Man nehme den Sachsenspegel zur Hand (Heidelberger Version) und sehe sich die entsprechende Tafel von Eike von Repgow an, die in Form eines Bauernkalenders dargestellt sind:
Das erste Bild soll an den Lämmerzehnt erinnern, der zu Walpurgis (1. Mai) fällig wird.
Zu St. Urban (25. Mai) hat der Nutzungsberechtigte die Früchte von Obst- und Weingarten verdient.
Der Fleischzehnt ist am Johannistag (24. Juni) fällig.
Am St. Margarethentag (13. Juli) ist der Kornzehnt fällig.
Am 15. August muss der Gänsezehnt entrichtet werden (zur Zeit der Wurzmessen).
Der St. Bartholomäustag (24. August) ist nach Eike von Repgow ein allgemeiner Zehnt-Tag, den er nicht näher bestimmt “ist allerlei Zins und Pflege fällig”.
Neben dem Zehnt für die weltlichen Herrscher, kam ja noch derjenige, der der Mutter Kirche anheimviel.
Gruß
Frank
+Pax. Frater Hermann ab Monastre, Cellerar minor zu Werden
viel hab ich nicht gefunden, nur dies als grobe Richtlinie:
Im Buch “Die deutschen Cäsaren” (ISBN 3-426-03606-1) steht im Kapitel über Friedrich I. geschrieben, daß die Lombarden etwa das viereinhalbfache an Abgaben erbrächten, als die deutschen Städte zusammen und zwar 30 bis 35 Talente p.a. In aktuellem Geld seien das 25 564 594 - (50 Mio. DM).
Das durch viereinhalb ergibt 5 681 020,80 - was dann ja dementsprechend die deutschen Städte p.a. hätten zahlen müssen.
Bleibt nur noch eine Frage: Kennt jemand den aktuellen Kurs Euro/Talent?