Eintrag #6 vom 30. Apr. 2004 14:35 Uhr
Roman Grabolle
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Badestuben waren in arch-de kürzlich Thema, ich klau einfach mal dort:
Frank Feuerhahn, Die Almersbadestube. Archäologische und historische Zeugnisse zum spätmittelalterlichen Badewesen in Hildesheim. Magisterarbeit bei Prof. Ericsson 2001.
www.uni-bamberg.de/~ba5am1/abschluss/siedlung.htm
E. Anhang:
Archäologisch (a) und bauhistorisch (b) untersuchte Badhäuser in Süddeutschland und der Schweiz [Kat.-Nr. 1-22] (90)
Unpubliziert sind die um 1991 ergrabene Baderei am Baderplan in Grimma ergraben
Günther Klaus-Paul Unteidig (Untere Denkmalschutzbehörde Muldentalkreis), wohl 15. Jhs.
Zwei als Badestuben gedeutete Häuser (mit jeweils fast vollständig stehendem Ofen) in der Bergstadt “Bleiberg” (Treppenhauer bei Sachsenburg), von W. Schwabenicky ergraben -
diese Befunde gehören in die 2. Hälfte des 13. Jhs. Dürfte zumindest als Vorbericht vorliegen.
Archäologisch erforscht sind auch Badestuben aus der Frühen Neuzeit:
W. Thoma, Die archäologischen Ausgrabungen im Umfeld des Rathauses von Penig, Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege 43, 2001, 213-267;
J. Wacker, Ausgrabungen beiderseits der Badergasse. Einblicke in das mittelalterliche
und frühneuzeitliche Alltagsleben von Lübben, Landkreis Dahme-Spreewald, Archäologie
in Berlin und Brandenburg 1997, 133-136
Es gibt noch einige weitere Badestuben sowie mehrere ArchäologInnen, die sich mit diesen befassen.
Allgemeine Literatur:
S. Stolz, Die Handwerke des Körpers. Bader, Barbier, Perückenmacher, Friseur. Folge
und Ausdruck historischen Körperverständnisses, Marburg 1992.
S. Sander, Bader und Barbiere, in: R. Reith, Lexikon des alten Handwerks, München
1990, 17-22;
C. Maehnert, Geschichte des Celler Friseur-Handwerks, Celler Beiträge zur Landes- und
Kulturgeschichte 13, Celle 1986;
Willibald Gutsche, Geschichte der Bader und Barbiere in Erfurt, Teil 1: Das
Mittelalter, Beiträge zur Geschichte der Stadt Erfurt 4, Erfurt 1957.)
Der älteste Nachweis einer Badestube im deutschsprachigen Raum ist wohl der auf dem St. Gallener Klosterplan (ca. 820). Hier sind gleich vier Stuben eingezeichnet.
Zum Betrieb der Badestuben:
J. Cramer, Badehäuser - Ein städtischer Bautyp, in: Hausbau im Mittelalter II, Sobernheim 1985, 9-58.
M. Widmann, C. Mörgeli, Bader und Wundarzt. Medizinisches Handwerk in vergangenen Tagen, Zürich 1998.
Viele Grüße Roman
