Das ein Darm kein Wasser aufhaelt ist sogar beabsichtigt. Die urspruengliche Funktion ist es Wasser und Naehrstoffe durchzulassen, damit diese verarbeitet werden koennen, waerend der Rest weitergeleitet wird…
Deswegen werden Daerme z.B. auch als Wurstpelle genommen. Dann kann die Wurst (Salami z.B.) gut trocknen und schimmelt nicht.
Das kann ich mir allerdings nicht gut vorstellen - nur weil Wurstpressmasse in einen Naturdarm eine “feste Form” bildet, muss dies bei Flüssigkeiten nicht so sein - vielleicht nur so lange der Schlauch prall gefüllt ist. Hat man/frau etwas daraus entnommen, wird das Ding sowas von labberich und unhandlich, dass damit schlecht umzugehen ist.
Vorteilhaft wäre natürlich, dass es in der Längsrichtung keine Naht bräuchte.
Besser vorstellen könnte ich mira allerdings folgendes:
Ein Tier (z.B. Ziege) wird so enthäutet, das nicht wie sonst üblich am Bauch das Fell aufgeschnitten wird, sondern: Kopf und Beine ab und umkrempeln - so bleibt ein Schlauch mit nur wenigen kleinen ßffnungen, die verschlossen werden müssen. Die spätere Trinköffnung ist allerdings durch eine feste Röhre oder einen Ring zu stabilisieren, um daraus trinken zu können (versucht doch mal eine Plastetüte mit Wasser zu füllen, dann eine Ecke abzuschneiden und sie über dieses Loch auszutrinken - dann versteht jeder was ich damit meine ;) ) - diese Stelle kann dann auch durch einen Stöpsel verschlossen werden. Dazu kommen eigentlich nur entweder Holz oder aufgerolltes Leder in Frage.
Ich würde auch sagen, das ein Darm das geeignetste währe, gut auswaschen, und an einer Seite zunähen und knoten (das währe der “boden vom Fass”) und an der anderen Seite würde ich es einfach zubinden. Am besten man nimmt einen kräftigen Rinderdarm. einfach mal beim Schlächter fragen?
Ich denke, wonach Gerald sucht, ist eine Anleitung für einen Weinschlauch aus gegerbter Ziegenhaut, wie er schon in der Bibel erwähnt und noch heute in afrikanischen Ländern verwendet wird.
Meines Wissens (Anleitung habe ich leider keine) muß der Schlauch durch die Form der Ziegenhaut nur an einer Naht vernäht werden, die wird i.d.R. dann nach oben gedreht, so daß nichts herauslaufen kann. Die Ziegenhaut quillt befüllt leicht auf, so daß sich die Durchstichlöcher ein wenig schließen und sie wird auch auf der Außenseite feucht, so daß durch die Verdunstungskälte der Inhalt gekühlt wird. Eine weitere Abdichtung erfolgt m.W. nicht.
Ich mach’ mich aber noch ‘mal schlau, ob es eine Anleitung zum Selbstbau gibt, im Zweifel beim nächsten Afrikaladen reinschauen und fragen.
Da bei der Herstellung von Flaschen man das Leder härtet, und danach innen mit Wachs abdichtet, dürfte m.M. nach bei den Trinkschläuchen dies nicht so sein, da diese ja flexibel sind, das Leder bleibt ja weich. Zum Nähen würde ich in Doppelnaht Pechfäden nehmen (gibts im Ledergroßhandel), bleibt jetzt nur noch die Frage, wie bekommt man das Leder von innen dicht
Gerhard fragte nach Trink-“schläuchen” und nicht nach -“flaschen”. Eventuell hätte der letzte Beitrag lauten sollen: “nicht Schlauch zugegeben, aber vielleicht hilft´s”
Vielleicht wurden Trinkschläuche tatsächlich genau wie die Flaschen (nur größer) hergestellt?!