Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Siegel, Siegelwachs, Funktion und Herstellung

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Eintrag #1 vom 29. Aug. 2001 17:22 Uhr Nyna (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Nyna eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Siegel , Siegel auf dem Brief : )

Hallo alle zusammen!
Als mein Freund und ich letztens in einer Ausstellung waren, in der auch viele Bischofssiegel zu sehen sind,(die läuft noch, schaut mal unter Szene/Sehenswertes) bin ich auf den Gedanken gekommen doch mal zu versuchen, so einen Siegelstempel+damals! gebräuchliches Wachs selbst herzustellen. In meinen Büchern steht dazu leider gar nichts, zwar jede Menge Siegelabbildungen, aber nur vor sehr hochstehenden Personen.
Also meine Frage:
Wer siegelte wann, wen oder was ,womit und vor Allem warum???
Ich hoffe mal es gibt solch ein Thema nicht schon irgendwo anders, da unter Benutzung der Suchmaschine nichts gefunden wurde.
Also bis dann,
ich freu mich über jeden Tropfen Wachs von euch!
Eure Angelus

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Eintrag #2 vom 30. Aug. 2001 00:02 Uhr Stephan Zöllner   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Infos unter ...

www.pirna.de/html/siegelrecht.html
(mit großer Lit.-Liste)
Gefunden mit MetaCrawler
Suchbegriffe: Siegellack historisch
Du kannst auch unter Sphragistik weiter suchen
Da Pacem Domine / Domprobst Heinrich von Sponheim

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Eintrag #3 vom 30. Aug. 2001 00:42 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Siegel...

Grüß Euch,
zu den in den Links erwähnten Dingen, wie vor allem, daß es im MA keinen Siegellack gab, sondern nur Wachs und gefärbtes Wachs (!) noch ein kleiner Zusatz.
Oft wurden die Siegel in eine Art flaches Tonschälchen eingegossen, um das doch empfindliche Wachs zu schützen. Dazu waren nicht alle goldenen Siegel echt Gold, sondern konnten blattvergoldet sein.
Die goldenen Siegel waren hochstaatlichen Urkunden vorenthalten (z.B. Goldene Bulle von Eger), ansonsten siegelten auch Kaiser und Könige in Wachs.
Die Päpste siegelten als Sympol ihrer Knechtschaft und apostolischen Armut (peinlich, gelle?) mit ihrem Namen, der Nummer ihres Namenspontifikates in Blei.
Siegel konnten rund, aber auch spitzoval sein.
ßbrigens sind auch Frauensiegel überliefert, d.h. nicht nur der adlig/ritterliche Mann siegelte im MA, sondern auch die Frauen mit eigenen Symbolen, so z.B. der reitenden Dame mit dem Jagdfalken auf dem Arm.
Euer Haduwolff

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Eintrag #4 vom 30. Aug. 2001 07:47 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht zunehmend auch beim niederen Adel

Im 13. Jahrhundert setzte sich auch beim niederen Adel, bei Ministerialen usw. nicht nur zunehmend das eigene Wappen, sondern halt auch das eigene Siegel durch. Häufige Darstellung: Ritter in voller Rüstung.
Gruß
Joachim

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Eintrag #5 vom 30. Aug. 2001 11:09 Uhr Nyna (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Nyna eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Mehr Licht im Dunklen

Guten Morgen!
Erst mal besten Dank für Eure Einträge, jetzt steh ich nicht mehr völlig unwissend da!!
zu 2: Danke für Deine Mühe Stephan und Deine Mail, die links waren wirklich sehr aufschlußreich : )…wär schön da noch mehr rauszubekommen
zu 3: Hallo Hadu! Weißt Du noch mehr über die Frauensiegel? Speziell für mich wäre das noch interessanter * g *
zu 4:Hi Joachim! Gut zu wissen, das man ab dem Zeitpunkt nicht mehr zwingend adelig sein mußte um ein Siegel haben zu dürfen, denn benutzen würd ich´s schon ganz gerne mal.
Da ist ja schon ene ganze Menge zusammen gekommen, nur woraus das Wachs war wäre jetzt noch zu klären und wie die Form hergestellt wurde. Die Bilder, die ich gesehen habe sahen mir so aus, als seien es verlorene Formen. Da hätte ich allerdings schlechte Karten für die Herstellung. Glaubt Ihr, dass es wohl auch andere Herstellunsweisen gab, wie ätzen, gravieren oder ähnliches???
Eure Angelus

