Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Stoff für Waffenrock/Wappenrock und Umhang f. Templer 13.Jhd

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Eintrag #2 vom 03. Jul. 2003 12:33 Uhr Thorsten Blinn   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Ich nehm mal an...

das beides aus Leinen gemacht war.
Aber heut zu Tage gibt es soviel Leinenarten…
Feinleinen, Blusenleinen, grobleinen,…
Welches Leinen wäre denn sehr warscheinlich “A” :-) ? Bzw. welches habt Ihr evtl. benutzt und wo gekauft?
Danke schonmal im vorraus!
Thorsten B.

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Eintrag #3 vom 03. Jul. 2003 14:26 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht überhaupt

Ist es überhaupt wahrscheinlich, dass Waffenrock und Umhang aus Leinen war ?
Die zivilen Pendants dieser Kleidungsstücke waren doch eher aus Wolle, oder ?
Grüße von der Spree
Ulli

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Eintrag #4 vom 03. Jul. 2003 14:45 Uhr Thorsten Blinn   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht o.k.

Leinen, Hanf oder Schafwolle für Umhang und Waffenrock, das ist hier die Frage…
Thorsten B.

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Eintrag #5 vom 03. Jul. 2003 16:03 Uhr Claus Winhard   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Wolle

Nachdem Leinen für ßberbekleidung im HMA kaum verwendet wurde, sondern eher als Futter und für Unterbekleidung, ist davon auszugehen, daß der Waffenrock wie auch der Mantel aus Wolle bestanden, vermutlich mit Leinen gefüttert.
LG,
Claus

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Eintrag #6 vom 03. Jul. 2003 16:42 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wolle!

Nehme auch mal stark an,dass Wolle verwendet wurde. Für den Umhang garantiert Wolle/ Loden, die mit Leinen gefüttert wurde. Schließlich erfüllt der Umhang dann auch seinen Zweck, vor Nässe und Kälte zu schützen, zuverlässiger als Leinen.
In dem Johaniterthread war glaube ich eine auflistung der zu verwendenden Ausrüstungsgegenstände und Kleider.
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #7 vom 04. Jul. 2003 07:49 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wolle, Seide, Leinen

Der Waffenrock hatte ja ursprünglich den Sinn, den Rüstungsträger vor der Sonneneinstrahlung zu schützen (vermutet man). Das macht besonders in den ursprünglichen Wirkungsstätten der Templer durchaus Sinn. Und da könnte man (lediglich eine Vermutung) auch Leinen verwenden. Mein entsprechender alter Johanniterwaffenrock ist aus Leinen, den für meine weltliche Darstellung in unseren Breiten ließ ich aus Wolle nähen (und zudem andersfarbig füttern: Seide oder Leinen ist OK).
Was den Mantel/Umhang betrifft: hier wie dort ganz klar WOLLE. Alternativ wird auch bei den Templern immer wieder gern ein Bettlaken verwendet, wovon ich aber abrate.
Grüße aus der Mark
Joachim
von
Marca brandenburgensis AD 1260
Märkisches Leben zur Zeit der Askanier www.brandenburg1260.de

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Eintrag #8 vom 04. Jul. 2003 10:09 Uhr Klaus Ragen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus Ragen eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Mantel

Schnitt des Mantels?
Halb/Dreiviertelkreis aus einzelnen Segmenten oder liege ich da falsch?
Verschluß mit Fibel (wenn ja, welcher Art?) oder Tasseln?
Danke
Phantasie ist unser guter Genius oder unser Dämon. (Immanuel Kant)

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Eintrag #9 vom 04. Jul. 2003 10:10 Uhr Thorsten Blinn   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht o.k.

Danke Joachim…
Nach einigen Nachforschungen und nachfragen bei einigen Templern kam ich auf die gleiche Lösung, wie du beschrieben hast:
Wappenrock → Leinen
Umhang → Wolle
Thorsten B.

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Eintrag #10 vom 04. Jul. 2003 16:40 Uhr Andreas Endlich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Endlich eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Alsow ir von der IGT

Haben es auch so gemacht den Habbit aus schwerem leinen und der Mantel aus wolle.
Aber wenn mehr dazu wissen willst gehe mal auf
www.templer-netzwerk.de
Gebuin von Löwenstein

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Eintrag #11 vom 05. Jul. 2003 02:19 Uhr Thorsten Blinn   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Das Templerforum...

