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Eintrag #1 vom 19. Okt. 2006 22:55 Uhr Sebastian (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Sebastian eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
habe hier nichts gefunden zu dem Thema (vielleicht unter falschen Begriffen gesucht?)
Mir geht es darum:
Wie waren mittelalterliche Klingen, und, besonders Griffe ge’finisht’. Also poliert auf Glanz, geölt, grob belassen etc. Was gab es am häufigsten?
Wie wurde dieses Finish hergestellt? (Klinge poliert macht Sinn –> Rostempfindlichkeit… Griff poliert? Wie, ohne Schmirgel…?)
Wie regelmässig oder überhaupt wurden Griff und Klinge gepflegt, geölt z.B.?
Mir geht es hierbei allein um Gebrauchsmesser.
Da man das evtl. nicht nur an Quellen sehen kann, hoffe ich auch, jemand hier hat Erfahrung im Alltagsgebrauch unter ‘Lagerbedingungen’ und Gründe, das Messer wie oder ob überhaupt zu pflegen…
Sebastian

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Eintrag #2 vom 20. Okt. 2006 00:31 Uhr Johannes Kulick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johannes Kulick eine Nachricht zu schreiben.

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Ich verweise da mal auf die sehr ausführliche Dissertation von W. Holtmann über mittelalterliche Messer. Da gibts auch was zu Verzierungen von Griffen etc. etc.
webdoc.sub.gwdg.de/diss/2002/holtmann/index.html
Johannes - www.hildensia.de

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Eintrag #3 vom 20. Okt. 2006 12:52 Uhr Klaus Biehl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus Biehl eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Sebastian,
die Holtmann Dissertation enthält so ziemlich alles, was es zum Thema Gebrauchsmesser zu sagen gibt. Ist aber eine ziemlich dicke Schwarte. Die Ruth Hirschberg hat für ihre Zeit/Gegend einen schönen Artikel verfasst, der auch die Griffe behandelt und sich dabei auf Holtmann bezieht. Die Griffverzierungen sind, denke ich als Beispiele zu sehen, die in Abwandlungen für ganz Europa gelten können, denn Holtmann stellt fest, dass solche, auch aufwändiger verzierte Messer weit gehandelt wurden.
Das Oberflächenfinish des Griffholzes bekommt man auch ohne moderne Schleifmittel recht fein hin. Viele der zylindrischen Vollgriffe waren gedrechselt mit der Fiedelbogen- oder später der Wippdrechselbank. Damit bekommt man mit scharfem Werkzeug auch schon eine ziemlich saubere Oberfläche hin. Auch Rillenverzierungen sind dann kein Problem mehr.
Desweiteren konnte man durchaus schon polieren mit Pflanzenfasern und ßl. Das Ergebnis ist für den “Alltag” gut zu gebrauchen.Allerdings ist die Auswahl des Holzes dann wichtig, denn nicht alle Holzarten lassen sich so gut bearbeiten. Nicht umsonst wurden z.B. in England bei den Londoner Funden noch recht viele Griffe oder Griffreste aus Buchsbaum sichergestellt.
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass dieses Holz sehr dankbar zu bearbeiten ist (… und wieder-die waren ja nicht blöd damals-…)und eine feine Oberfläche ermöglicht.
www.brandenburg1260.de/sachthemen.html
Gruß Klaus

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Eintrag #4 vom 22. Okt. 2006 11:40 Uhr Birgit Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Birgit Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich habe zwar noch kein Messer gebaut, aber Hölzer lassen sich wunderbar mit Zinnkraut polieren. Das ist eigentlich Ackerschachtelhalm, den bekommt man für ein paar Kröten getrocknet in der Apotheke. Ich habs selbst zwar noch nicht probiert, habe aber einen Buchsbaumkamm, der damit perfekt poliert wurde. Weichere Metalle lassen sich auch damit polieren, daher der Name “Zinnkraut”.
Grüße, Birgit_S

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