Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Schwertbau

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Eintrag #1 vom 04. Jul. 2002 14:31 Uhr Thomas Burger   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Schwert selbst bauen

Hallo Leute,
in Anbetracht dessen, dass viele Hersteller ihre angebotenen Schwerter gar nicht schmieden sondern geeignete Stähle einfach nur schleifen und härten, sollte es doch mit dem geeignetem Werkzeug wie Schleifgeräte, Fräsen, Schweißgerät etc. doch möglich sein ein Schwert selbst zu bauen.
Hat das schon mal jemand versucht ?
Grüße,
Tom

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Eintrag #2 vom 04. Jul. 2002 15:36 Uhr Martin H   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Splitterwirkung

Salve!
Ich selbst habe es noch nicht versucht, habe mich aber mit ein paar Leuten, die es sogar teilweise erfolgreich versucht haben, unterhalten.
Daher würde ich persönlich die Geschichte mit Schleifen, Fräsen, Knauf aufsetzen an Deiner Stelle lassen, da das Schwert dann im richtigen Einsatz eine ßberlebenswahrscheinlichkeit von drei Monaten hat und bei seinem Gang über den Jordan zudem noch Personen durch seine durch die Luft wirbelnden Einzelteile gefährdet…. :-(
Ich hake nochmal bei einem Freund nach, der schon zwei passable Schwerter hingekriegt hat und meld mich nochmal.
Gruß und…
Semper laetus sanusque! Wolf von Miroldes

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Eintrag #3 vom 05. Jul. 2002 00:10 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kollateralschäden...

Moin!
Auch wenn es vieleicht einen pittoresken Effekt hat, das Schweissgerät zur Reparatur gleich in den Auftritt mit einzubeziehen- Ich rate vom Versuch ohne geeignete metallurgische Kenntnisse und Ausrüstung ab. Das Schaukampfwaffenschmieden überlasse ich nach einigen interessant zerfallenden Versuchen mit wechselnden Halbwertszeiten den Leuten die es können.
gruß, uli

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Eintrag #4 vom 05. Jul. 2002 07:59 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht viel teurer als fertig kaufen

Schon die Anschaffung der benötigten Maschinen ist so teuer, daß Du Dir dafür locker etliche gute Klingen einfach kaufen kannst.
Aber falls doch: Hier ist nachzulesen, was einige Schmiede für Material verwenden. Zumindest auf diese Erfahrung solltest Du zwingend zurückgreifen. Beim Schleifen oder Flexen darf Dir das ganze nicht zu heiß werden, um mal einen Punkt zu nennen. Tja und dann mußt Du “nur noch” eine brauchbare Härterei finden, die Dich nicht gleich wieder lachend nach Hause schickt, was wohl der schwierigste Punkt sein dürfte.
Viel Spaß :-)
Joachim

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Eintrag #5 vom 07. Jul. 2002 13:06 Uhr Urs Noetzelmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Urs Noetzelmann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ....es ist immer wieder schön....

“…du sach ma’ wima sonn Schweat macht…. I will mia nämmlich ains baun!”
Ihr glaubt gar nicht wie oft ich diese Frage gemailt bekomme, nur weil ich die Homepage der Traumschmiede programmiert habe, und daher meine Emailadresse irgendwo auf der Page steht (was schon einigermassen auf die Kapazitäten der Fragesteller rückschliessen lässt).
Hier jetzt ein für alle mal: Ein Schwert ist ein recht kompliziertes Werkstück, das aus historischer Sicht ca. 5 verschiedene Handwerker für seine fertigstellen benötigt (Grobschmied, Klingenschmied, Gießer, Schwertfeger, Härter….). Um es auf ein anderes Handwerk zu beziehen: Ein guter solider Vollholzschreibtisch bedarf auch nur ein wenig Leim und Arbeit, allerdings ist es ein himmelweiter Unterschied einerseits eine Leimholzplatte auf vier Beine zu spaxen, oder nach allen Regeln der Kunst Schubladen, Türen und weitere Dinge mit nem ordentlichen Schwalbenschwanz zu verbinden…. klar? Versucht euch gerne daran, manch einer hat es schon geschaft, aber in über 90% der Fälle ist der Ausgang höchst fraglich, was letztlich auch aus Sicherheitsgründen überlegt werden sollte.
Euer Hlorridi

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Eintrag #6 vom 07. Jul. 2002 19:50 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Selbsgemacht

Hallo Ihr, Hallo Urs!
Naja, das ist schon richtig:
Die Sache mit dem Selbstbau ist nicht einfach.
Dennoch:
Irgendwann einmal habe ich (jawoll, ich) mir gesagt:
“Mein” Schwert gibt es nicht zu kaufen, also mache ich es selbst…
Das Ergebnis kennt ihr ja. Ich bin Waffenschmied geworden.
Ich finde, jeder, der Handwerkliches Geschick und Verständnis mitbringt UND, ganz wichtig, halbwegs nach Anleitung arbeitet, sollte sich ruhig mal daran versuchen. Ihr müßt ja nicht gleich zum “Ausprobieren” vor Publikum treten.
Es ist aber in der Tat so, das jeder, der zwei linke Hände oder noch nie einen Hammer in der Hand hatte, besser die selbige davon lassen sollte.
Leuten mit handwerklicher Ausbildung traue ich aber schon zu, etwas brauchbares hinzukriegen.
Ich verstehe gut, das die “Alten Hasen” hier lieber zu Abstand raten: Die Sicherheit auf den Veranstaltungen lässt ohnehin nach wie vor zu wünschen übrig.
Man sollte aber die wirklich interessierten nicht von Vornherein abschrecken.
Neulinge sollten aber generell, wie gesagt, erst einmal “Markterfahrung” ganz allgemein sammeln.
Denn: Wie soll man ein Schwert herstellen können, wenn man noch nicht weiß, wie ein Schwert überhaupt aussieht?
Euer Traumschmied

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Eintrag #7 vom 08. Jul. 2002 08:34 Uhr Markus Single  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Markus Single eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Auch schon probiert

Gott zum Gruße,
wir haben es auch schon versucht. Und ich denke das Ergebnis kann sich sehen lassen. 5 Klingen wurden gemacht. Wir hatten eigetnlich die größten Probleme den gewünschten Stahl zu bekommen. Verwendet haben wir Federstahl. Das Härten war auch kein Problem, und da die in einer kleinen Härterei in einer Sondermaschinenfabrik gehärtet wurden, kann ich mir nicht vorstellen, dass eine ausgewiesene Härterei mit sowas Probleme hat. Wir hatten den Vorteil, über Beziehungen an eine Wasserstrahlschneidemaschine zu kommen. Mit dem Ding wurden dann die Schwertklingen aus dem Material getrennt. Nachher abgeschliffen und poliert, die Blutrinne wurde reingefräst und zum Schluss gehärtet. Ein größeres Problem war die Parierstange so zu befestigen, das sie nicht nach einmal fechten sich lockert. Haben wir aber auch sehr gut hinbekommen. Es sind zwar (noch)keine Schönheiten, aber mit 52HRC und einer guten Elastizität kommt wenigsten die Sicherheit nicht zu kurz. Die Schwerter sind jetzt im Gebrauch und wir hatten noch keine Schwierigkeiten.
Arno, könnt ja mal dem Jochen eine Klinge mit nach Tü geben, zum Anschauen und Beurteilen.
Fazit: Wie schon unten erwähnt, wenn jemand die Möglichkeiten hat, Maschinen zu nutzen, würde ich es in jedem Fall mal versuchen. (Kosten pro Klinge:unter 100.-)
MfG
Markus Single
Die Reisecen e.V.

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Eintrag #8 vom 08. Jul. 2002 14:31 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Härtereien...

Hallo nochmal
Jau, Markus, mach das mal, würde mich schon interessieren.
Das Problem bei den Härtereien ist sehr vielschichtig.
Der Hauptgrund aber, weshalb es in ganz Deutschland (ich suche permanent seit etwa 5 jahren!) lediglich etwa 1 bis 2 “Schwerttaugliche” Härtereien gibt, ist die Ofengröße!
Federstahl (und die meisten anderen Schwertklingenstähle) lassen sich optimal eigentlich nur im sogenannten Salzbadofen härten.
Da aber heutezutage so große, gehärtete Werkstücke nicht mehr gebraucht werden (ist wirklich so, ich hab´s auch fast nicht glauben können) und das Verfahren recht Umweltbelastend ist, hat schlicht keine Härterei mehr solche ßfen.
Noch´n Problem:
Der Verzug.
Die Klingen können sich nämlich beim Abschrecken gewaltig verbiegen (Bananeneffekt).
Man muß also nach dem Härten richten. Es gibt nicht viele Härtereien, die das noch können (siehe oben: wird nicht mehr gebraucht)…
Deshalb werden heute auch große, harte Teile vor der Bearbeitung in anderen ßfen (Vakuum o.ä., für Federstahl ungeeignet) gehärtet, wobei auch ganz andere, klingenuntaugliche Materialien Verwendung finden.
Erst DANACH wird maschinell geschliffen und so der Verzug ausgeglichen.
Klingt aufwendig. Ist es auch. Aber dank des Fortschrittes und dem Einsatz moderner Maschinen und Werkstoffe ist es letztlich billiger, als jemand, der als Angestellter die Richtarbeit übernimmt…
Also:
Es gibt tatsächlich nur ganz, ganz wenige “Schwertklingenhärtereien” in Deutschland.
Euer Traumschmied

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Eintrag #9 vom 09. Jul. 2002 07:58 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht genau

Das deckt sich mit meinen Erkenntnissen. Und selbst bei diesen Härterein kann es mal vorkommen, daß die Ausschuß produzieren. Und für einen einzigen Rohling werfen die ihren Ofen auch nicht an.
Joachim

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Eintrag #10 vom 17. Jul. 2002 23:50 Uhr Peter Pfeiffer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Pfeiffer eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Selbstbau von Schwert usw.

Hallo Tom, da ist wirklich nicht das große Problem. Ich habe mir von einem Spezialbetrieb aus 5 mm Werkzeugstahl die Klingenform, Knauf und Parierstange “auslasern” lassen. Habe denen einfach eine 1:1 CAD-Datei geschickt, die der Laser wie aus Butter aus dem Stahl geschnitten hat (machen übrigens die sog. “Profi-Schmiede” auch)
Der Preis für drei komplette Schwerter in der Länge um 120 cm war ca. 80 EUR. Anschließend bearbeitet man die Teile grob mit einem Winkelschleifer (oder läßt sie sich, wenn man jemand kennt, fräsen), schweißt sie zusammen und schleift das ganze mit einem Bandschleifer und Feile in die entsprechende, feine Form. Das Ganze erfordert einige Fertigkeit und Geduld, aber es macht auch Spaß. Griff und Knauf dran (angeschweißte M 8 Schraube und Gewinde in Knauf schneiden). Fertig. Sieht echt gut aus. Auf diese Weise habe ich Helebarden, Panzerstecher und andere Waffen hergestellt, die einen Bruchteil dessen gekostet haben, was ein “Schmied” verlangt. Der Unterschied ist, daß bei entsprechender Fertigkeit die Qualität der Teile weit über dem liegt, was man im Durchschnitt zu kaufen bekommt.Für ein gutes Schwert braucht man 2-3 Samstage.
Gruß Johannes Sebastian / Ad Infinitum

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Eintrag #11 vom 18. Jul. 2002 08:46 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Werkzeugstahl?

Tschuldigung, ich bin ja nicht so der WS-Experte, aber ist “Werkzeugstahl” für eine “Schaukampfwaffe” nicht zu unflexibel. Ich hätte da aus dem Bauch heraus mit erhöhter Bruch- und Splittergefahr gerechnet.
Joachim

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Eintrag #12 vom 20. Jul. 2002 12:53 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wekzeugstahl

Hallo Joachim
Also, bei “Werkzeugstahl” gilt im Großen Ganzen dasselbe, wie schon bei Federstahl:
Es ist eine relativ wenigsagende Bezeichnung für ein gutes Dutzend völlig unterschiedlicher Stahlwerkstoffe. Die sich übrigens teilweise schon für Klingen eignen.
Außerdem kommte es mindestens genauso auf die Härtung an, wie auf den verwendeten Stahl, das kann man gar nicht oft genug widerholen!
Es wäre in diesem Zusammenhang sehr zu begrüßen, wenn man sich endlich mal an die ausnahmsweise recht sinnvollen Normbezeichnungen halten würde.
Das “Tabellenbuch Metall” ist in diesem Zusammenhang absolute Pflichtlektüre.
Denn:
Wie soll man einen Stahl richtig härten, wenn man gar nicht weiß, um was für einen Stahl es sich hadelt?
Euer Traumschmied

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Eintrag #13 vom 16. Okt. 2002 15:00 Uhr Sebastian Böttger   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Ich möchte ein Schwert kaufen! Habe aber keine Ahnung was für eins.