… kenn ich natürlich. Aus google und von verschiedenen Seiten, die darauf verlinken.
Trotzdem Danke!
Thorsten B. ( ICQ: 76120016 )

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Eintrag #12 vom 12. Nov. 2003 21:30 Uhr Christian Sdzuj  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christian Sdzuj eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Taseln

Eine andere Frage zu dem Thema.
Mit was schlossen die Templer ihre Mäntel.
Sind Tasseln in ordnung?
Christian

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Eintrag #13 vom 13. Nov. 2003 11:45 Uhr Ronald (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ronald eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schmuck bei Ordensrittern

Hallo,
ich bin zwar kein Experte für die Darstellung des Templerordens, aber bei den Johannitern war es d. die Ordensregel untersagt sich mit Schmuck (dazu würde ich Tasseln zählen) zu behängen.
Zwar waren die Templer wesentlich dekadenter als der Johanniterorden, aber ich würde von der Nutzung abraten und eher eine geschnürten Variante empfehlen.
Grüße Ronnie
Man kann die eigene Qualität nicht dadurch heben, dass man mit dem Finger auf andere zeigt (A.Sturm)

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Eintrag #14 vom 13. Nov. 2003 12:35 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ...

Im NESAT Band Neumüster wird auf einen Befund aus einer Berliner Grabung in Bezug auf Mäntel hingewiesen. (einschl. Rekonstruktionsvorschlag) Ich meine mich an einen Zusammenhang mit Templern erinnern zu können.
Sylvia Crumbach
Projekte zur lebendigen Geschichte n.e.V.

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Eintrag #15 vom 13. Nov. 2003 18:51 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht nachgesehen

NESAT V
Textilsymposium Neumünster
Archäologische Textilfunde - Archaeological Textiles
4.-7.5.1993
Das Manteltuch des Tempelritters, Textilfragmente aus einer Berliner Dorfkirche
Annelies Goldmann
Seite 137-146

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Eintrag #16 vom 13. Nov. 2003 20:44 Uhr Christian Peter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christian Peter eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ordensstatuten

In den Ordenssatuten wird mehrfach auf die Kleidung , Ausrüstung eines Tempelritters eingegangen. Auch steht darin ausdrücklich , dass kein Schmuck an Kleidung ,Bewaffnung, Zaumzeug usw. zu tragen ist. Ich könnte die Artikel zitieren , aber ich glaube nicht , dass die Taverne Einträge über 3 - 4 DIN A4 Seiten verträgt :-)
@ Thorsten: Komm doch einfach mal vorbei und schau dir die Statuten an oder kopier sie dir. Ist ja um die Ecke.
Gruß Euer Pepe aka Nikolaus Vogt von Hunolstein

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Eintrag #17 vom 14. Nov. 2003 09:25 Uhr Ronald (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ronald eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht .. Thema fürs Ordenstreffen ?

Moin Moin …
sagt mal wären die Bekleidungsvorschriften der einzelnen Orden nicht ein Thema das für das Ordenstreffen interessant wäre .. Ich finde schon !
Macht Euch doch mal Gedanken, ob ihr nicht Lust habt 2004 daran teilzunehmen .. Dann könnten wir “Bekleidung und Ausrüstung” einfach mal zu einem Seminarpunkt machen.
I.d.S.
Ronnie
Man kann die eigene Qualität nicht dadurch heben, dass man mit dem Finger auf andere zeigt (A.Sturm)

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Eintrag #18 vom 18. Nov. 2003 10:08 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht einfache Tasselschnur

Hallo Ronald,
benutzt man den Begriff ‘Tasseln’ im ursprünglichen Sinne, also Quasten oder die offenen Enden eines einfachen verknoteten Bandes, würde ich gerade diese Verschlußvariante als besonders einfach und daher geeignet für einen Ordensrittermantel ansehen.
Ruth
“Zicke-Zacke-Hühnerkacke” (V. von Bülow)

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Eintrag #19 vom 08. Jan. 2006 14:52 Uhr Daniel Herbort  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Herbort eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kreuz auf Wappenrock - Aus welchen Stoff?

