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Eintrag #1 vom 05. Dez. 2006 14:03 Uhr Nina Chabek  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nina Chabek eine Nachricht zu schreiben.

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Hey!
Nachdem ich mir nun endlich gute Schuhe kaufen will und auch bereit bin etwas mehr Geld dafür auszugeben hätte ich eine Frage: Welche Schuhe trug die Tochter eines Bauern um ca. 1450? Mein Charakter kommt aus Kärnten (Süden ßsterreichs) und ich hab da leider noch nicht wirklich was gefunden… Hatte jetzt am Anfang die 0815 Bundschuhe von Leonardo Carbone, aber die leiern so aus, dass ich nach einer Saison darin schon schwimme…
Wär toll, wenn irgendwer da was weiß, oder vielleicht auch Abbildungen hat.
LG
Katherina Ackermann

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Eintrag #2 vom 10. Dez. 2006 15:27 Uhr Birgit Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Birgit Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
für wirklich tolle Schuhe würde ich Dir den Stefan von der Heide empfehlen, die Website heißt
www.knieriem.net.
Er hat fürs 15. Jhd. eine schöne Auswahl und bietet sehr gute Qualität. Es gibt auch Bausätze für einige Schuhtypen.
Liebe Grüße
Birgit_S

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Eintrag #3 vom 11. Dez. 2006 10:51 Uhr Wolfgang Ritter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Ritter eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
wegen Bildquellen dürfte das hier: www.imareal.oeaw.ac.at/realonline für Dich genau das Richtige sein. Auf der Bilddatenbank gibt es eine sehr gute Suchfunktion mit Zeiteinteilung und Suchfunktionen nach Kleidung, Standesbezeichnungen, Bildthema, materielle Objekte etc. Allein für das Stichwort “Schuh” 1440 - 1460 kommen Dutzende Bildbelege.
Wolfgang Ritter

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Eintrag #4 vom 12. Dez. 2006 20:15 Uhr Nina Chabek  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nina Chabek eine Nachricht zu schreiben.

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Wow, die Seite ist ein Hammer! Vielen Dank!
LG
Katherina Ackermann

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Eintrag #7 vom 30. Dez. 2006 18:29 Uhr Dieter Graf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dieter Graf eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Katharina
eine Bauerntochter trug normalerweise überhaupt keine Schuhe, es sei denn sie kam aus reichem Hause. Meine Schwiegermutter, auch eine Bauerntochter aus dem Allgäu, Jahrg. 1930, hatte bis sie 16 Jahre alt war und in die Stadt zum Arbeiten kam nur ein einziges Paar Schuhe. Diese wurden NUR am Sonntag in die Kirche, und im Winter, wenn schon etwas mehr Schnee lag getragen ! Sonst ging man IMMER barfuß !
Gruß
Dieter

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Eintrag #8 vom 30. Dez. 2006 20:22 Uhr Christian (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Christian eine Nachricht zu schreiben.

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Sorry, der Eintrag ist daneben. Es gibt einiges an Aufzeichnungen, was einem einfachen Arbeiter an Schuhen übers Jahr zustand. Und das ist nicht wenig. Auch auf Bildern sind Bauern seltenst bis nie ohne Schuhe zu sehen. Was in den 30er des letzten Jahrhunderts vielleicht tatsächlich so war, lässt sich nicht aufs Mittelalter übertragen.
Karl

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Eintrag #9 vom 30. Dez. 2006 22:29 Uhr Dieter Graf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dieter Graf eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo
ich denke nicht, daß der Eintrag so daneben ist. Zeitgen. Abbildungen sind oft idealisiert. Ein Beispiel: Die kleinste Reichsstadt im Hl. Reich Deutscher Nation war Bopfingen (Württemberg). Der Abgesandte dieser Stadt zum Reichstag nach Worms erhielt vor seinem Abmarsch (zu Fuß) dorthin ein Paar neuer Schuhe, mit der Weisung (!), diese möglichst nicht zu benutzen, d. h. barfuß zu gehen, um beim Reichstag immerhin standesgemäß und ordentlich gekleidet auftreten zu können!!
Gruß
Dieter

