Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Schwert-/Dolchangel vernieten...

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Eintrag #4 vom 19. Nov. 2008 10:24 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Glühen

Hm,
im Augenblick würfeln wir einige Begriffe fröhlich durcheinander ;o)
Ansich ist für die Angel wohl zunächst das Weichglühen nach dem Schmieden das wichtigste.
Dabei kühlt die Klinge ganz langsam in der Esse aus. Wenn du nur mit einem Brenner das Ende warm machst, hälst du an sich die Temperatur nicht lang genug und das Material kühlt auch zu schnell ab. Aber einen gewissen Teil Spannungen und Materialverdichtungen holst du schon raus.
Ließ dir mal zu diesem Thema und zu genaueren Definitionen zu den einzelnen Wärmebehandlungsschritten einen Thread aus dem Messerforum durch:
www.messerforum.net/showthread.php?t=26645
Gruß,
Timm

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Eintrag #3 vom 19. Nov. 2008 08:06 Uhr Torsten Titel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Torsten Titel eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Danke, Timm!

Das klingt logisch. Was für ein Stahl das ist, kann ich nicht sagen, da ich die Klinge bei einem tschechischen Schmied gordert habe. Ich denke mal, es wird ein C45 sein.
Bekommt man das Weichglühen denn mit einer Lötlampe hin?
Gruß,
Torsten

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Eintrag #2 vom 17. Nov. 2008 16:45 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Vernieten

Moin Thorsten,
das hängt arg vom Material ab. Was für einen Stahl hast du denn in der Angel verbaut (bzw. im ganzen Teil, je nachdem wie die Klinge aufgebaut ist)?
Ich verniete die meisten Griffe kalt, dass heisst, ich glühe die Angel zunächst so weit wie möglich spannungsarm, lasse sie abkühlen, setze das Gehilze auf und verniete dann.
Ich spanne die Klinge dabei mit Lederzwischenlagen in den Schraubstock (setzt natürlich einen vernünftigen Schraubstock voraus). Warm vernieten klappt wie du es beschrieben hast selten, weil die Spitze zu schnell abkühlt oder man sich das Gehilze versaut.
Wichtig ist bei dem ganzen Spass die richtige und präzise Vorbereitung, die richtige Nietlänge (die meisten Anfänger lassen den Niet zu lang) und eine präzise Hammerführung.
Gruß,
Timm

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Eintrag #1 vom 17. Nov. 2008 13:27 Uhr Torsten Titel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Torsten Titel eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ... ohne die Teile des Gehilzes zu beschädigen

Hallo,
Ich wende mich hier an die Waffenschmiede unter Euch.
Wie vernietet man genau die Angel eines Dolches oder eines Schwerts?
Ich habe kürzlich ein Gehilz für einen Scheibendolch gemacht und wollte die Angel nun über dem Knauf vernieten.
Dafür habe ich die Klinge mit der Angel nach oben in einen Schraubstock gespannt, die Spitze der Angel mit einer Lötlampe auf Rotglut gebracht, Parier, Griffstück (aus Knochen) und Knauf aufgesteckt und dann versucht das Ende der Angel über dem Knauf “platt zu klopfen”. Erstmal ist mir dabei die Klinge nach unten abgerutscht, egal wie fest ich den Schraubstock zugedreht habe und dann war nach Auffädeln der Gehilzteile das Ende schon wieder zu kalt und hat sich kein Stück verformt. Wo liegt der Fehler?
Wenn ich die ganze Angel erhitze, geht mir der Griff flöten (der Knochengriff hat sich nur durch das ßberstecken über die heiße Spitze bereits etwas verfärbt).
Vielleicht kann mir jemand, der sich damit auskennt (alà Gelbe Seiten ;-)), da ne Anleitung geben, wie man das (hoffentlich auch ohne Esse) hinbekommen kann?
Wär super!
Grüße,
Torsten

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