Hallo,
bin gerade dabei mir einen Wappenrock für meine Deutschritterdarstellung zu nähen. Dabei stellt sich mir nun die Frage aus welchen Stoff ich das Kreuz zum Aufnähen machen soll. Da der Wappenrock aus Leinen ist liegt natürlich Leinen nahe doch da habe ich jetzt ein kleines Farbproblem. Bisher habe ich noch kein reines Leinen in schwarz gefunden.
Im Prinzip könnte ich auch noch Reststoff vom weissen Wappenrock färben. Um eine einigermaßen authentische Schwarzfarbe (wird wohl weniger intensiv gewesen sein als heutiges schwarz) zu bekommen wollte ich möglichst nicht mit modernn chemischen Farbstoff färben.
Nur wie bzw. wo bekommt man Naturfärbemittel her die schwarz färben?
Zu fast allen möglichen Farben habe ich schon Sachen oder Anleitungen gefunden nur für scharz bisehr noch nichts zufriedenstellendes.
Daniel

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Eintrag #20 vom 08. Jan. 2006 17:23 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Admin-Hinweis

Beitrag 18 wurde hierher verschoben.

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Eintrag #21 vom 08. Jan. 2006 20:53 Uhr Elisabeth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Elisabeth eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Daniel,
Zum Thema Schwarzfärben… generell kann man mit Schwarzerlenrinde und einem Entwicklungsbad mit Eisensulfat schwarz färben. Allerdings gehe ich davon aus, daß das “schwarz” bei Leinen eher grau ausfallen wird. Bei Wolle könnte es klappen, aber da sollte man sich vielleicht überlegen, daß es etwas unsinnig ist, weiße Wolle schwarz zu färben, wenn man gleich schwarz(braun)e Wolle nehmen kann :) (Quelle für Schwarzerlenrinde: der Förster oder Nachbar deines Vertrauens)
Irgendwie kommt mir das Thema grad so bekannt vor?! Aber ich find’s nicht wieder…
Zum Thema Leinen vs. Wolle bei der Stoffwahl allgemein äußere ich mich nicht, da keine Ahnung ;)
Viele Grüße, Elisabeth

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Eintrag #22 vom 09. Jan. 2006 08:17 Uhr Daniel Herbort  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Herbort eine Nachricht zu schreiben.

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Moin,
das mit dem schwarz färben bezog sich auch mehr auf Leinen.
Ich habe zwar noch etwas schwarzen Wollstoff aber daraus wollte ich nicht unbedingt das Kreuz für den Wappenrock machen.
Sieht mir dann doch etwas zu “plüschig” aus. :-)
Daniel

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Eintrag #23 vom 09. Jan. 2006 10:21 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
das sagen die historischen Quellen:
Innsbrucker Handschrift (1330):
Schwarz: vergorene Wallnußschalen sieben Tage färben; Galläpfel mit Eisens(feil-)spänen
Nürnberger Kunstbuch (15.Jh.)
Schwarz: Erlenrinde, Alaun und Eisens(feil-)späne auf Leinen und Wolle
Es ist auch mehrfach überliefert (bspw. aus Nürnberg), das Tuch erst mit Indigo dunkelblau gefärbt, und dann mit Krapp nachgefärbt (unter dem Zusatz von Eisen?)wurde. Das wird nach eigener Erfahrung sehr dunkel.
Literatur:
Ploss, Emil- Ernst. Ein Buch von alten Farben. Technologie der Textilfarben im Mittelalter mit einem Ausblick auf die festen Farben. Heidelberg/ Berlin 1962
Gruß,
David
www.familia-ministerialis.de

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Eintrag #24 vom 09. Jan. 2006 12:56 Uhr Daniel Herbort  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Herbort eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo David,
das letzte hört sich wegen dem “sehr dunkel” recht interessant an.
Beim ersten ist mit “sieben Tage färben” gemeint, dass ich den Stoff sieben Tage lang in der Suppe lasse und gelegentlich mal durchrühre, richtig? Kommt das Stoff danach noch in ein Bad mit Galläpfel und Eisensspänen (Eisensulfat?) oder kommt das Zeug in die Walnußbrühe?
Da ich mich bisher noch nicht näher mit dem Selbstfärben beschäftigt habe wäre es vielleicht noch interessant zu wissen wie gut die anderen Methoden färben. Vielleicht auch mit Hinblick auf die Beständigkeit und Haltbarkeit der Färbung.
Wo bekommt man eigentlich Eisensulfat her? So wie es scheint werde ich das wohl auf jeden Fall brauchen, egal ob ich mit Walnußschalen oder Erlenrinde färben möchte.
Muss ich den Stoff (in meinen Fall Leinen) noch irgendwie vorbereiten?
Wie sollte ich am besten vorgehen? Vielleicht weiss auch jemand wieviel man von den jeweiligen Zutaten für ein möglichst intensives schwarz und eine bestimmte Menge Stoff braucht. Nicht, dass ich mir viel zu wenig oder viel zu viel Zeugs besorge.
Daniel

