Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Siebe und Siebtöpfe

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Eintrag #1 vom 24. Jun. 2003 22:56 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

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Ich suche nach Informationan über Siebe und/oder Siebtöpfe.
Am liebsten hätte ich Nachweise für’s 12./13. Jahrhundert, aber ich möchte auch gern alle Nachweise für Zeiten danach sammeln, um einen ßberblick zu bekommen.
Gibt es irgendwelche Funde von Sieben? Oder muss man sich ausschliesslich auf Bildquellen verlassen?
Gibt es Bildquellen vor dem 15. Jh.?
Ab wann gibt es Siebtöpfe? in welchen Regionen? Sind die Löcher vor oder nach dem Brand gemacht worden?
Ich habe bisher folgende Informationen:
Stadtluft, Hirsebrei und Bettelmönch
S. 312 rechts oben, ein Sieb in einem Holzschnitt aus dem 15. oder 16. Jh.
(weiss jemand, woraus der Siebboden war? Schon wie die neuzeitlichen aus Draht?)
(Danke an Toby für den Hinweis, auch wenn ich neulich gnatzig war :-)
S. 335 links oben ein Siebtopf aus Ulm, 13./14. Jh.
Im Nürnberger Stadtmuseum sind zwei Siebtöpfe aus dem 14./15. Jh. ausgestellt
In Skandinavien hat es wohl nadelgebundene Seiher gegeben. Konkrete Nachweise kenne ich nicht. Kann da jemand Tips geben? Gab es die Dinger vielleicht doch in Mitteleuropa?
Vielen Dank für Eure Hilfe!
Claudia
*die endlich getreu dem buoch von guoter spise ihre Kirschen durch ein “sip” schlagen will*

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Eintrag #2 vom 26. Jun. 2003 11:28 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

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Theophilus Presbyter beschreibt in “schedula diversarum artium” die Herstellung eines Seihers.
Es soll ein Schuesselchen aus Silber gemacht werde und ein Griff dazu. Dort, wo der Griff an das Schuesselchen stoesst, soll ein Loewenkopf geformt werden, der das Schuesselchen quasi im Maul haelt. An der gegenueberliegenden Seite soll ein Ring zum Tragen angebracht werden.
Der Griff soll mit Niello verziert werden.
Dann soll auf zwei Fingern Breite der Boden des Schuesselchens sehr fein gelocht werden.
(genauen Wortlaut kann ich nachreichen, falls das jemand moechte)
Dieser Seiher ist natuerlich ganz klar fuer den klerikalen Gebrauch, sprich zum Seihen von Wein und Wasser fuer die Messe.
Leider nix fuer die normale Kueche…
Sehr aehnliche Seiher kenne ich schon von den Roemern und auch den Germanen. Material ist in der Regel Bronze, das einzige silberne Paar kenne ich aus dem Fuerstengrab von Gommern.
Gab es sowas auch im Fruehmittelalter noch?
Gibt es mittelalterliche Nachweise dieser Seiher ausserhalb des klerikalen Bereichs?
Gruss, Claudia

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