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Eintrag #6 vom 30. Aug. 2001 13:18 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rezept für Siegelwachs

Hallo Nina,
schau doch mal unter
www.dueppel.de/lexikon/siegelwa.htm
da findest Du ein Rezept zur Herstellung von Siegelwachs.
Ruth

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Eintrag #7 vom 31. Aug. 2001 08:31 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht nicht so schnell

Vorsicht, Nina, da hast Du meinen Eintrag etwas vorschnell gedeutet. Denn auch wenn zwischen dem alten (Hoch)Adel und Ministerialen die Kluft immer kleiner wurde (bitte z.B. im Ministerialen Thread nachlesen), was sich halt auch in der Verwendung von Wappen/Siegeln äußerte, heißt das noch nicht, das auch andere Bevölkerungsschichten davon betroffen sein mußten. Ich weiß jetzt z.B. auf Anhieb nicht, ab wann Kaufleute siegelten. Außerdem mußte man dazu ja erst mal schreiben können oder schreiben lassen können. Also ich dummer kleiner märkischer Ministerialer kann das nicht, ich zeichne mich nur durch blöd-dumme Treue gegenüber meinen Markgrafen und der Fähigkeit anderen auf den Kopf zu hauen aus.
Joachim

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Eintrag #8 vom 31. Aug. 2001 15:41 Uhr Gabriele Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gabriele Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Siegel

Hi allerseits,
den Sponheimer Urkunden (ca 1290 - 1330) ist zu entnehmen, dass oft, wenn man kein eigenes Siegel besaß, man den Gatten, nächsten Verwandten oder Lehnsherrn bat, an seiner Statt zu siegeln.
Frauensiegel gab es tatsächlich. Die Gräfin von Sponheim Loretta von Salm hatte jedenfalls eins. Wobei man dazu sagen muß, dass sie - solange ihre Söhne unmündig waren - die Regierungsgeschäfte führte.
Dass eine Frau aus dem niederen Adel oder aus dem “Bürgertum” (3. Stand) ihr eigenes Siegel hatte, ist wohl eher unwahrscheinlich.
Ich überfliege die Urkunden zu Hause nocheinmal. Falls sich etwas neues ergibt, melde ich mich nochmal.
Viele Grüße
Gabriele Klostermann

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Eintrag #9 vom 31. Aug. 2001 18:41 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Kaufm. Siegel

Hallo Joachim!
Jedenfalls siegelte schon mal die Hanse “Die Hanse”, Georg Fink, Bibliographisches Institut Leipzig.
Ebenfalls sind Siegel der kaufm. Vertreter des DO im 14, Jhd. erwiesen “Domus Hospitalis Theutonicorum”, Maschke, Verlag wiss. Archiv Bonn.
Jedenfalls schon mal paar Schritte zurück. Vieleicht findet jemand ja noch was späteres…
Gruß
v. Arlen

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Eintrag #10 vom 06. Sep. 2001 12:14 Uhr Nyna (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Nyna eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Läuferstein ?

Hy Ruth,
also das Rezept habe ich mir erstmal sofort ausgedruckt.Wo ich das Fichtenharz weg bekomme weiß ich noch nicht so genau, aber das ist auch nicht so tragisch.
Ich hatte mit Stephan schon gemailt, weil mir nicht so ganz klar war was das genau sein soll, aber es handelt sich wohl um so eine Art Mühlstein, oder liege ich da falsch?
Naja, wie dem auch sei, das ZEug läßt sich bestimmt herstellen.
Jetzt noch mal eine Frage an Alle:
Wie wurde die Siegelvorlage hergestellt???
Aus Ton, war es eine verlorene Form, wurde es graviert oder geätzt?
Oder ist das total egal, Hauptsache es gab einen Abdruck???
Bitte drückt die Tastatur für mich…
Ciao Angelus

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Eintrag #11 vom 06. Sep. 2001 12:48 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Fichtenharz und ?

