Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Sprüche, Floskeln, Grüße

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Eintrag #18 vom 15. Dez. 1999 13:32 Uhr Manu (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Manu eine Nachricht zu schreiben.

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Ich hab auch was “den Löffel abgeben” kommt daher, dass die ärmeren Leute früher nur einen Löffel besassen, den sie mit dem Tode an einen Nachkommen weitergaben. Habe ich mal in einem Freilichtmuseum gehört (Kommern?) Gruß Manu

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Eintrag #17 vom 15. Dez. 1999 11:42 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen! Ich habe bezüglich des “Blauen Montages” bzw des Begriffes “blau sein” eine andere Version gehört, über deren Glaubwürdigkeit ich allerdings nichts sagen kann, daher stelle ich das mal hier zur Diskussion. Montags wurde Blau gefärbt (warum eigentlich Montags?). Als Beize bzw. Lösungsmittel wurde Urin verwendet. Wenn nicht genügend Urin gesammelt werden konnte, sorgten die Färber selbst dafür, indem sie sich ordentlich einen getrunken haben und dann in die Färbertröge pinkelten. Irgendwann waren dann natürlich alle so besoffen (blau), das sie nur noch in der Gegend herum lagen und nicht mehr arbeiten konnten. Was meint Ihr? Tschö, wie der Rheinländer sagt.
Jörg

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Eintrag #16 vom 15. Dez. 1999 10:39 Uhr Wolf Zerkowski  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolf Zerkowski eine Nachricht zu schreiben.

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PS. alles gut nachzulesen in “Friesische Formenlehre in Tabellen”, III Amrum, zusammengestellt von Ommo Wilts, Husum 1995. Ein Unterrichtsbuch in sehr übersichtlichen Tabellen; trocken, aber für Lernwillige unverzichtbar. bit naist tooch
Gott zum Gruß und allzeit sichere Wege.Arfast Harksen

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Eintrag #15 vom 15. Dez. 1999 10:13 Uhr Wolf Zerkowski  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolf Zerkowski eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Phillip, auch Tschüß besser Tüss kommt aus dem friesischen. Der Abschiedsspruch heisst richtig “ik skal nü tüs” ich soll nun nach Hause übrig bleibt “Tüs” daraus entwickelte sich das Tüss oder Tschüss also dann Tüss
Gott zum Gruß und allzeit sichere Wege.Arfast Harksen

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Eintrag #14 vom 15. Dez. 1999 09:26 Uhr Wolf Zerkowski  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolf Zerkowski eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ivain, Moin moin ist nicht der Gruß sondern die Antwort auf den Gruß. Wie du schon richtig dargestellt hast lediglich die Verdoppelung des angebotenen schönen Tages um zu zeigen, daß man ebenfalls einen schönen Tag wünscht in diesem Sinne moin moin
Gott zum Gruß und allzeit sichere Wege.Arfast Harksen

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Eintrag #13 vom 15. Dez. 1999 08:33 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Wolf : Und was heißt dann Moin Moin ? Schön schön ? Eigentlich ist ja Moin Moin der richtige Gruß, und 1 Moin für die faulen.
Ivain

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Eintrag #12 vom 15. Dez. 1999 08:29 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen. “Deere” ist die Kurzform von “habe die Ehre” (Sie kennenzulernen/Ihnen zu begegnen/des Umgangs mit Ihnen usw.). “Lunte riechen”- Büchsenlunten sind mit Salpeter getränkt und verbreiten einen stechenden Gestank. Wenn also irgendwo jemand mit Handbüchsen im Hinterhalt liegt, merkt man das oft am Geruch. “Spießbürger” wurden von unseren Freunden, den Rittern, oft abfällig die städtischen Aufgebote genannt, weil diese häufig mit Spießen bewaffnet waren (und den Onkels zu Pferde damit gehörig aufmischten!). “Pfründe sichern”- sich um eine (Alters)versorgung kümmern. Pfründe waren eine mittelalterliche Altersversorgung, so eine Art Heim mit Vollverpflegung. Durch regelmäßige Zahlungen während seines Arbeitslebens erwarb man Ansprüche auf einen Platz. “Bader oder Bischof”- Ausdruck für “Alles oder Nichts”
Dietrich

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Eintrag #11 vom 15. Dez. 1999 07:53 Uhr Nikolaus Hofbauer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaus Hofbauer eine Nachricht zu schreiben.

