Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Tollwut im MA

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Eintrag #1 vom 13. Feb. 2001 13:50 Uhr Frithjof Bense  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Frithjof Bense eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, Zur Zeit schreibe ich eine Facharbeit zum Thema Tollwut. Bei meinen Recherchen stieß ich auf eine Geschichte aus der grichischen Mythologie in der die Entstehung der Tollwut erklärt wird: Einst traf Acteon der jäger zufällig die Göttin Diana und ihre Nymphen, als sie nackt badeten. In ihrem Zorn über Acteons Voyeurismus verzauberte Diana seine Hunde, so daß sie rasend wurden und ihren Herren anfielen. Meine Frage: Gibt es mittelaterliche Quellen die über die Tollwut berichten? Wenn ja, welche? Wie schlimm war die Situation im MA? Ich bin für jeden Beitrag dankbar
Grüße Frithjof

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Eintrag #2 vom 13. Feb. 2001 14:49 Uhr Ulrich Scheunemann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Scheunemann eine Nachricht zu schreiben.

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Gott zum Grusse ! nach meinem Wissenstand war die Tollwut nicht näher bestimmt. Ich kenne nur eine Erklärung für die Enstehung des Vampirmythos aus dem spätem MA : Die Symptome der von Tollwut befallenen Personen : Lichtscheuheit, stark gesteigerte Wahrnehmungsfähig , Agressivität, Fieber, heftige Spasmen vereinbarten sich sehr gut mit der Vorstellung von Vampiren. Daher auch die Mär Knoblauch ist gut gegen Vampire (gesteigerte Wahrnehmungsfähig ). Mir ist auch bekannt das Epilepsie,Tollwut und Mutterkornvergiftung im MA unter der Krankheit Antonius- fieber oder feuer gehandelt wurde. Vielleicht hilft das ein bischen. Gruss Ulrich
Pro fide pro ultimate hommidum

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Eintrag #3 vom 13. Feb. 2001 14:49 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Frithjof, etwas abseits der MA-Thematik: man vermutet, daß der Ursprung der Vampirismus-Legenden in der Tollwut liegt, denn erkrankte Menschen zeigen Symptome wie Licht-, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit (bei Tageslicht zu Staub zerfallen, empfindlich gegenüber Knoblauch und ähnlich stark riechenden Sachen), Aggressivität, Unberechenbarkeit etc.. Im Entstehungszeitraum dieser Gruselgeschichten schien es wahre Tollwutepidemien (besonders in Transsylvanien) gegeben zu haben. Gruß Ameli / Elisabeth von Tannenberg PS: War mal ein sehr gut gemachter Bericht im Fernsehen über Transsylvanien, die einschlägigen Dracula-Geschichten und deren realer Ursprung.

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Eintrag #4 vom 13. Feb. 2001 14:50 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ulrich, “zwei Dumme, ein Gedanke” *g*
Ameli / Elisabeth von Tannenberg

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Eintrag #5 vom 13. Feb. 2001 15:42 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

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Hier erstmal ein Schnellschuß aus der Hüfte zu diesem Thema, näheres erst nach Recherche zu Hause (da stehen die Bücher..): Die Tollwut/Rabies/Lyssa ist eine der ältesten, dem Menschen bekannten Krankheiten. Sie wurde bereits im alten Mesopotamien, China, Griechenland, Rom und Indien beschrieben. Das Wort Rabies leitet sich von Sanskrit “rabhas” - gewalttätig sein, ab. Das griechische Wort Lyssa leitet sich ebenfalls vom Wortstamm “Gewalt” ab. Die früheste Beschreibung stammt aus dem 23. Jh v. Chr., aus dem babylonischen Eshuma Codex. Die Verbindung zwischen der Tollwut der Tiere, besonders des Hundes, und der des Menschen war schon in der Antike bekannt. Im 1. Jh v. Chr wurde die Krankheit von Aulus Cornelius Celsus nach einer Bißverletzung beschrieben. Sein Therapievorschlag - den Patienten in Wasser zu tauchen - mutet eigentümlich an, doch die von ihm beschriebenen Präventivmaßnahmen weniger: das Gewebe rund um die Bißverletzung herausschneiden und die Wunde mit einem heißen Eisen kauterisieren. Dioskurides empfiehlt Knoblauch als äußerlich anzuwendendes Mittel gegen den Biß eines tollen Hundes. Aus dem 13. Jh stammt eine Beschreibung der Tollwut aus dem Mittelalter - von Abdallah ibn al-Fadl, Bagdhad). Es scheint in manchen Gegenden im späten Mittelalter üblich gewesen sein, Menschen, die von Wöfen (und Hunden?) gebissen wurden, an einen Pfahl anzubinden und sie mittels langer Stöcke nur mit fester Nahrung zu versorgen. Wenn sie dann um Wasser baten, erachtete man sie für nicht infiziert, da Hydrophobie als ein Leitsymptom der Krankheit angesehen wurde. 1546 lieferte der Italiener Girolamo Fracastoro eine klassische Beschreibung der Krankheit. Ruth

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Eintrag #6 vom 13. Feb. 2001 15:44 Uhr Ulrich Scheunemann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Scheunemann eine Nachricht zu schreiben.

