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Eintrag #12 vom 23. Feb. 2006 16:33 Uhr Andreas Schatten   Nachricht

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Malzeit zusammen!
Wir haben vor kurzer Zeit einen Beschusstest mit einem Nachbau einer franz. Kriegsarmbrust (ca. 1480) durchgeführt.
Daten in Kurzform:
Armbrust Zuggewicht: 400kg (Stahlbogen)
Zuglänge: 23 cm (gespannt mit Wippe)
Bogenweite an Sehne: 86 cm
Bolzengewicht: ca. 150 g
Bolzenlänge: 45 cm
Bolzenspitze 4-Kant: 12 cm
Geschossen wurde auf 1,5mm Stahlblech plus vernietetes Kettenhemd und 2cm Holzbrett.
Der Bolzen durchschlug dieses “Sandwich” locker!
Im 45 Grad ball. Schuß erreichten wir 500m!
Kernschußweite 80m
Bilder hier:
www.Hirschensteiner.de/seiten/Armbrust/[…]/beschus[…]
Gruß Andi
www.hirschensteiner.de

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Eintrag #11 vom 23. Feb. 2006 16:16 Uhr Heiner Michels  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiner Michels eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wenn es ft/s sind...

… dann läge die Leistung nur bei 28 Joule. Und das bei 180 kg? Hmmmm, alles komisch…
Zu den Werten im “Knight…”: Interessante Werte! Steht auch drin, wir die ermittelt wurden (experimentell oder rechnerisch)?
Zu den Brusten und Brüsten: Naja. Was schön ist, kann ja jeder für sich selbst entscheiden, oder? Was den korrekten Plural von Armbrust angeht, ist “Armbrusten” tatsächlich ebenfalls im Gebrauch. Dabei dürfte es aber mindestens genauso falsch wie Armbrüste sein, nicht wahr? Oder kann das mit den “Brusten” mal bitte jemand genauer erklären und begründen?
Was die “Herleitung des Wortes” angeht: Mit arbalista (mlt) und arcuballista (spätlt) als Ursprung und dem bekannten Wort “Ballista” (Plural “Ballisten”) im Deutschen könnte man, wenn man wollte und wenn es sinnvoll wäre, die “Armballista” kreieren, deren Plural dann “Armballisten” wäre und so versuchen, gegen die Brüste und Brusten eine endlose und verlorene Schlacht zu schlagen :D. Nur so ein Gedanke…
Gruß,
Heiner

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Eintrag #10 vom 23. Feb. 2006 14:52 Uhr Oliver Kräutle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver Kräutle eine Nachricht zu schreiben.

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Andi Bichler:
Hier die Leistung der “stärksten”:
Zugkraft des Bogens: ca 180kg
Höchstschussweite: bis 300m mit 46g Bolzen
Gemessene v0: 113m/sec (Bolzengewicht 46g)
Hi Andi,
ohne dir o. deiner Arbeitsgruppe nahe treten zu wollen (Dies meine ich im vollen Ernst !!), aber die Energie (294 Joule ) dieser Armbrust erscheint mit unglaublich !
- So erzielt die High-Tech-Armbrust (Bogen aus Kohlefaser) von MacBumm (ebenfalls 20 cm Nettoauszug, fast wie eure A.), bei 33 kg Auszuggewicht nur 34 Joule (ca. 1 Joule pro kg), eure A. aus 180 kg stolze 294 Joule (= 1,6 Joule pro kg) !!
D.h. eine Verfünffachung des Zuggewichts bringt bei euch
eine Verachtfachung der Energie !
- Bei den anderen High-Tech-Armbrusten (Bogen aus Glasfiber) sieht es ähnlich aus:
Gegen die “Excalibur Exomag” (102 kg Auszug / 144 Joule = 1,4 Joule pro kg) hat eure A. das 1,7 Faches Zuggewicht aber das 2 Fache an Energie, obwohl der Auszug nur 47 % dieser A. beträgt.
Und wie ich oben schrieb: die Auszugverlängerung um 6 % erbringt eine 21 % erhöhte Energie = Klar, da bei einer größeren Auszuglänge die Bogenkraft eine längere Zeit auf den Pfeil einwirken kann, und gleichzeitig sich die Bogenspannung erhöht
( Energie= Kraft * Weg ).
Habt ihr bei eurem Messgerät vielleicht m/s mit ft/s verwechselt, oder war es vielleicht fehlerhaft ?
Ich frage deshalb nach, weil in meinem Schützenverein es auch schon ein paar mal vorkam, dass m/s mit ft/s verwechselt wurde, oder gar Gramm mit Grain.
Gruss
Rüdiger