Hallo erstmal!
Kurz zu meiner Person: Ich bin weder Live-Rollenspieler, noch Schmied oder sonstwie in der Szene, oder wie man das nennen mag, engagiert.
Ich wollte mir eigentlich letzte Woche ein gebrauchtes Motorrad kaufen, das war allerdings nicht gut, daher habe ich jetzt Geld übrig.
Jetzt endlich zum Thema:
Schon seit längerem trage ich mich mit dem Gedanken ein Schwert schmieden zu lassen, und habe angefangen mich zu dem Thema etwas umzuhören. Dabei ist mir aufgefallen, das es offensichtlich viele Arten von Stahl gibt, und ebensoviele Schmiedetechniken.
Das einzige was ich bisher weiß: Damaszenerstahl scheint hübsch auszusehen, und muß dazu aufwendig poliert werden. Raffinierter Stahl ist teuer, über das Aussehen habe ich noch nichts gefunden, aber hochwertig.
Daher ein paar Fragen von mir:
-Woraus macht man am besten ein Schwert? Und wie?
-Kann Raffinierter Stahl aussehen wie Damaszenerstahl?
-Ist “geflämmt” ein anderer Ausdruck für damasziert(oder wie man das nennt)? Ich habe das bei einem Mittelaltermarkt bei Ronneburg gehört, es soll gut aussehen und die Klinge biegsamer und die Schneide härter machen, daher meine Vermutung..
Das wärs fürs erste.
Ich weiß, manche denken jetzt “Oh Gott, ignoranter Pöbel mit zuviel Geld in der Tasche..”- letzteres stimmt leider nicht. Ich möchte nur einfach gerne ein Schwert haben, weil es hübsch aussieht und halt doch etwas bedeutet. Es sollte ein scharfes Schwert sein, denn ich kaufe auch kein Motorrad das keinen Motor hat. Und es sollte von richtig guter Qualität sein, denn sonst hätte ich mir eigangs erwähntes Mopped auch kaufen können.
Sebastian Böttger

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Eintrag #14 vom 16. Okt. 2002 18:48 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Damast.....

Hallo Sebastian
Deine Fragen sind durchweg berechtigt.
einige Antworten findest Du (sorry, ist sicher etwas verwirrend) im Thread “Damaszierter Stahl”.
Das Thema ist SEHR vielschichtig. Es lohnt sich, den genannten Thread dazu ganz durchzulesen. Zumindest hoffe ich das, sonst wär´ die ganze, schöne Arbeit damit umsonst gewesen ;-)
Kurz kann ich aber zusammenfassend folgendes sagen:
- Damast ist schön, aber nur sehr selten WIRKLICH gut. Für Schneiden isser eigentlich nicht gut geeignet. Historisch deshalb auch fast ausschließlich im Kernbereich eigesetzt worden.
- Raffinierstahl wäre, wenn er denn in guter Qualität zu haben wäre (was er nicht ist), zu teuer.
Moderne Stähle wären auch mit Deinem Anspruch vermutlich noch o.k., wenn richtig verarbeitet.
Das in aller Kürze.
Weitere Diskussionen dazu bitte möglichst in den passenden Threads.
(Hallo Admin: vielleicht sollte man Sebastians Frage nochmal verschieben…siehe oben).
Raffinierstahl KANN sogar noch doller assehen, als Damast…Ist aber auch Geschmacksache.
Und auch Geschmack hat mit Erfahrung zu tun…
Euer Traumschmied

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Eintrag #15 vom 18. Okt. 2002 14:53 Uhr fichtner dominik   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht schwerter

hi peter, hab mir deine bauanleitung durchgelesen. es ist wirklich schwierig gute schaukampfwaffen zu bekommen. ich glaube aber nicht das deine waffen zum schaukampf taugen. wir haben schon diverse schwerter aus der tschechischen republik gehabt, die laser geschnitten wurden. wenn die schwerter nicht wärmebehandelt werden verbiegen sie sich nach kurzer zeit. außerdem wirst du weitere probleme bekommen wenn du die schrauben schweißt. bei stahl (eisen und kohlenstoff) wirst du in den meisten fällen eine punktuelle aushärtung erzielen. mir persönlich ist bereits im kampf ein schwert gebrochen. die besten schwerter sind die handgeschmiedeten.
fragen an
schaukampfgruppe
ursi_pugnantes@yahoo.de

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Eintrag #16 vom 18. Okt. 2002 15:23 Uhr Sebastian Böttger   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Raffinierstahl und Damast

Hallo Arno!
Danke für den Tip..
Ich habe mir den Thread durchgelesen.
Ich hätte ja eigentlich erwartet das moderne Stähle um einiges hochwertiger sind als die, die damals hergestellt werden konnten.. Ich bin ehrlich überrascht.
Die Frage bleibt dann- sehen Waffen aus heutigen Stählen (ich weiß nicht genau was dann verwendet wird- Werkzeugstahl?) auch gut aus? Was genau meintest du mit “Raffinierstahl KANN sogar noch doller assehen, als Damast…” - gilt das auch dafür? Und vor allem (da ich mich nicht auskenne): gibt es irgendwo Bilder zum Vergleich?
Wieso gibt es heute keinen Raffinierstahl mehr?
Besten Dank- Sebastian

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Eintrag #17 vom 18. Okt. 2002 17:51 Uhr Kai Nehm   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Vergleich - Katanas

Nur mal so am Rande,
Kantanas wurden ja wie Damaszener-Stahl auch gefaltet.
Ist das bei “normalen” Schwertern nicht der Fall gewesen?
immerhin wird ja behauptet, dass die Katanas gerade durch die Faltung die Härte erhalten haben.
Oder sind gefaltete Klingen heute einfach nur zu teuer?

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Eintrag #18 vom 18. Okt. 2002 18:56 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Weiteres zum Thema Damast

Hallo Ihr
@Sebastian:
Wie “Toll” nun eine Klinge endgültig aussieht, ist natürlich auch Geschmackssache!
Wenn Du dir aber gerne mal anschauen möchtest, was ich meine, dann schau mal in das oft erwähnte Buch “Japanische Schwertschmiedekunst”, da hat´s nette Bilder drin.
Vielleicht funktioniert auch folgender Link:
www.slobodian-swords.com (oder so ähnlich. Homepage eines Schmiedes in USA, der jap. Schwerter herstellt)
Es gibt heute kaum noch Raffinierstahl, weil dessen Herstellungsverfahren tatsächlich über die Industrialisierung verloren gegengen sind.
Es ist außerdem SEHR aufwendig, diesen herzustellen und deshalb entsprechend teuer. Das kann sich nicht jeder leisten und dementsprechend wenig wird auch hergestellt - Von Leuten, die es auch erst wieder erlernen müssen!
@Kai
Dazu müßtest Du ebenfalls mal den Thread “Damaszierter Stahl” durchlesen, da sind die Unterschiede grob beschrieben.
Und - Ja, Klingen aus Raffinierstahl sind “zu teuer”, waren das aber wohl schon immer.
Eine kleine Anekdote dazu:
Es ist den Schmieden in Japan per Gesetz nicht erlaubt, mehr als zwei Schwertklingen pro Monat herzustellen.
Als Grund dafür wird ein alter, heute als “Saugut” angesehener Schmied angeführt, der soviel Zeit dazu brauchte, z.B. seine Schmiedekohle per Schere auf die richtige Körnung zu bringen, das er nicht mehr schaffte…
(o.g. Buch über Yoshindo Yoshiharas Schmiedekunst)
Viele jap. Schmiede ernähren sich rein Vegetarisch, leben zölibatär und haben so Ihre Rituale.
Das mag fast schon esoterisch anmuten, ist aber, aus der Sicht des Schmiedes, gut zu verstehen:
Wenn man WIRKLICH sauber und gut arbeiten will, braucht das halt seine Zeit, Körperliche Fitness (Schmieden ist anstrengend!!!) und geistige Ausdauer (Fehler sind kaum zu korrigieren = ßußerste Konzentration bei der Arbeit ist gefragt)
Ich hab´s als unbedarfter mal ausprobiert:
zum Raffinieren einer Stahlmenge, die für etwa 1/3 Klinge ausreicht (Schneidleiste), habe ich ca. 70 Stunden und etwa 200 KG Holzkohle benötigt…
Das geht auch schneller (nach 2 Wochen müßte ja “schon” die Klinge fertig sein, und nicht nur ein Teil des Materials), aber insgesamt (siehe Klammer) braucht man diese Zeit schon mindestens.
Euer Traumschmied

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Eintrag #19 vom 18. Okt. 2002 19:17 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Link

Hallo Nochmal
Ich hab´ den Link nochmal nachgeschlagen:
www.slobodianswords.com
Inzwischen macht der auch interessante Sachen zum Thema Fantasy.
Natürlich nicht alles Raffinierstahl! Da muß man bei den jap. sachen gucken.
Zur Qualität kann ich absolut nichts sagen, die Stücke sehen aber durchweg gut aus (handwerklich betrachtet) und die Materialien sind immer beschrieben.
Auch Designtechnisch für einen Waffenschmied und Messermacher ausnahmsweise mal nicht “ganz schlecht” wenn mir dieses Urteil erlaubt ist.
Wirklich historisch korrekt arbeitet er aber nicht. (auch nicht bei den jap. Sachen)
…Linkbewertung Ende…
Euer Traumschmied

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Eintrag #20 vom 05. Nov. 2002 22:23 Uhr Tobias Raab  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tobias Raab eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht wie nun genau

auch ich spiele mit dem gedanken mir ein schwert
zu bauen, sprich aus bandstahl zu feilen und zu flexen
mein technisch größtes problem besteht bei der parierstange, wie kann ich die am besten anbringen
wie wurde das früher im MA gemacht(klinge und parierstange zusammen zu härten kommt mir etwas komisch vor)hat da jemand ahnung
nun mal zum stahl
an den traumschmied: was verwendest du für welchen

                   (oder ist das ein geheimniss)

nach meinen nachforschungen müßte sich
1.5026, 55Si7 ganz gut eignen
1.7103 wird auch oft genommen (ca. 48 HRC)
1.5026, 55Si7 kommt bei den maßen
4×4,5 ca 10-15 Euro pro meter( ist das zu viel?)
also dann ( entschuldigung für das durcheinander)
Tobias

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Eintrag #21 vom 06. Nov. 2002 10:02 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht @ Tobias

Hallo Ihr
Parierstange:
Das macht man heute am besten genauso, wie “früher”:
Man arbeitet mit Bohrer und Feile ein Langloch von den Abmessungen der Angel in das Stück Flachstahl, aus dem die Parierstange werden soll.
Optimalerweise macht man das mit einer Fräsmaschine oder einem entsprechendem Werkzeug beim Schmieden. Dann kann man noch einen Teil der Klinge mit in der Parierstange versenken, so das die Klingenschulter in der Parierstange liegt und der Schwächste Punkt, nämlich der ßbergang von Klinge zu Angel, so von dem Zusätzlichen Material der Parierstange gestützt wird.
Wurde historisch nicht sooo oft, aber auch gemacht (z.B. Alfred Pothmann: Das Zeremonialschwert der essener Domschatzkammer).
Die Befestigung der Griffteile (Parierstange, Griffhülse, Knauf) kann bei Schaukampfschwertern ebenfalls historisch korrekt ausgeführt werden, aber nur bei sehr GENAUEM Arbeiten!
Stahl:
Ich verwende fast ausschließlich 55 Si 7. Früher habe ich auf knackige 55 HRC gehärtet. Bei sehr hartem Einsatz ist das etwas zuviel (kann kleine Ausbrüche geben). Besser für den Anfang sind etwa 50 HRC, was aber natürlich eher zur Schartenbildung neigt.
Deshalb versuche ich, das an den jeweiligen Verwendugszweck anzupassen.
bei relativ “sanften” Anwendungen, z.B. Freischlacht und sorgsamer Schaukampf sind 50 HRC dicke ausreichend und fast ohne Schartenbildung. Wer härter rangeht, benötigt u.U schlicht wuchtigere Klingen (z.B. mit 5 mm), die die Sache aber wieder recht schwer machen…
Meine Philosophie:
Immer so leicht wie möglich und so stabil wie nötig!
Denn mehr Gewicht bedeutet ja auch mehr Energie durch Beschleunigung und damit muß dann auch das Schwert NOCH stabiler sein usw.
Hoffe, das hilft…
Euer Traumschmied

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Eintrag #22 vom 06. Nov. 2002 10:10 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht noch was Vergessen

Hallo nochmal
zum Preis:
10.- bis 15.- EUR für einen Meter 55 Si 7 in Schwerttauglicher Abmessung ist absolut o.k.
Es gibt übrigens auch Stähle, da kostet ein solches Stück knapp 100 EUR. !
Ist aber für den Schaukampf wieder nicht so doll.
Euer Traumschmied

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Eintrag #23 vom 21. Dez. 2002 12:47 Uhr Oliver Fleischmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver Fleischmann eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo zusammen.
Ich habe vor meiner/m Freundin/Vater ein Dolch/Schwert zu fertigen. Kann mir hierzu irgendjemand helfen? Wieviel kostet ein solches Schwert/Dolch an Zeit/Geld? Ein Link zu einer Bauanleitung oder einem Buch wären sehr hilfreich! Vielen Dank
Oliver

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Eintrag #24 vom 21. Dez. 2002 20:44 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Parierstange befestigen!

