Nur ein kurzes Zitat von der Homepage www.freimarkt.de, zur Historie des Bremer Freimarktes:
Die Wurzeln des Bremer Freimarktes liegen im Mittelalter. Das älteste deutsche Volksfest begann am 16. Oktober des Jahres 1035, als Kaiser Konrad II. dem bremischen Erzbischof Bezelin die Jahrmarktsgerechtigkeit verlieh. Seit diesem denkwürdigen Herbsttag hatte die Stadt die Erlaubnis, zweimal jährlich Markt auf dem Kirchhof “Unser Lieben Frauen” abzuhalten. Ohne jede Beschränkung und Rücksicht auf die einheimischen Zünfte konnten Kramer und Wandersleute nun ihre Waren verkaufen - eine neu gewonnene wirtschaftliche Unabhängigkeit, an die noch heute der Name “Freimarkt” erinnert.
Von 1035 an hat jeder nachfolgende Kaiser das Jahrmarktsprivileg regelmäßig erneuert. Franz II. war der letzte, der 1793 den Bremer Kaufleuten diese Erlaubnis erteilte. Danach entschieden die Hanseaten selbst, ob und wann sie Markt halten wollten.
Auch Hildesheim war zu dem Zeitpunkt bereits Bistum und entwickelte auch schon erste städtische Züge, aber so richtig als Stadt würd ich’s erst später bezeichnen.
Essen war zu diesem Zeitpunkt meines Wissens nach noch nicht Stadt, doch Köln und Dortmund waren schon da. Ist ziemlich schwer zu dieser Zeit etwas zu finden, da die meisten Städte noch über keine eigenständige Verwaltung verfügten.
Ein guter Einstieg wäre “Die deutsche Stadt im Mittelalter” von Evamaria Engel ISBN 349196135. Ich habe das Buch gerade gelesen, das gibt´s jetzt bei Padmos für 9,95. Es ist sehr fundiert recherchiert und bezieht sich sehr stark auf den norddeutschen Bereich. In der ausführlichen Bibliographie und Quellenangabe findest Du sicher noch spezifischere Informatione.
Erwarte aber für das 11. Jhdt. nicht zuviel, richtig los geht´s in dem Buch erst ab dem 13. Jhdt.
eine genauere Eingrenzung wäre hier gut. Zählst du Friesland und Niederlothringen hierbei dazu?
Diese Provinzen gehören zwar zum Reich dazu, ob man sie aber (vor allem Friesland) als “deutsch” bezeichnen kann..?
Ich möchte beide Provinzen hier mal außen vor lassen und nur auf das Herzogtum Sachsen eingehen.
Ich fürchte fast, daß du da relativ wenig finden wirst und das gleich aus zwei Gründen.
1. Gibt es tatsächlich relativ wenig Städte im nordwestdeutschen Raum zu dieser Zeit.
Bremen, Minden, Osnabrück, Paderborn, Münster und Vreden (südlich Bentheim), Essen und Verden, Hamburg als Bistümer bzw. Erzbistümer, sind mir da als “größere Städte” bekannt.
Vielleicht solltest du da mal nachforschen?
2. Beginnt sich meines Wissens eine wirklich “städtische” Archivierung und Dokumentation erst im Laufe des 13. Jh in größeren Städten zu etablieren.
Literatur die sich nennenswert mit dem Leben in den Städten befasst, setzt meines Wissens daher auch erst mindestens hundert Jahre nach “deiner” Zeitstellung ein.
Ich denke wirklich daß du am ehesten Erfolg haben könntest, wenn du bei einigen der oben genannten Städten mal anfragst was (und Ob überhaupt) dort die Archive so hergeben.