Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Vergessene Berufe

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Eintrag #1 vom 09. Feb. 2001 23:12 Uhr Engel- chen   Nachricht

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Grüsst Euch, liebe Interessierte! Noch ein neuer Tread… Nach einer langen Diskussion über die ßberbelegung der Ritter und Edelfräulein-Rollen in der mittelalterliche Szene gebe ich hier allen nun ein Forum, ihre Gedanken zu neuen Wegen und Rollen kundzutun. Meine Aussage lautet also dazu: Neue Rollen braucht das Land- alte Berufe braucht die Szene. Freue mich schon auf Eure Meinuungen!!! Mit lieben Grüssen Euer Engel-chen

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Eintrag #2 vom 10. Feb. 2001 12:58 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hm. Würde ja den Bitter machen, aber wer will denn sowas schon? Gruß v. Arlen

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Eintrag #3 vom 11. Feb. 2001 02:56 Uhr Frank Schwarzer   Nachricht

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seyd gegrüßt Zur Zeit würde ich gerne wissen ,wer welche berufe in der MA-Szene ausübt die den burgbau betreffen,z.b Zimmermann, polier maurer oder fronbauern oder leibeigene. Denn dadurch kann man auch rückschlüsse darauf ziehen wie solch ein burgbau vonstatten ging. Denn ohne burg kann kein mittelalter sein.
Baumeister Benno Von Osnabrück

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Eintrag #4 vom 11. Feb. 2001 10:32 Uhr Thomas Arnold  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Arnold eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, Dann fang ich mal an. Ich mache Kettengeflechte in verschiedenen Arten, Schöpfe Papier, Ein weiterer von uns macht verzierte Fahnenspitzen, Der nächste Fibeln, Schnallen etc. Wieder einer macht Drechselarbeiten (natürlich nix elektrisch :)) Nun ja, und weil es merkwürdigerweise immer so beliebt ist (was Ihr seid so ein Verein, die MA machen??? macht doch einen Showkampf … ) Kämpfen wir auch neben den Handwerk ( einige der Handwerker einschließlich mir) Ict ja nicht so, das einst Ritter immer adelig waren. Die hatten auch zum teil normale Berufe Ansonsten habe ich auch erfahrung (rein beruflich) mit Zimmermannarbeiten, Dacheindeckungen, Blecharbeiten. Selten zu sehen ist auch der Rechenmacher, Reetdecker, Gerber

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Eintrag #5 vom 11. Feb. 2001 12:02 Uhr Patrick Seehaber  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Patrick Seehaber eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Leute, im “Hausbuch der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung zu Nürnberg” sind Mengen an alten Berufen aufgeführt und auf zeitgenössischen Bildern dargestellt. Die Bilder sind zwar alle aus dem 15. (und teilweise schon 16.) Jahrhundert, aber es lohnt sich ein Blick. Hier der Link zur Internetversion: mailbox.univie.ac.at/~kochr3/mendel/mendel.htm Grüße, Patrick.
www.hippodromus.de

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Eintrag #6 vom 11. Feb. 2001 16:48 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

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Mittelalterliche Berufe ? Als da wären: Färber, Kalkbrenner, Seifensieder, Holzhändler, Heuverkäufer, Küfer, Wagner, Sattler, Gerber, Köhler, Holzhauer, Steinmetz, Latrinenputzer, Brunnenputzer, Bergleute, Bürstenbinder, Besenbinder, Pferdetrainer, Hundetrainer, Müller, Ziegler, Glasbläser…. Bestimmt ist auf einem Markt ein Mistverkäufer mit einem stinkenden Wägelchen näher am Original, als ein Schmuckhändler, dessen Zielkundschaft sich eher zu Hause die Ware vorführen ließ. Und in einer Zeit ohne Leitungen müßten eigentlich ununterbrochen die Wasserträger herumwuseln. Soweit mein Mist
Stefan

