Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Tuniergewänder für Pferde

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Eintrag #1 vom 30. Jan. 2001 16:31 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

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Seid gegrüßt liebe Pferdefreunde, ich bin auf der Suche nach Abbildungen, Gemälden und ähnliches von Tuniergewändern für Pferde aus dem 10.-12. Jahrhundert, und wäre froh über jedes Bild. Auch wäre interresant welche Stoffe dafür verwendet werden, und in welcher Weise die Wappen bzw. Familienfarben angebracht wurden.
Mit freudigem Gruß, Hutch

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Eintrag #2 vom 31. Jan. 2001 07:42 Uhr Nikolaus Hofbauer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaus Hofbauer eine Nachricht zu schreiben.

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Morgen, Stefan Also viel Glück bei deiner Suche, ich vermute jedoch schwer sie wird aussichtslos sein .. das Turnier des 10. - 12. Jahrhunderts, war ein reines Kriegsspiel, das nichts mit der höfischen Turnierkultur des 14., 15. und 16.Jh zu tun hat. Da zu dieser frühen Zeit eine Pferde“decke” im Kriegsfall noch nicht existitierte, wurde sie natürlich auch bei Turnieren nicht “getragen”. Gegen Ende der von dir angesprochenen Zeitperiode dürften erste Pferdedecken langsam in Mode kommen, doch immer noch als Ausnahmeerscheinung, da ihr Aufkommen relativ konform mit der Entwicklung des tasächlichen Heraldischen Wappensystems verläuft. Gruß Nikolaus

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Eintrag #3 vom 31. Jan. 2001 13:25 Uhr Achim Bluhm  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Achim Bluhm eine Nachricht zu schreiben.

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Diese Abbildungen habe ich auch gesucht. Die einzigen guten Hinweise gab es in Was ist Was (Burgen / Kreuzzüge). Diese Abbildungen deckten sich weitest mit den Bildern aus Men-at-arms “Knights of the Outremer”. In der angesprochenen Zeit gab es noch keine Kouvertüren, sondern Fragmente einer Lederpanzerung. Ein Brustgurt mit Lederplatten oder Stoff in der Form von “Wimpeln” oder “Zinnen”. Die Kruppe wurde mit einem Schweifriemen oder Umgang (hinteres Teil heutiger Packsättel / Einspännergeschirre) mit zusätzlichen Lederstreifen geschützt. Das muß man sich als breite Lederstreifen vorstellen, die von der Wirbelsäule richtung Boden hängen (2-3 Stück nebeneinander) und auf halber Höhe miteinander verbunden sind. Reste eines solchen Schutzes sieht man heute noch in Südfrankreich an den Sätteln der Stierhirten.
Siegfried von Wolffen

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Eintrag #4 vom 04. Feb. 2001 13:42 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

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Danke schon mal, werd mich mal umsehen, was ich in diesen Büchern so finden kann..
Stefan

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Eintrag #5 vom 07. Feb. 2001 16:47 Uhr Denis Schuhmacher  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Denis Schuhmacher eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, ich suche auch Informationen zu diesem Thema. Doch ich suche eher Informationen zum anfertigen solcher Sachen. Wer kann mir Infos geben zum Thema Material und Form solcher Tunierschabracken oder hat so etwas schon einmal selber gemacht! Ich habe einen Friesen und möchte eine solche “Tuniergewandung” gerne zusammen schneidern. Ich freue mich schon jetzt auf eure Hilfe. Danke Denis

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Eintrag #6 vom 13. Feb. 2001 10:52 Uhr Norbert Fritscher  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Fritscher eine Nachricht zu schreiben.

