Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Spanische Reiter (Lagerbefestigung)

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Eintrag #1 vom 28. Jun. 2007 14:11 Uhr Benedikt (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Benedikt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo!
Mich würden nähere Informationen zum Spanischen Reiter als Lagerbefestigung interessieren.
Laut dem Wikiartikel:
de.wikipedia.org/wiki/Spanischer_Reiter_(Barriere)
Sollen diese einfachen Befestigungen schon seit dem Mittelalter bekannt sein.
Meine Gedanken dazu sind bisher, dass sie wohl zumeist vor Ort hergestellt wurden, da man sie ja recht schnell und einfach aus Holz und Schnur imporivisieren kann.
Allerdings fehlen mir Belege und nähere Informationen.
Wie sahen diese aus? Seit wann werden sie benutzt?
Wann werden sie benutzt? (nur bei Belagerungen zur Sicherung oder auch auf Märschen mit längerer Verweildauer im Lager im Feindesland?)
Im Moment stelle ich mir einfache Holz-X’e vor, welche zusammengebunden und am Ende an eine Querstange gebunden werden und aufgestellt werden.
Als Material wird man sich vor Ort besorgt haben, was benötigt wurde.
Weiß hier jemand näheres?

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Eintrag #2 vom 28. Jun. 2007 20:01 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo
Soweit ich weiß waren die ersten Spanischen Reiter einfach nur Fichten, die man fällte und das Reisig und die kleinen ßste entfernte, sodass nur noch Stamm und dicke ßste überig waren, die in alle Richtungen wegstanden. Im Quelltext (Karfunkel Kombat Nr.1) ging es um die Ottonenzeit d.h. es gibt die Spanischen Reiter schon mind. seit 1000 Jahren. Eingesetzt wurde sei meistens zur zusätzlichen Befestigung von Burgen, Städten oder Dörfen. Um Feldlager zu befestigen wurden, denke ich, leichtere Palisaden verwendet.
Gruß
Martin

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Eintrag #3 vom 29. Jun. 2007 11:51 Uhr Benedikt (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Benedikt eine Nachricht zu schreiben.

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Danke für deine Info!
Wie muss man sich diese Palsiaden vorstellen?
Nennt Karfunkel Quellen in dem Artikel zwecks weiterer Recherche?

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Eintrag #4 vom 29. Jun. 2007 16:04 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo
Quellen habe ich keine gefunden, nur ein Bild eines Spanischen Reiters, der im Freilichtmuseum Pfalz Tilleda steht. Wie die Palisaden genau aussahen, weiß ich nicht. Ich stelle mir vor, das leichte Palisaden einfach nur angespitzte Stöcke waren, die schräg (etwa im 45° Winkel) mit etwa 40 cm Abstand in den Boden gerammt wurden, um Kavellerie abzuwehren. Bessere Palisaden waren Mauern aus aneinandergereiten Baumstämmen, die oft zusätzlich mit einem Erwall befestigt waren. Das Material dafür gewann man durch das ausheben eines Grabens. Oft wurden beide Palisadenarten und ein Graben hintereinander aufgestellt. (ist auch bei Karfunkel so beschreiben, wobei es um die Belagerung von Regensburg im Jahre 945 ging) . Notfalls kannst du dich ja an den Römischen Palisaden orientieren, was ich mit meinen Beschreibungen zur schwereren Palisade auch gemacht habe. Die waren zwar im MA sicher schon veraltet, aber die Römer waren das ganze mittelalter hindurch ein Vorbild. (Z.B. “De Bello Gallico” war eine Pflichtlektüre für jeden Adeligen).
Gruß
Martin

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Eintrag #5 vom 11. Jul. 2007 13:38 Uhr Benedikt (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Benedikt eine Nachricht zu schreiben.

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In dem Museum wurden, so wie ich das sehe, einfach Bäume gefällt und erhöht auf Pfosten festgemacht. Die ßste dienen dabei als Spitzen und habe den Vorteil, in alle möglichen Richtungen wegzustehen.
Eine recht simple und schnell herzustellende Variante, die durchaus denkbar ist.
Auf www.furor-normannicus.de/ger/lager/schanzwerk.html gibt es ziemlich unten eine Abbildung eines spanischen Reiters, der einfach zusammengebunden wurde.

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Eintrag #6 vom 02. Okt. 2007 00:43 Uhr Dieter Graf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dieter Graf eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo
den Begriff “Spanische Reiter” als mobile Feld- und Lagerbefestigung gibt es erst seit dem 17. Jahrhundert. Während der Türkenkriege und noch bis zum spanischen Erbfolgekrieg wurden manche Musketiereinheiten an Stelle der Musketengabeln mit sogenannten “Springstöcken” ausgerüstet. Dies waren kurze, ca. 2 m lange Spieße mit einer verstellbaren Musketenauflage in der oberen Hälfte und eisernen Spitzen an beiden Enden. Mit Hilfe auf Wagen mitgeführter Balken, die kreuzweise in kurzen Abständen durchbohrt waren, konnte man sehr schnell die “Spanischen Reiter” herstellen indem man einfach die Springstöcke durch die Bohrungen steckte, und so ein auch für Reiter undurchdringliches Hindernis ständig bereit hatte. Im Zeughaus in Graz sind alle diese Gerätschaften noch in großer Zahl erhalten. Die Springstöcke verschwinden dann mit der Einführung des Bajonetts.
Dieter

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Eintrag #7 vom 28. Jun. 2008 17:47 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

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Versteh ich nicht.
Wenn ich von Reitern angegriffen werde brauch ich doch eigentlich mein Schießgerät. Brauch ich das, brauch ich auch den Stock zur Auflage, oder?
Ich stells mir unpraktisch vor, wenn der dann gerade als spanischer Reiter fungiert.
Grüße

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