Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Trockenmauer

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Eintrag #1 vom 10. Jun. 2001 21:17 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Leute! Ich brauche alle Infos die es zu diesem Mauertyp gibt. Technik, Material, verwendbar für…,Grunglagen eben. Der Hintergrund ist der, ich möchte mit einen einfachen Unterstand für meine Schmiede bauen(2 meter hohe Rückwand, Seiten offen) und wollte die Rückwand als Trockenmauer machen. Ich habe nämlich Bruchstein aller art zur verfügung, weis aber nichts über diese Art von Mauern. Kann man damit auch mehr machen als Feldbegrenzungsmauern??? Sind zwei Meter zu hoch? Gibt es darüber Bücher??? ect.ect. Grüße Thomas der Schlosser

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Eintrag #2 vom 11. Jun. 2001 10:41 Uhr Andreas Gellhaus  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Gellhaus eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Thomas 2 Meter sind für eine Trockenmauer schon reichlich, aber da es ganze Scheunen nach dem Prinzip gibt sollte es auch mit der Rückwand für die Schmiede funktionieren. Du musst eine zweischalige Mauer bauen der Zwischenraum zwischen den beiden Mauern wird dann mit Schutt, Erde, Sand oder ßhnlichem gefüllt. Wichtig ist das die Wände Leicht konisch nach oben zulaufen, d.h. das Fundament ist breiter als der First. Wenn du dann auch noch Bruchsteine hast die groß genug sind das sie sich durch Ihr Eigengewicht stabilisieren sollte das funktionieren. Gott zum Gruße Andreas

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Eintrag #3 vom 15. Jun. 2001 09:37 Uhr Dorothea (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dorothea eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Thomas, Es gibt da ziemlich genaue Vorschriften, die ich leider nicht im Kopf und auch nicht zur Hand habe. Da ich aber für meine Hausarbeit gerade eine Trockenmauer plane und mir die Daten sowieso besorgen muß, kann ich sie dann noch anfügen. Ungefähr sollte eine freistehende 2m hohe Trockenmauer einen ca. 80 cm breiten Fuß haben und einen Anlauf von 10 - 20 %. Die größten Steine sollten unten liegen. Es gibt noch die Möglichkeiten einer Zyklopen-Mauer deren Steine unbearbeitet Findlinge sind oder eine Bruchsteinmauer, die genau sowie Trockenmauern gebaut werden bloß mit Mörtel. Weiteres folgt.
Ar og Fridhr Herwör Angantyrsdottir

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Eintrag #4 vom 15. Jun. 2001 10:46 Uhr Dorothea (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dorothea eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Thomas! hier bin ich wieder mit mehr infos. Mein Quelle: Richard Lehr, Taschenbuch für den Garten- und Landschaftsbau “Trockenmauer: Aus Bruchsteinen ohne Mörtel trocken aufgesetzt. 1/3 der Steine als Binder durch die gesamte Mauertiefe setzen. Läufer in voller Mauertiefe horizontal hintermauern, nicht nur mit Abfällen ausfüllen. Steine liegen alle ausschließlich durch das Schwergewicht und die lagerhafte vermauerung. Faustregeln Mauerstärke: Mauerfuß ~ 1/3 der Mauerhöhe, jedoch mind. 30 cm. Fundament: ~ 40 cm tief aus Bruchsteinen, geht bei Frostbewegungen mit. Anlauf (Abweichung von der Senkrechten) 10 - 20 %” Auszug aus DIN 1053: “Trockenmauerwerk: aus gering bearbeiteten Bruchsteinen ohne Mörtel im Verband trocken mit möglichst engen Fugen und nur kleinen, mit kleinen Steinen (keine Erde) ausgefüllten Hohlräumen aufgesetzt. Nur Schwergewichtsmauern (Materialaufwendig). Zyklopenmauerwerk: aus unregelmäßigen, nicht lagerhaften, meist gesprengten Bruchsteinen im Verband in Mörtel (ist mir auch neu).In Schichten kleinergleich 1,5 m in der gesamten Mauertiefe abgleichen (frag mich nicht was abgleichen ist) Bruchsteinmauerwerk: aus bruchrauhen Steinen, nicht in allen Lagerfugenbereichen horizontal, aber lagerhaft mit Mörtel. In Schichten kleinergleich 1,5 m in der gesamten Mauertiefe abgleichen.” OK, das ist alles von offizieller Seite. Bleibt noch die Frage ob deine Steine Frosthart sind, oder stark verwittern, dazu muß man aber genau wissen was für ein Stein es ist und woher er kommt. Sind es allerdings Steine von einem Abriß oder einer alten Mauer oder liegen sie schon einige Winter im Freien ohne Schaden zu nehmen, kannst du davon ausgehen, das sie frosthart sind. Für die Statik solltest du zumindest die Ansätze der Seitenwände mitbauen, also an die Mauer noch zwei Ecken anbauen. Ich hoffe das hilft weiter
Ar og Fridhr Herwör Angantyrsdottir

