Eintrag #3 vom 19. Apr. 2004 07:33 Uhr
Joachim Meinicke
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Na ja, damals hat man gerade nicht geübt zu stoppen, sondern korrekt zu treffen. Wer mal mit einem ausgeschliffenen europäischen Schwert probiert hat, etwas zu zerschneiden wird schnell merken, dass das gar nicht so einfach ist. Das Stoppen zu üben, dafür bestand damals keine Veranlassung.
Mit Holzwaffen liegt ihr nicht verkehrt. Es gibt erhaltene ßbungswaffen aus Holz. Für Details bitte an Jörg Bellinghausen wenden. Ob sich damals jeder ein stumpfes Stahlschwert zum ßben leisten konnte, ist hingegen umstritten. Ob nun ausgeschliffen oder nicht, ein Schwert war ein sehr teurer Ausrüstungsgegenstand. Aber auch für stumpfe Stahlklingen gibt es Belege.
Genau wie man heute auf jedem blöden Markt Holzschwerter zum Spielen für die Kinder kaufen kann, gab es im MA entsprechende Holzschwerter für heranwachsende Ritter usw. Der ßbergang vom Spiel zur Trainingswaffe dürfte dabei fließend gewesen sein, schaut man sich einmal an, in welchem Alter der Ritternachwuchs damals schon Reiten gelernt hat. In Schleswig befindet sich übrigens ein gut erhaltenes Holzschwert, bei dem man sich streiten kann, ob es noch Spielzeug oder schon ßbungswaffe war.
Grüße
Joachim
