Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Tagung am 3.7.2009 im RGM Köln: Die Erfindung der Deutschen

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Eintrag #14 vom 16. Apr. 2009 15:58 Uhr Frank (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Frank eine Nachricht zu schreiben.

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Achja… stimmt… Wikinger… Odin statt Jesus… Aber was haben die mit NeoNazis zu tun?
Oder muss ich mich geißeln und darauf gefasst sein, eine Juden- und Moslemfeind zu sein, weil es im Hochmittelalter die gute Tradition gabe, das heilige Land und Jerusalem zu befreien?
Gott sei dank habe ich mich bei Freidrich dem II. eingependelt. Bin also doch keine Rassist und Rechtsextremist. ;-)
Siehste… Da sind wir wieder bei der Ideologie.
Ich will nicht das Orwell Recht hat… ich will das wir Geschichte ohne Ideologien sehen können. Ich will das wir aus allen Fehlern lernen. Aus dem Faschismus, aus dem Kommunismus, aus der Dekadenz der Römer und Griechen, aus den absoluten Monarchien, aus dem Mörder und Vergewaltiger Napoleon ;-), und auch daraus, das Jerusalem eben frei für alle sein muß. Ist blöd wenn wir dann auch noch zu dritt drum kämpfen müßten.
Ja, es mag sein das mit mir gestern Abend mal wieder die Pferde durchgegangen sind… aber ich bleibe bei meiner Meinung! Keine Politik, und wenn dann schreibt es deutlich dran und eröffnet die Arena für Schlammschlachten.

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Eintrag #13 vom 16. Apr. 2009 15:34 Uhr Radi (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Radi eine Nachricht zu schreiben.

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Kein Problem …. Das Thema ist ja auch “Mystifizierung der Germanen” bzw. Germanenrezeption und nicht nur “Hermann”. Also sind wir bei “Wikingern”, “Deutschen Stämmen”, “Thorshammerrittern” etc..
Dass Geschichtswissenschaft oder Geschichtsdarstellung ideologiefrei oder unpolitisch sein könnte ist m.E. eine häufige und falsche Grundannahme, wie auch eine persönliche Verortung in der freiheitlich demokratischen Grundordnung weder ideologiefrei noch unpolitisch ist - sondern eben eine Verortung in der staatstragenden Ideologie.

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Eintrag #12 vom 16. Apr. 2009 15:04 Uhr Frank (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Frank eine Nachricht zu schreiben.