Hallo zusammen
@Arno
Du hast beschrieben wie man früher die Perierstengen fertigte. Ich habe im Grunde so wie Du es beschrieben hast gearbeitet. Ich habe ein Loch für die Angel gebohrt und die Klinge auch etwas in der Parierstange versenkt. Aber die Parierstange wackelt leicht!!???
Wenn ich eine Neue Parierstange anfertige, kann ich dann nicht gleich so arbeiten, das ich sie etwas kleiner mache und dann aufschrumpfe??? Ist das historisch?? Oder wurde früher so genau gearbeitet das die Parierstange ohne Aufschrumpfen fest saß??????
Oder bezog sich Deine Anleitung darauf das es dann aufgeschrupft wurde????
Grüße und Danke im vorraus
Thomas

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Eintrag #25 vom 22. Dez. 2002 09:52 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Parierstangen befestigen:

Hallo Thomas
Tja, da muß man, wie gesagt, recht genau arbeiten!
Ein “Aufschrumpfen” im eigentlichen Sinne ist bei historischen Waffen unwahrscheinlich und nicht mehr eindeutig belegbar. Es gab aber, wie auch bei den Japanern, die Möglichkeit, mit einem Körner von Oben direkt neben den Durchbruch (neben die Angel) Kräftige Vertiefungen einzuschlagen. Durch die Materialverdrängung wird dann das Loch kleiner und die Parierstange so an die Angel gepreßt. Beim Zeremonialschwert der Essener Domschatzkammer ist diese Methode z.B. belegt. Die Körnerpunkte verschwinden später unter der Griffhülse.
Ist das Loch viel zu groß (das bedeutet ab etwa 1/10tel mm), sollte man die Parierstange, wenn es ihre äußere Form zuläßt, gleich nochmal ein wenig im Schraubstock oder mit satten Hammerschlägen bearbeiten, damit das Loch wieder auf Maß kommt.
Wenn Die Parierstange nur mit sanfter Gewalt auf die Angel passt, sitzt sie richtig!
Ist das auf Grund starker Profilierung oder sonstiger Verzierungen nicht möglich, muß man nochmal von Vorne anfangen…Man darf vor allem nicht erwarten, das eine Stange, die bei der Montage schon wackelt, irgendwann danmit aufhört…
Also:
Die Parierstange gleich mit etwas “Untermaß” fertigen, dann kann nix schief gehen.
Euer Traumschmied

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Eintrag #26 vom 22. Dez. 2002 22:30 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Pariestange und Griff

Hi Arno
Danke für den Tip!! Hätte ich auch selber drauf kommen können, auf die sache mit dem Körner. Ist eine beliebte metode beim Messerheft machen, wenn man mal nicht sauber gearbeited hat.
Das spiel habe ich glücklicherweise nur im hinteren Teil der Perierstange, da kommt dann eh der Griff hinter das mann es nicht sieht.
Was kann ich eingentlich als Griff nehmen?? Wahren die Griffe aufgesteckt oder bestanden sie aus zwei Griffschalen die dann umwickelt wurden???
Und was wird/wurde als Material verwendet??
Grüße
Thomas

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Eintrag #27 vom 23. Dez. 2002 09:19 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Griffe

Hallo Thomas
Die Griffe waren eigentlich immer (zu jeder Zeit in fast jeder Kultur, wobei Ausnahmen natürlich die Regel bestätigen) aus Holz.
Fast immer aus zwei Teilen, die miteinander verleimt waren.
In jedes Teil müßtest Du also die Kontur der Angel genau aufzeichnen und mittels Stemmeisen und Schnitzmesser selbige genau auf halbe Materialstärke der Angel ( bzw. etwa 1/10tel mm tiefer) ausarbeiten. Anschließend direkt um die Angel leimen, wobei das leichte Spiel sich durch den Anpreßdruck der Schraubzwingen ausgleicht. Macht man´s gleich auf Maß, sitzt der Griff zu stramm und bekommt auch zuwenig Druck auf die Leimung.
Anschließend nimmt man den Griff wieder ab und gibt ihm seine endgültige Form abzüglich der Stärke des späteren ßberzugsmateriales.
Wenn das alles geklappt hat und der Griff ebenfalls ohne zu wackeln sitzt, kannst Du eignetlich direkt bewickeln oder umnähen (nach der Montage des Schwertes). In aller Regel hält das. ßbrigens sogar bei Schaukampfwaffen.
Wer ganz sicher gehen möchte, kann vorher noch den gesamten Griff dicht an dicht mit Leinenzwirn bewickeln und mit Leim einstreichen (Hasen- oder Knochenleim, hier auf keinen Fall Ponal o.ä.: Säure!). Das kriegen keine 10 Pferde mehr auseinander.
Holzarten:
Auch hier ein bischen auf den Säuregehalt gucken. Ahorn ist ganz gut, Esche ist zwar sauer, geht aber erfahrungsgemäß, Birne wäre mal einen Versuch wert, Eiche auf keinen Fall!
Alle genannten Hölzer (außer Eiche soweit ich weiß) sind an historischen Waffen nachweisbar.
ich selbst bevorzuge Esche oder Ahorn.
Tricks:
Ich mache den Griff etwas einfacher, indem ich zunächst zwei schmale (etwa 12 mm) Streifen in der Stärke der Angel (+ leichtes ßbermaß) zuschneide und diese zwischen zwei “Deckel” direkt um die Angel leime (erst einen “Deckel” mit den Hölzern, kurz antrocknen lassen, dann den anderen “Deckel drauf).
Das spart die Schnitzerei, ist aber nicht ganz so ”A“, zumindest habe ich dafür noch keine Belege gefunden, was nicht viel heißen will. halten tut´s genausogut, passen tut´s meist noch besser (ich bin kein großer Holzbildhauer… :-)
Bei der ”Gesamtmontage ist es übrigens hilfreich, wenn man den Griff mit einem geeigneten Kleber an der Angel fixiert. Auch das ist übrigens “A”.
Ob man dafür allerdings Epoxidharz oder lieber selbstgemachte Naturharzkleber verwenden möchte, sei jedem selbst überlassen. Aber passt auch hier bitte mit der Säure auf!
Euer Traumschmied

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Eintrag #29 vom 31. Dez. 2002 18:48 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Raffinier Stahl kontra 55Si7 (-:

Hallo Leute
@Arno
Frage 1
Du schreibst das Raffinierstahl auch heute das beste für ein gutes Schwert wäre, wenn ich das richtig verstanden habe??
Was würde den eine Einhänderklinge aus Raffinierstahl im durchschnitt kosten??? Kann man das so sagen oder unterliegt das der Preis/Leistungsspanne des Schmiedes was er dafür nimmt??
Frage 2
Du verwendest als guten Ersatz 55Si7.
Da es in Deutschland wenig Härtereien gibt die das Schwert a. von der größe her und b. von dem verfahren noch gut (und gerne) härten können, folgende Frage.
Wenn ich selber härten möchte, kann ich das Material am besten einmal durchhärten und dann auf arbeitshärte(zb. 50HCR) anlassen?(gesamte Klinge)wenn ich 55Si7 verwende? Geht das so??
Wenn ich nur die Schneiden beim härten eintauchen, so wie es die Jap. Schmiede machen, und dann die restwärme aus der Klingenmitte Nutzen um auf Arbeithärte zu kommen, was müßte ich dann für einen Stahl nehmen?
Ich weis das das härten am schwersten ist, aber was könntest Du empfehlen?
Vollhärtung oder nur Schneidenhärtung?. Was sollte ich dann entsprechend für Material für die verschiedenen Methoden nehmen?
Ich habe bisher zu wenig praxis im schmieden. Aber wenn ich vorher schon mal etwas an Wissen sammeln kann, kann ich vieleicht ja ein paar Fehlschläge vermeiden.So der Gedanke(-;
Danke schon mal im vorraus und guten Rutsch euch allen!!
Thomas

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Eintrag #30 vom 01. Jan. 2003 18:56 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Härten...

Ein gutes neues Jahr zusammen!
Nun, was eine “gute” (diesen Begriff definiert fast jeder anders) Klinge aus Raffinierstahl kostet, errechnet sich aus einer Mischung aus Arbeitszeit (die enorm sein kann), Güte des Ausführung (niemand fängt was mit einer Raffineirstahl-Kampfkeule mit 5 Kg Gewicht, Schweißfehlern und dicker Zundeschicht an) und auch dem “Know How” des Schmiedes.
Bedenkt dabei bitte folgendes:
Es gibt nicht viele Schmiede auf der welt, die die Alten Techniken halbwegs beherrschen und gleichzeitig wissen, wie ein Schwert aussieht. Der Weg dahin ist lang, hart und steinig und nicht zuletzt kostenintensiv. Auch dieser Faktor führt zu Preisen für “gute” Repliken von um 5.000.- EUR für die Nackte Klinge bzw. eine Klinge mit einfachster Montierung die sich vermutlich kaum Jemand, der soviel Geld ausgibt, nicht lieber etwas prunkvoller gestalten ließe…
“Härten von Hand”:
Sehr schwierig, das hast Du klar erkannt!
Jeder Stahl, jede Klingenform bedingt eigentlich unterschiedliche Verfahren und Materialien.
“Früher” konnte ein Schwertschmied sich die Eigenschaften seines Materials selbst einstellen und auch unter einer Vielzahl von Stählen und Verfahren relativ frei Wählen. Ein großer Erfahrungsschatz ergänzt dann die ßbung zur Kunst.
Heute müssen wir hoffen, das der Stahl, den wir kaufen, auch wirklich seinen Anforderungen gerecht wird. Wir kennen die Eigenschaften kaum, denn Analysen sind zu teuer und ein so intensives Auseinandersetzen mit dem Material, wie es beim Raffinieren stattfindet, ist uns meist ebenfalls fremd, so das wir uns zumeist auf die Erfahrungen Dritter (Stahllieferanten und Härtereien) verlassen müssen.
Langer Rede kurzer Sinn:
Es gibt kein Patentrezept, das ich Dir nennen könnte, außer: Probier´s aus!!!!!
Ich habe noch nie versucht, lange Schwertklingen aus 55 Si 7 selbst zu Härten. Ich weiß, das es gehen müßte (der Stahl ist relativ leicht zu härten). ich weiß aber z.B. nicht, wie sinnvoll entweder eine “Schalenhärtung” nach Art der Japaner oder das eher moderne Verfahren “Drchhärten und Anlassen” in diesem Fall sind.
Generell ist die Schalenhärtung besser, aber auch weit schwieriger. Beim Durchhärten ist der Verzug das große Problem. Das Richten einer frisch gehärteten Klinge gehört genauso zum Schwertschmieden, wie Hammer und Amboß, erfordert aber ebenfalls ein gewisses Maß an Erfahrung.
ich bin gerne bereit, noch weitere Tips zu geben, falls es alleine nicht weiter geht. Ansonsten kann ich nur sagen, besorge dir die Materialien (gut geeignet sind erst einmal “einfache” Kohlenstoffstähle. Hochwertigere Materialien sind teuer! Also erst einmal klein anfangen), die zugehörigen Härtevorschriften (bei den Härtereien) und fang mal fleißig an zu üben! Und sag´ Bescheid, wenn´s klappt, vielleicht kann ich ja auch was lernen…
Gruß, Arno

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Eintrag #31 vom 03. Jan. 2003 16:13 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zeit??!!

Hallo Arno
Danke für die Tipps.
Mir fällt immer wieder auf das ich den Faktor Zeit immer kurz aus den Augen verliere und mich dann wieder zusammenreisen muß, um mir diesen wieder zu verdeutlichen.
Am liebsten würde ich mich einfach mal ein Jahr lang in einer Schmiede einschließen lassen, natürlich mit allem was dazu gehört, und loslegen. Aber mein Arbeitgeber hatt da sicher nen Problem damit wenn ich ihn um 1 Jahr Urlaub bitte……
Ich hatte mir überlegt erstmal mit was kleinem wie Messer anzufangen. Die bekomme ich so schon hin, aber das Härten scheut mich momentan noch. Ich muß zugeben, ich weis auch nicht was ein Material ich verwende? Wenn ich jetzt sage Baustahl aus dem Baumarkt werde ich bestimmt geschlagen.*G* Aber das zeug läßt sich gut bearbeiten und Formen.
Ein Baumarkt sollte doch eigentlich den genauen Sthalschlüssel von dem Zeug das sie verkaufen wissen??Oder??? Ich weis…ich mache mir da auch keine Hoffnungen!
Na Ja. Es gibt viel zu tun….packen wir es an!!
Gruße
Thomas

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Eintrag #32 vom 03. Jan. 2003 18:03 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Baumarkt...

Hallo Thomas
Oje, was Du da vom Baumarkt verlangst, bietet noch nichteinmal jeder Stahlgroßhandel…
Ernstahft:
Man kann Baustahl (St 37 bzw. S 235 JR nach neuer Norm) gut schmieden und danach meist sogar härten (kohlt im Feuer etwa auf einen C 50 auf). Ich würde als Anfänger jedoch trotzdem lieber gleich mit halbwegs vernünftigen Materialien beginnen.
Gut zum Schmieden geeignet sind z.B. C 45 und C 60 für den Anfang. Die bekommt man allerdings nicht so leicht und ich selbst habe immer nur ganz kleine Mengen davon auf Lager. Diese beziehe ich bei einer Laserzuschnittfirma, die diese Stähle in großen Mengen auf Lager hat und sie mir billiger abgibt, als der Stahlhandel! Die Menge macht´s eben.
Man kann bei solchen Betrieben auch oft mal Reste für Omasonst oder zumindest Billig mitnehmen.
Die Wärmebehandlungsvorschriften sind in groben Zügen im “Tabellenbuch Metall”, das Du sicherlich kennst, zu finden.
Für den Anfang genügt das.
Mach zuerst mal ein paar kleine, aber möglichst sauber geschmiedete (von der Geometrie her) Messer und gewöhne dich an den Umgang mit härtbarem Stahl (deshalb besser keinen Baustahl, der verzeiht Fehler viel zu leicht und man arbeitet schlampiger!).
Viel Erfolg!
Gruß, Arno

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Eintrag #33 vom 03. Jan. 2003 21:47 Uhr Benedikt Pilgram   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht härten von hand und das richten.

