ich arbeite auf märkten (ich war bis jetzt zwar erst bei einem mit dabei, aber es kommen ja noch welche)auch mit speckstein und ich nehme einfache raspeln die handgefertigt wurden (aus metal) und zum schmirgeln sand oder grobe stoffe. ich stelle allerdings nur schmuck her, da ich mich an große gefäße noch nicht ran traue. ach ja, je dunkler der speckstein ist, desto härter ist er auch.
Hallo. Was die Anspielung auf meine Dekoartikel angeht: Ich und Jens haben mittlerweile auch mit dem sog. weißen norwegischen Speckstein rumprobiert (Flachguß in Silber, Zinn und 50%-Goldlegierung) Zinn funktioniert ganz ordentlich, das war so bei 400-600°C, aber bei den anderen Sachen gerät das Gußstück an der Formseite blasig, selbt bei eingebranntem Stein. Vieleicht gibt es da einen Trick den wir noch nicht rausgefunden haben. Jemand der sich damit auskennt, dessen Namen ich aber ohne Nachfrage nicht einfach rausposaunen will empfielt für bestimmte Speckseingegenstände, zum Beispiel Essgeschirr den übrigens auch in Nordeuropa vorkommenden dunkelgrünen oder braunen Speckstein. Das Material ist nicht ganz so hochwertig wie das ebenmäßige weiße oder hellgrüne, da anderweitige Steinpartikel eingeschlossen sind (z.B. schwieriger zu polieren). Diese Steinsorte wird heute aus wirtschaftlichen Gründen in ßbersee abgebaut (Größere Vorkommen, billigere Arbeitkräfte, bestechliche Berhörden…). Da man es nicht, wie z.B. den weißen industriell in weitem Maße nutzen kann, landet das Zeug, wie alles was der Mensch nicht wirklich braucht halt in der Dekoabteilung! Viele sog. weiße/grüne Speckseine oder Sp.-Arikel die man heute zu kaufen kriegt sind übrigens Pressware aus Industrieabfällen (ich habe sowas selbst mal verkauft, mea culpa).
Hallo Christoph, Tiegel und Töpfe aus Speckstein waren in der Wikingerzeit weit verbreitet und wurden, ua. von Norwegen, exportiert. (Es gibt Funde von Schiffsladungen.) Es sind auch Spinnwirtel und Essesteine aus Speckstein nachgewiesen. Häufig fand Speckstein als Gußform für Metall Verwendung. Im Ostseeraum liegt eine große Funddichte vor. Dies gilt sowohl für “wikingische” wie auch für slawische Siedlungsgebiete. Als Kochgeschirr wurden Specksteinpfannen noch bis in dieses Jahrhundert zum langsamen Garen von z.B. Brateier auf dem Kohleherd verwendet. Mir liegt ein Fachaufsatz von I. Gabriel vor, den ich Dir gern in Kopie zuschicken kann. Sylvia PS. Aus meiner Erfahrung ist es zwingend europäischen Speckstein zu verarbeiten. ßberseeimporte an Deko-Schalen etc. erfüllen nicht den selben Zweck.
Hallo! Mein Wissen in Sachen Speckstein: Wurde als Geschirr (Becher, Schüsseln, Töpfe) verwendet. Meine praktische Erfahrungen haben gezeigt, das Speckstein als Essgeschirr allerdings nicht so der Hit ist, die Teile sind ziemlich schwer, werden trotzdem unten heiß und verkratzen sehr schnell. Als Kochgeschirr kann man sie ähnlich benutzen wie glasierten Ton, aber sie sind etwas hitzeempfindlicher, im E-Herd verlieren sie ab 100°C ihre Farbe und werden grau (nicht weiter tragisch), man kann aber prima kleinere Aufläufe oder so darin machen oder Sachen drin warmhalten. Im/am Lagerfeuer platzen sie gerne oder bekommen Sprünge, allerdings ist mir noch keiner ganz kaputt gegangen. Zum Garen taugen sie da nicht so viel, gerade bei kompakteren Sachen wie Auflauf oder Teig ist das Innere oft roh wenn das ßußere verbrennt, aber Warmhalten und aufwärmwn sind kein Problem. Ziemlich prima ist Speckstein für Dosen und kleine Töpfchen mit Deckel. Die benutze ich für meine “Kosmetika”oder Küchen- kräuter. Die Sachen die ich habe sind alle gedrechselt, also wahrscheinlich nicht 100% “A”. Ich kann aber gerne mal Bildmaterial schicken.
Moin, ich war mir nicht so ganz sicher, vielleicht war es der Threat, oder er wurde gelöscht… bin ganz gerne mal ungenau ;-) Wußte nur, daß ich mal was in dem Zusammenhang gepostet habe… Sicher ist nur eins: ich hab hier noch Speckstein rumliegen und da lassen sich sogar mit der Spitze eines Brieföffners Kontouren einkerben… als Werkzeuge zur Bearbeitung kommen also tatsächlich diverse Messer oder ähnliche Metallwerkzeuge (weiß nicht, ob es da was Spezielles gab) in Frage. Wenn du also Speckstein bearbeiten möchtest, dann halte Dich an für die Zeit einschlägige Schnitzutensilien… sofern nicht jemand etwas genaueres weiß!? Zum Polieren benutzt Du vorzugsweise Wasser und Sand… bin mir nur nicht sicher, welche Unterlage gut ist… Hier endet mein Latein nun wirklich! Bis denn
Hi Marcus! Ich hab mal die Threats durchgeschaut und habe nur im Thema “Mittelalterliche Handarbeiten” in Threat Nr.956 2-3 Einträge gefunden (nicht wirklich viel und eigendlich mußte ich das, was da drin stand schon vorher). Hab ich vielleicht den Threat den Du meinst übersehen? (Was bei dieser Anzahl von Themen nicht verwunderlich ist!!!) Wenn ich Ihn übersehen haben sollte - dann SORRY!! CU
Hi Christoph, zwar gabs schon mal einen ähnlichen Eintrag zu diesem Thema, aber man ist ja nicht so… Speckstein ist relativ weich, läßt sich also vergleichsweise einfach mit Schnitzwerkzeugen bearbeiten (wird zumindest in Ost-Afrika heute noch so gemacht). Ich denke, daß die Wikinger ähnliches werkzeug benutzt haben, aber ich lasse mich auch gerne eines Besseren belehren. Bis denn
Hallo! Ich suche Informationen über Speckstein bei den Wikingern! Wie wurde der Speckstein bearbeitung und benutzt? Welche Arten von Werkzeugen und Gegenständen sind bisher ausgegraben worden? etc…… Ich hab zwar schon einige Infos in Büchern gefunden, doch um auf Mittelaltermärkten Specksteinarbeiten darzubieten, reicht mir mein bisheriges Wissen darüber nicht Also, schreibt alles was Ihr darüber wißt!!!!! Danke!