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Eintrag #7 vom 11. Feb. 2001 21:16 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

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Zwar nicht direkt auf das MA, sondern eher auf die vorindustrielle Zeit des 19. Jh. ausgerichtet, aber in weiten Passagen eben so traditionelle Handwerkstechniken anschaulich demonstrierend, dass sie durchaus auch zur MA-Darstellung etwas beitragen können, ist: John Seymour, The Forgotten Arts, Dorling Kindersley Ltd., London 1984 Auch in deutscher ßbersetzung erschienen: John Seymour, Vergessene Künste - Bilder vom alten Handwerk, Urania Verlag, Berlin 1998. M.E. sehr empfehlenswert, denn Techniken wie etwa die Herstellung von Heugabeln, Stiele herstellen, Besen binden, Holzsohlen (Trippen!) herstellen oder Holzkohle brennen haben sich im Wesentlichen seit dem MA (teils seit der Antike!) bis zur “Industriellen Revolution” ja nur in Details geändert. So lassen sich hier m.E. sehr viele Inspirationen für fleißige Menschen finden: Denn natürlich ist es etwas aufwendiger, ein solches Handwerk zu erlernen, zu perfektionieren und darzustellen als zu “rittern” (zumindest, was die meisten darunter verstehen!), denn mit dem Flachstahl herumfuchteln geht eben einfacher als einen Rechen herzustellen oder gar zu böttchern … Damit soll ausdrücklich nichts gegen die Ritter gesagt sein, die außer Kampftechniken auch andere ritterliche “Arbeitsbereiche” und Fähigkeiten beherrschen, die zu einem “normal gebildeten” Ritter des MA ganz selbstverständlich gehörten (wie wäre es z.B. mit dem Latein?).
mit besten Grüßen und Wünschen Nikolaj aka Argl. Rhisiart ap Maredudd

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Eintrag #8 vom 11. Feb. 2001 21:35 Uhr Thomas Arnold  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Arnold eine Nachricht zu schreiben.

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Nun Nikolaj Wie ich schon schrieb: Ich konnte schon des öffteren nachlesen, das Ritter ganz normale Berufe ausübten, und nicht wie dir Vorstellung ist, die Ritter nur in Burgen und auf Schlachtfeldern standen. Daher machen sehr viele von unseren Rittern im Verein eben auch noch Handwerk. Das Buch ist übrigens ganz sehr zu empfehlen, Jedoch ist sehr viel dabei, was man nicht unbedingt auf einem Markt machen kann (auser man will sehr viel Material transportieren. ich meine z.B. die Zäune)

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Eintrag #9 vom 11. Feb. 2001 23:51 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Nur mal so am Rande: Vor allem dem Zisterzienser - Orden, z.T. aber auch den Prämonstratensern, gelang es ab dem zwölften Jahrhundert, viele Berufsspezialisten über das Konversen - Amt an sich zu binden, wie z.B. Künstler - Maler, Baumeister - “Bildhauer” (= Steinmetze), Bergbau- und Rodungsspezialisten (aber auch viele andere handwerkliche und agrarische Berufe, wie z.B. Winzer, Gärtner, Bauern, Imker (Zeidler), Schreiner, Weber usf.). Ich persönlich würde mich freuen, bei entsprechenden Veranstaltungen mal auf Handwerker o.a. zu treffen, die als Konversen im Klosterdienst stehen und für den Konvent etwas vom “Produktionsüberschuß” verkaufen.
Gruß von Carsten

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Eintrag #10 vom 12. Feb. 2001 22:11 Uhr Michael Jansen   Nachricht

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Naja, ich denke, dass ich als Bader doch einen recht alten Beruf ausübe. Und während der langen Wintermonate vergnüge ich mich dann noch als Brünner, damit die Knochen fit bleiben :-) Und seit neusten bin ich sogar Gutshofpächter, was auch recht viel Zeit in Anspruch nimmt. Also, Ihr lieben Handwerker (Dachdecker, Zimmerleut und Gärtner) Eure Hilfe ist immer gern gesehen.
Mit galantem Gruß Michael

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Eintrag #11 vom 16. Feb. 2001 05:52 Uhr Frank Browers  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Frank Browers eine Nachricht zu schreiben.

