Ja, da sieht man das schön und es ist vermutlich kein Beispiel für die verkehrte Welt wie die Unterhose bei der Frau oder das Haarnetz beim haspelnden Mann …
klar wird es die allgemeingültige Lösung nicht geben. Ich wollte nur klar wissen, ob es dieses Thema hier noch bei spekulativen Ausloten der Möglichkeiten ist, oder ob es schon konkret belegbares gibt/gab. Das war mir persönlich aus dem bisher hier Geschriebenen nicht klar ersichtlich.
ßber eine bildliche Darstellung die überhaupt erstmal eine Befestigung zeigt wäre ich dementsprechend froh.
Leider kann man da aber nich das Material erkennen, nur dass offensichtlich das Band unter dem Knie befestigt ist ohne Tunnelzug o.ä.
Ich sagte ja auch nicht, dass es keine Abbildungen gibt, nur das diese selten sind.
Das Material der Bänder bleibt also weiterhin spekulativ, es wird aber wohl das damals bekannte und erhältliche verwendet worden sein, vielleicht auch je nach Geschmack und Gegend verschieden….
Die !!! Lösung wird es wie bei so vielem nicht allgemeingültig geben.
Tom hatte mal in irgendeiner Mailingliste ein Bild einer Frau mit Gebende und hochgeschlagenen Rocksäumen gepostet, wo die bis zum Knie reichenden Strümpfe und eine Band-artige Befestigung zu erkennen waren.
Leider ist meine Version sehr pixelig und ich weiß die Quelle dieses Bildes nicht mehr. Aufgrund des deutlich erkennbaren Gebendes und verschiedener anderer stilistischer Details würde ich es aber in Hochmittelalter datieren… Lieber Tom, könntest Du das nochmal nachreichen, bitte? :-)
Klar gibts Belege. Hab mom nur den Einen gefunden:
“Der unterjochte Ehemann”, Kupferstich. Israhel van Meckenem, Ende 15.Jhd. Zu sehen u.a. als Abb. 233 im “Alltag des Spätmittelalters” von Harry Kühnel.
Dort sieht man eindeutig, dass die Frau ihre Strümpfe mit Bändern hält - natürlich nicht, aus welchem Material diese sind.
Mit Belegen sieht es eher mau aus, was daran liegen mag, dass die Damen ihre Röcke schicklicherweise selten so weit gerafft haben (zumindest auf Bildern nicht). Es ging bei der Anfrage auch nicht nur um “a” sondern auch um “machbar”.
entschuldigt bitte, aber jetzt kamen zwar einige Antworten, aber bisher fehlt da in meinen Augen der Beleg. Gibt es wirklich Abbildungen wo so etwas zu sehen ist? Bisher scheint mir die Befestigung der Strümpfe das Stadium des Rekonstruktionsversuches nicht verlassen zu haben … auch wenn es in manchen Postings etwas anders klingt. Oder hab ich da was falsch verstanden?
Also, wie weiter unten schon genannt, gehen sowohl weiche Lederriemen, als auch schmale Brettchenborten (im HOmi auch schön mit Muster) und breite Woll-Fingerloop-Bänder. Die sind allerdings nach den wenigen Abbildungen zu schließen nicht mit dem Strumpf verbunden ( kein Tunnelzug o. ä.), sondern einfach unter dem Knie gebunden oder mit einer kleinen Gürtelschnalle geschlossen. Bei meinen Strümpfen verwende ich schmale, weiche Ledergürtel mit kleiner Schnalle. Hält super und drückt nicht.
gutes Thema, denn jetzt stehen auch bei mir noch die Strümpfe für die HoMi-Geandung an. (Der Rest ist - bis auf paar Kleinigkeiten - soweit fertig).
Ich habe ein Schnittmuster und weiss, dass ich “schräg zur Webkante” schneiden muss (von wegen Elastizität) und so weiter.
Doch jetzt meine Frage:
Welche Art der Befestigung an/unterhalb der Knie ist “authentisch” oder empfehlenswert:
1. Ich nähe einen “Tunnelzug” und ziehe dort eine Schnur oder ein Band ein (Fingerloop oder aus Resten genähtes Stoffband) durch
2. Das Band/die Schnur wird durch Schlitze im Stoff gefädelt (in der Art, wie man heute “Kopflöcher” macht - nur senkrechte anstatt waagerechte Schlitze) - 1x oberhalb, 1 x unterhalb im Wechsel.
3. Das Band/die Schnur ist nicht mit dem Strumpf verbunden und wird lediglich unterhalb des Knies drumgebunden.
Was ist von wegen “a” und vom “Komfort” her empfehlenswert?
Verwendbar sind schmale “Gürtel” aus weichem Leder mit kleinen Bronzeschnallen.
Fingerloopbänder kann ich mir auch vorstellen, habe aber auf Anhieb keine Belege. Brettchengewebte Bänder sind auch möglich, dann aber ohne Muster, wie im SpäMi allgemein üblich.
sollte dies der falsche Thread sein, bitte ich um Entschuldigung. Gefunden habe ich zu diesem Thema nicht rausreisend viel.
Ich hab da mal eine Frage zu der Fixierung der weiblichen Strümpfe um 1460 im süddeutschen Raum. Mit was wurden die denn nun fixiert? Ich kann mir nicht vorstellen, das es nur eine Lederkordel getan hat. Ich hörte schon von brettchengewebten Bändern, aber brettchengewebte Bänder im so späten SpäMi. Und bestickten Stoffbändern. Das so kleine Messingschnallen drankommen weiss ich. Und das Bandmaterial?