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Morgen, die Grußformel “Grüße dich Gott” kann ich vollbestätigen, sie ist in vielen Gebieten ßsterreichs “Gang und Gebe” (wo kommt das eigentlich her ?). Dort heißt es eher mehr wie “Grias di god” aber die hochdeutsche Version ist im sakralen Bereich immer noch üblich. Interessant ist z.B. auch die Grußformel “Deere”, oder wie man das auch immer schreiben mag, sie ist in Niederöstereich üblich. Wo das wohl herkommt ? in diesem Sinne Servas… Nikolaus

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Eintrag #10 vom 14. Dez. 1999 22:25 Uhr Wolf Zerkowski  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolf Zerkowski eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, ich kann etwas zu dem hier ja oft verwendeten “moin” zum besten geben. Es hat nichts mit Morgen zu tun sondern kommt aus dem friesischen. Der korrekte Gruß lautet “mooien Dag” = schönen Tag mooi = schön Die maulfaulen friesen liessen das Dag einfach weg, blieb also mooien, daraus wurde die Kurzform moin
Gott zum Gruß und allzeit sichere Wege.Arfast Harksen

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Eintrag #9 vom 14. Dez. 1999 22:19 Uhr Raimund Oeser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Raimund Oeser eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Dich Phillip!! So weit ab vom eigentlichen Weg bist Du nicht! Das lupfen des Hutes ist auf das Absetzen der Kappe gegenüber einer höhergestellten Persönlichkeit als Zeichen der ehrerbietung und Demut zurückzuführen. Diese Sitte hat sich ja heute auch noch in den Kirchen erhalten. Ebenso wie der militärische Gruß (Hand ans Barett). Der kommt wohl aus den Turnieren. Die Riddäas haben zum Gruß der hohen Herrschaften vor der Ehrentribüne das Visier aufgeschoben. Diese Geste hat sich bis in die heutigen Tage erhalten. Und einen hab ich noch: “Der Blaue Montag”. Das war der Tag, am welchem die Färbergesellen frei hatten, da Blau gefärbt wurde. Das Rezept für diese Farbe war damals recht wertvoll und nur den Meistern bekannt. Es wurde beim Ausscheiden des Meisters an seinen Nachfolger weitergegeben. Sollte ein Meister zu Tode gekommen sein, bevor sein Geschäft von einem Gesellen übernommen wurde, so ging dieses Rezept wohl verloren. Auch heute ist es noch so, daß man von einem “alten” Handwerksmeister der Färberinnung (Textilveredelung) nur schwer das Rezept bekommt. Soviel dazu, ich harre der Dinge, die da noch kommen mögen…
Wieland von Ruebenau

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Eintrag #8 vom 14. Dez. 1999 22:09 Uhr Ger von der Osten - Sacken   Nachricht

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Moin allerseits, das mit dem “Grüße Dich Gott” scheint nicht weit ab zu sein. Hatte mal eine Kollegin aus Augsburg, die so etwas ähnliches in der anscheinend dort üblich Mundart als Grußformel verwendete. Auch wenn ich es nicht wiederholen, geschweige denn aufschreiben könnte, waren diese Worte durchaus wiederzuerkennen. Ganz andere Redensart (gestern im Zusammenhang Hygiene noch drüber gesprochen :-) ist, “es ausbaden müssen”: Das kam lt. der Multimedia CD ´Die Stadt im Mittelater´ und einer schriftlichen Quelle, an die ich mich leider nicht erinnere wo sie steht, vom Badetag her, an dem nacheinander die ´Bütt bestiegen´ wurde. Der Letzte in der Reihenfolge hatte also die ´Freude´ am schon ziemlich dreckigen und wenn überhaupt, nur noch lauwarmen Wasser und mußte zudem die Bütte leeren und säubern - es also ´ausbaden´. Wenn ich mich jetzt richtig erinnere, war es eine beliebte Methode zu Maßregeln in Familien oder sonstigen Lebensgemeinschaften für Fehlverhalten im kleineren Maßstab… Ger