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Eintrag #5 vom 16. Jun. 2001 09:46 Uhr René Schwab   Nachricht

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Hallo, mit dem ´Abgleichen´ kann ich weiterhelfen. Die Mauer wird in der Dicke wahrscheinlich aus mehreren Steinreihen hintereinander bestehen (siehe zweischaliges Mauerwerk in Artikel 2). Abgleichen heisst, man soll fuer eine durchgehende horizontale Fuge ueber die gesamte Mauerdicke sorgen. Direkt ueber dieser Fuge verbaut man dann auch am besten Steine, die ueber die gesamte Mauerdicke reichen, um die beiden Wandschalen miteinander zu verzahnen.
Viele Grüße, René

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Eintrag #6 vom 19. Jun. 2001 18:57 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Leute Nun habe ich doch noch ein paar Antworten auf meine Fragen bekommen! DANKE! Ich hatte schon die Befürchtung das das Thema zu speziell ist! Zu den zur verfügung stehenden Steinen kann ich was sagen. Es ist spröder Bruchstein der nicht verwitterungsfest ist. Soll heißen:wenn naß und Frost, dann kann er kaputt gehen! So wie es aussieht kann ich damit wohl nicht sehr viel anfangen. Zumindestens nicht für den Zweck wie ich ihn geplant hatte!? Nun, dann wird es wohl doch komplett verzapftes Holzgerüst mit Lehmverputztem Werk dazwischen. Ohne eingelassenen Essekamin für s Feuer versteht sich. Oder ich werd wohl doch Mörtel verwenden müßen. Danke nochmal an eure Mühe Thomas der Schlosser

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Eintrag #7 vom 20. Jun. 2001 16:08 Uhr Sabine Peitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sabine Peitz eine Nachricht zu schreiben.

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Gruesst Euch! Vor Jahren habe ich mal ein Buch verschenkt, in dem auch die verschiedenen Techniken des Trockenmauerns beschrieben sind. Es ist im Ravensburger Verlag erschienen, Titel: Vergessene Kuenste. Autor weiss ich nicht mehr, war ein Brite, das Buch ist also eine Uebersetzung. Uebrigens auch sonst zu empfehlen, es sind eine Menge Handwerke beschrieben, die sich mit Sicherheit seit dem MA nicht oder nur wenig veraendert haben. Viele Anregungen zum Selbermachen.
Gruesse, Kristan von Katzenelnbogen

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Eintrag #8 vom 08. Jul. 2001 07:22 Uhr Kai Hobein  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Kai Hobein eine Nachricht zu schreiben.

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Das Buch “ Vergessene Künste” ist von John Seymour, ISBN 3-332-00707-6 und ist im Urania-Verlag erschienen! Originaltitel ist “ The forgotten Arts” Ich habe mein Exemplar beim Weltbildverlag für wenig Geld erstanden! Es beschreibt die unterschiedlichsten alten Handwerke mit schönen Zeichnungen, Werkzeug und Arbeitsbeschreibungen! Empfehlenswert!
S-H, Kai Hobein

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