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Morgäääähn, eigentlich ein interessantes Thema über das Ihr hier diskutiert. ich selbst versuche ein paar Info´s -ähhh- Belege über Hausbau im weitesten Sinne und Dachdecken im speziellen zusammen zu bekommen ums auf Märkten darzustellen. Womit wir beim Transport-Thema wären! Wie stellt Ihr Euch denn eine Marktdarstellung eines zünftigen Handwerkers vor?? (Nicht Brettchenweben, spinnen etc.!!!!) Bader Michel frag mich mal wechen Deinem Gut!
Gott zum Gruße Meister Wilfried

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Eintrag #12 vom 16. Feb. 2001 06:44 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

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Morgen! Zünftiges Handwerk? Ist natürlich aufwendiger, als im Kettenhemd rumzustehen und grimmig-ölig in die Welt zu schauen ;o). Ich bin Zimmerer. Stell dir vor, ich binde einen kleinen Glockenstuhl mit zwei Stockwerken Turm als Fachwerk mit Blattverbindungen und Zapfenschlössern ab, jeweils mit Holznägeln gesichert. Dazu noch drei Stämme frisches Rundholz, Böcke etc. Werkzeug. … Paßt alles noch auf meinen alten Hanomag. Kein Holz länger als drei Meter. Problemlos handversetzbar. Man müßte halt mindestens zu zweit sein. Das Türmchen aufzuschlagen dauert einen halben Tag und ist vom ersten Moment an ein Blickfang. Danach setzt man die Glocke ein, der Priester segnet den Bau, die Glocke wird ab jetzt zu den Gebetszeiten geläutet. Man simuliert mit zwei drei Hölzern einen Weiterbau und haut aus einem Stamm einen Balken (zu zweit, eingespieltes Team). Dann ist auch schon Feierabend. Mahlzeit. am nächsten Tag entweder vor Marktbeginn den Turm schnell abbauen, oder den nächsten Balken hauen, das entstehende Abfallholz vom Schubkarren aus verhökern, zwei der Fächer am Türmchen ausflechten, im Zuber Lehm und Stroh treten und das Geflecht auswerfen, Holznägel schneiden … Nach dem Markt abbauen, geht so schnell wie ein Marktstand, alles wieder auf die Pritsche, zu Hause bunkern. Vor dem nächsten Markt drei frische Stämme zum Behauen her, über das ganze Bauholz kurz mit der Walzenbürste drüber, sieht wieder alles aus wie frisch. Ist natürlich alles Arbeit und nichts wird verkauft. Aber “a” Bau geht schon fast in Museumsqualität und ist ein weithin sichtbarer Blickfang. Ich habe im real life schon einige Fachwerke aufgeschlagen, und es hat immer Leute dazu bewegt, stehen zu bleiben und Maulaffen feil zu halten. ich habe auch schon Zimmerleute in der Kluft das Behauen vorführen sehen, auch auf MA-Veranstaltungen *sniff*, aber es gibt genügend Bildquellen von Handwerkern und Bauarbeiten, um sich korrekt anzuziehen. Meister Michel, für deinen Hof bin ich wohl zu weit weg ? jetzt muß ich aber los
Stefan

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Eintrag #13 vom 16. Feb. 2001 19:22 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Was wäre das für eine Bereicherung! Wär`s nicht machbar? Gruß v. Arlen