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Gott zum Grusse ! Hier noch was interessantes zur Tollwut : Seit dem 15. Jahrhundert wird die Legende vom Jäger Hubertus erzählt, dem ein mächtiger Hirsch mit dem Kruzifix zwischen dem Geweih erschien, was ihn bekehrte; dieses Motiv stammt aus der Eustachius / Placidus-Legende. Die Grundlage für die Zuschreibung dieses Motivs an Hubertus war seine Zeit als Einsiedler. Hubertus´ Gebeine wurden am 3. November 743 erhoben, 825 kamen sie nach Andagium, dem heutigen St.-Hubert in den Ardennen, seit der französischen Revolution sind sie verschwunden. St.-Hubert war im Mittelalter ein bedeutender Wallfahrtsort. Am Hubertus-Tag wird Brot, Salz und Wasser geweiht, der Verzehr soll vor Hundebiss schützen. Hubertus-Brot schützt Haustiere, umgekehrt heißt die Tollwut in der französischen Sprache “Hubertus-Krankheit”. Im 15. Jahrhundert wurde ein Ritterorden nach Hubertus benannt. In der Zeit um den Gedenktag finden traditionell die nach Hubertus benannten Jagden statt. Er gehört zu den vier heiligen Marschällen, in manchen Gegenden wird er auch zu den 14 Nothelfern gezählt. Gruss Ulrich
Pro fide pro ultimate hommidum

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Eintrag #7 vom 14. Feb. 2001 10:32 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

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Tja, viel habe ich nicht über die Tollwut im MA gefunden. In der antiken medizinischen Literatur findet sich so einiges (Aristoteles, Plinius, Plutarch, Philomenos), ebenso in der hebräischen, aber mit mittelalterlichen Autoren - außer den bereits genannten - sieht es wohl mau aus…. Eine sehr fundierte Arbeit liefert dann erst wieder Thomas Spackman im Jahre 1613, worin er die ßbertragung auf verschiedene Spezies beschreibt und z. B. schon erkennt, daß Hühner nicht empfänglich sind. Hier noch ein paar Heilmittel gegen Tollwut aus dem Mittelalter: Generell hatte man einen Argwohn gegen herrenlose, herumstromernde Hunde und natürlich gegen Wölfe, da die Krankheit mit deren Biß in Verbindung gebracht werden konnte. Deshalb vertrieb oder tötete man herrenlose Hunde und vernichtete die Wolfsbestände. Im späten Mittelalter zog man verdächtigen Hunden den sogenannten “Tollwurm”. Dies ist eine rundliche, langgezogene bindegewebige Struktur innerhalb der Zungenmuskulatur des Hundes - sie gehört da zwar physiologischerweise hin (und heißt auch heute noch passenderweise Lyssa), aber man war der Ansicht, daß dieser “Wurm” die Krankheit verursache. Der Hl. Veit und der Hl. Hubertus wurden als Nothelfer bei Tollwut angerufen, und Tollwut-Opfer pilgerten zum Grab des Hl. Hubertus. Als Therapeutika gegen Tollwut verwendete man Knoblauch, Einbeere, Maiwurmsekret, Koriander und die Hunds-Schildflechte, die dafür mit Milch und Peffer zubereitet wurde. Ruth