Hallo
aslo härten von hand mit anschliesendem anlassen per restwärme ist sehr schwierig,und nur sinvoll bei einschneidigen schwertern .eigentlich aber mit jeder stahlsorte machbar .
bedacht werden muß dabei , das die vorhersebarkeit der härte nicht so einfach gegeben ist .es kann zb bei stählen , die vorher geschmiedet worden sind dazu kommen , das durch die kurzen halte zeiten in der umwandlungstemperatur (austenitischer bereich)nicht alle spannungen abgebaut werden und es zu ungleichmäßige härteverlauf kommt .
für einfache klingen ist das aber machbar .
mann erhitzt die klinge möglichst zügig auf umwandlungtemperatur und hält sie dort 5min (länger ist in der schmiede unforteilhaft ,wegen gebläseluft) dann schreckt mann die zur hälfte in einem ölbad oder wasser mit seifenlauge oder ölfilm ab je nach legierung ,dabei die klinge hin und her bewegen um luftblasen zu vermeiden .
wenn mann die restwärme aus der restlichen klinge nutzen will ,muß mann sich beeilen .mann nimmt einen schlifstein scheuert die klinge an der schneide blank und wartet die enstprechende anlassfarbe ab . dann schreckt mann die klinge komplett ab .
diese methode hat außerdem den nachteil das der härteverlauf meist sehr krass ist .mann kann auch die klinge auf einer stahlplatte erhitzen das geht gleichmäßiger .
die härtung in einer härterei ist aber meist besser und verlässlicher(längere haltezeiten). außerdem kann mann wenn die härterei einen ofen hat der unter abschluss der atmosphere erhitzt und anlässt die stähle fast fertig geschliffen abliefern.(kein vezundern)
richten .wenn die klinge gehärtet ist und angelassen, ist sie meist verzogen(hab da erfahrung mir 1,60m reumnadeln) .
mann braucht einen richthammer mit finne aus hartmetal oder einen meißel aus HM .mann legt die klinge auf den ambos und schlägt in die gekehlte seite , so das das material verdrängt wird dadurch wird die klinge gerade gebogen.
mann darf nur auf stellen schlagen die auch aufliegen .ACHTUNG erfahrung ansonsten unweigerlich bruch .so kann mann auch noch verzüge bis 2-3mm rausholen .wenn jemand das ausprobieren mag ,hab da noch mehr tips .
gruß bene

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Eintrag #34 vom 04. Jan. 2003 16:50 Uhr Michael Effertz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Effertz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Klingenstärke einer römischen Spatha

Hallo an alle,
wünsche allseits ein frohes neues Jahr!
Nun zu meiner Frage:
Nachdem ich mir nun aus diversen Büchern durchschnittliche Abmessungen von einer römischen Spatha zusammengesucht und diese so gut wie möglich zu Papier gebracht habe, bleibt mir nun als ziemlich einziges Maß, welches noch fehlt, die Klingenstärke an der dicksten Stelle, dem Mittelgrat.
Es handelt sich um eine Spatha der Kaiserzeit, 1. Jh. n. Chr. die Form entspricht weitgehend der des Gladius vom Typ Pompeii, mit folgenden Abweichungen:
Klingenlänge: 635 mm
Klingenbreite: 36 mm
Klingenstärke: ??
Vom Gladius übernommen:
rhombischer Klingenquerschnitt,
schmaler, hoher und konischer Handschutz,
im Querschnitt secheckiger Griff mit 4 Mulden für die Finger,
Kugeliger Knauf
Wie gesagt, mir fehlt noch die Klingenstärke damit ich mir ein Angebot von div. Schmieden machen lassen kann.
Ich dachte an 5 mm. 6 erschienen mir schon fast zu dick, 4 zu dünn. Aber vielleicht weiß ja jemand die *tatsächliche* Stärke?!
Gruß, Micha

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Eintrag #35 vom 04. Jan. 2003 16:51 Uhr Michael Effertz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Effertz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht P.S.

Nachtrag:
Wie wäre es mit einem Thread, in dem es nur über Abmessungen von Schwertern aller Art geht?
Besteht Bedarf?
Gruß, Micha

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Eintrag #36 vom 04. Jan. 2003 19:48 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bitte nicht

Hi Michael
So eine Diskussion gibts hier irgendwo schon, und die ist auch ins fruchtlose gelaufen.
Such mal irgendwo unter “Schwerter”…
Gruß
Hilmar
TV-Team

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Eintrag #37 vom 04. Jan. 2003 20:26 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Röm. Spathastärke

hallo Michael
So `n Zufall:
Vor kurzem hatte ich einen Nachbau einer solchen Spatha in der Hand!
Der Schmied hatte in dem Fall 6 mm Gewählt.
Und, Du wirst lachen: Das war o.k.!
Ich glaube, das ist auch in etwa das Originalmaß gewesen.
Ist aber, in Anbetracht der geringen Klingenbreite, nicht weiter verwunderlich.
Zwischen 5 und 6 mm ist also absolut in Ordnung. Die Spatha muß sogar ein wenig “kopflastig” sein (Schwerpunkt über 10 cm von der Hand entfernt), um sich sicher führen zu lassen. Dafür ist das Gesamtgewicht sehr gering. das gleicht sich absolut aus.
Ansonsten:
Das mit den Abmessungen allgemein hatten wir wirlich schon zur Genüge. Es gab (fast) nichts, was es nicht gab, und alle Zeiten, Typen und mögliche Bauweisen durchzugehen, sprengt hier schon ein wenig den Rahmen, zumal das eigentlich mal ein Thema für eine Diplom- oder Doktorarbeit wäre…
Also, Archis:
Ab jetzt bitte MIT Stärkenangaben!
Danke.
Gruß, Arno

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Eintrag #38 vom 05. Jan. 2003 22:11 Uhr Michael Effertz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Effertz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Besten Dank!

Hallo Arno!
Danke für die Antwort! Damit habe ich jetzt alles komplett, hoffe ich ;)
Gruß, Micha

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Eintrag #40 vom 15. Jan. 2003 18:39 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Admin-Hinweis

Hier wurde gelöscht.
Wir werden es auch weiterhin nicht dulden, wenn User es nicht schaffen, ihr vollständigen Absnderdaten anzugeben.
Also, User namens “Indoor”, hier ist dein Schild!
Gruß
Hilmar
Tempus-vivit-Team

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Eintrag #41 vom 21. Mrz. 2003 22:10 Uhr Klaus Stützenberger   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Blutrille(n)

Hallo Leute!
Ich bin in punkto Schwert(bau)&Co.ein absoluter Neuling.
Alles was ich bisher weis habe ich quasi von Euch
erfahren und begierig aufgesaugt.
Jetzt hab ich aber doch noch einige Fragen übrig!
Ich hab immer geglaubt daß auf beiden Seiten der Klinge eine sog. Blutrille(n) liegt.
(Lacht jetzt bitte nicht ,denn außer auf Fotos oder höchstens in Vitrinen hab ich noch nie ein autentisches oder gar echtes altes Schwert gesehen, und da ist die Hohlkehle immer vorne !)
Nun hab ich mir die Klingen auf des Traumschmieds Homepage genau angeschaut und rein nach Augenmaß den Eindruck daß das von der Materialstärke gar nicht gehen kann.
1. Was hat es mit den Fuktionen dieser Nut(außer den Horror(Märchen?)geschichten vom stärkeren Blutverlust) auf sich?
Ich würde von meinem Sachverstand als Mechaniker einfach mal sagen daß das wie bei einer Pleuelstange bei geringen Stabilitätseinbußen
effizient Gewichtsreduzierend wirkt!!!!!!!!
Oder????
2. Wie breit,tief und lang dürfen,können,sollen,
sie ausgearbeitet sein????????
3. Hatten die alten Meister diese Rille(n)miteingeschmiedet oder mühsam aus dem vollen geschliffe,geschabt,oder sonstwas ????????
P.S.Rein überlegungshalber; bestünde bei einer Einseitigen Hohlkehle nicht die Gefahr des verziehens beim Härten !?
So Long Amadeus

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Eintrag #42 vom 22. Mrz. 2003 09:26 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Antworten

Hallo Klaus, Hallo Alle
Da sich der letzte eintrag ja sowieso auf mich bezieht, erlaube ich mir mal, die Fragen zu beantworten.
Die “Blutrillen” heißen offiziell “hohlkehlen”. Der Begriff und die entsprechenden Horrormeldungen sind Propqaganda aus einem der letzten Weltkriege.
Die meisten historischen Kehlungen sind natürlich beidseitig angebracht. oft gibt es auch mehrere Kehlungen nebeneinander.
Der Sinn dieser Kehlungen besteht in zwei Dingen:
- Bei frühmittelalterlichgen Schwertern das “Anschneiden” der Damaszieung im Kernbereich auf der richtigen Tiefe zur Erzeugung bestimmter Muster. Diese Kehlungen sind oft, anders als heute, SEHR flach (ca. 0,5 mm).
- Allgemein zur Gewichtsreduzierung. Spätere Klingen und auch einige frühere sind deutlich tiefer gekehlt (1 mm oder mehr).
Maße:
Natürlich kehle auch ich beidseitig. Und zwar entsprechend dem Verwendungszweck angepasst. Meistens bedeutet das: tiefe, mehr oder weniger Breite Kehlungen zur Gewichtsreduktion. In der Regel sind das 1 bis 1,5 mm Tiefe in einen 4 mm starken Flachstahl. ein Millimeter bleibt mindestens stehen. Das genügt vollkommen. Es ist sogar so, das Physikalisch betrachtet das dünnere Material bei Belastung auf Biegung mehr aushält, als ein dickes…
Daher kommt auch der nicht ganz falsche Ansatz mit dem nur geringen Stabilitätsverlust: Die Klingen werden durch die Kehlung zwar schon deutlich “weicher” (was nicht weiter stört), halten aber gleichzeitig höheren Belastungen stand, da eben die Spannungen bei gleicher Belastung nicht so hoch ausfallen.
Ansonsten sind Breite/Tiefe der Kehlung bei heutigen Schwertern meistens Geschmacks- und Gewichtsfrage. Außer natürlich, diese Maße sind beim Nachbau eines Originals mehr oder weniger vorgegeben.
Früher wurden die Kehlungen zumeist geschabt, evtl. leicht vorgeschmiedet (letzteres oft nicht bei damaszierten Stücken, um das Muster zu erhalten). Das ist weit weniger aufwendig, als man meinen sollte. Ich habe das bereits ausprobiert. Und es geht genauso sauber, wie das moderne Fräsen…
Nach dem Schaben und Feilen folgte dann natürlich die Nacharbeit: Das Schleifen und Polieren.
Einige Abbildungen z.B. aus dem “Utrechter Psalter” stellen diese Arbeiten dar und sind in vielen Büchern zu finden.
Auch in der Arbeit von Dr. Stefan Mäder, die leider noch immer einen Verleger sucht, sind einige Bildquellen aus verschiedenen Jahrhunderten zu diesem Thema zusammengetragen. Und sie ähneln sich alle ungemein.
Bei einseitiger Kehlung wäre der Verzug beim Härten tatsächlich tendentiell einseitig. Deshalb macht man das normalerweise auch nicht. Es gibt allerdings schon gewisse “Ausnahmen” z.B. Klingen mit Kehlungen (beidseitig) außerhalb der Mitte oder bei Renaissanceklingen mit fast dreieckigem Querschnitt und einseitiger Kehlung. Bei diesem extermen Querschnitt funktioniert das Härten aber auch wieder. Das Warum zu erklären würde hier jetzt den Rahmen sprengen. bei Bedarf hole ich das aber gerne nach.
Auch manche Säbelarten aus späteren Jahrhunderten weisen tatsächlich einseitige kehlungen auf, die sehr breit und sehr tief sein können. Hier ist die Härtung aber ohnehin weniger problematisch, da üblicherweise nur die Schneide gehärtet wird und zudem die Härteverfahren mitunter schon sehr ausgefeilt waren (z.B. “Quettenhärtung”, wobei die Klinge zwischen zwei Stahlplatten gespannt wird vor dem Abschreckvorgang. das geht allerdings nur bei Serienfertigung wirklich sinnvoll)…
es ist außerdem möglich, den Verzug nach dem Härten auszurichten. Das geht zwar nicht immer vollständig, wohl aber in einem recht engen Rahmen.
Euer Arno

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Eintrag #43 vom 28. Mrz. 2003 16:12 Uhr Thomas Thiele  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Thiele eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Dolch herstellen

Hallo Leute,
ich habe vor mir einen dolch selbst zu bauen, nachdem ich bisher schon zwei schwerter aus normalem VA Stahl gemacht habe (sind nicht zum schaukampf gedacht ,dafür leider zu weich sehen eigentlich nur gut aus, damit man auf mittelalter-festen nicht ganz ohne waffe rumläuft).
diesmal wollte ich den dolch aus härterem Material fertigen ,hatte da an 67SiCr5 oder 55Si7
oder ähnlichen Federstahl gedacht. Kann mir vielleicht irgendjemand ein paar Lieferadressen geben wo man solchen Stahl auch in kleineren Mengen beziehen kann (ca. 0.5-1m oder so) da mir ein großes 6m stück ein wenig teuer ist !!
Wie hart ist eigentlich so ein stahl wenn man ihn nicht härtet ,reicht das schon an die härte von Schaukampfwaffen ran ??
Bis denn…
Gruß Thomas

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Eintrag #44 vom 06. Apr. 2003 20:23 Uhr klaus Bachl   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Schwertstahl

Hallo Thomas!
Versuchs mal hier:
www.dietraumschmiede.de/neu/neu.htm
-Klingenstahl -
Bei unserem Traumschmied bekommst Du so allerlei.
Gruß Klaus

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Eintrag #45 vom 07. Apr. 2003 13:49 Uhr Thomas Thiele  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Thiele eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht stahl härten

Hallo,
erstmal danke für die Adresse (hatte sie allerdings zwischenzeitlich selbst rausgefunden und mir ein stück stahl bestellt).
Werde in nächster zeit anfangen die klinge auszuschleifen , hatte dann versuchsweise mal vor die klinge selbst zu härten (im Steinkohlefeuer, werde es an nem Reststück besser erstmal ausprobieren).
Hat jemand vielleicht schonmal was zu hause in nem Kohlefeuer gehärtet und kann mir ein kleine anleitung oder ein paar tips geben wie man sowas allgemein macht ???
Gruß Thomas

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Eintrag #46 vom 07. Apr. 2003 19:19 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Härten "von Hand"