Hallo Nina,
Fichtenharz heißt auch Burgunderharz oder Picea abies. Es ist ein Harz, daß vor allem zum Räuchern eingesetzt wurde (und auch heute noch wird…).
Eine schnelle Internet-Recherche hat hier schon mal zwei online-Quellen ergeben (gibt es sicherlich auch anderswo, und ich kriege keine Provision…*gr*):
www.floraperpetua.de/onlineshop/rauharze.htm
Zum Thema Mühlstein: ehrlich gesagt, weiß ich nicht genau, worauf sich das beziehen soll… doch nicht auf das verwendete Zinnober?
Ruth

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Eintrag #12 vom 06. Sep. 2001 14:48 Uhr Nyna (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Nyna eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Provision

Hallöle Ruth!
Ich würd mal sagen, wenn ich das Zeug fertig hab, schick ich Dir ´ne Stange? Klumpen?, naja was dabei rauskommt!!
*g* ;o)
Ciao Angelus

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Eintrag #13 vom 07. Sep. 2001 12:55 Uhr Knut Schneider   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Fichtenharz

Hallo Nina,
Fichtenharz kannst Du nach Drei-Könige von den rausgeworfenen Christbäumen abkratzen.
Ich versuche aber dranzudenken, mal in meinem Holzbunker nachzusehen, ob ich noch was habe.
Schönen Gruß Knut, der wandernde Söldner

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Eintrag #14 vom 07. Sep. 2001 13:32 Uhr Nyna (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Nyna eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Einfälle muß man haben!

Hallo Knut,
MAnchmal sieht man den Wald echt nicht vor lauter Bäumen. Danke für den Tipp, werd mich mal auf die Suche nach ein paar harzenden Tannen,äähh Fichten machen. ;o)
Gehab Dich wohl
Ciao Angelus

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Eintrag #15 vom 21. Apr. 2002 11:06 Uhr Elana Adra   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Siegelprägestempel

Ich hab es mit einer Tonform versucht, ging daneben
weil sich der Ton sofort mit dem Wachs angesogen hat.
Mit gebranntem & glasiertem Ton wäre möglich.
Ein Stempel aus Messing gefräst hat sich gut bewährt
und ist auch recht einfach selbst herzustellen.
Im Zweifelsfall frage mal bei einem normalen
Stempelhersteller - viele machen auch noch Siegelstempel.
Grüße

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Eintrag #16 vom 21. Apr. 2002 22:01 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Material..

Grüß Euch,
experimentell hab ich sehr gute Ergebnisse mit Speckstein gehabt. Lässt sich prima bearbeiten, und ist, wenn angefeuchtet, gut vom Wachs zu lösen.
Ob das aber historisch ist, wage ich zu bezweifeln…
miles roma - miles imperatore! Euer Haduwolff

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Eintrag #17 vom 26. Mai. 2002 21:12 Uhr Markus List   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Feuer

Guten Tag.
Mich würde inderessieren ob das Siegelwachs auf das Papier aufgetropft, oder heiß gemacht und aufgestrichen wird. Ich bekomme leider keine richtig schönen Siegel hin. Die meiste Zeit wellt sich das Papier. Außerdem gerät das Wachs jedesmal in Brand und wird schwarz.
Ich hoffe Sie können mir helfen und mir sagen was ich falsch mache.
Mit freudlichen Grüßen, Markus List.

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Eintrag #18 vom 27. Mai. 2002 12:26 Uhr Thomas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nur heißmachen...

nicht auftropfen, so mache ich das.
Ich halte das Wachs über eine möglichst rußarme Flamme, drehe es dabei und passe dem Zeitpunkt ab, an welchem die Oberfläche zu blubbern anfängt. Dann nehme ich das Wachs, lege den Stab in einem Winkel zwischen 30°-45° an und streife es mit einer Drehung am Papier ab (an einem Punkt bleiben, nicht übers Papier rollen). Danach Siegel reingeballert, fertig.
Nicht zu doll aufs Papier drücken, damit auch nur wirklich weiches Wachs abgeht und sich das Wachs schön in den Stempel (Siegel) drückt.
Viel Erfolg…
Beste Grüße, HvE (Thomas)

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Eintrag #19 vom 20. Nov. 2002 12:24 Uhr Thorsten Kaiser   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Specksteinstempel