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Eintrag #7 vom 14. Dez. 1999 18:29 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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GRßSS GOTT ist die, über die Jahrhunderte veränderte, Süddeutsche Restform von “Ich erbitte für Dich Gottes Gruß (gotes gruoze)”. (Gruß = Segen). Die gleiche Wurzel hat das nördlich des Weißwurstäquators gebräuchlichere “Guten Tag”, deren mittelalterliche Originalform “Gott beschere Dir”, oder “Gott gebe Dir einen guten Tag”, lautete. Nachzulesen bei FUHRMANN, HORST “ßberall ist Mittelalter”.
Gotes gruoze entbeitet Euch Pater Anselm

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Eintrag #6 vom 14. Dez. 1999 18:16 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Hilmar! für die Gardinenpredigt gibt Dieter Breuers in dem Buch Ritter, Mönch und Bauersleut eine ähnliche Erklärung an. Sylvia (Dragomira)

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Eintrag #5 vom 14. Dez. 1999 17:37 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Alle Bei der Führung auf der Marksburg wird die Herkunft des Wortes “Gardinenpredigt” so erklärt: Wenn einer der Ehepartner dem anderen eine ebensolche halten wollte, so zog man sich ins Bett zurück, zog die Gardinen zu und stritt dann in der so entstandenen Abgeschiedenheit, vor neugierigen Mithörern geschützt. Ist imo eine recht witzige aber einleuchtende Erklärung. Aber ist sie auch richtig?
Hilmar Becker (Henricus vom Raam)

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Eintrag #4 vom 14. Dez. 1999 16:51 Uhr Philipp Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Philipp Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Ein Bayer (der gleiche, von dem ich weiß, daß mit Servus tatsächlich das lat. Wort gemeint ist) sagte mir, das es ursprünglich “Grüße Dich Gott” geheißen haben soll. Wie gesagt eine humanoide Quelle, und damit unzuverlässig… Tschüß (und woher kommt das schon wieder?) Philipp

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Eintrag #3 vom 14. Dez. 1999 16:47 Uhr Philipp Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Philipp Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, schönes Thema! Grüße: In einem populärwissenschaftlichen Magazin (schäm, rotwerd) habe ich mal gelesen, daß daß Anheben des Hutes beim Gruß darauf zurückzuführen ist, daß man den Helm abgenommen hat, um seinem Gegenüber friedliche Absichten zu demonstrieren. Befinde ich mich da auf einem Weg, der in den Wald geht, und dort plötlich aufhört, da er nur zum Holzabtransport genutzt wird? ;-) Servus (Dein ergebenster Diener), Philipp

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Eintrag #2 vom 14. Dez. 1999 16:44 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Einen Spruch, den ich mir nicht erklären kann, ist das bekannte ´Grüß Gott´. In der Form ist das ja eine Aufforderung, nämlich die, Gott zu grüßen. Selbst wenn man annimmt, daß wie beim ´Grüß dich´ das ´Ich´ verschluckt wurde, ergibt es keinen Sinn, da ´Ich grüß Gott´ noch immer kein Hallo an den Gegenüber ist. ratlos
Ivain

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Eintrag #1 vom 14. Dez. 1999 16:39 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Hi. Hier soll es um Sprüche und ihre Wurzeln gehen. Aus welchem Zusammenhang wurden Sprichworte geboren, was bedeuten Worte, die heute zwar selbstverständlich sind, deren Ursprung einem aber meist nicht bewußt ist ? Also dann, volle Mundart vorraus.
Ivain

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