Morgäääähn, eigentlich ein interessantes Thema über das Ihr hier diskutiert. ich selbst versuche ein paar Info´s -ähhh- Belege über Hausbau im weitesten Sinne und Dachdecken im speziellen zusammen zu bekommen ums auf Märkten darzustellen. Womit wir beim Transport-Thema wären! Wie stellt Ihr Euch denn eine Marktdarstellung eines zünftigen Handwerkers vor?? (Nicht Brettchenweben, spinnen etc.!!!!) Bader Michel frag mich mal wechen Deinem Gut!
Naja, ich denke, dass ich als Bader doch einen recht alten Beruf ausübe. Und während der langen Wintermonate vergnüge ich mich dann noch als Brünner, damit die Knochen fit bleiben :-) Und seit neusten bin ich sogar Gutshofpächter, was auch recht viel Zeit in Anspruch nimmt. Also, Ihr lieben Handwerker (Dachdecker, Zimmerleut und Gärtner) Eure Hilfe ist immer gern gesehen.
Nur mal so am Rande: Vor allem dem Zisterzienser - Orden, z.T. aber auch den Prämonstratensern, gelang es ab dem zwölften Jahrhundert, viele Berufsspezialisten über das Konversen - Amt an sich zu binden, wie z.B. Künstler - Maler, Baumeister - “Bildhauer” (= Steinmetze), Bergbau- und Rodungsspezialisten (aber auch viele andere handwerkliche und agrarische Berufe, wie z.B. Winzer, Gärtner, Bauern, Imker (Zeidler), Schreiner, Weber usf.). Ich persönlich würde mich freuen, bei entsprechenden Veranstaltungen mal auf Handwerker o.a. zu treffen, die als Konversen im Klosterdienst stehen und für den Konvent etwas vom “Produktionsüberschuß” verkaufen.
Nun Nikolaj Wie ich schon schrieb: Ich konnte schon des öffteren nachlesen, das Ritter ganz normale Berufe ausübten, und nicht wie dir Vorstellung ist, die Ritter nur in Burgen und auf Schlachtfeldern standen. Daher machen sehr viele von unseren Rittern im Verein eben auch noch Handwerk. Das Buch ist übrigens ganz sehr zu empfehlen, Jedoch ist sehr viel dabei, was man nicht unbedingt auf einem Markt machen kann (auser man will sehr viel Material transportieren. ich meine z.B. die Zäune)
Zwar nicht direkt auf das MA, sondern eher auf die vorindustrielle Zeit des 19. Jh. ausgerichtet, aber in weiten Passagen eben so traditionelle Handwerkstechniken anschaulich demonstrierend, dass sie durchaus auch zur MA-Darstellung etwas beitragen können, ist: John Seymour, The Forgotten Arts, Dorling Kindersley Ltd., London 1984 Auch in deutscher ßbersetzung erschienen: John Seymour, Vergessene Künste - Bilder vom alten Handwerk, Urania Verlag, Berlin 1998. M.E. sehr empfehlenswert, denn Techniken wie etwa die Herstellung von Heugabeln, Stiele herstellen, Besen binden, Holzsohlen (Trippen!) herstellen oder Holzkohle brennen haben sich im Wesentlichen seit dem MA (teils seit der Antike!) bis zur “Industriellen Revolution” ja nur in Details geändert. So lassen sich hier m.E. sehr viele Inspirationen für fleißige Menschen finden: Denn natürlich ist es etwas aufwendiger, ein solches Handwerk zu erlernen, zu perfektionieren und darzustellen als zu “rittern” (zumindest, was die meisten darunter verstehen!), denn mit dem Flachstahl herumfuchteln geht eben einfacher als einen Rechen herzustellen oder gar zu böttchern … Damit soll ausdrücklich nichts gegen die Ritter gesagt sein, die außer Kampftechniken auch andere ritterliche “Arbeitsbereiche” und Fähigkeiten beherrschen, die zu einem “normal gebildeten” Ritter des MA ganz selbstverständlich gehörten (wie wäre es z.B. mit dem Latein?).
mit besten Grüßen und Wünschen Nikolaj aka Argl. Rhisiart ap Maredudd
Mittelalterliche Berufe ? Als da wären: Färber, Kalkbrenner, Seifensieder, Holzhändler, Heuverkäufer, Küfer, Wagner, Sattler, Gerber, Köhler, Holzhauer, Steinmetz, Latrinenputzer, Brunnenputzer, Bergleute, Bürstenbinder, Besenbinder, Pferdetrainer, Hundetrainer, Müller, Ziegler, Glasbläser…. Bestimmt ist auf einem Markt ein Mistverkäufer mit einem stinkenden Wägelchen näher am Original, als ein Schmuckhändler, dessen Zielkundschaft sich eher zu Hause die Ware vorführen ließ. Und in einer Zeit ohne Leitungen müßten eigentlich ununterbrochen die Wasserträger herumwuseln. Soweit mein Mist
Hallo Leute, im “Hausbuch der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung zu Nürnberg” sind Mengen an alten Berufen aufgeführt und auf zeitgenössischen Bildern dargestellt. Die Bilder sind zwar alle aus dem 15. (und teilweise schon 16.) Jahrhundert, aber es lohnt sich ein Blick. Hier der Link zur Internetversion: mailbox.univie.ac.at/~kochr3/mendel/mendel.htm Grüße, Patrick.
Hallo, Dann fang ich mal an. Ich mache Kettengeflechte in verschiedenen Arten, Schöpfe Papier, Ein weiterer von uns macht verzierte Fahnenspitzen, Der nächste Fibeln, Schnallen etc. Wieder einer macht Drechselarbeiten (natürlich nix elektrisch :)) Nun ja, und weil es merkwürdigerweise immer so beliebt ist (was Ihr seid so ein Verein, die MA machen??? macht doch einen Showkampf … ) Kämpfen wir auch neben den Handwerk ( einige der Handwerker einschließlich mir) Ict ja nicht so, das einst Ritter immer adelig waren. Die hatten auch zum teil normale Berufe Ansonsten habe ich auch erfahrung (rein beruflich) mit Zimmermannarbeiten, Dacheindeckungen, Blecharbeiten. Selten zu sehen ist auch der Rechenmacher, Reetdecker, Gerber
seyd gegrüßt Zur Zeit würde ich gerne wissen ,wer welche berufe in der MA-Szene ausübt die den burgbau betreffen,z.b Zimmermann, polier maurer oder fronbauern oder leibeigene. Denn dadurch kann man auch rückschlüsse darauf ziehen wie solch ein burgbau vonstatten ging. Denn ohne burg kann kein mittelalter sein.
Grüsst Euch, liebe Interessierte! Noch ein neuer Tread… Nach einer langen Diskussion über die ßberbelegung der Ritter und Edelfräulein-Rollen in der mittelalterliche Szene gebe ich hier allen nun ein Forum, ihre Gedanken zu neuen Wegen und Rollen kundzutun. Meine Aussage lautet also dazu: Neue Rollen braucht das Land- alte Berufe braucht die Szene. Freue mich schon auf Eure Meinuungen!!! Mit lieben Grüssen Euer Engel-chen