Hallo,
ich beschäftige mich in letzter Zeit mit jap. und chin. Kalligraphie. Jetzt versuche ich einen Specksteinstempel zu bekommen. Wer kann mir da weiterhelfen?
Mit freundlichen Grüssen, Th.Kaiser

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Eintrag #20 vom 17. Feb. 2003 22:05 Uhr Beitrag anonymisiert

nach oben / Zur Übersicht Siegelllack

Hallo!
Ich habe zu Weihnachten ein edles Siegel mit unserem Familienwappen bekommen.
Nur wie schmelze ich den Lack richtig, so dass das Siegel nicht ständig schwarz wird, ich aber genug Lack zum Stempeln habe?
Muss das Zeug richtig brennen?

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Eintrag #21 vom 18. Feb. 2003 07:18 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht siehe Eintrag 18

Gruß
Joachim

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Eintrag #22 vom 24. Mrz. 2003 20:24 Uhr   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Wachs und Siegel

Siegel
Soweit ich weis wurden viele Siegel in Stein Geschnitten geht z.b. mit Jade (gabs damals noch nicht) oder Achat. Ist aber nicht einfach.
Kann dir aber Adressen von Steinschneidern besorgen ist aber Teuer sind aber auch 3D. Es gibt auch die Möglichkeit in Berlin mit dem Laser aus Metall fertigen zu lasse.
Du kannst aber auch ßtzen (hab ich nur gehört)
Wachs
Frag mal deinen Apotheker. (im Zweifelsfalle schreib mir nochmal) Die haben Harz (Kolophonium wird auch zum schmieren für Geigenbögen hergenommen aber unrein)
Auserdem Rezepte für Siegellack (hab eins aber nicht da ist auserdem mit Blei oder Quecksilber)
Viel Spass
Robert

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Eintrag #23 vom 22. Feb. 2004 16:06 Uhr Heinrich Butschal  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heinrich Butschal eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Siegellack und siegeln

Der Siegellck muß nicht brennen, damit wird er sowieso zu heiss und es bleiben schwarze Krusten und ßderungen im LAck übrig. Letzlich kann man das Siegel hinterher nicht so gut erkennen, weil die Maserung stört.
Besser ist zuerst das Siegel selbst anzurußen, damit es während der nachfolgenden Tätigkeiten wieder abkühlt.
Dann erwärmt man den Siegellack langsam in der warmen Luft über der Flamme, die stange immer drehend, damit es nich vorzeitig tropft. Wenn eine genügend große Menge an der Spritze schon tropfen will, schmiert man drehend den Lack auf das Papier.
Die Temperatur ist jetzt so, dass der Lack nicht am Siegel kleben wird und trotzdem ein fein strukturierter Abdruck möglich ist.
Nun das Siegel auf den Klecks pressen und eine halbe Minute stehen lassen.
Durch den Ruß werden zwei Effekte erreicht:
1. Die Form klebt nicht oder deutlich weniger auch wenn der Siegellack zu heiss war.
2. Der Ruß wird ist in den Vertiefungen des Siegels viel schwächer ausgeprägt als auf der Platte und daher zeigt sich durch Helligkeitsunterscheide das Wappen viel schöner auf dem Siegel.
Beispiele für Siegel auf hellem Siegellack sind hier auf der ersten Seite: www.siegelring.schmuckfabrik.de
Grüße,
Heinrich Butschal
Viele Grüße, Heinrich Butschal www.schmuckfabrik.de

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Eintrag #24 vom 22. Okt. 2004 19:20 Uhr Gerhard Holzinger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gerhard Holzinger eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Die Geschichte des Siegels

Ave,
ich habe folgende fragen, und wäre dankbar, wenn mir jemand weiterhelfen könnte.
seit wabnn werden siegel verwendet?
aus was sind sie (schätz mal wachs, aber so genau weiß ichs dann auch nicht)
und wenn euch noch was dazu einfällt, wär ich sehr dankbar, wenn ihr euer wissen teilt.
es ist nich kein meister vom himmel gefallen, glück für ihn.
holzi

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Eintrag #25 vom 22. Apr. 2006 10:09 Uhr Michael Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Siegel und Siegelwachs