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Eintrag #14 vom 25. Apr. 2001 00:36 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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Dêu sal! Es gibt da noch den unappetitlichen Beruf des Wundaussaugers, der infolge von Schlachten zur Verhinderung des Wundbrandes durchaus üblich war, wo, wer noch in der Lage war, zu zahlen, diesen unappetitlichen Dienst gerne in Anspruch nahm (lecker, lecker). Verwundert bin ich, dass bis dato laut Wappenrolle keine der Damen auf die Idee gekommen ist, eine Hebamme sein zu wollen, ein sehr alter und ehrbarer Beruf der den ausserordentlichen Vorteil bietet, mit relativ hohem gesellschaftlichen Ansehen und entsprechend Narrenfreiheit verbunden zu sein. Gut, die Darstellung ist nicht ganz einfach (aber ansonsten ist es mein MA-Beruf). In dem Fall Anne Félicie de Liège
N.

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Eintrag #15 vom 25. Apr. 2001 07:40 Uhr Martin Opitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Opitz eine Nachricht zu schreiben.

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“Wundaussauger” Na lecker. Wo hast du diese Information her, bzw. was gibt es dafür für Belege? Grüße Martin

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Eintrag #16 vom 30. Apr. 2001 01:11 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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Es handelt sich nicht um eine Quelle im eigentlichen Sinne, es handelt sich viel mehr um eine zweizeilige Bemerkung in einem Buch über Chirurgie (und davon hat´s hier eine ganze Reihe), in deren Einführungstexten häufig die Geschichte derselben aufgegriffen wird. Wobei diese Bemerkung aufgrund ihres “appetitlichen Aspekts” im Gedächtnis haften blieb, leider nicht mit Buch- und Seitenangabe.Das heisst: Trotz wiederholten Querlesens muss ich zu meiner Schande gestehen (mea culpa, mea maxima culpa), dass ich die entsprechende Passage nicht wiedergefunden habe. Da ich die nächsten Wochen sicher nicht wesentlich mehr Zeit auf die Suche verwenden kann und da der PC bei der Eingabe: Wundbrand, Mittelalter und Schlachtfeld alles erbricht, aber keine brauchbaren Daten, habe ich die Frage an den hiesigen Fachbereich Geschichte weitergeleitet und bitte ansonsten um Geduld, damit ich zu einem späteren Zeitpunkt die Suche fortsetzen kann.
N.

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Eintrag #17 vom 01. Mai. 2001 19:56 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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Nachtrag, während ich auf die Antwort vom FB Geschichte warte… Den Hinweis gefunden habe ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in einem der folgenden Bücher (in abnehmender Reihenfolge der Wahrscheinlichkeit) entdeckt. - A concise history of veterinary medicine/ D. Karasszon 1988 - Veterinary Medecine: An illustrated history/ Douglas and Williams 1996 - Chirurgie, mon métier/ Robert Soupault 1966 - Histoire de la chirurgie/ Claude D´Allaines 1961 - The Story of Wound Healing and Wound Repair Allen O.Whipple 1963

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Eintrag #18 vom 15. Nov. 2001 15:10 Uhr Roman Luplow  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Luplow eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Papierer, Pergamenter, Brevedrucker

Papierer - gehört nicht ins eigentliche MA sondern an den Anfang der Neuzeit (ab 1280 in Europa)
Pergamenter - ließe sich mit etwas Vorbereitung auch auf dem Markt vorführen
Brevedrucker - druckt mit in Holz geschnittenen Texten (Ganzseitenschnitte!) Ablaßbriefe, Memos etc., war vor dem Buchdruck die einzige vernünftige Druckform
kennt jemand einen brevedrucker in der MA-Szene?
Papierhändler - der Papierhändler war meist auch Buchbinder und Buchhändler, bis 1200 wurde ausschließlich arabisches Papier, Pergament und Chinesisches Papier gehandelt. wasserzeichen gab es nicht.
Mit GUnst von wegens Handwerk
Roman Luplow
Papyrerei Dishley

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Eintrag #19 vom 16. Jul. 2002 11:00 Uhr Daniel Stroh  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Stroh eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Sapper?