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Eintrag #10 vom 30. Dez. 2006 22:33 Uhr Roland Schulz   Nachricht

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Und immer noch hält sich das Gerücht, dass Schuhe ein Luxusartikel waren..
Einfach mal mehr mit Fakten beschäftigen und weniger mit den Klischees, die nicht tot zu kriegen sind..
ßhnlich wie:
- Das gelbe Kleid
- Der halbverhungerte Bauer (als Standard)
- Der verarmte Adelige, der über Land zieht
- Alle über 30 sind dem Tode nahe
;-)
Guten Rutsch!
Roland
Leben und Handwerk
www.leben-und-handwerk.de

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Eintrag #11 vom 30. Dez. 2006 22:45 Uhr Dieter Graf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dieter Graf eine Nachricht zu schreiben.

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Urkundliche ßberlieferungen sind keine Gerüchte!
Gruß
Dieter

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Eintrag #12 vom 31. Dez. 2006 00:34 Uhr Johannes Kulick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johannes Kulick eine Nachricht zu schreiben.

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Könnte er nicht auch einfach ein älteres Paar getragen haben?
Johannes - www.hildensia.de / mb1260

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Eintrag #13 vom 31. Dez. 2006 10:57 Uhr Joachim Dittrich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Dittrich eine Nachricht zu schreiben.

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“Der Abgesandte dieser Stadt zum Reichstag nach Worms erhielt vor seinem Abmarsch (zu Fuß) dorthin ein Paar neuer Schuhe, mit der Weisung (!), diese möglichst nicht zu benutzen, d. h. barfuß zu gehen, um beim Reichstag immerhin standesgemäß und ordentlich gekleidet auftreten zu können”
Er soll von Bopfingen nach Worms. Mit einem Paar Schuhe. Endegenäht, Ledersohle, dann die Straßenverhältnisse, mehr als 230 Kilometer….
diese Anweisung dürfte nichts mit dem Erhalt eines “Luxusgutes” zut un haben, eher mit rein praktischen ßberlegungen. Bei dieser Strecke sind die Schuhe am ende runiniert. Als Repräsentant deiser Stadt soll er natürlich akurat gekleidet erscheinen, also: lauf nackich oh Pursche! (um auch mal ein Ausrufezeichen nutzen zu können)
Die Verhältnisse von 1930 sind ein wenig (ein wenig?) anders als vielleicht 1430.
Selbst wenn: mit nackerten Schuhen rumzulaufen bedeutet noch lange nicht, daß man sich ein “Luxusgut” nicht leisten kann. Auch rein praktische Gründe der besseren Standfestigkeit wegen oder Schuhwerk zu schonen.
Man kann sich auch alles schön zurechtrücken und einfach sagen, dieses und jenes sei idealisiert, wenns einem in den Kram paßt…..
Achim v. Hohenberg gen. de Clavis oder Wernhard oder Groschi

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Eintrag #14 vom 31. Dez. 2006 11:24 Uhr Joachim Dittrich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Dittrich eine Nachricht zu schreiben.

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….wendegenäht…natürlich waren die schuhe auch (zu)endegenäht…
Achim v. Hohenberg gen. de Clavis oder Wernhard oder Groschi

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Eintrag #15 vom 01. Jan. 2007 12:35 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
B. Purrucker zitiert hier Ordensregeln aus dem späten 13. Jh: “Der Dominkanerbruder Herrmann versagt den Schwestern von St. Lambert(zwischen 1277- 81)die Erlaubnis, im Freien zu speisen, unter anderem mit dem Argument:”…da stürmte Bruder Mengoz, der brummige Geldbeutel, daher, weil ihr im Taue die Schuhe schädigt,…“
B. Purrucker, Hochmittelalterliche Bauernkleidung. Sonderausgabe aus ”Waffen und Kostümkunde", Zeitschrift der Gesellschaft für historische Waffen- Kostümkunde, Jahrgänge 1989/90 S. 42
David