Hallo Thomas
Hm, da hast Du Dir ganz schön was vorgenommen. Aber zum Glück geht das bei Federstahl relativ gut:
Zunächst einmal ist es sinnvoll, das fertige Stück vor dem Härten zu glühen: Auf orangefarbene Glut bringen, die Temperatur eine Weile halten und dann ganz langsam, am besten in einem Eimer mit sauberer Holz- oder Papierasche abkühlen lassen.
Danach nicht mehr richten wenn möglich! Das Glühen beseitigt Bearbeitungsspannungen weitgehend und minimiert den Verzug.
Dann:
Eine “Muffel” aus Blech bauen. das ist so eine Art Regenrinne vom Querschnitt her (geht auch eckig), nur etwas größer (etwa doppelt so weit).
Diese “Kuppel” stellst Du über das Feuer und lässt sie erstmal warm werden (bis zur Rotglut). Das gibt so eine Art Ofen, in dem man wesentlich gleichmäßiger erwärmen kann, als im offenen Feuer. Es geht außerdem schneller, und das ist wichtig!
Federstahl 55 Si 7 ist ein ßlhärter. Also: Ein auf eine Platte geschweißtes, nicht zu enges Rohr mit der entsprechenden Länge mit Altöl füllen. Deckel zum löschen bereit legen!
Dann das Werkstück mit einer gut passenden (!) Zange an der Angel packen und hochkant langsam durch das Feuer führen. Bei Rückenklingen zuerst den Rücken erwärmen, dann umdrehen und die Schneide auf Temperatur bringen. Bei beidseitigen Klingen beide Seiten gleichmäßig erwärmen (öfter umdrehen. Bei Langen Klingen muß man dabei höllisch aufpassen, das sie sich nicht verbiegen).
Tip:
Mit einem Magneten kann man dei “Austenitisierungstemperatur” (ungefähr unsere Härtetemperatur) prüfen: Wenn er am glühenden Metall nicht mehr haftet, fehlen noch ein paar Grad, dann ist es soweit. Wir brauchen etwa 820 °C, das ist ein schwaches orange).
Diese Temperatur möglichst genau etwa 3 Minuten halten.
Dann das Werkstück ZßGIG aus dem Feuer holen (aufpassen: nicht verbiegen! immer den Querschnitt senkrecht halten!) und ab damit ins ßl. Zügig, aber nicht zu plötzlich bis zur Angel eintauchen und in Schneidenrichtung hin- und herbewegen. Dabei nicht zu hart an der Wand anschlagen! Dabei kann das Werkstück brechen.
Nach etwa einer Minute sollte das Stück unter 100°C haben, so das wir es wieder entnehmen können. Ist es noch etwas warm, kühlt man es in Wasser auf Zimmertemperatur.
Das Stück hat sich nun optimalerweise nicht verzogen. Wenn doch (tut´s fast immer) müssen wir richten:
Gaslötbrenner, Löschtrog und Schraubstock bereit stellen. Das Richten sollte möglichst kurz nach dem Härten geschehen (etwa 3 min). Danach ist es Glücksache, ob noch etwas zu retten ist, oder nicht.
Man sucht sich die “Biegung” und erwärmt sie gleichmäßig und langsam auf der “langen” bzw. “bauchigen” Seite mit dem Brenner auf nicht über 120 °C. dabei gibt man schon GANZ GANZ VORSICHTIG einen leichten Zug in die gewünschte Richtung (Schraubstock und Hand). bei erreichen der richtigen Temperatur fühlt man manchmal ganz deutlich, wie das eigentlich glasharte Material plötzlich leicht nachgibt. Man schreckt sofort in wasser ab und widerholt den Vorgang, bis das Stück gerade ist. wenn nix mehr geht, muß es halt so bleiben, dann ist nix mehr zu machen.
Anlassen:
ßber das so behandelte Stück sollte eine scharfe Feile fast wirkungslos rutschen, denn die Härte liegt bei über 60 HRC. Es ist wichtig, das Stück in dieser Phase VORSICHTIG zu behandeln. keinesfalls gegen den Amboß schlagen o.ä.! Das bricht garantiert! wenn nicht, habt Ihr auch was falsch gemacht.
Beim Anlassen (vorher blank schleifen) ist es sehr günstig, wenn das Stück in den heimischen Herd passt: 180 °C einstellen und eine gute viertelstunde “backen”. danach in wasser abschrecken. Vorgang etwa drei mal wiederholen.
dabei verliert das Material etwas an Härte, nimmt aber stark an Elastizität zu. Welche Härtewerte dabei erreicht werden, kann man leider nur in einer härterei prüfen lassen. Es gibt kein “Hausmittel”, genaue Rockwellhärten o.ä. zu messen. Man sollte so aber auf zwischen 50 und 58 HRC kommen.
das Anlassen geht auch im Feuer oder mit dem Brenner: Ein ganz leichtes, gelbes Anlaufen abwarten, die Temperatur etwas halten und so stück für Stück die gesamte Klinge erwärmen. Wenn´s blau wird, isse kaputt. Dann kann man noch bis grau weiter machen. das gibt dann allerdings nur noch eine “Federhärte” von um 45 HRC. dafür ist es nicht so spröde. auch diesen Vorgang zwei bis drei mal wiederholen.
Ach ja: macht das bitte draußen oder in einer großen, geeigneten Werkstatt! Feuerlöscher, Schutzbrille, Handschuhe etc. sind obligatorisch.
Was hätte ich darum gegeben, wenn mir das Jemand vor ein paar Jahren so detailliert erklärt hätte…
Viel Erfolg ;-)
Euer Arno

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Eintrag #47 vom 08. Apr. 2003 13:08 Uhr Thomas Thiele  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Thiele eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht danke für die anleitung

vielen dank für die anleitung zum härten . Werde es ausprobieren sobald ich die klinge soweit fertig hab. Hoffe mal das der Verzug nich alzu groß wird ist ein relativ dicker Querschnitt.
(das man sowas im backofen anlassen kann hab ich auch noch nicht gewusst)
Also bis denn…
Gruß Thomas

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Eintrag #48 vom 10. Apr. 2003 02:16 Uhr Klaus Stützenberger   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Hohlkehlen selbst einschleifen

Also Arno,und alle!!!!!
an dieser Stelle erst mal ein “Sackrisches Merci vielmohls” auch von meiner Seite.
Ganz besonders weil ich weiß daß es unter Handwerkern eigentlich nicht üblich ist so offen
und Detailiert Tricks preiszugeben die einen selbst mal viel Lehrgeld gekostet hatten.
Aus zwei “Flacheisen” die ich bei Arno bestellt habe ist nun eine Spathaklinge geworden und ein Normannenschwert entsteht gerade in meinem Kopf.
Auch wenn ich als Anfänger noch kaum Erfahrungen habe, möchte mich bei Euch revanchieren und an dem Erfolgserlebniss meiner ersten selbstgeschliffenen und (ungefräßten) Hohlkehlen teilhaben lassen.
Fräsen schien mir wegen der Fremdarbeit zu aufwendig und teuer.
Deshalb überlegte ich mir was!!!!!!!
Dazu habe ich einen einfachen Aufsatz an meinen
Schleifbock konstruiert(ca.3-4Std.),der etwa so ähnlich aussieht wie ein kleiner Kreissägetisch.
Anstatt des Schleifsteins montierte ich eine kleine Flex-Schruppscheibe die nun höhenverstellbar durch den Schlitz gerade soweit herraussteht wie tief ich gerade schleifen will.
Der Clou an der Sache aber ist,daß ich die Scheibe
diagonal mit ca.60° schräg von der Seite angefahren habe,dadurch entsteht nun eine Halbrunde statt einer eckigen Nut.
Eine Winkelschiene auf dem Tischchen diente mir als Anschlag und Führung.
Auf diese Weise verläuft die Hohlkehle immer Parallel zu der späteren Schlagkante und ich möchte behaupten daß mir meim Debut gelungen ist.
Wichtig dabei ist daß der Stahl noch absolut flach und gleich dick ist!
Wenn die Konturen der Klinge schon ausgearbeitet sind,gelingt damit völlig easy eine sich in der breite verjüngende aber immer gleich tiefe Nut.
Mehrmaliges Nachstellen der Winkelschiene zur Mitte und teifer ergab schließlich eine ca,1,7 mm
tiefe gleichmäßige Nut mit noch sehr rauher Güte.
Für die 20-17mm Breite Kehlen brauchte ich so etwa 4Std.
Dann mit einem Wetzstein geschlichtet und mit
einem langen Schmirgelbrettchen 60er,120er,240er Körnung schmirgel,schmirgel,usw,usw,bis 1200…..(nochmal 4Std.),dann mit “Hein Gerümpel” Motorradpoliturset poliert.
Fertig.
“Kost it viel und lupft der Stiel!!!!!!!!!!!”
Mfg Amadeus

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Eintrag #49 vom 21. Apr. 2003 10:51 Uhr Dominik Müller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dominik Müller eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Fragen zum Schwertbau

Ich würde mir mal gerne selbst ein einfaches Schwert bauen ohne allzu großen Aufwandt, bin aber auf diesem Gebiet der absolute Laie, deshalb habe ich hierzu einige Fragen
1. Kann ich nicht einfach zum Bau der Klinge zum Metallhändler gehen und mir Waffenstahl besorgen ?
( wenn ja, welche Maße sollte dieser Stahl dann für ein mittelgroßes Schwert haben ?)
2.Wie wird die Schwertklinge mit dem Griff verbunden ? ( aus was für Material ist eigentlich der Griff ?)
3.Wie gehe ich beim Schärfen der Klinge vor ?
Am Besten wäre es natürlich wenn mir jemand einen kompletten Bauplan für ein Schwert geben könnte.
( wenn’s geht nicht so kolpliziert )
Mit freundlichen Grüßen

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Eintrag #50 vom 22. Apr. 2003 11:06 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht @Dominik

Hallo Dominik!
—1. Kann ich nicht einfach zum Bau der Klinge zum Metallhändler gehen und mir Waffenstahl besorgen ?
im Prinzip ja. ‘Waffenstahl’ i.e.S. gibt es nicht, die meisten heutigen Schwerthersteller nehmen einen sogen. Federstahl, meist die Sorte 55 Si7.
—(wenn ja, welche Maße sollte dieser Stahl dann für ein mittelgroßes Schwert haben ?)
Ich würde sagen, so lang, wie das Schwert, das Du bauen willst, sein soll, und ein wenig breiter als die maximale Breite, und so dick, daß die Klinge nicht oder nicht zu sehr wabbelt ;-)
—2.Wie wird die Schwertklinge mit dem Griff verbunden ? ( aus was für Material ist eigentlich der Griff ?)
Wenn Du mit ‘Griff’ die Griffhülse oder Handhabe meinst, nun, die besteht entweder aus einem Stück oder aus zwei Halbschalen, die die so ausgearbeitet werden, das die Angel hindurchpasst.
Die Angel ist der dünne Teil des Klingenblattes, an welchem die Griffbestandteile befestigt werden.
Material für die Griffhülse ist meist Holz welches noch mit dünnem Leinenfaden umwickelt und dann mit dünnem Leder überzogen wird, selten auch andere Materialien.
—3.Wie gehe ich beim Schärfen der Klinge vor ?
Vorsichtig. *g*
Ernsthaft, das Herunterschleifen des Klingenrohlings auf das eigentliche Klingenprofil muß sehr sorgfältig geschehen, damit die Klinge etwas taugt.
Bei einem (guten) scharfen Schwert gibt es keine sichtbare Schneide wie z.B. bei einem Messer, vielmehr läuft das Klingenprofil zum Rand hin in eine schneidfähige Dicke aus.
Wenn Du eine Klinge aus schon gehärtetem Material bearbeitest, musst Du zudem noch aufpassen, daß der Stahl nicht zu heiß wird, sonst ist die Härte futsch.
Wenn Du einen Klingenrohling zum ßben haben willst, schau’ doch mal auf Arno’s Website nach, er bietet auch einen Härte-Service an.
www.dietraumschmiede.de/neu/neu.htm#stahl
Hoffe, das hilft Dir weiter.
Jörg

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Eintrag #51 vom 13. Jul. 2003 10:18 Uhr Alexander Frank  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Frank eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schwertbau

Hallo
ich möchte mir gerne ein Schwert selbst bauen, über die Klinge bin ich mir im klaren, auch die Form des Knauf´s und der Parierstange ist mir klar.
Leider bin ich aber absoluter Leihe auf dem Gebiet. Bin ein Neuling auf diesem Gebiet.
Vielleicht hat jemand für mich eine kleine Schwertbauanleitung. Ich denke bei dem Material an Federstahl der Güte 55Si7, aber mir ist nicht ganz klar wie ich den Knauf und die Parierstange machen soll, da ich nicht die möglichkeit zum Schmieden habe.
Muß ich die beiden aus Vollmaterieal fräsen oder kann ich es irgendwie anders machen.
Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!

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Eintrag #52 vom 22. Jul. 2003 10:08 Uhr Alexander Frank  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Frank eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Blankwaffen selber bauen

Hallo Leute,
da hier einige Leute sind die mehr Erfahrung haben was Mittelalter angeht, möchte ich fragen ob mir hier jemand helfen kann!
Ich möchte mir gerne eine Blankwaffe selber bauen, weiß jedoch nicht so genau wie ich das machen soll. Vielleicht hat jemand von euch für mich eine Art Anleitung oder ein paar Tips!
Der bau des Kettenhemdes hat super geklappt, aber ohne Schwert sieht es doch nicht ganz orginal aus.
Für reichliche Tips bedanke ich mich schon im voraus!
Alex

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Eintrag #53 vom 22. Jul. 2003 11:43 Uhr Frank Röder  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Frank Röder eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Mein Tip dazu:

Hallo Alex,
mein Tipp zum Bau von Blankwaffen ist: Mach eine Ausbildung als Schmied oder Schlosser (3 1/2 Jahre) dann Kauf Dir eine Esse, einen Amboß eine Auswahl an Hämmern und Schmiedewerkzeug, Flex und Bohrmaschine und auf geht´s.
Sorry, hart gesagt, aber ein paar Tips in einem Forum reichen nicht aus um sich ein Schwert zu machen (meine Meinung).
Abgesehen davon, das ein Kettenhemd und ein Schwert keine ausreichende Ausrüstung für ein historische Darstellung sind, aber das ist Dein Ding.
Grüße Schmied Keitel
P.S.: Wenn Du wirklich das Anliegen hast ein Schwert zu machen, such Dir jemanden der es kann und es Dir zeigt. Und bitte bitte bau keinen Klotz aus Flachstahl mit Parrierstange und Griff!

