Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Schuhwerk beim einfachen Volk

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Eintrag #6 vom 03. Feb. 2003 10:58 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Monika,
ist das jetzt eine bloße Spekulation oder eine durch Belege gesicherte Erkenntnis von Dir ?
Wir hatten die Holzschuhdiskussion schon, und “mit Sicherheit” war der Holzschuh keine Alternative. Soweit ich mich erinnere, wurden zwar Belege gefunden, die waren aber so rar, dass sie keine Verallgemeinerung zuließen.
Die Verheizungstheorie überzeugt mich überdies nicht, denn es gibt zahlreiche Funde hölzerner Gebrauchsgegenstände, die man auch hätte verheizen können, so dass es bei einer verbreiteten Verwendung von Holzschuhen im (z.B. Hoch-) Mittelalter auch mehr Funde geben müsste.
Oder ?
Gruß,
Ulli

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Eintrag #5 vom 03. Feb. 2003 10:56 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Holzschuh nein danke...

Das Thema wird im Holzschuhthread ([Taverne, Thread: Holzschuhe]) schon ziemlich intensiv behandelt.
Und “Wurden verheitzt, deshalb wird man keine Belege finden” sind schlicht und einfach sinnlose Plattheiten, die nichts bringen.
Wenn es garkeine Belege gibt, gehört es nicht in die Darstellung. Basta.
Gruß, Ivain

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Eintrag #4 vom 03. Feb. 2003 10:16 Uhr Monika Weber   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Eine weitere Alternative

dürfte mit Sicherheit der Holzschug gewesen sein. Das Rohmaterial war überall verfügbar und billig.
Wenn die Schuhe verschlissen waren, wurden sie ganz einfach verheizt, deshalb wird man wenig Belege dafür finden.
Schöne Grüße
Hjoerdis_von_Odroerir

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Eintrag #3 vom 03. Feb. 2003 09:46 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Alternativen...

Es muß nicht immer der Lederschuh sein…
Schön zu sehen bei Abbildungen von Steinbrüchen oder Baustellen sind die Fußwickel.
Stoffstreifen ähnlich wie ein Verband mehrfach um den Fuß gewickelt, bis ein dicker Stoffstiefel entsteht.
Wurde meiner Ansicht nach wohl aus Resten gemacht, war ergo recht günstig.
Angenehmer Nebeneffekt, evtl sogar das Ziel:
Die dicken Stofflagen um den Fuß dürften einen gewissen Schutz gegen herabfallende Steine geboten haben.
Ob sowas auch im sonstigen Alltag getragen wurde kann ich nicht sagen, bislang sind mir nur Abbildungen von Steinbrüchen und Baustellen (vielleicht grade wegen dem Schutzwert) bekannt.
Allerdings stelle ich mir sowas plausibel als Ergänzung im Winter vor.
Gruß, Ivain

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Eintrag #2 vom 02. Feb. 2003 10:45 Uhr Claus Winhard   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Schuhe beim "einfachen" Volk

Hallo David,
die Quellenlage zur Verwendung von Schuhen beim “einfachen” Volk, also den niederen Ständen ist in der Tat nicht berauschend. Allerdings finden sich z.B. in der Kreuzfahrerbibel Abbildungen von Bauern, die nur mit der langen Bruche und Stiefeln bekleidet sind.
Die Schuhfunde aus London (in “Shoes and Pattens” beschrieben) zeigen schon aufgrund der Macharten deutliche Qualitätsunterschiede.
Nach Francis Grew, Autor des o.g. Buches, scheinen Schuhe allgemein in allen Bevölkerungsschichten üblich gewesen zu sein.
Lediglich bei der Feldarbeit wird man wohl eher barfuß unterwegs gewesen sein (auch hier eine Abbildung in der KfB), für den Schlamm der Straßen gab es Trippen, hölzerne Unterschuhe.
Gerade die auf das späte 13. Jh. datierten London-Funde lassen darauf schließen, daß durch eine bessere Lederversorgung durch den damals entstandenen Londoner Rindermarkt die Verfügbarkeit von Schuhen besser wurde.
Gefertigt waren sowohl einfache als auch hochwertige Schuhe ausschließlich in Wendetechnik (s. www.mittelalterschuhe.de), lediglich die Lederqualität und Stärke waren unterschiedlich und einfache Schuhe waren i.d.R. nicht verziert.
Die Abnutzungsspuren der London-Funde wie auch die der Funde von Haithabu (allerdings früher datiert) lassen schließen, daß bei den niederen Ständen eher der Halbstiefel als der Halbschuh verbreitet war, vielleicht wegen der größeren Haltbarkeit.
Ich werde demnächst die London-Funde besichtigen können und auch Francis Grew trefen, dann möchte ich das Thema gerne nochmal mit einem Experten diskutieren.
Bis dahin hoffe ich, daß ich ein wenig helfen konnte.
Liebe Grüße,
Claus
Claudius Pantaleon de Troyers

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Eintrag #1 vom 01. Feb. 2003 12:35 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schuhe bei Mägden und Knechten?

Hallo zusammen!
Innerhalb unserer Gruppe findet derzeit eine hitzige Debatte zum Thema Schuhwerk bei einfachen Leuten statt. Nach Quellenrecherche einiger Mitglieder gehen unsere Meinungen stark auseinander. Das liegt zum einen an den sehr rar gesäten Beiträgen und ßberkommenem zur einfachen Bevölkerung, und zum anderen daran das selbst die wenigen Quellen sich widersprechen. Wer kann mir also helfen folgende Fragen zu klären:
trugen Mägde und Knechte im späten 13. Jhd. regelmäßig Schuhe, oder sind es Ausnahmen?
Wo finde ich Quellen, Belege, etc.?
Wie waren, wenn welche getragen wurden, die Schuhe beschaffen?
Ist es überhaupt für solche Leute bezahlbar und praktikabel ( Arbeit in nassem Schlamm und auf dem Feld, Stall, etc.) Schuhe zu tragen?
Ich freue mich auf eure Einträge,
David
david seidlitz, aventiure e.v.

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