“In einem Holzgestell an der Wand war duftendes Heu bereitgestellt, mit dem man sich üblicherweise den Hintern putzte. Gelegentlich verwendete man für diese Tätigkeit auch zu Zöpfen geflochtenes Moos oder kühle Kohlblätter, und in Städten mit einem exportorientierten Textilgewerbe benützte man oft handlich zugeschnittene Stoffetzen von Tuchen
(…)” aus “Sprachhaus und Scheißkübel, Bemerkungen zu mittelalterlichen Abtritten”, Werner Meyer, in: Fundgruben, Historisches Museum Basel, 1996, S. 29.
Eine Abbildung eines derartigen Mosszopfes ist auch dabei, eine Darstellung eines Aborts mit Heugestell (allerdings aus dem 16. Jh) ebenfalls. Funde von Textilresten aus Aborten sind auch hinlänglich bekannt.
Was ist eigentlich mit dieser “Klobürste”, von der ich mal gehört habe:
Ein Stab mit zahlreichen Leinenstreifen an der Spitze, ähnlich einer Mischung aus Staubwedel und Klobürste.
Der stand angeblich in besseren Häusern in einem Eimer mit Wasser neben dem Klo. Damit habe man sich dann bequem den Hintern abwischen können, bei Bedarf auch mehrmals, da man die - ich nenne sie jetzt mal so - Bürste ja in dem Wassereimer saubermachen konnte. Frisches Wasser war natürlich danach Pflicht.
Klingt ganz pfiffig, aber ich hab das nur vor ewigen Zeiten mal irgendwo gelesen (nagelt mich bitte nicht drauf fest, wo), habe also keinen Beleg dafür.
Stimmt die Story überhaupt? Wer weiß da genauer Bescheid?