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@ Alexander
“Tempus vivit! sieht sich politisch neutral, der durch Ideologien unverfälschten historischen Darstellung verpflichtet.”
Gut… darum sollte das ja eingehalten werden. Das genau ist meine Meinung. Der Vortrag ist nicht politisch neutral.
Das wäre er, wenn es auch Redner gibt, die eine andere These verfolgen. Diese gibt es nicht. Dafür zeigt ein Grossteil der Redner eine Teilnahme an Veranstaltungen der Antifa.
Wenn man sich die Themen und die Redner ansieht, erkennt man bei einigen, das Arminius nur der Deckmantel ist, im Kern aber die politsche These steckt.
Das erkennt man auch daran, wie ich zur persona non grada gemacht werde. Ginge es um die rein geschichtliche Aufarbeitung, würde man diese ansteuern. Es geht aber um Politik… und für Leute diesen Schlages, für DIE ZEIT, ver.di, AsTA und vorallem Antifa ist alles Rechtsextrem was noch schwarz-rot-gold ist, Scheinshaxe mit Sauerkraut und Bier zu sich nimmt.
@ Andreas
mit welchen Ausführungen hat die Antifa un der schwarze Block denn Recht? Mit dem anzünden von Bundeswehrfahrzeugen? Mit Gewalt und Schlägerein? Mit massenweise Landfriedensbruch? Wir haben ja gesehen, wie Recht die alle bei den G20 Demos in London, Berlin und den Natodemos in Straßbourg und Baden-Baden hatten.
@ Sylvia
Ich habe aufgezählt, wer wo tätig war/ist. Schalt deine Suchmaschien der Wahl an, und du wirst alles nachlesen können. Recherche wird doch so groß geschrieben.
Wenn du nochmals liest, wirst du auch sehen, das ich schrieb, es handelt sich wohl um eine Privatfehde zwischen Banghard und Ulfhednar
@ Radi
Nein, lies besser… es wertet sich ab, wenn es sich um politisch instrumentalisierende Themen mit einer historischen Legitimation handelt.
Entweder man betrachte Geschichte richtig, dann macht man es ideologiefrei… oder man betrachtet sie politisch… dann weiß jeder wie der Hase läuft.
Dies ist meiner Meinung nach der Versuch, eine politische, ideologische Veranstaltung mit einem geschichtlichen Anstrich zu machen.
Und dann kommen wir dazu, wieso das für mich so riecht.
Wer sich explizit so zeigt, und das lehren die Erfahrungen mit Linken Organisationen, der wird jede Kritik, auch meine, als Rechtsextrem brandmarken. Das ist Gesinnungsdiktatur sondersgleichen.
Ja ich habe schon oft “Rechtsextreme Störer” erlebt… die will man in konservativen Kreisen nämlich auch nicht haben… den Konservativ sein, hat rein gar nichts mit Rassismus oder Antisemitismus zu tun.
Ich kenne aber auch Störer von Antifa, Gewerkschaften, islamischen Gruppen, LINKE und Grünen.
Und keinen davon will ich haben… nirgendwo.
Was Arminius nun mit dem Mittelalter zu tun hat, das musst du mir erklären.
@ Raphael
Wo steht jemand der Deutschlandfahnen während der WM/EM als Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit interpretiert? So sahen es DIE ZIET, Vertretter der Gewerkschaften, auch ver.di, LINKE, ANTIFA und Grüne.
Frage beantwortet?
@ Oliver
Du solltest dir meine Antowrten an die anderen auch mal durchlesen.
Zur Beurteilung desen, was die Römer dem südlichen Teil des heutigen Deutschlands “brachten”, darf man nie die negativen Dinge vergessen.
Ich würde mich genauso dazu ausprechen, wenn der Verastalter irgend eine dubiose nationalistische Organisation wäre. Ich brauche niemanden, der mir Heldentaten eines Germanen, auf den sich das “deutsche Volk” sowieso nicht begründet, vorspielt, und seine tollen Leistungen für Volk und Vaterland huldigt.
Aber du hast es erkannt. Es ist eine Veranstaltung gegen Rechtsextremismus, und keine historische Veranstaltung. Wenn der Veranstalter das auch so dranschreibt, bin ich zufrieden. Das ich dort keine Gegenmeinung zur Diskussion stellen kann, habe ich oben schon beschrieben. Ich wäre dann ja Rechtsextremist.
Gruß
Frank
Darum geht es…

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Eintrag #11 vom 16. Apr. 2009 14:14 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Irgendwie erinnert mich das ganze an einen Film

Ich mache das mal fest an:
“Terror der Römer”.
den was haben Sie uns schon gebracht außer:
Den Wein, die Straßen, die öffentliche Ordnung, die Badehäuser und die Infrastruktur.
Sollte der Beitrag keine Humoreske in diesem Sinne gewesen sein, dann kann ich nur sagen, daß eine Gleichsetzung von Antifa, Gewerkschaften, Asta, die Zeit für mich ich zitiere, “etwas riecht” und zwar nicht nach Rosen.
Ansonsten schließe ich mich der Meinung an, daß die selbe Veranstaltung auch im TV Forum richtig gewesen wäre, wenn der Veranstalter die “National wertkonservative deutsche Jugend” gewesen wäre. Das gehört nun mal in eine freie und pluralistische Gesellschaft.
Dann muss man sich mit den Inhalten auseinandersetzen und am besten nicht mit irgendwelchen Platitüden wie “einschlägig bekannt”, “politische Agitatoren”. Wenn einem das Thema so wichtig ist, dann kann man ja hingehen und dem Redner Agitation vorwerfen und eine Gegenmeinung zur Diskussion stellen.
Und das bei einer Veranstaltung der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus entsprechende Redner auftreten ist wirklich wunderlich. Auf einem Kongress über die Segnungen der Gentechnik treten ja schließlich auch hauptsächlich Redener des BUND und Demeter auf.

