Eintrag #2 vom 26. Jun. 2003 11:28 Uhr
Claudia
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Theophilus Presbyter beschreibt in “schedula diversarum artium” die Herstellung eines Seihers.
Es soll ein Schuesselchen aus Silber gemacht werde und ein Griff dazu. Dort, wo der Griff an das Schuesselchen stoesst, soll ein Loewenkopf geformt werden, der das Schuesselchen quasi im Maul haelt. An der gegenueberliegenden Seite soll ein Ring zum Tragen angebracht werden.
Der Griff soll mit Niello verziert werden.
Dann soll auf zwei Fingern Breite der Boden des Schuesselchens sehr fein gelocht werden.
(genauen Wortlaut kann ich nachreichen, falls das jemand moechte)
Dieser Seiher ist natuerlich ganz klar fuer den klerikalen Gebrauch, sprich zum Seihen von Wein und Wasser fuer die Messe.
Leider nix fuer die normale Kueche…
Sehr aehnliche Seiher kenne ich schon von den Roemern und auch den Germanen. Material ist in der Regel Bronze, das einzige silberne Paar kenne ich aus dem Fuerstengrab von Gommern.
Gab es sowas auch im Fruehmittelalter noch?
Gibt es mittelalterliche Nachweise dieser Seiher ausserhalb des klerikalen Bereichs?
Gruss, Claudia