Hallo erstmal.
Ich beschäftige mich schon seit längerem mit Kalligraphie und Schrift. Vor ein paar Wochen ist mir die Idee gekommen das ich mal Wachs siegeln könnte. Von der Idee des kaufens hab ich aber schon nac ein paar Blicken auf die Siegel Abstand genommen. Ich würde es liebere selber machen weil es A teuer ist B ich kann das Motiv selbst aussuchen C Spaß und Individualität D bin nicht von Verkäufern abhängig.
Das war dann aber leichter gesagt als getan. Ein paar Ideen habe ich (mit Hilfe meines Vaters) aber schon:
1. Speckstein zu grvieren (haben noch eine “Gravurfräse”, weiß nich wie man das Teil genau nennt)
2.Ein Metall fräsen. Hier bieten sich Aluminium, Messing oder Zinn an. Aber wo bekommt man Metallplättchen in entsprechender dicke er? Kann man auch einen Metallstab nehmen.
3.Sich ein Siegel mit Zinn gießen.
4.Ein Siegel in Hartplastik fräsen (aber wo bekommt man denn bitte Hartplastikblöcke/Plättchen her?)
5.Ton
So, das wären mal die ideen. Was meint ihr dazu?. Haltet ihr sie für technisch umsetzbar und möglich, praktisch oder unpraktisch? Schreibt eure meinung bitte. Wäre um Hilfe sehr dankbar und bin für neue Vorschläge und Ideen immer offen.
Als Siegelwachs wollte ich Kerzenwachs nehmen, aber auch hier bin ich für Anregungen offen.
Danke schon mal im Vorraus Michael

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Eintrag #26 vom 23. Apr. 2006 09:38 Uhr Michael Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Siegel, Siegelwachs, Funktion und Herstellung

Also dann wiederehole ich meine Fragen noch mal hier und verweise auf den Eintrag unten von mir.
Gruß Michael

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Eintrag #27 vom 08. Mai. 2006 20:35 Uhr Michael Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich habe mir jetzt mal ein relativ einfaches Siegel in Messing gefräst. Ging ganz gut, habe aber ein Problem. Beim Siegel wird nie die ganze Form des Siegels ausgefüllt, es bilden sich Luftblasen. Ich habe die Vermutung das es am Wachs liegt. Verwende einfaches kerzenwachs das sofort an dem messing erstarrt. Ich hab erst einmal mit Siegellack probiert und auch nur zwischen Tür und Angel, aber es schien wesentlich besser zu gehen.
Liegt es am Wachs oder Lack oder am Siegel? Und wo krieg ich vernünftiges Wachs her.
Hoffe es kann jemand helfen
Danke michael
Gruß Michael

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Eintrag #28 vom 08. Mai. 2006 22:21 Uhr Alex (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Alex eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Michael,
im Mittelalter wurden die meisten Siegel aus Wachs hergestellt. Nur mengte man denen etwas bei um ihre Konsitenz zu verändern. Dies machte man, da das Wachs als solches nicht täuglich war. Ab dem 16. Jahrhundert wurde der Siegellack, der aus den Verbesserungen entstand, verwendet. Am Messing liegt es nicht, …
Ps. nicht nur Wachs, sondern auch Blei und andere Materialen konnten je nach Material zum siegeln verwendet werden.
Gute Siegelwachse bekommst du in jedem Schreibwarenladen oder in Internetauktionhäusern.
Auch sollte man beim Kauf die Farbwahl berücksichtigen - unterschiedliche Farben konnten unterschiedliche Korospondenz versiegeln.
Rot zb. amtliche Schreiben.
Allg. noch - Wachs pur ist auch nicht sinnvoll, da man das Siegel leichter unbemerkt öffenen kann - das Siegel sollte ja erst vom Empfänger gebrochen werden.
Mehr fällt mir mom nicht ein - hoffe geholfen zu haben.
Gruß
Alexander

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Eintrag #29 vom 09. Mai. 2006 07:13 Uhr Michael Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

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Danke Alexander,
werde es dann heute gleich mal mit Lack probieren. Da unten stand irgendwas von Fichtenhartz das man vewenden kann, oder Wachs beim Apotheker. Ist das immer noch aktuell?
Gruß Michael

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Eintrag #30 vom 09. Mai. 2006 10:30 Uhr Nyna (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Nyna eine Nachricht zu schreiben.