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Eintrag #9 vom 23. Feb. 2006 14:47 Uhr Andreas Bichler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Bichler eine Nachricht zu schreiben.

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@ Andrej - danke für die Infos!
Die 31cm sind die Netto-Auszugslänge. Tatsächlich verfügbar sind 21cm.
Viele Grüße
Andi

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Eintrag #8 vom 23. Feb. 2006 09:21 Uhr Oliver Kräutle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver Kräutle eine Nachricht zu schreiben.

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Entschuldige wenn ich nachfrage,
aber ist dies die “netto” Auszuglänge,
in der Literatur wird mal angegegeben die Länge bis zum Bogen, und ein andermal die reine Auszuglänge.
Bei eurer (und vor allem bei all den mittelalterlichen Armbrusten) Armbrust sieht es eher nach 20 cm aus.
Gruss
Rüdiger

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Eintrag #7 vom 23. Feb. 2006 09:10 Uhr Andrej Pfeiffer-Perkuhn  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrej Pfeiffer-Perkuhn eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Andreas,
“the Knigth and the Blast Furnace” gibt folgende Werte an, um einer Rüstung zu durchschlagen und mindesten vier cm einzudringen. Sprich jemanden wirklich zu verletzen. Es wird dabei vom optimalen Einschlagwinkel ausgegangen.
Rüstung aus Stahl mit mittlerem Kohlenstoffanteil, ungehärtet, z.B: Mailänder Fertigung:
2mm Stärke: 192,5 Joule (231 J)
3mm Stärke: 330 Joule (396 J)
Rüstung aus gehärtetem Stahl, z.B. ein Innsbrucker Harnisch:
2mm Stärke: 262,5 Joule (315 J)
3mm Stärke: 450 Joule (540 J)
Die werte in Klammern beinhalten auch einen Aufschlagswinkel von 30 Grad, da ein optimaler Winkel durch die Formgebung der Rüstung nahezu ausgeschlossen werde kann.
Gegen Kugeln vervielfach sich dieser Wert aufgrund der anderen Geschoßeigenschaften.
Schöne Grüße
Andrej

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Eintrag #6 vom 22. Feb. 2006 11:52 Uhr Andreas Bichler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Bichler eine Nachricht zu schreiben.

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Die liegt bei 31cm.
Viele Grüße
Andi

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Eintrag #5 vom 22. Feb. 2006 11:09 Uhr Oliver Kräutle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver Kräutle eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Andi,
und wie groß war die Auszuglänge, bzw. die Beschleunigunglänge dieser Armbrust ?
Gruß
Rüdiger

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Eintrag #4 vom 21. Feb. 2006 20:28 Uhr Andreas Bichler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Bichler eine Nachricht zu schreiben.

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Und welcher Energie bedarf es nun zum Durchschlagen einer Rüstung?
ßbrigens - danke für die “Aufklärung”
A. Bichler

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Eintrag #3 vom 21. Feb. 2006 16:49 Uhr Andrej Pfeiffer-Perkuhn  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrej Pfeiffer-Perkuhn eine Nachricht zu schreiben.

