Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Truchsess II/ Neuanfang

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Eintrag #8 vom 18. Jul. 2008 20:45 Uhr Marian Hefter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Nun gut.

Nun, bitte entschuldigt, aber gar so hart, wie ihr das interpretiert, war das beim besten Willen nicht gemeint. Ich habe mich ja sehr wohl für die Buchtipps bedankt, wenn ich mich nicht irre. Den Vorwurf, dass ich - nun nicht zitiert, da ich den genauen Wortlaut nicht kenne- mehr oder weniger absolut ahnungslos sei, empfand ich jedoch als kränkend. Wenn ich informiert wäre, müsste ich nicht fragen; und ich habe wohl mehr als 10 Stunden nur in der Hof- und Stiftsbibliothek in Aschaffenburg verbracht, von anderen Bibliotheken und dem Netz ganz zu schweigen; gerade vor etwa 4 Stunden war ich in einer größeren Bibliothek, um auch dort Informationen zu finden, wurde jedoch absolut nicht fündig. Seit ich lesen kann, tue ich das täglich und mit großer Vorliebe, und dass die Lektüre von Fachliteratur dazugehört, das weis ich.
Ich habe nur in anderen Thread mitverfolgt, wie sich harmlose Anfragen entweder in honigsüße Schmeicheleien mit Ehrerbietungen noch und nöcher verwandelte oder komplett vom Ursprungsthema abwichen.
Wenn ich also bitte nochmals um Verzeihung und um Antworten auf die Ursprungsfrage(n) bitten dürfte, wäre ich sehr dankbar.

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Eintrag #7 vom 18. Jul. 2008 19:29 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Marian,
Vielen Dank für die Information, dass es zukünftig nicht mehr gewünscht wird, Zeit zu investieren, Literaturtips und Informationen für dich rauszusuchen, das spart mir Zeit. Offenkundig bist Du bestens informiert und brauchst keine Hilfe.

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Eintrag #6 vom 18. Jul. 2008 17:38 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht anfahren?

Es ist also ein “Anfahren”, wenn jemand Dir Bücher empfiehlt?
Am Stand Deiner Kenntnisse bestehen berechtigte Zweifel, das wurde aus Deinen vorigen Postings sehr klar. Da sollte man Buchtips lieber dankend entgegenehmen und sich auf die Socken machen in die Bibliothek, statt beleidigt zu sein.
Ums Bücherlesen kommt man bei diesem Hobby eh nicht herum, schon gar nicht, wenn man eine Rolle in einem so diffizilen Umfeld anstrebt. Und Tips als “Anfahren” abzuqualifizieren, nur weil Dir der Antwortende nicht alles auf dem Silbertablett serviert, ist unter aller Kanone.
Denke bitte immer daran: Auch Buchtips raussuchen kostet Zeit.

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Eintrag #5 vom 18. Jul. 2008 17:19 Uhr Marian Hefter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Entschuldigung.......

…. aber um herauszufinden, was ein solches Hochamt war, habe ich diesen Thread eröffnet, d.h. ich muss mich bestimmt nicht so anfahren lassen.
Der Codex Manesse entstand wohl eher nicht zwischen 1305 und 1340, ein excellentes Buch aus dem Fischerverlag über die Miniaturen redet- wenn ich mich nicht sehr irre, was mich wundern würde- von 1300 bis 1325 (letztere Jahreszahl bezieht sich auf die Nachträge), ein anderes (in einer Bibliothek, allgemein über got. Kunst) von 1290-1310.
Ich glaube außerdem nicht, dass man so viel Wert auf die Farbensymbolik legte, denn dann hätte man ja andauernd das Selbe tragen müssen. Allerdings habe ic mich diesbezügl. nicht all zu sehr informiert.
Außderdem möchte ich wiederholen, dass es eigentlich keinen hohen/niederen Adel gibt, wie ich einmal las, und dass der Titel wohl wenig mit dem Vermögen zu tun hatte.
Trotzdem Dank für die Buchtipps, ich werde mich dahinterklemmen.

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Eintrag #4 vom 18. Jul. 2008 16:14 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Morganbibel

Buch über die Morgan- oder Kreuzfahrerbibel: www.diu-minnezit.de/buecher.php?[…]
Und doch, es gibt sehr wohl sehr erhebliche Unterschiede in der Kleidung, nur ist das Ganze sowieso falsch aufgerollt: die Kreuzfahrerbibel zeigt _Paris_ um 1250-60, die große Heidelberger Liederhandschrift französisch beeinflußte hohe Mode von 1305-40.
Die beschränken sich nicht nur auf die Farben, die ich ohnehin nicht wirklich aus derart symbolhaften Handschriften ablesen täte: da ist die Kreuzfahrerbibel teils noch recht klar, was die Farben der Stände angeht, die Manesse dagegen schon teils stark symbolhaft,
Was nun den Truchsessen angeht, erscheint es mir schwer, konkrete Antworten zu geben. Zunächst einmal unterscheidet sich die wirtschaftliche Realität ganz eklatant je nach Region bzw. Umgebung. Insofern “niederer oder höherer Adel” ist einfach zu grob.
Und dann erscheint mir, hast Du etwas unklare Vorstellungen davon, was ein Hochamt in der mittelalterlichen Realität denn nun bedeutete:
Irmgard Latzke: Hofamt, Erzamt und Erbamt, Frankfurt am Main 1970
Grundstrukturen der Verfassung im Mittelalter, 2 Bde.,2. Aufl., Hans K. Schulze
Hofämter an mittelalterlichen Fürstenenhöfen, Rösener, in: DA BD. 45 von 1989