Tach miteinander,
ich suche Informationen über den Beruf des “Pioniers” im englischen Sapper genannt. Die erste Frage ist, ob die ßbersetzung korrekt ist, und die zweite wo man Informationen über diesen Berufsstand herausfinden kann. Das Einzige was ich bisher gefunden habe, ist, das diese “ungelernten” Leute bei Belagerungen Tunnel gegraben haben….. Hat jemand noch mehr Infos darüber (Quellen, Bildbelege, Funde), insbesondere deren Werkzeuge interessieren mich!
Gregorius

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Eintrag #20 vom 17. Jul. 2002 22:02 Uhr Timo Krisch  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Timo Krisch eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Quellen hab ich leider auch keine...

…, aber eine Anmerkung zur ßbersetzung und eine zur Ausrüstung.
Die Benennung “Pioniere” wie bei den späteren Armeen der Neuzeit gab es zumindest im HMA noch nicht. Soweit mir bekannt ist, wurde diese Truppe im Mittelalter mit folgenden Bezeichnungen bedacht:

appeure

ineure

Ich erinnere mich dunkel, mal irgendwo(?) gelesen/erfahren zu haben, daß ihre Ausrüstung damals relativ einfach war: Hacke und Schaufel zum Graben (wie auch immer die ausgesehen haben mögen), außerdem Fässer mit brennbarem Material, welche dann in die unter die Mauern gegrabenen Gänge geschoben und angezündet wurden, um die Mauern zum Einsturz zu bringen.
Ob sie allerdings auch - wie die “Pioniere” später - beim Bau von behelfsmäßigen Brücken oder Belagerungstürmen zum Einsatz kamen, kann ich Dir nicht sagen.Wie gesagt ist die Quellenlage auch bei mir dürftig :-|
Vielleicht noch eine kleine Geschichte am Rand, was das für ein “Bombenjob” gewesen ist: wenn die Verteidiger rechtzeitig bemerkten, daß feindliche Mineure die Mauern untergraben wollten, grub man alsbald selbst einen Gang, der im Idealfall über den der Mineure führte, schlug dann einen Durchbruch nach unten und leitete VIEL Wasser ein, so daß die Mineure ersoffen (sorry für das harte Wort, aber die sind dabei nicht einfach nur ertrunken!). Gelang es andererseits nicht, über den Gang der Mineure zu kommen, traf man sich übrigens im Dunkeln, und es kam zu einem blutigen Gemetzel (ums mal harmlos auszudrücken!).
Ich denke, das reicht dann auch…
Timo

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Eintrag #21 vom 18. Jul. 2002 10:21 Uhr Daniel Stroh  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Stroh eine Nachricht zu schreiben.

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@Timo:
Danke zunächst mal für die kurzen Infos!
Ich bin allerdings immer noch auf der Suche nach Quellen und Funden über deren Arbeit und Gerät, auch wenns wahrscheinlich ein Scheiß-Job war!
Was mir wahrscheinlich auch weiterhelfen würde, wären Quellen und Funde zum Bergbau, der sich ja zunächst mal nicht groß vom Job der Sappeure und Mineure unterscheidet, nur am Ende wollen die einen Erz oder Kohlen und die anderen ne Mauer einstürzen lassen! Auch da interessiere ich mich wiedereinmal am Meisten für deren Werkzeuge….
Gruß, Gregorius

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Eintrag #22 vom 18. Jul. 2002 11:01 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Sappeur

