Eintrag #2 vom 15. Okt. 1999 20:59 Uhr
Stefan Siehoff
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Ein Kettenhemd rostet wie die Hölle, es sei denn, man - schwitzt nicht darin, - kämpft nicht im Regen und - besorgt sich V2A-Ringe. Alles nicht so ganz das Wahre, wenn man einen mittelalterlichen Kriegsknecht, Ritter oder was auch immer darstellen will. Allerdings gibt es einige Kniffe, wie man den Rost recht lange fernhalten kann: - Brünierte Ringe entwickeln zwar auch Rost, dieser liegt jedoch auf der Brünierung und läßt sich verhältnismäßig leicht entfernen - Lagerung des Hemdes in éinem geölten Tuch (kriechfähiges, basisches ßl, vorzugsweise Ballistol, wenn man den Geruch verträgt) - regelmäßiges Tragen (ein ewig lange feucht eingekellertes Hemd sieht nachher garantiert nicht mehr gut aus. Zugegeben, es gibt auch V2A-Ringe, die recht echt aussehen (mal abgesehen davon, daß der Draht damals eher einen ovalen oder rechteckigen Querschnitt hatte, soweit ich weiß. Außerdem: Wer sich nicht die Arbeit macht, sein Hemd zu vernieten, bleibt immer bei der rein optischen Originalgetreuheit, da mag die Benutzung von rostfreien Ringen verzeihlich sein. Lediglich VERZINKTE Ringe sind ein No-no, die sehen wirklich etwas zu modern aus, soweit es mich betrifft. Gruß, Stefan