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Eintrag #3 vom 18. Jul. 2008 14:25 Uhr Marian Hefter   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Darauf wollte ich eben nicht raus

Vielen Dank für die Antwort. apud-angeron (das absolute Paradebeispiel wenn es um Rekonstruktion geht) kannte ich, aber die Beiden stellen ein Fürstenpaar dar- eben darauf will ich ja eben nicht heraus, wie ich bereits im 1. Thread und extra auch noch einmal im 2. erwähnte. Keine in den Adelsstand gehobene Ministeriale, sondern ein “Beruf”, ein “Angestellter”.
Dass sich “erhebliche Unterschiede” in der Kleidung finden lassen kann ich nicht nachvollziehen. Ich beschäftigte mich recht ausführlich mit den Miniaturen des Codex Manesse, leider gibt es jedoch kein Buch über die Bilder der Kreuzfahrerbibel, so zumindest das Netz und diverse Bibliotheken, die teilweise auch äußerst ungewöhnliche Bücher haben. Was ich jedoch bisher sehen konnte, finden sich die größten Unterschiede im Bereich der Kopfbedeckung (die Coiffe scheint in der Kreuzfahrerbibel häufiger Verwendet, der Chaperon existiert natürlich noch nicht) und der Farbgebung (die Kreufahrerbibel scheint bevorzugt rot, grün und blau zu verwenden, im Codex findet sich auch safrangelb etc.).
Gruß,
Gustel

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Eintrag #2 vom 17. Jul. 2008 01:40 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Fragen über Fragen...

Soweit ich das aus den Antworten zu dem ersten Thread verstanden habe (es ist nicht wirklich meine Baustelle) war ein Truchsess durchaus selbst ein “höherer” Adeliger. Dort stand, glaube ich, auch die Antwort auf die zweite Frage.
Es bietet sich im Rahmen der Recherche an, sich an historisch belegten Truchsessen der von Dir angepeilten Epoche zu orientieren, um in Erfahrung zu bringen, was die denn sonst so taten.
Falls neben einem rein theoretischen Interesse Deinerseits die ernsthafte Absicht besteht, einen Truchsess in der Darstellung umzusetzen, kannst Du davon ausgehen, dass Du mit Investitionenen von über den Daumen gepeilt 2000 bis 3000 Euro dabei bist.
www.apud-angeron.de haben mal ausgesprochen sinnig und stimmig in die Umsetzung einer höfischen Darstellung um 1250 investiert. Zwischen Kreuzfahrerbibel (Bibel des heiligen Ludwig aus Frankreich) und dem Codex Manesse (erstes Drittel 14. Jhdt, alemannischer Sprachraum, wahrscheinlich Zürich, Dissertation C. Henkes Zin, 2004, darwin.bth.rwth-aachen.de/[…]/Henkes_Zin_Christian[…]) gibt es erhebliche Unterschiede in der Kleidung/Mode.
Seidenstoffe, die für die Darstellung eines Truchsessen in Frage kämen, kosten ungefähr 120 Euro pro Meter und mit 7 bis 8 Metern musst Du schon rechnen - handgenäht, versteht sich.
Zumindest, wenn Du es so angehst, wie die meisten hier in diesem Forum es voraussetzen.
Viel Spass
Nicole

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Eintrag #1 vom 16. Jul. 2008 15:21 Uhr Marian Hefter   Nachricht

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Guten Tag.
Da es ein Problem mit meiner Anmeldung gab, möchte ich nun noch mal beginnen (alle Fragen beziehen sich auf die 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts):
1. Gab es den Beruf des Truchsess an Adelshöfen (niederer oder eher höherer Adel?)- sofern ein Adliger reich genug war, um sich soetwas leisten zu können?
2. Sollte es dies gegeben haben; was tat so ein “Dauertruchsess”, wenn es gerade mal kein Festessen zu organisieren gab und der Hof ohnehin nicht soooooo riesig war?
3. Hatten Truchsessen bestimmte Kennzeichnen (an der Kleidung, als Attribut etc.)?
ßbrigens: Meines Wissens nach gab es einen Unterschied zwischen Seneschall und Truchsess (zeitl. und aufgabengebietsmäßig).
Gruß und Dank,
Gustel

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