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Eintrag #8 vom 14. Feb. 2001 14:17 Uhr Matthias Doettlaff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Matthias Doettlaff eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Frithjof! Konrad von Megenberg schreibt in seinem “Buch der Natur” (1350), daß dieselbe Arznei, die gegen den Biß der tollwütigen Hunde gut ist, auch gegen den Biß des Wolfes gut ist, da von dem Wolf dasselbe Gift ausgehe, wie von tollwütigen Hunden. Was das für eine Arznei ist, kann ich aber leider nicht sagen, da in der Textauswahl, die ich hier habe, der Hund ausgespart ist :O( Der Mesnagier de Paris (ca. 1393) bietet folgendes Mittel aus der Volksmagie: “Arznei gegen Bisse von Hunden oder tollgewordenen Tieren: Nimm eine Brotrinde, und schreibe das Folgende: ´+ bestera + bestie + brigonay + dictera + sagragan + es + domina + fiat + fiat + fiat.`” Vielleicht noch eine Anmerkung zu dem Spruch: die + werden in der Regel bei solchen Heils- und Segenssprüchen nicht mitgeschrieben, sondern sind die Stellen, an denen sich der Segenssprecher bekreuzigen soll. Das Brot ist in diesem Fall vom Patienten zu essen. Paracelsus unterteilt 1536 in seiner Großen Wundartzney Band I die Hundebisse in drei Gruppen: inn den wüttenden Bissz / inn zorn bissz / und inn den gmaynen bissz. Der wüttende Bissz entspricht dabei dem eines tollwütigen Hundes, der zorn bissz dem eines hundes, den man hinreichend geärgert hat, der gmaynen bissz dem eines Hundes, der einen beim Schnappen verletzt hat, also eher eine Fehleischätzung beim Spiel. Paracelsus legt wert darauf, daß die Bisse von Wölfen, Wildschweinen und anderen Tieren nicht automatisch mit Verletzungen durch tollwütige Hunde gleichzusetzen sind. Er bemerkt zur Tollwut, daß des Hundes Wütigkeit sich mit dem Biß auf den Menschen überträgt, indem der Mensch in seinem Schrecken erwartet, tollwütig zu werden und der Hund mit seinem Biß in dem Menschen drin steckt (mit den Zähnen halt). Dabei verbindet sich das Gemüt des Hundes mit dem des Menschen und er wird tollwütig (Schade eigentlich, das er das so erklärt, da er an anderer Stelle die Theorie materieller Krankheitserreger, “unsichtbar ob ihrer großen Kleine” entwirft…). ßber diesen eher magischen Ansatz erklärt er denn auch die Tollwut für “widerwertig der natur”. Als Therapie verordnet er eine recht radikale Kur: Zum Purgieren (eine Art “Entschlackung”) der Galle und der Cholera (gemäß der antiken “Säftelehre” des Körpers) empfiehlt Paracelsus neben Esula und Agarico den Saft von Wacholderrinde oder Rhabarbersaft, betäubende Substanzen wie Opiate empfiehlt er zur Ruhigstellung des Kranken und mit teils sehr giftigen Substanzen wie Schwefel in Kupfervitriol will er dem Gift an sich begegnen. Conrad Gesner schreibt 1551 in seiner “Historia animalum Lib I de quadrupedibus viviparis” (dt. Ausgabe 1669: “Das vollkommene Thierbuch”), recht umfassend zum Thema Tollwut bei Hunden. Angaben über das Ausmaß der Plage gibt nur sehr vage, indem er schreibt, daß etliche Hunde in diese Krankheit fallen. Er beschreibt die Symptome sehr ausführlich, allerdings erst das Endstadium (naja, extrazahme Hunde sind auch nicht so bemerkenswert wie bissige). Interessant ist auch der Absatz zur Diagnose, ob ein Hund nun tollwütig war, oder nicht: Er empfiehlt, zerdrückte Nüsse auf die Wunde zu legen, einen Tag darauf lassen und am folgenden Morgen die Nüsse einem Huhn zu fressen zu geben. Wenn das Tier daraufhin stirbt, war der Hund tollwütig, wenn nicht, dann war es ein gesunder Hund. Wenn das Huhn gestorben ist, soll man über längere Zeit hinweg diese “Nußdiagnose” fortsetzen, da es ein Zeichen gilt, daß kein böses Gift mehr in der Wunde ist, wenn irgendwann kein Huhn mehr an den Nüssen stirbt. Diese Diagnose wird auch mit Weizenkörnern empfohlen, die man in den Biß steckt, bis sie gequollen sind oder aufgelegtem Brot, das man dann anderen Hunden vorwirft. Hinzu kommt dann eine ausführliche Symptombeschreibung am Patienten, wobei Gesner bemerkt, daß der Arzt eine Hoffnung auf Heilung hat, solange der Patient sich selbst noch in einem Spiegel wiedererkennt und noch nicht von Sinnen ist. “Zu den Arzneyen, so für den wütenden Hundsbiß gebraucht und auffgelegt werden: Es schreiben die Aerzte / daß kein Mensch bey Leben bleibe / der von einem tollen Hunde gebissen worden / und nicht mit bewehrter und kräfftiger Arzney / wie sichs gebühret und seyn soll / versorget werde.” Im weiteren empfiehlt Gesner, daß die Wunde 40 Tage lang nicht heilen darf, und ggf wieder aufgeschnitten “oder mit anderer Arzney aufgeetzet werden” soll. Der leichte und sicherste Weg, hierfür ist das Ausbrennen mit glühenden Eisen. Er verweist auf Galenus, der empfiehlt, die Wunde bis auf das gesunde Fleisch auszuschneiden und wie eine normale Wunde zu behandeln. Im weiterenempfiehlt er eine Ganze Reihe von Arzneien, die auf die Wunde aufzulegen sind. Das reicht von: Gänßschmaltz mit Honig und Knoblauch geknitscht sowie verschiedenen Zwiebelpflastern über Hühnerdarm, gebrannten und gelöschten Kalk (Schmär mich Kalch gemischt / Aesche von den gebrannten Krebsen mit Essig), Hundshaar aufgelegt / und zwar / wie etliche schreiben / eben von dem Hund / so den Biß gethan hat / deßgleichen Menschenhaar mit Essig bis hin zu Roßkoth mit warmem Essig. Viele der Mittel wirken desinfizierend (Essig und Honig sind sehr gebräuchlich), andere wirken eher volksmagisch, wie das Auflegen von Haaren des tollwütigen Hundes und das Trinken von Hundeblut. Für den Biß des Wolfes empfiehlt auch Gesner dieselbe Arznei. Die Volksheilkunde der frühen Neuzeit kennt Silber als Heilmittel gegen den Biß von tollen Hunden. Um einen solchen Biß zu vermeiden, sollte man sich selbst in den Daumen beißen. (Die Quelle hierzu habe ich leider verbummelt :O( ) Literatur: Tania Bayard (Hrsg.): “Ein mittelalterliches Hausbuch”, Walter Verlag, 1992 (auch leider nur eine Auswahl aus dem “Mesnagier de Paris” von 1393) Conrad Gesner: “Revidius auctus & emendatus. Oder: Allgemeines Thier-Buch”, Schlütersche Verlagsanstalt und Druckerei, 1983 (Reprint der deutschen Fassung von 1669) Konrad von Megenberg: “Buch der Natur”, Insel Verlag Frankfurt/M, 1990 (Ist leider nur eine Auswahl von Texten) Paracelsus: “Große Wundartzney”, Verlag Th. Schäfer, Hannover 1889 (Reprint der Ausgabe von 1536) Ich hoffe, das hat ein wenig weitergeholfen. Grußvoll, Matthias Topasius

