meiner Meinung nach ist der Bocksten-Fund etwas zu früh für Deine Darstellung. Er wird im allgemeinen eher gegen 1330 datiert.
Was die Begrifflichkeiten angeht, so unterscheiden sie sich teilweise extrem. Schecke/Cotehardie ist mehr oder weniger ein Arbeitstitel, Du kannst natürlich auch Oberrock sagen. Im allgemeinen kann man sagen, daß nach Fundlage und Abbildungen um 1350 stärker auf Körper geschnitten wurde und da fährst Du mit den Hjerlofsnes-Schnitten auf der sicheren Schiene.
Ich kenne auch deutsche Abb. von Bognern aus dem 12. Jhdt. und ähnliches. Da es sich aber hier bei dieser Anfrage um Mitte 14. Jhdt. handelt und ich meine eine einigermaßen passable ßbersicht über diese Zeit zu haben, ist es doch wohl angebracht mal nachzufragen?
Ich kenne sicher nicht jede Quelle, jedoch die, die ich kenne (Bild und Text) zeigen mir, daß für das Kriegswesen hier in Deutschland um 1350 der Bogen keine Rolle spielte und stattdessen auf die Armbrust zugegriffen wurde. Ich bin aber immer gerne bereit meine Meinung zu revidieren, wenn stichhaltige Argumente geliefert werden.
Um 1350 würde ich auf die Tunika verzichten - höchstens als Unterhemd. Mach Dir besser eine einfache Schecke/Cotehardie als Oberkleidung. Die braucht ja nicht zum Knöpfen sein, sondern gibt es in einfacheren Versionen einfach zum ßberstreifen.
Gut als Quelle sind die Hjerlofsnes-Funde, die dürften auch nicht zu “modisch” sein. Hier ist die großartige Website von Marc Carlson, die Dir weiterhelfen könnte: