hier geht es um das in der öffentlichkeit weitverbreitete vorurteil, dass hochgerüstete ritter ab dem 15.jh. absolut bewegungsunfähig und am boden kampfuntauglich waren.
bei diskussionen zu diesem thema versucht man mich meistens mit dem argument auszustechen, dass französische ritter im kampf gegen die engländer samt streitrössern im sumpf versanken, und man ihnen ohne mühe den gar ausmachen konnte wenn sie erstmal am boden lagen. belegt wird dieser angeblich historische sachverhalt mit einem kriegsbericht seitens der engländer in dem dies ausführlich geschildert wird.
leider habe ich im moment keinen direkten quellennachweis, aber für mich hört sich das eher nach kriegspropaganda an.
warum sollte sich die reitere bis zur absoluten kampfunfähigkeit panzern? ich sehe die problematik eher in der veralteten kampfweise, die mit den neuen fernwaffen nicht mithielt, nicht aber in einer so enormen einschränkung der bewegungsfreiheit. experimente mit a nachgebauten und gestechtauglichen vollrüstungen haben außerdem gezeigt, dass selbst ungeübte menschen noch verhältnismäßig mobil sind (reportage bei arte, vor ca. einem monat). wie muss das ganze dann erst bei einem seit frühster jugend trainierten ritter ausgesehn haben?
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