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Das Problem liegt einfach am modernen Wachs. Parrafinwachs ist für diese Zwecke nicht geeignet, da es bröckelt und sich nur bedingt verformen lässt.
Nimm einfach die authentische Variante Bienenwachs *ggg* Dieser hat gleich ganz andere Eigenschaften und wurde auch lange Zeit für Siegel benutzt…
gruß
Nina
www.sindris-werkstatt.de

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Eintrag #31 vom 14. Jun. 2006 13:22 Uhr Thomas Wernhart  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Wernhart eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo alle miteinander!
Da ich an einem (möglichst realistischen) Mittelalter-Computerspiel programmiere, würden mich ein paar Dinge zum Thema “Siegel” interessieren. Ich habe zwar hunderte Bücher über das Mittelalter, konnte aber bis jetzt nichts brauchbares darüber finden.
1.) Wie sah damals das Wachs zum Siegeln aus? Gab es das Wachs damals schon in Stangen (so wie die modernen Siegel-Lacke)? Oder hatte man ein Granulat verwendet, das einem Löffel erhitzt wurde? Oder hatte man direkt das Wachs von einer brennenden Kerze benutzt?
2.) Viele mittelalterliche Siegel sehen perfekt RUND aus. So als ob man eine Schablone (eine runde Form?!?) dafür benutzt hätte. Ist bekannt, ob man damals soetwas benutzt hatte?
3.) Man sieht oft Siegel, die bei einem Schriftstück unten an einem Pergamentstreifen angehängt sind. Bei Hanse-Dokumenten, auf denen mehrere Städte ihr Siegel hinterlassen haben, ist dies oft der Fall. Ich vermute, dass diese Siegel in eine Form (z.B. eine kleine Tonschale) gegossen wurden, in die dann auch der Pergamentstreifen eingelegt wurde?!?! Hat jemand von euch eine Ahnung, ob solche Dinge tatsächlich benutzt wurden, und wie sie ausgesehen haben?
Liebe Grüße,

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Eintrag #32 vom 04. Sep. 2006 19:03 Uhr Uwe Blöcher  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uwe Blöcher eine Nachricht zu schreiben.

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hallo an alle,
ich hab im letzten Winter Siegel aus Speckstein geschnitten,geht eigentlich ganz leicht.Den Speckstein auf die gewünschte Grösse schneiden,eine Fläche schon mal ganz eben schleifen.Dort kann man dann sein Motiv aufbringen,ich hab mit Nadeln direkt durch die Vorlage durchgestochen.Dann Vorlage weg und mit eier etwas grösseren Nadel(ich hab Kanülen aus dem Krankenhaus genommen)das Motiv bis zur gewünschten Tiefe ausstechen.Danach alle Seiten begradigen und fein schleifen.Die Siegel gehen nach dem man sie auf ca 150-200 Grad erwärmt und mit einem ßl eingerieben und nach dem abkühlen nochmal poliert hat mit Kerzen-oder Siegelwachs ohne zu kleben.
Hoffe Dir geholfen zu haben,
LG Uwe

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Eintrag #34 vom 04. Sep. 2006 22:54 Uhr Johannes Kulick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johannes Kulick eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Thomas!
Zu deiner 3. Frage:
Man sieht häufig sogar noch Reste solcher Holzschalen zum Siegel eingießen an den Siegeln, du gehst also ganz richtig in deiner Annahme.
Grüße
Johannes - www.hildensia.de

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Eintrag #35 vom 15. Sep. 2006 23:18 Uhr Michael Schmidt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Schmidt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo allerseits.
Mich interessiert jetzt mal (auch unabhängig vom Siegeln) allgemein die Herstellung von Wachs bzw. wie ich es selber herstellen kann.
Außerdem würder mich interessieren wo man eigentlich Bienenwachs herbekommt.
Wollte nämlich eventuell mal versuchen Wachstäfelchen herzustellen (oder auch Tontäfelchen).
PS.: Falls den Admins die Diskussion fehl am platze vorkommt entsculdige ich mich für die Arbeit die ich euch gemacht hab.
Gruß Michael

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Eintrag #36 vom 16. Sep. 2006 11:08 Uhr Iris Gillessen-Brandt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Iris Gillessen-Brandt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo!
Würde mich mal mit dem örtlichen Imker auseinandersetzen. Der verkauft vielleicht Bienenwachs (hier bei uns ist das so, denke, das gibts dann auch anderswo) und wenn nicht das, dann weiß er aber sicherlich, wo man es kaufen kann, denn in der Honigproduktion werden oft fertige Waben eingesetzt, die ja bekanntlich aus Wachs sind.
Bei www.dergraveur.de gibt es außerdem ganz gute Infos dazu, z.B. auch ein Rezept zur Herstellung von Siegellack. Die Seite ist zwar schon länger nicht mehr aktualisiert, auf eine Mail mit Fragen bekommt man von Mark aber immer ausführliche Antworten.
Hoffe, ich konnte helfen.
Liebe Grüße,
Iris

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Eintrag #37 vom 25. Sep. 2006 22:54 Uhr Simon Schinagl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Simon Schinagl eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo!
Wir in der Gruppe haben uns auch schon etwas mit dem Thema beschäftigt. Ein Mitglied hat sich dazu im Archiv Urkunden aus dem späten Hoch- bzw frühen Spätmittelalter angesehen. Dabei sind Bearbeitungsspuren deutlich sichtbar. Dem Anschein nach wurde das Wachs mit den Fingern auf den Stempel gepresst. Das Siegel war von grünlicher Farbe, was unserer Recherche zufolge mit Kupferoxyd gefärbtes Bienenwachs ist. Die Pergamentstreifen wurden dabei einfach mit ins Wachs eingeknetet. Der Rand wurde ebenfalls mit den Fingern auf die runde Form geknetet, vermutlich entlang der Kante des Stempels.
Ich habe Belege für Stempel aus Messing und Blei-Zinn Mischung gefunden. Scheinbar gab es einen eigenen Beruf, den des Siegelstechers.
Belege kann ich leider keine liefern, die besagte Urkunde liegt in Passau, die Fertigungsweise ist unsere Theorie dazu. Die anderen Infos habe ich im Netz zusammengetragen, die Seiten weiß ich leider nicht mehr.
Simon - www.Gratia-Dei.de

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Eintrag #38 vom 11. Mrz. 2007 17:44 Uhr Andreas Zillner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Zillner eine Nachricht zu schreiben.