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Eintrag #10 vom 16. Apr. 2009 13:51 Uhr Raphael Lindemann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Raphael Lindemann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Linksextrem?

Ich frage mich ehrlich gesagt wo jemand politisch steht der “Die Zeit” und die größte deutsche Gewerkschaft als Beleg für Linksextremismus anführt.
Schon eine merkwürdige Argumentation und nicht grade politisch neutral.
Viele Grüße
Raphael

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Eintrag #9 vom 16. Apr. 2009 12:52 Uhr Radi (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Radi eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Die "Zeit", Gewerkschaften, AStA usw.

Das ist doch interessant: Dass Teilnehmer an der Tagung Antifaschisten sind, für die “Zeit” oder die Gewerkschaften arbeiten oder im AStA waren, wertet sie ab für eine Veranstaltung zu historischen Themen. Und die Meinung der Ulfhednar gleich als allerersten “Beleg”. “Terror der Römer”. “Gegner Preußens”. Lieber “unpolitisch sein”.
“Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu
verwehren oder von dieser auszuschließen.
Aber selbstverständlich! Thema der Veranstaltung ist u.a. die rechtsextreme Rezeption. Schon mal rechtsextreme Störer erlebt? Deren Interesse ist weder “unpolitisch sein” (bzw. “unpolitisch sein” ist ein beliebtes Deckmäntelchen) noch Wissenschaft.
Rezeptionsgeschichte kann nur politisch sein.
“Rezeption der Varusschlacht und die Mystifizierung der Germanen” ist politisch und geradezu eine Voraussetzung für eine ernsthafte historische Darstellung zumindest was Antike und Mittelalter betrifft.
C YA
Radi

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Eintrag #8 vom 16. Apr. 2009 12:51 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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…uns vor dem Tag, an dem solche Ergüsse als - gar noch repräsentative - »Beiträge aus dem Bereich LH« aufgefasst werden.

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Eintrag #7 vom 16. Apr. 2009 12:47 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Einschlägig?

Hallo Frank,
ich darf zitieren Dich “jeweiligen Redner sind einschlgägi bekannt”
Wer ist in diesem Zusammenhang einschlägig?
Die Agentur/Firma “Ulfhednar” als Beleg zu nennen, sehe ich persönlich nicht als neutralen Hinweis.
Die Tagung dient der Aufarbeitung des Germanenbildes. Mehr erstmal nicht.
Ich bin sicher, daß Du Deine Beiträge auch der Veranstaltungleitung weitergeleitet hast, diese sind möglicherweise als Beiträge aus dem Bereich LH sehr interessant.
Beste Grüße
Sylvia

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Eintrag #6 vom 16. Apr. 2009 12:46 Uhr Andreas Pilz   Nachricht

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Also ich kann an Karl Banghards zitierten Äußerungen auf der Ulfhendarseite irgendwie nichts verwerfliches Erkennen.
Und obwohl ich vielen Aktionen von ASta und Antifa kritisch gegenüber stehe, heißt das noch lange nicht, daß diese mit ihren Ausführungen gleich unrecht haben.

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Eintrag #5 vom 16. Apr. 2009 11:53 Uhr Frank (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Frank eine Nachricht zu schreiben.