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Eintrag #25 vom 09. Jan. 2006 19:28 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich habe die Rezepte auch noch nicht ausprobiert, bis auf einen Schnipsel (nur so zum Erkenntnisgewinn) Waid+Krapp+Eisen. Deshalb kann ich dir dazu auch nicht mehr sagen.
Der Umgang mit Eisenesulfat ist in puncto Dosierung etc. nicht gerade einfach. Es erfordert etwas Geschick keine Flecken zu erzeugen.
Die Innsbrucker Handschrift meint hier zwei Vorgehensweisen. Walnuß (erst gären lassen, dann sieben Tage färben) und Eisen+Gallen. Aus zweiterem wurde wohl vornehmlich Tinte erzeugt.
Die Wallnuß musst du warscheinlich sehr hoch dosieren, etwa ein Teil Stoff zu vier- fünf Teilen Schalen (trocken!). Ich habe mit Walnuß ohne Gärung bisher nur (Wolle) braun gefärbt, um es dunkler zu bekommen würde ich mit Eisensulfat experimentieren.
Die Färbung über Waid (Indigo) und Krapp ist sehr kostspielig.
Chemikalien bekommmst du bei: www.kremer-pigmente.de
Färbedrogen hier: www.naturtuche.de
David

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Eintrag #26 vom 09. Jan. 2006 20:27 Uhr Johannes Kulick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johannes Kulick eine Nachricht zu schreiben.

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oder hier: www.traub-wolle.de
Johannes - www.hildensia.de

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Eintrag #27 vom 09. Jan. 2006 22:01 Uhr Daniel Herbort  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Herbort eine Nachricht zu schreiben.

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N’Abend!
Habe mich jetzt auch mal selbst versucht etwas schlau zu machen.
Dabei bin ich auf der Seite www.lederkram.de auch auf eine Seite (unter Wissen & Tips → Authentisch Färben) mit den Rezepturen des breits erwähnten Innsbrucker Manuskipts gestossen. Dort wird aber folgendes wiedergegeben:


Nim grün nusschaln vnd stozz die vnder einander vnd lazze das siben tag vaulen in einem hevelein vnd da mit verb schwarcz varb.
Nehme grüne Nußschalen, zerreibe sie und lasse sie sieben Tage in einem (Steingut?) Topf verrotten, um damit eine schwarze Farbe zu machen.


Klingt für mich als wenn man zuerst die Nußschalen 7 Tage gammeln lassen soll und anschliessend die Brühe zum Färben nimmt.
Denke das werde ich mal ausprobieren und auch zusätzlich mit ein wenig Eisensulfat experimentieren. Letzeres soll ja angeblich ziemlich heftig wirken um Farben dunkler zu machen.
Jetzt stellt sich für mich nur noch die Frage der Verhältnisses der Nußschalen zur Wassermenge für die Färbebrühe. Die hohe Konzentration um schwarz zu erhalten sollte kein Problem sein da ich momentan nur genug Stoff für die schwarzen Kreuze färben möchte und kein komplettes Gewand. Also zum Ausprobieren genau richtig.
Eine Frage hätte ich aber noch. Ich habe schon an einigen Stellen gelesen das man den Stoff (besonders Leinen) noch vorbehandeln soll mit Vorbeize. Meist habe ich in diesen Zusammenhang Alaun gelesen
Daniel

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Eintrag #28 vom 09. Jan. 2006 22:25 Uhr Johannes Kulick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johannes Kulick eine Nachricht zu schreiben.

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Leinen mit Alaun zu beizen, bringt meines wissens nach nichts, da das Alaun eine Reaktion mit den Eiweißen tierischer Fasern eigeht, die pflanzlichen Stoffen fehlen. Auch meine praktische Erfahrung lehrt das. Ich habe im Zusammenhang mit Leinenfärbung mal etwas von Tanin gelesen, hab das selber aber noch nicht ausprobiert.
Gruß,
Johannes - www.hildensia.de

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