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Tach zusammen!
Ich hätte ein paar Punkte, die ich loswerden will…
-Siegel:
Da gibt es ja die Unterteilung in Herrenwappen (“normaler” Wappenschild), Herrinnenwappen (rautenförmiger Wappenschild, mir bekannt ab etwa 1300 +/- n bißchen was), kirchliche Siegel (spitzovaler Wappenschild)
Die Siegelstempel hatten verschiedene Größen, anscheinend abhängig von der zu besiegelnden Sache, so sind von den Siegeln in meiner Wappenrolle drei etwa 60mm groß (Albrecht alt, Albrecht neu, Leopold groß), die anderen jedoch nur etwa 25mm…
-Verwendung:
bis auf sehr wenige Ausnahmen (bei bislang 46 gesichteten Urkunden etwa 5 Stück)sind alle Siegel in eine kleine Form aus Ton eingebettet, in die vor der Besiegelung die Pergament-/Papierstreifen zur Befestigung an der Urkunde eingelassen wurden.
Diese Methode hat sich im Versuch besser bewährt als das nachträgliche Anbringen dieser Ummantelung.
Insofern es sich um den Abdruck von einem Siegelring handelt (für deren Existenz ich keinen Beleg habe) ist das Material des Wappenträgers sicherlich mindestens Silber; für die Petschaften (also die “großen” Siegel) kann man die Verwendung eines günstigeren Materials, z.B. Messing oder eine Zinnlegierung, voraussetzen.
Interessant ist auch, dass bei fast allen von mir gesichteten Urkunden (auch die von meinem Vor-Poster angeführte) auf der Rückseite des Siegels bzw. der Umhüllung ein Finger- oder ein Fingernagelabdruck zu sehen ist.
-Siegelwachs:
Bei den hoch- und spätmittelalterlichen Siegeln scheint eingefärbtes Bienenwachs verwendet worden zu sein; beim ßffnen der Schutzhülle der von meinem Vor-Poster erwähnten Urkunde fiel mir ein kleines Stückchen eines der anhängenden Siegel entgegen, das anscheinend durch unsachgemäße Lagerung abgebrochen war.
Also haben wir uns zu dritt (ein Mitglied von Gratia Dei, der damals noch bei Batavis Gladii war, der gute “Graf Ulrich von Schaunberg” und ich) dieses Stück hinsichtlich Struktur und Konsistenz genauer betrachten können…
-Farben des Siegelwachses:
Die Siegel haben, vor allem wenn mehrere Siegler vorhanden sind, durchweg verschiedene Farben.
Die Siegel der Aussteller scheinen (aufgrund des Staubs aus Jahrhunderten allerdings schwer zu verifzieren…) meist in Rot gesiegelt zu haben; daneben kommen noch “Schwarz”, Grün und “Natur” vor…
-Technik:
Bewährt hat sich bei uns die Technik, das Siegelmedium in entsprechender Menge in einen (Siegel-)Löffel zu geben.
Dadurch wird das Wachs/ der Lack garantiert durcherhitzt und erhält eine ausreichende Viskosität. Dann einfach den Siegelstempel drauf und gut ist´s!
Was mir allerdings Kopfzerbrechen bereitet sind die Fingerabdrücke auf den großen Siegeln ohne Tonumhüllung…
Eine Theorie, die wir aufgestellt haben, geht dahin, dass der Siegelstempel mit dem Bild nach oben auf den Tisch gelegt wurde, ein (Messing?)Ring drumrum, Urkunde samt Pergament-/Papierstreifen mit Schrift nach unten entsprechend positioniert, heisses Wachs auf den Stempel, und bevor das Wachs wieder fest wurde kurz den Finger drauf…
Jemand Hinweise dazu?

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Eintrag #39 vom 16. Apr. 2007 13:57 Uhr Michael Blank   Nachricht

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Hallo zusammen.
Ich bin noch neu hier, aber finde es wunderbar. Nun meine Frage:
Ich möchte eigentlich auch mal Siegelwachs selbst herstellen, aber leider ist der angegebene Link nicht mehr vorhanden.
Vor längerer Zeit hatte ich mal eine Anleitung, aber dabei ist das Wachs immer im Siegel selbst kleben geblieben. Gibt es da vielleicht eine Lösung im Form eines Zusatzesß
Ich würde mich auf eine Antwort freuen.
Vielen Dank schon mal vorab.
blamieke

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Eintrag #40 vom 30. Jun. 2008 16:29 Uhr Andy Völker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andy Völker eine Nachricht zu schreiben.

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Die Universität Rostock ist noch im Besitz der mittelalterlichen Siegel (1419), diese werden selten auch für besonders wichtige Urkunden noch verwendet.
Dabei ist das Sigel des Senats (=der Universitätsleitung)und das Siegel des Konzils (=der Universität) sowie die Siegel der Fakultäten rund, das Siegel des Rektors und jene der Dekane sind hingegen spitzoval.
gesiegelt wird, indem in eine kleine Metalldose die Siegelschnur eingelegt wird und die Dose anschliessend mit Wachs ausgegossen wird. Dann wird der über einer Flamme erwärmte Siegelstempel in das noch plastische Wachs gedrückt undnach ca einer Minute heruntergenommen.
Die Siegelstempel bestehen aus graviertem Messing und haben Holzgriffe.
Die Wachsfarben geben Aufschluss über die Funktion des Siegelnden:
Souveräne und deren Vertreter siegeln gewöhnlich in rot, Kirchliche Würdenträge in schwarz. Sicher gab es da auch regionale oder zeitliche Unterschiede…
Ein Siegelring, der tatsächlich verwendet wurde ist aus dem 15. Jh erhalten: das kleiune Siegel des Rektors der Ernst-Moriz-Arndt-Universität Greifswald. Der Ring besteht aus gold und ist mit einem Saphier besetzt, in den das herzöglich pommersche Wappen graviert ist.
Im Universitätsarchiv finden sich Siegelabdrücke des Rings auf diversen Urkunden.

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