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<em>
Adminhinweis: Verlinkung wegen NUB-Verstoß gelöscht
</em>
Interessanter sind:
Hans-Peter Killguss ist mit Christan Dornbusch und Jan Raabe auch ein begehrter Sprecher bei Antifa und ähnlichen VA. Fachgebiet u.a. BlackMetal im Zeichen des Germanismus und Neuheidentums
Dr. Tillmann Bendikowski - publiziert u.a. für DIE ZEIT
Jan Raabe - u.a. Sprecher bei Antifa Veranstaltungen, u.a. auch Zusammenarbeit mit Dornbusch
Alexander Häusler - auch ein bekannter Antifasprecher und Agitator
Michael Fehrenschild - nach eigenen Angaben Publikationen und Vorträge für ver.di und DIE ZEIT
Das sind nur ein paar Sachen… Dirk Mellies, früher mal in der AStA, ist wegen seiner Sicht auf Preußen auch nicht ganz unumstritten und wird da auch gerne als Gegner Preußens gesehen.
Und da es sich bei dieser VA um eine politische mit historischen Sinnbild handelt, bin ich der Auffasung, daß es nicht hier hin gehört.
Da ich nicht der Auffasung bin, Arminius wäre der “Gründervater der Deutschen”, erübrigt sich dererlei sowieso. Arminius war vielleicht der Befreier Europas, vom Terror der Römer, aber kein Vater der Deutschen.
“Die Deutschen” beginnen irgendwas, was man ein Volk nenen könnte (hoch spekulativ) erst mit Otto I. zu werden, obwohl sich sowhol Franzosen und Deutsche jeweils auf Karl berufen.
Wer also politische Agitatoren zu einer angeblichen historischen Veranstaltung einläd, zeigt das es ihm um Politik und nicht Geschichte geht.
Und da es Politik ist, hat es hier nichts verloren.
Das ist meine Meinung…

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Eintrag #4 vom 16. Apr. 2009 11:38 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Adminhinweis.

Tempus vivit! sieht sich politisch neutral, der durch Ideologien unverfälschten historischen Darstellung verpflichtet.
Und genau aus diesem Grunde bleibt dieser Veranstaltungshinweis, wie auch andere solcher Art, stehen.
Deine Forderung, Frank ist nämlich mitnichten neutral, sondern persönlicher Präferenz geschuldet.
Im übrigen würde ich auch weiter außen angesiedelte, “unser” Hobby betreffende Veranstaltungen auch der Gegenseite als Thema zulassen.
Kritische Stimmen gibt es hier genug, und die offene Beschäftigung, Kritik und Meinungsaustausch zu eine solch diffizilen Thema sind dem Totschweigen oder gar der - sei sie nun politisch egal welcher Richtung, oder rein gutmenschlerisch motiviert - Zensur zu jeder Zeit vorzuziehen.

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Eintrag #3 vom 16. Apr. 2009 10:13 Uhr Wolfgang Ritter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Ritter eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Der Text riecht....

…nach wissenschaftlicher Veranstaltung und sinst gar nichts. Schließlich wurde Arminius ja wohl primär von eben den genannten politischen Strömungen vereinnahmt. Oder möchtest Du eine Quelle kommunistischer, linksextremer, antideutscher oder gar islamistischer Provenienz nennen, die Arminius als Gallionsfigur anführt?
Vor allem anlässlich einer Tagung über die Rezeption der Varzusschlacht in verschiedenen Epochen dann das Thema Islam respektive das Fehlen desselben zu kritisieren, ist schlicht absurd.
Und den Hinweis auf’s Hausrecht findest Du bei so ziemlich jeder politischen Veranstaltung.
Das hier speziell auf rechtsextreme bzw. rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen abgehoben wird, erklärt sich recht einfach aus entsprechenden Erfahrungen. Vielleicht solltest Du ab und zu mal eine Blick in die Zeitung werfen.
Hier eine ANTIFA-Verschwörung zu wittern oder die Linie zur FDJ etc. zu ziehen ist total daneben.

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Eintrag #2 vom 15. Apr. 2009 23:39 Uhr Frank (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Frank eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nein zu Rechtsextremismus...