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Eintrag #16 vom 02. Jan. 2007 11:52 Uhr Wolfgang Ritter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Ritter eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich halte es für wenig erhellend, wenn aus den Lebensumständen in den 30ern und 40ern des letzten Jahrhunderts auf die Lebens- und Vermögensverhältnisse des 15. Jhdt. geschlossen wird. Und dabei ist nicht einmal berücksichtigt, dass dies die Phase des 2. Weltkriegs respektive den Zusammenbruch des Dritten Reiches mit den wohl bekannten Verwüstungen betrifft. Ich halte es generell für verfälschend, wenn solche Verweise kommen. Das wäre schon der Fall, wenn einerseits aus Lebensverhältnissen des 15. Jhdt. ähnliche Rückschlüsse auf die des - zum Beispiel - 13. Jhdt. gezogen würden. Aber vom Spätmittelalter auf die Endphase des zweiten Weltkriegs?
Grüße
Wolfgang Ritter

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Eintrag #17 vom 02. Jan. 2007 15:14 Uhr Kai (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kai eine Nachricht zu schreiben.

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Da muß ich widersprechen, gerade, was das Thema “Schuhe” betrifft. Oftmals verhält es sich so, daß selbst Historiker und Archäologen auf Quellen jüngeren Datums zurückgreifen, um die Lebensumstände älteren Datums zu erläutern. Hier ein Paradebeispiel:
“Obwohl Leder - wie auch Textil - ein wertvolles Ma-terial war, so daß auch andernorts eine Wiederver-wertung zu beobachten ist, fällt dies unter den Altenberger Lederfunden besonders ins Auge. [-] Den hohen Verbrauch an Schuhen be-legen ferner schriftliche Quellen, die - obwohl jüngeren Datums - eine ungefähere Vorstellung vom Verbrauch an Schuhen vermitteltn. Beispielweise hat ein Knecht ne-ben seinem Lohn oft pro Jahr noch drei bis acht Paar Schuhe erhalten. 565 Ein französisches Inventar von 1396 zählt 131 Paar Schuhe auf566 und es wird von einem Haushalt berichtet, der insgesamt von Oktober 1410 bis zum April des darauffolgenden Jahres 103 Paar Schuhe verbrauchte.567 Damit ist der starke Verschleiß belegt, wobei die Werkstatt auf dem Altenberg nicht nur dem quantitativen, sondern auch dem qualitativen Anspruch gerecht zu werden hatte.
565 Schweizer Rechenschafsbericht: JßVERT, Skor (1937) 56 Anm. 28.
566 Ebd.
567 SCHNACK, Konstanz (1994) 9.”
DAHM/ LOBBEDEY/ WEISGERBER: “Der Altenberg - Bergwerk und Siedlung aus dem 13. Jahrhundert im Siegerland. Band 2: Die Funde.”; 1998, S. 151
Gruß,
Kai
(Vasallen Christi e.V.)

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Eintrag #18 vom 02. Jan. 2007 15:22 Uhr Kai (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kai eine Nachricht zu schreiben.

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Uuups, Fehlerteufel: ungefähere = ungefähre, vermitteltn = vermitteln, Beispielweise = Beispielsweise, Rechenschafsbericht = Rechenschaftsbericht
Jaja, wer korrekt lesen und schreiben kann, ist klar im Vorteil. Wer weitere Fehler findet, darf sie behalten.
Kai
(Vasallen Christi e.V.)

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Eintrag #19 vom 02. Jan. 2007 16:27 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Aber der Unterschied, ob man innerhalb einer Epoche “Mittelalter” Quellen aus einem späteren Jahrhundert zur Unterstützung einer durch andere Quellen entstandenen These nutzt, oder ob man durch Begebenheiten aus einer komplett anderen Epoche eine These aufstellt, sollte offensichtlich sein, oder ?
Gruß, Ivain

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Eintrag #20 vom 02. Jan. 2007 19:12 Uhr Kai (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kai eine Nachricht zu schreiben.