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Eintrag #54 vom 22. Jul. 2003 21:53 Uhr   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Schwert selberbauen???

Also ein Schwert selber zu “bauen” - da gehört schon eine ganze Menge mehr dazu, als mal irgendwo “ein paar Tips bekommen zu haben”. Es wird wohl kaum möglich sein, Dir hier in einem Forum eine halbwegs ernstzunehmende “Bauanleitung” zu geben.
Eine gute Klinge ist unglaublich schwer zu fertigen. Schwerter (ich rede von Schwertern, nicht von irgendwelchen Indien-“look-a-likes”) stellen nicht umsonst noch heut so ziemlich die Spitze der Handwerkskunst dar. Es braucht schon verdammt vel Geschick und das vielzitierte “Händchen”, um eine gute Klinge herzustellen. Ich weiß aus eigener Erfahrung das es extrem frustrierend sein kann, sich gleich an der “Köngsdisziplin” zu versuchen…..Viele der Schmiede, deren Waffen sich heute in der Szene etablieren können, blicken auf eine gut 20jährige Erfahrung zurück………
Mein Tip: fang erstmal mit “kleinen” Sachen an. Ein Gebrauchsmesser zum Beispiel, habe ich auch schon erfolgreich “gebaut”……
Aber eine Schwertklinge ist da eine ganz andere Geschichte…..
Gruß Agga

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Eintrag #55 vom 22. Jul. 2003 22:02 Uhr Alexander Frank  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Frank eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schwert selber bauen

Hallo Leute,
als erstes einmal: Danke für die ehrlichen Antworten.
Ich glaub ich hab mir da etwas zu leicht vorgestellt.
Als ziemlicher Neuling auf diesem Gebiet, denkt man vielleicht zu sorglos über manches nach.
Abgesehen davon werde ich trotzdem versuchen mit unserem Schmiedemeister am Ort zu reden. Vielleicht kann er mir ja helfen, beim gemeinsamen erstellen eines Schwertes. Mal sehen.
Um nochmal auf die Darstellung zu kommen. Gott sei dank ist es nicht nur das Kettenhemd. Ich habe dazu einen Wappenrock, schuhe sind in Arbeit ( mit hilfe eines Schusterfreundes), Unterhemd, Beinlinge, Kettenhaube und usw. hab ich schon erfolgreich verwircklicht.
Dennoch nochmals danke an alle!!!!!!!!!!!!!
Gruß Alex

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Eintrag #56 vom 23. Jul. 2003 07:53 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht swordforum

Hallo Alexander, tausche die Kettenhaube schnell gegen eine Bruche ein, mit den Beinlingen allein, stehst Du relativ NACKT in der Gegend rum. :-)
Ansonsten zum Schwertbau für Anfänger haben meine Vorredner das wesentliche gesagt. Mir ist auch kein Workshop für Anfänger bekannt, wo man mit fertigem Schwert nach Hause trabt. Ein Messer ist da das höchste studienbegleitenden Praktikums in einer Schmiede auch mal den Schmied fragte, ob ich nicht mal eben schnell ein Schwert schmieden dürfte. Er lacht noch immer.
Falls Du Dich über das Thema schlau machen willst, empfehle ich im Netz:
swordforum.com

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Eintrag #57 vom 23. Jul. 2003 07:56 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht vielleicht besser so - (sorry)

>Ansonsten zum Schwertbau für Anfänger haben meine Vorredner das wesentliche gesagt. Mir ist auch kein Workshop für Anfänger bekannt, wo man mit fertigem Schwert nach Hause trabt. Ein Messer ist da das höchste der Gefühle. Ich weiß noch, wie ich während meines studienbegleitenden Praktikums in einer Schmiede auch mal den Schmied fragte, ob ich nicht mal eben schnell ein Schwert schmieden dürfte. Er lacht noch immer.<

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Eintrag #58 vom 31. Jul. 2003 17:14 Uhr Michael Effertz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Effertz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht römische Spatha

Hallo,
und nochmal muß ich das geballte Wissen der Tavernenbesucher in Anspruch nehmen.
Weiter unten habe ich nach der Klingestärke einer römischen Spatha des 1.Jh. n. Chr. gefragt und Antwort erhalten.
Nun, wo ich mich dem Punkt nähere dem Schmied den Auftrag zu erteilen stelle ich mir doch noch die Frage:
Damast oder nicht? Mir geht es um das historische Original.
Oder ist es ratsamer die Klinge aus Federstahl machen zu lassen, weil Damast noch unüblich war? Kenne nur Damastklingen, die später datieren (ab Mitte/Ende 2. Jh.).
Gruß, Micha

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Eintrag #59 vom 31. Jul. 2003 21:31 Uhr Lutz Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lutz Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schwertschmieden....

Hallo Michael,
…wende dich doch einfach vertrauensvoll an Holger Ratsdorf….. ich denke der kennt sich mit sowas aus….(jedenfalls arbeitet er viel für Museen, und macht viel für die ‘ömers ;O) )
www.hr-replikate.de
Ansonsten kann ich mich nur einigen meiner Vorredner anschließen:
Ein Schwert mal eben selber bauen?!?!
VERGESST ES!!!!!
Ich hab zwar nicht Schmied gelernt, aber ich schmiede nun seit etwa 5 Jahren, und einige meiner Stücke (hauptsächlich Essmesser, und Kleineisenteile, aber auch ein Kammergeschütz!) sind bei einigen renomierten Gruppen und deren Mitgliedern gelandet.
Jedoch hab ich noch nie versucht ein Schwert zu schmieden, und ich werd vermutlich auch nicht so schnell auf die Idee kommen DAS zu tun!
Denn selbst mit den 5 Jahren Erfahrung traue ich mir DAS noch _lange_ nicht zu!
… SO blauäugig bin ich denn doch nicht ;O)
(auch wenn ich blönd bin!)
Grüße
Lutz

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Eintrag #60 vom 31. Aug. 2003 03:54 Uhr Victor Mosch  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Victor Mosch eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Damast aus Indien

Hallo,
ich hoffe ein Kenner in Sachen Schwerter kann mich über die Indien-lookalikes näher aufklären.
Ich habe bei der Drachenschmiede ein Angebot einer Damaszenerklinge aus bis zu 500 Lagen gesehen. Telefonisch habe ich erfahren, dass es aus Indien stamme.
Wo ist der Haken an der Sache mit Damastklingen aus Indien?
Sind die Klingen brüchig oder schlecht gearbeitet?
Hat jemand schlechte Erfahrungen damit gemacht ? Wenn ja: welche?
Euer Victor

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Eintrag #61 vom 31. Aug. 2003 10:21 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Indischer Damast

Hallo Viktor
Das Material hat an sich eine gute Qualität, ist aber falsch dimensioniert (bei Schwertklingen wie üblich zu schwer) und viel zu weich (ich schätze um 45 -max. 50 HRC. Für einen scharfe Klinge viel zu wenig). Die Geometrie stimmt oft ebenfalls nicht (Schneidwinkel zu steil).
Alles in allem: Wer schöne, schnörkelige Klingen mag, oder aber über ein gewisses Handwerkliches Geschick verfügt, kann was draus machen, denn das Material an sich scheint nicht schlecht zu sein. Man darf halt keine Wunder erwarten…
Man kann die Sachen u.U. auch nochmal härten lassen (habe ich mal bei einem Reststück der Angel einer indischen Schwertklinge probiert): Es steckt mehr drin, als da ist, es kostet aber Gewisse mühen, es auch rauszuholen.
Euer Arno

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Eintrag #62 vom 02. Sep. 2003 22:57 Uhr Victor Mosch  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Victor Mosch eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Indischer Damast

Hallo Arno,
besten Dank für deine rasche Antwort.
Ich bin nun mal leider nicht im Besitz einer gut ausgerüsteten Werkstatt, auch wenn ich über etwas Geschick verfüge. Zeit und Geduld habe ich dennoch genug.
Was benötige ich für die von Dir gemeinten Korrekturen oder wo könnte ich diese machen lassen, ohne es auf meine Kosten zum Zahnstocher schleifen zu lassen? :)
Velen Dank nochmals und bis bald !
Victor
Salvete !

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Eintrag #63 vom 19. Jan. 2004 01:43 Uhr Victor Mosch  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Victor Mosch eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wieder geht es um Damst.

Nachdem mir jemand freundlicherweise verraten hat,daß “DPK” Damast Schrott vom Feinsten sei, habe ich davon abgesehen, mir Indische Ware zu kaufen.
Meinen Dank dafür.
Als Nicht-Schmied ist man eben auf die Ehrlichkeit und “Ritterlichkeit” der Personen hier im Chat angewiesen.
Doch nun zum Thema:
Weiss jemand, ob es in Deutschland einen Schmied gibt, der zuverlässig und qualitativ hochwertig ein Schwert aus Rosen-Damast herstellen kann, und einem preislich nicht gleich das Fell über die Ohren zieht?
Der Betreffende sollte Erfahrung im Schmieden von Damast haben, nicht lumpige Garagenarbeit machen.
Ich ware Sehr Dankbar, wenn Ihr euer Wissen darüber mit mir teilen könntet.
Vielen Dank!
Victor

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Eintrag #64 vom 19. Jan. 2004 08:03 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Warum Rosen?

Hallo Victor
Es gibt nur wenige Schmiede in Deutschland, die brauchbaren Damast herstellen. Die meisten kennen sich allerdings kaum mit Schwertern aus. Aber weshalb die ßberschrift? Ganz einfach: Es gab keine Schwerter aus Rosendamast (zumindest nicht vor ca. 1700). Warum? Weil das sinnlos ist: Man braucht viel teures Material, welches sich dann auch noch keine tolle Schneide gibt und nach Steuselkuchen aussieht. Aber, Spaß beiseite: Alte waffen, die zum Einsatz bestimmt waren, hatten fast nie Schneiden aus Damast, sondern waren immer mehrlagig aufgebaut und mit homogenen Schneiden aus Raffinierstahl versehehen. Rosendamast wurde in Europa für Klingen erst sehr spät verwendet, weil er immer ein wenig nach “Sollbruchstelle” aussieht. Zumindest empfindet man das als Schmied so. Mir sind lediglich einige Rapierklingen mit sehr feinen Rosen bekannt.
Es bleibt das Problem mit den Schmieden. Ein sehr guter Schmied ist z.B. Ulrich Gerfin. auch Guido Wilbert ist hier zu nennen. Von den Kommerzielleren wären zu nennen Peter Stienen und M. Balbach. ich selbst fertige ebenfalls Damastklingen. Es ist möglicherweise sinnvoll, Material bei einem Der Damastschmiede zu besorgen und von einem Schwertspezialisten Deiner Wahl dann die Klinge daraus fertigen zu lassen. dabei ist allerdings auf eine gute materialkombination zu achten und das alles genau mit beiden Schmieden zu Besprechen. Falls Du Dich an die erstgenannten Schmiede halten möchtest, so stelle dich auf lange Wartezeiten, hohe Preise und hervorragende Qualität ein (Es sind beides Hobbyschmiede, die das schon ein paar Jährchen machen).
Nähere Infos zu den Damastarten:
www.tardy.de
Euer Traumschmied

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Eintrag #65 vom 04. Feb. 2004 14:37 Uhr Victor Mosch  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Victor Mosch eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schwertbau

Hallo Arno,
Ich danke Dir für deine bisherigen Informationen hierzu.
Die beiden erstgenannten Schmiede scheinen am vertrauenswürdigsten.
Ich bitte dich hierzu um die Adressen oder Email-Adressen der beiden.
Wenn ich dich richtig verstanden habe, sollte ich mir des Material von einem der beiden besorgen, und dann bei einem Schwertspezialisten den Rohling verarbeiten lassen. Doch ein nicht geübter Spezialist kann hier sicherlich auch viel
falsch machen.
Kannst du mir außerdem einen Spezialisten in Baden Würrtemberg empfehlen, der aus einem guten Rohling auch ein gutes kampffähiges Schwert machen kann?
Bis bald
Victor

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Eintrag #66 vom 06. Feb. 2004 19:05 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Victor
Da Du ja auch in BW zu sitzen scheinst, wäre es doch Sinnvoll, z.B. auf unser Schwerttreffen am 13 und 14 März ins Stuttgarter Landesmuseum zu kommen. Da sind nämlich einige Spezialisten (darunter auch Ulrich Gerfin und Georg von Tardy) anwesend, die Dich vor Ort beraten können. Anschauungsbeispiele von einigen echten alten und neuen nachgebauten Klingen sind außerdem natürlich ebenfalls zu sehen. Alles auf einem Haufen also.
Euer Traumschmied

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Eintrag #67 vom 17. Aug. 2004 18:30 Uhr Beitrag anonymisiert

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ich weis das ich hir in diesem raum sicher falsch bin aber ich habe mir einen großteil der eintrege angeschaut und hoffe das ich hir einige infos oder liks bekommen könte?
Mein Proplem ist folgendes ich schreibe jetzt mein abitur und muss so auch eine Seminarfach arbeit schreiben. Mein Tema lautet Mittelalterliche Blankwaffen(von 500-1800): Ihre herstellung (die verschiedenen verfahren in den verschiedenen Epochen)Geselschaftliche bedeutung (wieder die verschiedenen Epochen) und die Arten (von schwert zu axt … in den Epochen bedingt durch die Entwiklung )
Wenn ihr mir helfen und mir sagen köntet wo ich informationen finde wehre das sehr net
Ps: bin an diesem jangre selbst sehr interesiert deswegen das thema
vielen dank im vorraus.
Sam_Mumm

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Eintrag #68 vom 18. Aug. 2004 09:16 Uhr Laura (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Laura eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Abitur?