Aber auch nein zu Kommunismus, Linksextremismus, Islamismus und NEIN zu Antideutschen…
Nicht nur der Text riecht nach Antifa und LINKE, auch die jeweiligen Redner sind einschlgägi bekannt. Jeder soll mal selbst Google anwerfen und sich diese Personen anschauen.
Wer sich einer offenen Diskussion mit folgender Passage entzieht:
Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu
verwehren oder von dieser auszuschließen.
Erinnert mich an die DDR und FDJ.
Ich bin für Löschung dieses Themas.

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Eintrag #1 vom 15. Apr. 2009 23:03 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rezeption der Varusschlacht und die Mystifizierung der Germanen

Die Erfindung der Deutschen
Rezeption der Varusschlacht und die Mystifizierung der Germanen
3. Juli 2009
Römisch-Germanisches Museum Köln
Im Jahr 2009 jährt sich die Varusschlacht zum 2000. Mal. Das Jubiläum dieses Ereignisses, bei der die Legionen des Quinctilius Varus durch einen vom Cheruskerfürsten Arminus angeführten Aufstand vernichtend geschlagen wurden, wird durch eine Vielzahl an Publikationen, einigen Ausstellungen und vielen weiteren Veranstaltungen begleitet. Das öffentliche Interesse ist groß. Dazu trägt nicht zuletzt eine Interpretation von Arminus als „erster Deutscher“ und die Überhöhung der Schlacht als „Geburtsstunde des deutschen Volkes“ bei.
Solcherlei Deutungen sind beeinflusst von Bildern und Denkfiguren, mit denen Arminius seit dem 17. Jahrhundert zum „nationalen“ Helden erkoren wurde. Unter dem Namen Hermann wurde er zum Symbol der Verteidigung des als „deutsch“ Ausgemachten gegen jedwede Bedrohung von außen. Galt Hermann den Nationalsozialisten als früher Vertreter einer überlegenen arischen Rasse, so dienen „die“ Germanen auch der heutigen extremen Rechten zur Sinnstiftung und Identitätskonstruktion. Dies ist nicht allein ein Missbrauch oder Instrumentalisierung eines historischen Stoffes, sondern gleichermaßen übersteigerter Ausdruck einer weit verbreiteten ethnisierenden Interpretation von Geschichte.
Im Mittelpunkt der Tagung steht weniger die Auseinandersetzung um archäologische Funde und die Verortung der Schlacht. Vielmehr soll am Beispiel der Rezeption und der Rezeptionsgeschichte von Arminius und der Varusschlacht die Frage nach der Relevanz nationalistischer Denkmuster in der Vermittlung geschichtlicher Ereignisse gefragt und die Bedeutung des heidnisch-germanischen Mythos für die extreme Rechte herausgestellt werden. Der medial-populärwissenschaftliche Umgang mit dem Thema wird ebenso in den Blick genommen.
Veranstalter:
Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln in
Kooperation mit dem Römisch-Germanischen Museum Köln
Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus
NS-Dokumentationszentrum
Appellhofplatz 23 - 25
50667 Köln
Telefon: 0221/221-26332
Telefax: 0221/221-25512
www.nsdok.de/ibs
Veranstaltungsort:
Römisch-Germanisches Museum
Roncalliplatz 4
50667 Köln
Station Hauptbahnhof für ÖPNV und Bundesbahn
Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung gebeten unter:
ibs@stadt-koeln.de
Reise- und Verpflegungskosten können nicht vom Veranstalter übernommen werden. Getränke stehen zur Verfügung.
Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu
verwehren oder von dieser auszuschließen.
TAGUNGSPROGRAMM
11 Uhr: Begrüßung
Dr. Friederike Naumann-Steckner, Römisch-Germanisches Museum
Einführung in das Thema
Hans-Peter Killguss, Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus
Einleitungsvortrag