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Wiso sollen die Pferdedecken/Schabracken/Kovertüren erst im 14.-15. Jhdt. auf gekommen sein? In der “Manesse” ist kein bewaffneter Ritter zu Pferde dargestellt ohne das sein Pferd in dieser Weise “verhangen” wäre. Da “alle” so dargestellt sind ist anzunehmen, das es sich nicht um einen modischen Einzelfall, sondern um die “Regel” gehandelt hat. Am besten bewert haben sich bei uns im reiterlichen Einsatz zweiteilige Schabraken. Kopf-Hals-Brust / Kruppe
Gruß Norbert

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Eintrag #7 vom 13. Feb. 2001 12:21 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Denis, sicher hast Du eine Abschwitzdecke für Deinen Friesen. Leg sie ihm auf, dann den Sattel darüber und mit Schneiderkreide dann die Sattelumrisse, Ansatz Gurtstrupen und evtl. vorhandene ßsen und Ringe aufzeichnen. So hast Du schon mal eine Vorlage, die Du dann um Halsteil (da habe ich kein Patentrezept, ich schneide am Pferd zu) und Schnüre zur Befestigung am Sattel und Sattelgurt ergänzt. Das Hinterteil nicht vergessen: Du setzt an die hintere Kante Deiner Couverture einen Drittelkreis (mindestens, besser einen Halbkreis) ein, anschließend mußt Du wahrscheinlich die Lage des Stoffs auf der Kruppe zum Schweifansatz hin nacharbeiten, damit sich keine unschönen “Beulen” auf dem Pferdehintern bilden. Zu kompliziert oder alles klar? Viel Spaß beim Schneidern - und 10 m2 Stoff auf der Nähmaschine sind eine Herausforderung ;-)
Ameli / Elisabeth von Tannenberg

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Eintrag #8 vom 13. Feb. 2001 16:56 Uhr Armin Stabel   Nachricht

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Schalömsche All, also : wir reiten schon eine kleine Weile Turniere und auch unsere Kovertüren sind zweiteilig. Angefertigt hat sie uns die Schneiderin Carmen Lauer ( für Viele ein Begriff) aus oberursel. Sie fertigt die Klamotten auf Pferdemaß incl. der Wappen… kommt bloß nich mit Löwen an….grins…. Tel findet ihr im Tel-Buch. Viel Erfolg
Aragon

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Eintrag #9 vom 14. Feb. 2001 09:01 Uhr Tina Melczuk   Nachricht

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Hier noch was zur Manesse in puncto Rüstzeug und Mode… Die ersten 110 Miniaturen entstanden zwischen ca. 1300 und 1315 (also Anfang des 14. Jhdts) und da sich Mode, Rüstzeug etc. nur schleppend wandelte, kann man diese ersten Miniaturen noch als Quelle zumindest für die zweite Hälfte des 13. Jhdts mitansehen. Norbert hat insofern recht, daß die dort dargestellten Pferde tatsächlich Decken mit Wappen etc. tragen, was hieße, daß sie im 13. Jhdt schon als Kennzeichnung verwendet wurden. Ob nur auf dem Papier oder schon “live” ist da lediglich noch die Frage. Allerdings wär das Frühmittelalter damit natürlich auch noch nicht geklärt… Huhu Ameli, und was muß das dann erst damals für eine Herausforderung (um nicht zu sagen “ßberwindung”) gewesen sein, das Ganze per Hand zu vernähen *ggg* Viel Spass dabei! ;-)
Gruß Arngard

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Eintrag #10 vom 14. Feb. 2001 09:05 Uhr Nikolaus Hofbauer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaus Hofbauer eine Nachricht zu schreiben.

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Morgen, Norbert .. Hähh ?? Wo bitte steht das Pferdedecken erst im 14./15.Jh aufgekommen sind ? Die von mir gegebenen Zeitangeaben waren in erster Linie dazu gedacht eine deutlich Abgrenzung zwischen dem “Turnier” als Kriegspiel und der klassischen, höfischen Turnierkultur zu geben. Und wenn du Quellen anführst, dann doch bitte zeitgenössische, also ich hätt gerne Abbildungen des 10.-12.Jh gesehen, die in der von dir angesprochenen “Regel”, Turniergewänder von Pferden zeigt. Ach ja, die von dir zur Untermauerung angeführte Manessische Liederhandschrift, mit der du etwas widerlegen willst, das eigentlich keiner behauptet hat, ist .. Surprise !! … aus dem 14.Jh … Nichts für ungut, aber der Thread ist mit WasIstWas-Quellen schon schlecht genug dran .. Gruß Nikolaus