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Eintrag #9 vom 14. Feb. 2001 15:33 Uhr Matthias Doettlaff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Matthias Doettlaff eine Nachricht zu schreiben.

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Ooops, noch zur Korrektur: Gesners Buch heißt “Allgemeines Thier-Buch” (sein Vogelbuch und das Fischbuch tragen das Attribut “vollkommen”) ohne Anführungsstriche ist es etrwas unübersichtlich, darum den Absatz nochmal: Das reicht von: “Gänßschmaltz mit Honig” und “Knoblauch geknitscht” sowie verschiedenen Zwiebelpflastern über “Hühnerdarm”, gebrannten und gelöschten Kalk (“Schmär mit Kalch gemischt / Aesche von den gebrannten Krebsen mit Essig”), “Hundshaar aufgelegt / und zwar / wie etliche schreiben / eben von dem Hund / so den Biß gethan hat / deßgleichen Menschenhaar mit Essig” bis hin zu “Roßkoth mit warmem Essig”. Matthias Topasius

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Eintrag #10 vom 14. Feb. 2001 20:07 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo Leuts! Iori Sakaraso bezieht sich in seinem Buch “Krankheiten der Tiere” Loening Verlag, Berlin 1935 unter den verschiedenen, zeitlich gesehenen Behandlungsmethoden bei Tollwut auf die Behandlungsmethoden des im 16. Jhd. anscheinend berühmten Arztes Jakaro Tarameri: “Wird jemand von einem tollwütigen Tier gebissen, so soll der Arzt in die Wunde einen sauberen Schnitt vollziehen und das herausquellende Blut mit seinem Munde aufsaugen und sofort ausspucken. Danach soll die Wunde mit den Blättern der Lotosblüte bedeckt werden. Desweiteren soll der Patient (nicht näher beschriebene) fiebersenkende Pillen nehmen.” Gruß v. Arlen

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Eintrag #11 vom 07. Mai. 2002 08:18 Uhr Annett Israel   Nachricht

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Hallo,
ich hoffe mir kann jemand helfen!
Ich suche etwas über den ESHUMA-Codex in Zusammenhang mit Tollwut! Was bedeutet ESHUMA??? Das es aus dem Babylonischen Reich stammt habe ich schon erlesen, aber wie hängt das zusammen?
Vielen, vielen Dank! Annett

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Eintrag #12 vom 07. Mai. 2002 09:24 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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…die Wunde aussaugen sollte man allerdings nur, wenn man sich sicher ist, dass man keine Schleimhautverletzungen im Mund-/ Rachenraum hat, sonst erkrankt auch derjenige, der die Wunde reinigt. Das Tollwut-Virus geht in die Blutbahn, darum wird es ja auch durch Bisse übertragen. Ruth wird das bestätigen können.
Nic

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