis jetzt nicht gelungen ist ;-). Wichtig: Auf gute Lederqualität achten (fettgegerbtes, zähes Leder), denn das was auf manchen Märkten zu haben ist, dürfte bestenfalls als Hausschuh geeignet sein. Es gibt auch eine gute Bezugsadresse, die ich aber jetzt nicht greifbar habe, könnte diese aber raussuchen. Allerdings ist das wohl für Deinen “Ritter” wohl nicht unbedingt eine Alternative… Gruß Ger
Hallo alle zusammen, ich finde, wer zum ersten Mal dabei ist, kann sich ruhig eine una. “Anfängerbekleidung” zulegen. Dabei ist die Bauerntracht noch eine der einfachsten (danke Michael). Schuhe dagegen waren für mich zu teuer, so dass ich mir erst mal meine Reitstiefel angezogen hatte (Mann, hatte ich Blasen). Das ist für mich alles in Ordnung, weil man z.T. ja auch nicht weiß, ob man dabeibleiben will oder nicht. Nach der ersten Winterpause sollte man aber schon seine Ausrüstung verbessern. Und wenn man (wie ich) außer chronisch zu wenig Geld auch noch zu wenig Zeit hat, dann kann es halt mal ein paar Saisons dauern, bis man alles zumindest in der Erstausstattung komplett hat. Ich hab z.B. sowohl eine Frauenrolle (“billiges” Volk), als auch eine Männerrolle (Ritter), und das bedeutet natürlich doppelt soviel arbeit. Meiner Meinung nach ist also ein Behelf am Anfang völlig in Ordnung, aber man sollte sehen, daß sich um die Ausrüstung gekümmert wird. Isabelle