Moin,
Wollte gerade was über ein Werkzeug namens “Sappie” schreiben, eine Art Hebel zum Baumstämme packen und herumwuppen, das sich trefflich zum Lösen von Mauersteinen und für Arbeiten mit Grubenhölzern eignen würde, und über eine mögliche sprachliche Verwandschaft zwischend en zwei Begriffen schwadronieren.
Aber oh, bevor ich sende, schau ich mal kurz ins Internet unter dem Begriff “sappeure”. Jede Menge infos. *grins* Versuchs mal mit google. Kurzes Zitat:
*Sappeure hatten in erster Linie die Aufgabe, beim Kampf um Befestigungen die Sappe, das heißt, den Lauf und Annäherungsgraben anzulegen und so den eigentlichen Kampftruppen den Weg zu bahnen. Von ihrer militärischen Aufgabe her gesehen, war ihr Platz an der Spitze der marschierenden Truppe. Hinzu kamen wichtige Aufgaben, wie Hindernisse aus dem Weg zu räumen und Straßensperren zu beseitigen. Im Jahre 1774 bestimmte ein Erlass des Königs von Frankreich, dass fortan jede Grenadierkompanie zehn -beiltragende Soldaten- haben musste.*
Und das in dieser Zeit typische Werkzeug war wohl die Zimmermannsaxt. *sniff*
Und vielleicht wissen aj welche von den vielen Sappeur-Vereinen was über ihre mittelalterlichen Vorläufer?
Schöne Grüße,
Stefan

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Eintrag #23 vom 19. Jul. 2002 01:36 Uhr Mark Murgatroyd  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Mark Murgatroyd eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Costable??

Hi,
Ich suche Infos zum “Beruf” des Consable´s in England (mitte des 14.Jhdt). Ich weiß nur das der Beruf ein “Nachfahre” des Scheriff´s wahr.
MfG Mark Murgatroyd

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Eintrag #24 vom 19. Jul. 2002 18:15 Uhr Uli Gasper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Uli Gasper eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Moin Stefan

Das würde doch dann vielleicht bedeuten, das die marschierenden Sappeure/ Pioniere etwas trugen was der heutigen Sappieaxt oder Feuerwehraxt ähnelte, oder. HAt jemand Bildmaterial dazu?
gruß, uli

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Eintrag #25 vom 21. Jul. 2002 15:39 Uhr Daniel Stroh  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Stroh eine Nachricht zu schreiben.

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Tach,
ich habe mich mal ein wenig schlau gemacht zum Thema Sappeure und das Problem ist, das dieser Begriff erst seit 1547 bezeugt ist. Ein Johannes Sticker hat nen ziemlich ausführlichen Artikel dazu geschrieben über die Entstehungsweise und Hintergründe zu lesen unter Datei www.kreis-neuss.de/[…]/811307594a101e5d41256ae3004[…]$FILE/sappeure.pdf .
Gruß
Gregorius

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Eintrag #26 vom 23. Jul. 2002 07:38 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Inlieger ?

Bei meiner Ahnenforschung stieß ich öfter auf den (Berufs)Zusatz “Inlieger”. Weiß jemand, was sich dahinter verbirgt?
Gruß
Joachim

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Eintrag #27 vom 23. Jul. 2002 07:54 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Beruf ?

Hallo Joachim,
ich glaube, Inlieger ist kein Beruf, sondern ein Rechtsstatus. Nach dem deutschen Rechtswörterbuch (manchmal ist ein Jurist in der Familie ganz nützlich …) ist ein Inlieger oder Inmann ein Mieter, also Stadtbewohner ohne Bürgerrechte, manchmal auch einfach ein “Knacki”, … äh, Insasse einer Justizvollzugsanstalt.
Für die Erklärung komischer deutscher Worte schaue ich meist nach bei
www.rzuser.uni-heidelberg.de/~cd2/drw/frameset.htm. Meistens werde ich fündig. Gibt Quellen an. Für Inmann z.B. auch Wiener Stadtrechtsbuch um 1290. Eine gute Zeit.
Grüße von der Spree, Ulli

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Eintrag #28 vom 23. Jul. 2002 19:41 Uhr Timo Krisch  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Timo Krisch eine Nachricht zu schreiben.