„Ohne Zweifel der Befreier Germaniens“
Der Cherusker Arminius und die sogenannte Schlacht im Teutoburger Wald
Prof. Dr. Reinhard Wolters, Universität Tübingen
Angesichts einer mehrhundertjährigen Rezeption, die dem Ereignis kontinuierlich Bedeutung zuschrieb und es immer wieder für tagesaktuelle Zwecke instrumentalisierte, erweist sich eine sachliche Annäherung an das vergangene Geschehen als schwierig. Wissenschaftliche Literatur, politische Pamphlete, Romane, Dramen, Opern, Gedichte, Gemälde oder auch Standbilder wie das Hermannsdenkmal in Detmold haben eine kaum mehr überschaubare Fülle unterschiedlicher Bilder zur Varuskatastrophe entstehen lassen - und dabei das historische Ereignis geradezu unter sich begraben.
So ähnelt eine Annäherung an die politischen, gesellschaftlichen und militärischen Voraussetzungen des Geschehens, an die Protagonisten Varus und Arminius, der Versuch einer Lokalisierung des Kampfereignisses oder auch eine Bewertung seiner tatsächlichen Folgen aus zeitgenössischer Perspektive in vielem einer Ausgrabung. Schicht um Schicht gilt es, die über das Ereignis berichtenden Quellen von den verschiedenen Ebenen der Deutung freizulegen. Dies verheißt nicht nur eine spannende Entdeckungsgeschichte: Am Ende lässt sich ein Kernbestand gesicherten Wissens und oft unspektakulärer Erklärungen, aber auch immer noch offener Fragen isolieren - sicherlich nicht die schlechtesten Voraussetzungen, um den verschiedenen Aktivitäten des Bimillenniums 2009 zu begegnen.
12-13 Uhr: Mittagspause
13 Uhr: Parallel stattfindende Arbeitsgruppen
AG 1: Die Varusrezeption im Verlauf der Geschichte
„Wir kämpfen unter Hermanns Zeichen, bis alle unsere Feinde bleichen…“
Die politische Symbolik des Hermannsdenkmals vom 19. Jahrhundert bis heute
Dirk Mellies, Universität Greifswald
Ausgehend von den ersten Plänen zur Errichtung eines Hermannsdenkmals zu Beginn des 19. Jahrhunderts werden die Veränderungen des politischen Symbolgehalts des zentralen Gründungsmythos des Deutschen Reichs bis heute aufgezeigt. Dieses geschieht über die Analyse einer Auswahl der politischen Feiern, die am Denkmal stattgefunden haben und der Verwendung des Denkmals in der politischen Propaganda und Karikatur. Im Mittelpunkt steht vor allem die Frage, wie die im Denkmal ursprünglich angelegte Symbolik der Einheit und Freiheit nach 1870/71 immer stärker von einer Symbolik überlagert wurde, die das Hermannsdenkmal als Sinnbild der Ausgrenzung vermeintlicher äußerer und innerer (Reichs-)Feinde verstand. Diesen vor allem im völkischen, nationalistischen und antisemitischen Milieu angesiedelten Deutungen sollen auch heute weniger bekannte
zeitgenössische Sinngebungen entgegengesetzt werden.
Germanenrezeption der Nationalsozialisten und ihrer geistigen Wegbereitern
Michael Fehrenschild, Journalist, Köln
Rechtsextreme Denker und Nationalsozialisten halluzinierten immer schon gerne den arischen Kulturträger und die deutsche oder germanische Herrenrasse herbei. So suchten Nazis mythische Ursprungs-Orte der Arier wie Thule in Island und Atlantis in Tibet. Manche Schreiber erklärten sogar Griechen, Römer und Jesus Christus zu Ariern, während andere versuchten, die frühen Germanen zur überragenden Hochkultur zu stilisieren. Waren Arier und Germanen identisch im rechten Denken? Welchen Platz hatte Arminius/Hermann zwischen dem SS Verein „Ahnenerbe“, Houston Stewart Chamberlain und Alfred Rosenberg? Und hatten diese Theorien Einfluss auf das „Dritte Reich“ und seinen Führer?