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Ein klares Jaein.
Die Umstände sind ausschlaggebend; also inwiefern sich eine Gesellschaftsform konservieren kann, resp. wieviel Neuerungen auf sie einwirken, und/ oder diese notwendig sind/ werden. Isolierte Gruppen können heute immer noch leben, wie in der Prähistorie, wenn die Rahmenbedingungen dies zulassen.
Erschwerend kommt oft noch der Hang zum Konservatismus hinzu, die prinzipiell skeptische, oder ablehnende Haltung gegenüber Neuem.
Wir können davon ausgehen, daß “Traditionen” (in diesem Sinn als “Gewohnheit” zu verstehen), egal welcher Art, sich über Jahrhunderte erhalten. Nur unter diesem Aspekt ist es möglich, das angeführte Beispiel von 1410 mit einer Situation Mitte des 13. Jahrhunderts zu vergleichen.
Beenden wir diese Debatte besser, wir schweifen vom eigentlichen Thema ab.
Gruß,
Kai
(Vasallen Christi e.V.)

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Eintrag #21 vom 03. Jan. 2007 08:53 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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In solch allgemeiner Form hast du natürlich recht.
Bezogen auf das konkrete Beispiel ist dies aber meines Erachtens nicht anwendbar, die Argumente dafür, warum man das Mittelalter und das 20.Jhd zur Zeit des 2.Weltkriegs nicht für Vergleiche heranziehen kann, wurden genannt.
Insofern geht die Metadiskussion am Thema vorbei, ja.
Ansonsten sind wir irgendwann wieder, mit Berufung auf deine Aussagen, bei der Herleitung “Mein Opa hat nach dem Krieg Knaster geraucht, den gabs im Mittelalter, also rauche ich in der Darstellung, solange es nach Knaster aussieht”
Und daß uns das nicht weiterbringt, ist klar, denke ich.
Gruß, Ivain

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Eintrag #22 vom 03. Jan. 2007 16:59 Uhr Kai (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kai eine Nachricht zu schreiben.

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Da scheint ein Mißverständnis vorzuliegen. Ich wollte auf keinen Fall die Aussage stützen, Quellen des 20. Jahrhunderts als Belege für´s 15. heranzuziehen.
Meine Kritik ging in Richtung der Behauptung Wolfgang Ritters, der es _generell_ für verfälschend hält, wenn man sich der Vergleichsmethode bedient, was seines Erachtens bereits der Fall ist, wenn man aus Lebensverhältnissen des 15. Jahrhunderts Rückschlüsse auf die des 13. Jahrhunderts zöge.
Das dürfte, anhand des angeführten Beispiels, welches exakt die Zeiträume abdeckt, widerlegt sein.
Gruß,
Kai
(Vasallen Christi e.V.)

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Eintrag #23 vom 03. Jan. 2007 18:43 Uhr Wolfgang Ritter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Ritter eine Nachricht zu schreiben.

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Naja, ist es eigentlich nicht, denn die von Dir zitierte Quelle weist zum einen selbst auf das “jüngere Datum” hin und spricht von “ungefährer Vorstellung”.
Das ist etwas komplett anderes als die Behauptung einer mehrheitlichen Barfüssigkeit im 15 Jhdt., weil in den 1940ern eine Bäuerin nur EIN Paar Schuhe NUR für Sonntag und den Winter hatte.
Und der Verweis im Hinblick auf einen Teilaspekt ändert nichts daran, dass auf solche Verweise und daran anschließende Rückschlüsse per se wohl hauptsächlich mangels passender Quelle für die eigentlich bearbeitete Zeit zurückgegriffen wird.
Obwohl mir durchaus die Ironie bewusst ist, dass hier der Verweis auf eine jüngere Quelle mit dem Hinweis auf den “hohen Verschleiss” doch wohl gegen die Annahme spricht, dass nur Wohlhabende Schuhe getragen hätten…..
Wolfgang Ritter

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