Auch wenn mich die neue Rechtschreibung arg verwirrt, ich glaube schon, dass da definitiv zu viele Fehler drin sind… Das zieht einem ja die Schuhe aus!
Kein Wunder, dass es so viele Firmen gibt, die sich beschweren sie fänden keine qualifizierten Auszubildenden mehr. Wenn schon die Abiturienten keinen graden Satz schreiben können.
Gruß, Laura

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Eintrag #69 vom 20. Aug. 2004 13:15 Uhr Beitrag anonymisiert

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Ich fände es nett wenn ihr mir helfen würdet anstadt nur über meine Rechtschreibung zu zädern!
(bitte)
Sam_Mumm

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Eintrag #70 vom 20. Aug. 2004 14:24 Uhr Andreas Bichler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Bichler eine Nachricht zu schreiben.

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Den Buchtitel
Europäische Hieb- und Stichwaffen von Heinrich Müller und Hartmut Kölling, Verlag J. Neumann - Neudamm, 1984 kann ich dir dafür nur empfehlen.
Viele Grüße
A. Bichler
www.historiavivens1300.at

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Eintrag #71 vom 23. Aug. 2004 17:58 Uhr Beitrag anonymisiert

nach oben / Zur Übersicht danke

Vielen Dank für den Tipp, ich werde versuchen ob ich das buch irgendwo in einer Bibliothek finden kann.
Sam_Mumm

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Eintrag #72 vom 06. Sep. 2004 17:05 Uhr Markus Schmitt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Markus Schmitt eine Nachricht zu schreiben.

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Hi
Ich hab mich schon vor längerem dazu entschieden, mir ein schwert selbst zu machen, aber ich find nirgends den passenden Federstahl.
Wenn irgendjemand von euch eine Ahnung hat, wo ich im Saarland an 55Si7 bekomme bitte dringend irgendwie an mich weitergeben.
Danke
Markus von Beckesbach

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Eintrag #73 vom 08. Sep. 2004 08:07 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

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Wieso lautet das Thema eigentlich mittelalterliche Blankwaffen, wenn der Zeitraum bis 1800 abgedeckt werden soll? Nur mal so als Anregung-
Grüße
Joachim
Abi 85

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Eintrag #74 vom 09. Sep. 2004 09:53 Uhr Fips Von Pahlen   Nachricht

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Ein Tip: Ich habe mir gebaut ein Messer aus Holz. Das habe ich gestrichen mit silber Farbe. Sieht aus wie echt.
Emil Vogtländer genannt Hasso

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Eintrag #75 vom 09. Sep. 2004 10:05 Uhr Lasse (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Lasse eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Markus,
ich habe 55Si7 bei
www.dietraumscmiede.de
gesehen.
Willst du schmieden oder nimmst du einen Scheiben- oder Bandschleifgerät (natürlich für Metall) ?
Lasse, auf der Suche nach Nordmännern

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Eintrag #76 vom 01. Nov. 2004 13:52 Uhr Thomas Thiele  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Thiele eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hohlkehle herstellen

Hallo zusammen,
fange nach langer Zeit jetzt endlich mal an mir aus dem gekauften Flachstahl (55Si7) die Klingenform auszuarbeiten. Die Klinge soll mit einer halbrunden 10mm breiten und 1,5 mm tiefen (an der tiefsten Stelle) beidseitigen Nut versehen werden. Bin mir allerdings noch nicht ganz im klaren darüber, wie ich die Nut ins Material kriege. Fräsen und Schmieden fällt beides wegen Ausrüstungsmangel flach. Habe weiter oben die Methode mit der Flex gelesen, weis aber aus eigener Erfahrung, dass das nicht ganz sooo einfach ist.
Habe in einem Beitrag von Arno gelesen das man sowas auch durch Schaben herstellen kann. Stelle es mir allerdings äußerst schwierig vor, die Nut aus Stahl auszuschaben, wegen der Härte usw. (ok der Flachstahl ist noch nicht gehärtet !!).
Weis da jemand mehr drüber, bzw. kann mir sagen wie dass mit dem Schaben von statten geht und mit welchen Werkzeugen ??
Oder hat jemand vielleicht noch ne andere Idee wie man die Nut ins Material bekommt??
Schönen Gruß
Thomas
Thomas T.

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Eintrag #77 vom 04. Dez. 2004 20:36 Uhr Klaus Stützenberger   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Hohlkehlen schleifen

Hallo Thomas!
Ich hoffe daß Du noch nicht angefangen hast an Deinem Flacheisen herumzukratzen.
Denn bevor Du Dir diese Mühe machst empfehle ich es wirklich so zu machen wie ich es beschrieben hab.
55Si7 ist auch ungehärtet ganz schön zäh und hart.
Ein gewöhnliches Handsägeblatt z.B. schon war nach etwa nur 20cm Schnittlänge am A. und brauchte eine ganze Weile.
Ich möchte mir nicht Vorstellen wie lange ich an den Hohlkehlen im Vergleich zu meiner Maschine geschabt hätte.
Da ist es dann insgesamt weniger Zeitaufwand wenn Du etwas mehr in die Vorbereitungen investierst und dann aber Land siehst.
Auch wenn Du mal ein Zweites Stück bearbeiten willst hast Du es dann um so leichter.
Insgesamt würde ich heute aber eine schneller rotierende Maschine mit einem großen Blatt und damit einer wesentlich höheren Schnittgeschwindigkeit verwenden als bei meiner ersten Vorrichtung.
Amadeus

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Eintrag #78 vom 11. Aug. 2005 19:16 Uhr Alexandra Krug  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexandra Krug eine Nachricht zu schreiben.

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Hier mal was unterhaltsames zum Thema Schwertbau: Wolltet Ihr nicht immer schon als blutiger Anfänger ein Damastschwert binnen 4 Tagen selbst geschmiedet haben (unter der Anleitung eines genialen Schiedes)? Ein Arbeitskollege hat dies vor und besucht dazu einen Kurs für 700-! Die Internetseite ist schon sehenswert:
www.institut-pp.com/[…]/Ludwig-Koneberg-Kinesiolog[…]
Viele Grüsse, Ralf

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Eintrag #79 vom 12. Aug. 2005 02:14 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

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Au ja!
Besonders das hier: “…Sind Schwert und Gefäß entstanden, werden wir an einem wunderbaren Ort die Initiation in unserer Mann-Frau Sein vollführen.”
Jau, alles klar ^_^
Giraut

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Eintrag #80 vom 12. Aug. 2005 09:13 Uhr Oliver Höfgen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver Höfgen eine Nachricht zu schreiben.

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Moin,
>(unter der Anleitung eines genialen Schiedes)
Jou, genioler Schiet….

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Eintrag #81 vom 21. Mrz. 2006 17:04 Uhr Raphael Salewa   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Schwertbau - Quettenhärtung

Hallo an alle,
Arno erwähnte vor drei Jahren einmal folgendes Härtungverfahren, um Verzug zu vermeiden:
“ ”Quettenhärtung“, wobei die Klinge zwischen zwei Stahlplatten gespannt wird vor dem Abschreckvorgang. ”
Da ich nun selbst kurz davor stehe ein 115cm langes Schwert zu härten, überlege ich mir schon seit einiger Zeit, ob sich sowas in der Richtung nicht nachmachen ließe.
Dabei habe ich mir folgendes überlegt:
Könnte man nicht sozusagen eine Art “Schwertscheide” als Gefäß für das Härtemedium (in meinen Fall ßl) verwenden, um Härteverzug zu vermeiden ?
Ich habe dabei gedacht an z.B. eine, auf die entsprechende Dicke zusammengedrücke Regenrinne oder sowas ( eventuell sogar eine Holzscheide ?).
Diese schön mit ßl füllen und dann das glühende Schwert “hineinstecken”.
Was meint ihr dazu?
mfg
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Eintrag #82 vom 21. Mrz. 2006 17:18 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Raphael
…Vergisses…
Das mit den Quetten ist ein Industrieelles Verfahren, für welches man ein riesiges ßlbad benötigt, in welchem dann die ganze Quettenvorrichtung mitsamt eingespanntem Werkstück versenkt wird. Dabei muß es außerdem sehr schnell gehen: Raus aus dem Ofen, rein in die Quette, festspannen und ab ins ßl.
Man braucht dafür mindestens soviel ßbung, wie beim Härten “frei Hand”. Der Verzug wird dadurch außerdem nur weniger und lässt sich auch so nicht 100%ig ausschließen.
Das mit der “Härtescheide” würde nur dazu führen, dass Du 1. das heiße ßl ins Gesicht bekommst und das 2. das ßl so schnell heiß wird, dass die Abschreckwirkung nicht mehr ausreichend ist.
Du solltest das entweder eine Härterei machen lassen, oder erstmal mit kurzen, dann immer längeren Stücken üben, sonst wird das nie was.
Außerdem sollte direkt nach dem Härten angelassen werden. Auch da dürfte es einige Probleme geben…
Euer Traumschmied

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Eintrag #83 vom 21. Mrz. 2006 21:29 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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…Hast Du schonmal darüber nachgedacht, wie Du mit reichlich Adrenalin im Blut die enge “Scheidenöffnung” treffen willst, wenn Du dazu nur etwa 2 Sekunden Zeit hast?
Mein ßlbad hat einen Durchmesser von etwa 16 cm und selbst das ist schlecht “einzufädeln”…
Dir fehlt Praxis oder ein Kurs. Komm doch mal vorbei, der Weg könnte sich lohnen.
Euer Traumschmied

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Eintrag #84 vom 22. Mrz. 2006 15:30 Uhr Raphael Salewa   Nachricht

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Habt ja Recht. Das ist die erste wirklich lange Klinge die ich härten will.
Adrenalin im Blut beim Härten? Klar , ein bisschen Aufregung gehört dazu aber nervös war ich dabei eigentlich noch nie. Zur Not könnte man ja eine Art Trichter obendraufsetzen. Aber gut, ich machs erstmal auf die übliche art, obwoh ich keinen Brener habe. Aber das hatte man doch früher auch nicht?
Ja, ich suche schon lange nach einem Schmiedekurs in meiner Gegegend. Sind aber sehr wenige und meistens schon früh ausgebucht. Hab mit jetzt einen für nächstes Jahr Sommer (!) vorreservieren lassen.
MfG
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Eintrag #85 vom 25. Mrz. 2006 14:05 Uhr Raphael Salewa   Nachricht

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Hallo,
So, ich stehe jetzt kurz vor dem Härten. Es ist eine ,wie gesagt 115cm lange, Klinge aus 55Si7 und sie soll einmal scharf werden. Die Kanten sind auf etwa 1mm runtergeschliffen und auch ansonsten steht alles bereit. Nun eine Frage zum eigentlichen Härtevorgang: Manche behaupten man solle die heiße Klinge kurz ins ßl tauchen, dann wieder rausholen und nochmals eintauchen. Mit dieser Methode, sollen Spannungen geringer gehalten werden, da die Restwärme in der Klinge nach dem ersten eintauchen sich nocheinmal kurz ausbreiten kann um Spannungen wieder zu lösen.
Das klingt mir zwar einigermaßen einleuchtend, stimmt aber nicht mit den meisten Beschreibungen, die man sonst so ließt überein:
“das Werkstück ZßGIG aus dem Feuer holen […] und ab damit ins ßl. Zügig, aber nicht zu plötzlich bis zur Angel eintauchen und in Schneidenrichtung hin- und herbewegen. Dabei nicht zu hart an der Wand anschlagen! Dabei kann das Werkstück brechen.
Nach etwa einer Minute sollte das Stück unter 100°C haben, so das wir es wieder entnehmen können.” von Arno , weiter oben zu lesen
Wie soll ichs machen? Das mag jetzt alles klingen, wie Haarspaltereien, aber ich will auf jeden Fall vermeiden, dass das Schwert, an dem ich jetzt so lange gearbeitet habe, kapputtgeht!
P.s. Arno, was macht der C75 ?
MfG
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Eintrag #86 vom 25. Mrz. 2006 15:47 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Raphael
…Das mit Restwärme entnehmen und wieder eintauchen ist eine Art schockartiges Anlassen, was japanische Schmiede häufig machen. Ist was für Könner. Mach `s bitte nicht!
Es ist nämlich so, dass dabei die Rissgefahr sogar größer ist, als beim ununterbrochenem Kühlen, da die Spannungen u.U. größer sind, weil sie plötzlich und nicht allmählich auftreten. Außerdem weiß man nicht, wenn die Erfahrung fehlt, wann der richtige Zeitpunkt zur Entnahme ist. Der 55 Si 7 ist ein guter Anfängerstahl, was das Härten angeht. Solange man in ßl abschreckt (ich würde übrigens Rapsöl von Aldi empfehlen, auf etwa 80°C angewärmt) und die Härtetemperatur halbwegs einhält, sind weder Risse noch übermäßiger verzug zu befürchten.
Direkt nach dem Härten kann man einfach “übers knie” richten, wenn sich doch noch was verzogen hat. Natürlich entsprechend vorsichtig. Anschließend sofort Anlassen!
Die Kante dürfte auf 0,5 mm runter, aber lass es besser erstmal so, wie es ist, das minimiert den Verzug.
Von wegen ck 75 hörst Du von mir, sobald ich Näheres weiß.
Euer Traumschmied