AG 2: Rezeptionsgeschichte, Geschichtspolitik und Geschichtsvermittlung
„In meiner Erinnerung trug Arminius eine rote Fahne“
Was den Deutschen über „Hermann den Cherusker“ so alles erzählt wurde
Dr. Tillmann Bendikowski, Medienagentur Geschichte, Hamburg
Im Zentrum steht die Betrachtung des Zugriff auf die historische Gestalt „Arminius”: Zu welchem Zeitpunkt wurde diese aus welchem Grund mit aktuellen Fragestellungen ausgefüllt? Die Betrachtung zielt darauf, das Prinzip dieses deutschen Helden freizulegen: „Hermann“ lebte immer dann auf, wenn die jeweilige Gegenwart einen „Varus“ identifiziert hatte. Nur in einer Welt voller „Varusse“ entfaltete er seine politische Kraft. Neben der geschichtspolitischen Analyse wird ein kurzer Blick auf die Medien der Geschichtsvermittlung am Beispiel von Theaterinszenierungen und Schulbüchern geworfen.
„Unterm Häkelkreuz”
Eine kurze Geschichte der ideologiegesteuerten germanischen Living History
Karl Banghard, Freilichtmuseum Oerlinghausen
Germanendarsteller spielen in Medien und Museen eine immer zentralere Rolle; auch im Jubiläumsjahr der Varusschlacht werden sie Vorstellungen des historischen Ereignisses mitprägen. Sie vermitteln Geschichte besonders anschaulich, intensiv und nachhaltig. Aber auch ideologische Inhalte können durch Living History eindrücklich vermittelt werden.
Ausgehend von einem Abriss der Geschichte der ideologiegesteuerten Germanendarstellung der letzten hundert Jahre beleuchtet der Vortrag die subtile Überzeugungskraft dieser Darstellungsform.
AG 3: Die Rezeption der extremen Rechten
„2000 Jahre Kampf gegen Überfremdung "
Der Mythos national-völkischer Identität in der extremen Rechten und dessen Rezeption im politischen Mainstream
Alexander Häusler, FH Düsseldorf
Welche Rolle spielt der Hermannmythos zur völkischen Konstruktion nationaler Identität im Diskurs der extremen Rechten? Inwieweit überschneiden sich diese Konstruktionen mit gesellschaftlich etablierten nationalen Identitätsvorstellungen? Die Fiktion völkisch-nationaler
Identität wird anhand ausgewählter Medien der extremen Rechten analysiert und mit populären Beispielen aus der Mainstream-Presse verglichen.
Hermann statt Hitler
„Germanentum“ und Hermannmythos in der extrem rechten Jugendkultur
Jan Raabe, Argumente & Kultur gegen Rechts, Bielefeld
Das vermeintliche Germanentum, beziehungsweise der Mythos der nordisch, arischen „Rasse“ sind unverzichtbare Bausteine der Identitätskonstruktion in der extremen Rechten.
Sie dienen sowohl zur Begründung eines angeblich ererbten „Charakter“ als auch zur Rechtfertigung von Gebietsansprüchen der vermeintlich „ewig eigenen Scholle“. Nicht zuletzt auch der Abgrenzung gegen ein als jüdisch-christlich ausgemachtes Feindbild. Dabei nimmt „Hermann der Cherusker“ eine besondere Stellung ein. Er dient der heutigen extremen Rechten als Vorbild und Führer, als Legitimation für rassistischen Terror und hierarchisches Denken. Im Vortrag werden an Hand von aktuellen Beispielen aus dem jugendkulturellen Bereich der extremen Rechten diese Konstruktionen und die daraus resultierenden Lebenswelten dargestellt und die Gründe für deren Anziehungskraft gerade auf Jugendliche diskutiert.
16.00 Uhr Diskussion
„Imperium - Mythos - Konflikt“
Das Ausstellungsprojekt zu 2000 Jahren Varusschlacht
Dr. Michael Zelle, Lippisches Landesmuseum (angefragt)
Gibt es eine aufklärerische Darstellung des Hermannmythos oder gerät jedwede Thematisierung in die Gefahr des völkisch Konnotierten?“

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