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Kann durchaus sein, daß der Begriff erst später verwendet wurde.
Auf jeden Fall gab es bereits im HMA Leute, welche diese Arbeit (Mauern untergraben und zum Einsturz bringen) verrichteten.
Soweit ich weiß, wurde zumindest “Mineur” im HMA als Begriff verwendet. Kann aber auch sein, daß ich mich da ebenfalls irre. Also bitte nicht schlagen! ;o)
Bis bald.
Timo

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Eintrag #29 vom 31. Jul. 2002 18:41 Uhr Larissa Fröhlich   Nachricht

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Rudi Palla: Das Lexikon der untergegangenen Berufe. Von Abdecker bis Zokelmacher.
Im Netz: www.andreas-karstens.de/Berufe/berufe.htm
Gruesse,
Larissa

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Eintrag #30 vom 02. Aug. 2004 11:32 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

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Wundsauger - nachgereicht nach laaaanger Zeit
“In der ersten Hälfte des 18. Jhdts erfand der französische Chirurg Dominique Anel (1697-1740) eine kleine Saugspritze, um die sogenannten ”Soldatensauger“ zu ersetzen - Gruppen von Männern und Frauen, die auf den Schlachtfeldern damit beauftragt waren, die Wunden der Soldaten auszusaugen und damit offensichtlich viel Schmutz und Infektionsquellen zu beseitigen, wodurch die Wunden dann schneller heilten. Diese Spritzen wurden der Vorläufer des heutigen Aspirators.”
S. 167, Elisabeth Bennion, “Alte medizinische Instrumente”, Bayer Sonderedition.
Nicole
Ah! Du-a-tuca?

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Eintrag #31 vom 03. Aug. 2004 14:59 Uhr Thomas Diedler  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Diedler eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht zum Thema Sappeure...

Moin,
da ich mich als Schmied derzeit intensiv mit dem Thema Werkzeug-nachschmieden befasse, habe ich meine Unterlagen mal auf Fundbelege durchsucht.
Im (sehr umfangreichen und superdollen) Katalog “799- Kunst und Kultur der Karolingerzeit” habe ich gleich zwei Fundstücke einer Art Pionierhacke gefunden. Die Teile sind meiner schwachen Erinnerung nach an verschiedenen Orten jeweils am Fuße von frühmittelalterlichen Befestigungsanlagen gefunden worden und waren u.a. mit anderen Stücken wie Spatenblech etc. vergesellschaftet. Passt also prima ins Bild denke ich.
Es handelt sich dabei um zweiseitige Grabhacken, ähnlich den heutigen Wiedehopfhacken. Größe ca. 26 cm Kopflänge, eine Seite mit schmalem Axtblatt, andere Seite mit Hacke.
Mein nachgeschmiedetes Exemplar ist ca. 22cm lang und auf einem 36 cm Hammerstiel aufgesetzt. Ein prima Pionierwerkzeug beim Lagerbau etc zum Wurzeln durchtrennen und Löcher buddeln. Extrem handlich und leicht, aber sehr effektiv, also auch als Waffe einsetzbar!
Allerdings belegt um das 9. Jhd.
Gruß
Thorkell der Schmied

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Eintrag #32 vom 06. Jan. 2014 06:56 Uhr Herbert Bauer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Herbert Bauer eine Nachricht zu schreiben.

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Die alten Techniken der nichteisen Metallbearbeitung gibt es seit der Entdeckung des Kupfers. Kupferhammerschmiede bereiteten das Material zu Blechen vor und die Kupferschmiede fertigten daraus Gebrauchsgegenstände, Zierrat sowie sakrale Gefäße und Gegenstände. Anschließende Oberflächenveredelung mit Silber oder Gold war hier kostengünstig möglich. Nicht zu vergessen der “Kesselflicker” der das Abgenutzte Küchengerät wieder mit Flicken brauchbar machte.

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