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Eintrag #87 vom 25. Mrz. 2006 22:20 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Leute
Mal eine frage von der seite zum thema“ in schniedrichtung hin und her bewegen”
Das klingt für mich logisch, aber wie wäre es wenn man das ganze in ein härtebecken packt wo das wasser sich durch umpumpen bewegt?? Am anfang des beckens rein, am ende wieder raus. Als kreislauf.
Wäre zwar technischer aufwand aber man würde nicht an die wand stoßen da ja nicht die klinge bewegt wird sondern das wasser.
Gedanke kam mir weil ich im schuppen noch ne gartenwasserpumpe gefunden habe.
Würde was den gleichen effect haben? oder wäre das blösinn??
Grüße
Thomas

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Eintrag #88 vom 26. Mrz. 2006 13:24 Uhr Raphael Salewa   Nachricht

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Hallo,
Klingt ziemlich aufwändig. Es wäre warscheinlich sinnvoll das ßl eher von unten nach oben zu pumpen, da das heiße ßl immer oben ist und somit der Temperaturunterschied oben ↔ unten sehr krass ist. Aber warten wir lieber mal, was die Experten dazu sagen.
MfG
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Eintrag #89 vom 26. Mrz. 2006 13:27 Uhr Raphael Salewa   Nachricht

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Ups, ich sehe grade, dass du von “Wasser” sprichst. Bei Wasser ist der von mir beschriebene Effekt imho nicht soo groß.
Und was passiert, wenn man mit einer Wasserpumpe ßl pumpt, weiß ich auch nicht ^^
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Eintrag #90 vom 26. Mrz. 2006 13:57 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ihr
Der Gedanke, das Kühlmedium zu bewegen, ist naheliegend und deshalb wird das in der Praxis von vielen Härtereien auch gemacht.
ABER:
Das ist nur bei relativ massiven Teilen sinnvoll, um hier z.B. die Abkühlgeschwindigkeit zu erhöhen.
Bei feineren Teilen muß man deshalb mit mehr Verzug rechnen.
Also:
Bei Schwert- und Messerklingen nicht sinnvoll.
Euer Traumschmied

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Eintrag #91 vom 26. Mrz. 2006 19:00 Uhr Raphael Salewa   Nachricht

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So, hab mein Schwert jetzt gehärtet. In alten Staubsaugerrohr mit öl gefüllt. Das Schhwert hatte, als ichs rausgeholt habe, stellenweise (!) solche abgeplatzen Stellen, wie das nach dem Härten üblicherweise aussieht. Also bei meinen Messern war immer der gesamte Härtezunder abgeplatzt. Jetzt ist es, wie gesagt, nur stellenweise. Muss ich daruas schließen, dass mein Schwert auch nur “stellenweise” hart geworden ist?
MfG
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Eintrag #92 vom 27. Mrz. 2006 08:37 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Raphael
Das muß nicht unbedingt etwas heißen. Gerade bei größeren Flächen platzt der Zunder u.U nicht so leicht ab. Hast Du mal mit einer Feile direkt nach dem Härten geprüft? Eine feine, scharfe Feile sollte da so gut wie gar nicht mehr angreifen und einfach drüberrutschen. Probiere dass doch mal an den unterschiedlichen Stellen, dann kann ich Näheres sagen.
Ganz vorsichtig vermutet kann es aber schon sein, dass die Klinge nicht gleichmäßig hart geworden ist…Dann kannst Du den Vorgang aber einfach wiederholen.
Wie hast Du erwärmt und wie angelassen?
Euer Traumschmied

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Eintrag #93 vom 27. Mrz. 2006 14:16 Uhr Raphael Salewa   Nachricht

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Also erwärmt habe ich im Schmiedefeuer mit eigenbauvorrichtung: habe in ein altes staubsaugerrohr (mal wieder ;-) ) viele Löcher reingebohrt, sodass dort , mithilfe eines umgefrehten Staubsaugers, Luft über eine Länge von gut 50cm herausströmte. Diese konstruktion noch neben das hauptschmiedfeuer gelegt und ich hatte eine Art Langfeuer. Mit dieser Apparatur war das Erwärmen ansich sogar ganz gut machbar. Als ich das Schwert härten wollte glühte es eigentlich über die gesamte Länge, wobei es natürlich nicht ganz so gleichmäßig glühte: Manche Stellen waren schon orange während andere noch eher dunkelrot glühten. Hier glaube ich allerdings kaum, dass es überhaupt möglich ist mit dem offenen Kohlefeuer eine absolut gleichmäßige Erwärmung vorzunehemen.
Den Feilentest werd ich auf jeden Fall mal machen wenn der restzunder anständig runter ist, weil so verdreckt mir sonst die Feile total.
Das Anlassen: Tja, ich habe nach dem Härten zwar ein bisschen über dem Feuer sowie mit dem Brenner rumhantiert, allerdings nicht besonders lange… Ich habe schon von mehrmaligen anlassen gehört. Ist das denn wirklich unbedingt nötig dass das direkt nach dem Härten vorgenommen wird?
Zur Not muss ich alles nochmal wiedrholen, auch wenn dann wohl wieder alles mächtig ßööölig bei wird.
MfG
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Eintrag #94 vom 27. Mrz. 2006 17:53 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Raphael
Na, dann wollen wir mal:
- Wenn die Klinge streckenweise rot und Orange war, bedeutet das Temperaturunterscheide von 100 bis 150 °C…Gaaaanz schlecht! Du kannst Dir den Test mit der Feile an sich sparen. Obwohl: Mach`s ruhig mal, Du wirst sehen, dass da deutliche Unterschiede zu spüren sind, die sehr wahrscheinlich mit dem Zunderabwurf zusammenhängen…
- Die Feile ist sowieso versaut, weil sie schnell stumpf wird. Die paar Euro sollte Dir die Sache aber wert sein!!!
- Die riesen ßlsauerei kommt von dem viel zu engen Rohr, in welches Du das ßl gefüllt hast. Mit einem größeren Durchmesser isses deutlich besser.
- Die Idee mit dem Staubsaugerrohr und den Löchern ist gar nicht dumm! Aber: Man kann ohne weiteres im Schmiedefeuer über die ganze Länge gleichmäßig erwärmen, aber man braucht dafür 1. ßbung und 2. eine Vorrichtung, die ich hier in einem älteren Posting beschrieben habe…Hättest Du nochmal nachlesen sollen.
- Anlassen, ohne die Klinge blank zu machen, ist Murks, wenn man keinen Ofen mit Temp.anzeige hat. Ich weiß: Man sollte eigentlich nicht direkt nach dem Härten schleifen. Aber der Federstahl verzeiht Dir das! Aber bitte von Hand oder wenigstens gekühlt, danach entfetten (Aceton), sonst kannst du die Anlassfarben nicht sehen.
Du machst am besten Folgendes:
- Alle nötigen Postings lesen
- Alle nötigen Vorrichtungen bauen (“Regenrinne”, größeres ßlbad, Brenner zum Anlassen bereit stellen)
- Mit einem Stück St 37 ähnlicher Abmessung üben (BITTE AUCH DAS ANLASSEN).
- dann das ganze nochmal.
- Nicht zur Strafe, nur zur ßbung, sonst wird das nix…
Thema Anlassen:
Du fragst:
“Ist das denn wirklich unbedingt nötig dass das direkt nach dem Härten vorgenommen wird?”
JA!!! Sonst würde ich es nicht schreiben.
Du hast nach den Abschrecken Restaustenit, der immer stabiler wird, wenn Du zu lange mit dem Anlassen wartest. Legiertere Stähle können dabei sogar noch vom Bloßen “Rumliegen” Risse bekommen (z.B. Feilenstahl und 2842). der Federstahl bekommt zwar keine Risse, lässt sich aber schlimmstenfalls plastisch verformen, wenn Du das nicht machst.
Du brauchst den Federstahl nicht mehrfach anlassen, aber es schadet auch nicht: Entweder 1 mal eine Stunde “halten” (sehr knifflig mit dem Brenner oder im Feuer), Oder 3 mal 20 Minuten (sehr knifflig mit dem Brenner oder im Feuer), nach jedem Zyklus die Anlassfarben wieder runterrubbeln, dann isses nicht ganz so schwierig.
Viel Erfolg!
Nochwas: Meine Angaben zum Thema Härten sind schon so weit vereinfacht, wie irgend möglich! halte Dich daran!!! Es ist aufwändig, aber mit noch weniger Aufwand kommt nur Ausschuss bei raus…
Euer Traumschmied

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Eintrag #95 vom 27. Mrz. 2006 20:06 Uhr Raphael Salewa   Nachricht

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Ahhrhh, da hab ich ja einiges verkehrt gemacht.
Hab jetzt auch mal den Feilentest gemacht: An den Stellen, wo der Zunder abgeplatzt ist, greift eslbst meine neue, scharfe Feile nicht. An den anderen Stellen ein wenig, jedoch deutlich weniger, als an ungehärtetem Feederstahl (Angel zum Vergleich)
Ich könnte es ja theoretisch nmochmal härten, aber ich denke ich werde doch erstmal wieder kleinere Dingchens versuchen, Messer kann ich ja einigermaßen, weil da is ja auch das Erhitzen viel einfacher.
Apropos Erhitzen: Meinst du das hier: “Eine ”Muffel“ aus Blech bauen. das ist so eine Art Regenrinne vom Querschnitt her (geht auch eckig), nur etwas größer (etwa doppelt so weit).
Diese ”Kuppel“ stellst Du über das Feuer und lässt sie erstmal warm werden (bis zur Rotglut). Das gibt so eine Art Ofen, in dem man wesentlich gleichmäßiger erwärmen kann, als im offenen Feuer. Es geht außerdem schneller, und das ist wichtig!” ?
Wie aber kann ich es damit über die ganze Länge erwärmen? Das versteh ich jetzt irgendwie nicht…
Und Härtegefäß: Hat jemand eine Idee, was man da so nehmen könnte? Vielleicht auch eine Regenrinne? Aber die braucht viiieeelll ßl. Aber das braucht man offenbar, damit nicht spritzt?
MfG
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Eintrag #96 vom 27. Mrz. 2006 20:16 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Raphael
Es ist im namen Aller an der Zeit, sich mal für Deinen Enthusiasmus und Deine Berichte zu bedanken! Denn nur aus Fehlern lernt man…
“Hab jetzt auch mal den Feilentest gemacht: An den Stellen, wo der Zunder abgeplatzt ist, greift eslbst meine neue, scharfe Feile nicht. An den anderen Stellen ein wenig, jedoch deutlich weniger, als an ungehärtetem Feederstahl (Angel zum Vergleich)”
Das war nicht anders zu erwarten.
“Ich könnte es ja theoretisch nmochmal härten, aber ich denke ich werde doch erstmal wieder kleinere Dingchens versuchen, Messer kann ich ja einigermaßen, weil da is ja auch das Erhitzen viel einfacher.”
Sehr vernünftig!
“Apropos Erhitzen: Meinst du das hier: ”Eine “Muffel” aus Blech bauen. das ist so eine Art Regenrinne vom Querschnitt her (geht auch eckig), nur etwas größer (etwa doppelt so weit).“
Exakt! Du kannst auch Schamottsteine o.ä. dafür verwenden, mußt die auch nicht ”mauern“ mit Mörtel, sondern lediglich ”Stapeln“.
”Wie aber kann ich es damit über die ganze Länge erwärmen? Das versteh ich jetzt irgendwie nicht…“
Das Stichwort heißt: ”Wärmestau“. Im offenen Feuer kühlt das werkstück an der Luft mit etwa 30 °C pro Sekunde (!) ab, in der Muffel ist die ”Lufttemperatut“ durchgehend weit höher und damit die Abkühlung deutlich geringer.
”Und Härtegefäß: Hat jemand eine Idee, was man da so nehmen könnte? Vielleicht auch eine Regenrinne? Aber die braucht viiieeelll ßl. Aber das braucht man offenbar, damit nicht spritzt?"
Geh auf den Schrottplatz und besorge Dir ein Rohr mit wenigstens 80 mm Durchmesser.
Euer Traumschmied

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Eintrag #97 vom 27. Mrz. 2006 20:21 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Nochwas:
“Ich könnte es ja theoretisch nmochmal härten, aber ich denke ich werde doch erstmal wieder kleinere Dingchens versuchen, Messer kann ich ja einigermaßen, weil da is ja auch das Erhitzen viel einfacher.”
Du härtest die auf jeden Fall nochmal! Aber erst, wenn Du ausreichend sicher in der Feuerführung bist! Keine Sorge: Das mehrfache Härten ist nicht unbedingt schlecht für das Material. Du kannst dabei zwar deutlich Kohlenstoff verlieren, aber das Gefüge kann nur feiner und damit besser werden…
Euer Traumschmied

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Eintrag #98 vom 28. Mrz. 2006 14:21 Uhr Raphael Salewa   Nachricht

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Von wegen, ich denke es ist vieleher mal and er Zeit, sich für die ausführlichen Antworten unseres Traumschmieds zu bedanken !!!
Und hier direkt noch ein paar mehr Fragen, die er beantworten darf ^^ :
1. Zur Muffel: Die Muffel ist rundherum geschlossen und wird NICHT mit Kohle gefüllt hab ich das richtig verstanden?
Man könnte das ja auch andersherum machen: Muffel, halboffen, mit Kohle füllen. Löcher rein und dann über dem Gebläsestrom hin und her schieben. Aber lassen wir meine Ideen mal lieber, bisher waren sie alle nicht so gut.
Welche Wandstärke ist für eine “Muffel” zu epmfehlen?
2. Wenn ich nochmal härten will, dann muss ich vorher wieder spannungsarm glühen oder?
MfG
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Eintrag #99 vom 28. Mrz. 2006 17:00 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Raphael
Die Muffel ist eine Art “Regenrinne”, also unten Offen. Man stellt das Ding einfach mit der offenen Seite über das Feuer und fertig. Meine ist aus 3 mm Blech und etwa 1,20 m lang.
Den Federstahl mußt Du nicht glühen oder so. einfach nochmal Härten.
Das ist doch mal was Einfaches, oder?
Euer Traumschmied

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