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Eintrag #11 vom 06. Mrz. 2001 12:25 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, zu Abbildungen von Pferden mit Decken aus dem 10-12. Jhd kann ich (bis jetzt) leider auch nichts sagen, interessant scheint mir aber, daß sich in der Maciejowski-Bilder (Mitte 13. Jh.) neben vielen Abbildungen, auf denen die Pferde im Kriegseinsatz keine Decken tragen, auch solche finden, die Pferde mit Decken zeigen. Die Decken sind meist einfarbig oder mit längsverlaufenden (goldenen) Mustern versehen und haben offensichtlich nichts mit den Farben und dem Wappen (Schild), das der jeweilige Reiter trägt, zu tun - sind wohl also zu dieser Zeit noch nicht Teil der zur Schau getragenen Kennzeichung. Die Kouvertüren bedecken Kopf (einschl. Ohren), Hals und Rumpf der Pferde und reichen bis etwa zum Fesselgelenk. Anscheinend waren sie zweiteilig, denn der Sattelbereich ist immer unbedeckt. Ruth

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Eintrag #12 vom 06. Mrz. 2001 15:31 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, im Ad liber honorem Augustii 12. Jhdt. sind Couvertüren auch schon da. Mit Wappenbild.
Euer Haduwolff

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Eintrag #13 vom 06. Mrz. 2001 21:22 Uhr Norbert Fritscher  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Fritscher eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Hadu, hab Dank für Rettung Schabracke!
Gruß Norbert

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Eintrag #14 vom 06. Mrz. 2001 21:23 Uhr Norbert Fritscher  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Fritscher eine Nachricht zu schreiben.

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_“der Schabrake”!!!
Gruß Norbert

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Eintrag #15 vom 07. Mrz. 2001 10:43 Uhr Silke Eckert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Silke Eckert eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Norbert, hier wirfst Du allerdings die Begriffe durcheinander. Bei der Schabracke handelt es sich um eine SattelUNTERLAGE, die im Gegensatz zu der heute meist üblicheren Satteldecke über den hinteren Bereich des Sattels herausragt und in zwei mehr oder weniger ausgeprägten seitlichen Zipfeln endet. Hat sich wohl - so habe ich es zumindest bei den Napoleonics schon gesehen - aus einer Schabracke entwickelt, die über dem Sattel getragen wurde. Die Couvertüre ist ja eigentlich nicht als Sattelunterlage gedacht, sondern um das ganze Pferd mit AUSNAHME des Sattels zu bedecken. Wobei ich mir vorstellen könnte, daß die Schabracke aus der Couvertüre entstanden ist. Oder wurde der Begriff Schabracke im MA anders verwendet ? Vielleicht weiß da ja jemand mehr ? Lasse mich da gerne belehren. *g* *BTW* sollte jemand einen Literaturtip zum Thema Ausrüstung von Pferd und Reiter im MA haben, immer her damit. Gruß
Silke

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Eintrag #16 vom 24. Mrz. 2008 21:39 Uhr Gerald Luck  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gerald Luck eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo
Ich bin gerade dabei, eine Mitte 13. Jhd.-Couverture, angelehnt an die Mac-Bibel zu schneidern. Sie soll zweiteilig werden, das Hinterteil ist schon fast fertig.
Das Vorderteil finde ich jedoch wesentlich komplizierter, und da wäre ich für Ratschläge aus der Praxis in bezug auf das Schnittmuster sehr froh und dankbar. Aus wievielen Teilen habt Ihr Euer Vorderteil zusammengesetzt, und wo sind die Nahtstellen? Wie befestigt Ihr die Couverture am Sattel?
Vielen Dank für Eure Antworten und viele liebe Grüsse
Gerald

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