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Wenn ich dazu im “the Knight and the Blast Furnace” lese welche Energie es braucht um selbst eine ungehärtete Rüstung zu durchschlagen, fühle ich mich doch schon erheblich sicherer.
ßbrigens, auch wenn der Duden Armbrüste als Mehrzahl zuläßt, ist Armbrusten sowohl schöne als auch von der Herleitung des Wortes her sinnvoller. Die Armbrust hat nämlich nix mit der Brust zu tun.
Schöne Grüße
Andrej
Andrej

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Eintrag #2 vom 21. Feb. 2006 15:56 Uhr Andreas Bichler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Bichler eine Nachricht zu schreiben.

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Wir haben uns vor längerer Zeit mal mit dem Thema Armbrust beschäftigt. In diesem Zusammenhang wurden einige samt Hornkompositbögen rekonstruiert ( www.historiavivens1300.at/realien/armbrust.htm )
Hier die Leistung der “stärksten”:
Zugkraft des Bogens: ca 180kg
Höchstschussweite: bis 300m mit 46g Bolzen
Gemessene v0: 113m/sec (Bolzengewicht 46g)
Zur Leistung der mittelalterlichen Armbrust noch Literatur:
Egon Harmuth, Die Armbrust, Ein Handbuch, Graz 1986
Viele Grüße
Andi Bichler
www.historiavivens.at

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Eintrag #1 vom 20. Feb. 2006 09:34 Uhr Oliver Kräutle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver Kräutle eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Leute,
was mich mal interessieren würde, wäre die effektive Stärke von mittelalterlichen Armbrüsten.
Ich meine damit nicht nur das Zuggewicht, sonder auch die Pfeilgeschwindigkeit und damit die verbundene Energie !
Dass man nicht unbedingt von einem hohen Zuggewicht auch auf eine hohe Energie schließen kann zeigt folgende Untersuchung:
Aus der “Dissertation Wundballistik bei Pfeilverletzungen.pdf” von “Mac Bumm” weiß man, dass ein Langbogen ein schlechter Futterverwerter ist, und dies nehme ich von den Stahlarmbrüsten ebenso an:
So erreicht ein Langbogen bei einer netto Auszuglänge von 50 cm und einer Zugkraft von 52 lbs , bei einem Pfeilgewicht von 35g, eine v0 44,1m/s und eine Energie von nur
34,77 Joule.
Selbst ein “ Warbow” aus der \\\“Mary Rose\\\”, die 1545 in Plymouth Harbour sank, hatte lediglich
119 Joule,
bei einem Auszug von bis zu 72cm (brutto?), einer Zugkraft von gigantischen 150 lbs, einem Pfeilgewicht von 60 g, und einer v0 von 63 m/s.
Dagegen hat ein moderner Compoundbogen, bei einer Zugkraft von nur 59 lbs, einem Auszug von 51 cm, einem Pfeilgewicht von 39g, schon eine v0 von 66,9m/s, und eine Energie von
88,36 Joule.
Was mir bei einer ma-Armbrust auffällt, ist zwar die enorme Zugkraft, aber die sehr geringe Auszuglänge. Diese Auszuglänge “gewährt” aber eben dem Peil eine längere Beschleunigungsphase und eine Spannungszunahme (Erhöhung der lbs)
Wie entscheidend die Auszuglänge sein kann sieht man daran, dass die high tech Armbrust bei “Mac Bumm” (73,6 lbs) nur
34 Joule bei einem Auszug von 20 cm hat, aber die “Excalibur Exomag” (225 lbs) z.B.
144 Joule ( 32,8 g Pfeil bei 94 m/s) bei einem Auszug von 42 cm.
Die Excalibur Exocet (200lbs) hat nur
119 Joule ( 27g Pfeil bei 94 m/s) bei einem Auszug von 39,3 cm, bei exakt dem gleichen “Wurfarmmaterial”, d.h. allein die Auszugverlängerung um 6 % erbringt eine 21 % erhöhte Leistung.
Also stelle ich hier die Frage, hat jemand die Pfeilgeschwindigkeit einer ma-Armbrust gemessen bzw. darüber gelesen ?
Rüdiger

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