Nebenbei ist mir mal zu Ohren gekommen, daß die heute noch verwendeten Menstruationsschwämmchen mit Essig getränkt als Verhütung eingesetzt wurden. Sprich, in Essig tränken, der Dame einführen und ran ans Vergnügen! Wenn man bedenkt, daß Patex, äh, Verzeihung Patentex oval auf ähnliche Weise funktioniert, nämlich spermienabtötend, halt ich das gar nicht für so unwahrscheinlich. Fragt mich jetzt abe bitte nicht nach Quellen und ach nicht nach dem Pearl-Index! (Meine Kids sind übrigens entstanden, bevor ich von dieser Methode gehört hab!)
Naja, ich erinnere mich da dunkel an einen Berufskollegen namens Francois Villon. Selbiger hat mal versucht, sich gegenüber der Kirche in einem Gedicht wieder anzubiedern; in etwa nach dem Motto: Schaut her, SOOOO schlimm bin ich ja auch nicht. Und in ebendiesem Gedicht verteidigt er sich dann auch, daß er zwar ohne kirchlichen Segen horizontal aktiv war, aber dabei nie die Sünde begangen hat, den Samen zu verschwenden (sprich sich nach deiner Anfrage zu verhalten). Obs was genützt hat, weiß ich nicht, aber die Gedichte warn seinerzeit recht populär in Paris. Alsdenn Jürgen
Kommt mir jetzt bloß nicht auf dumme Gedanken, von wegen a und so…
Pax ! Schweinblasen und Leinentüchlein getränkt mit einer Tinktur aus Zitronensaft und Mhyrre waren schon bei den Römern bekannt. Bei Ausgrabungen in Pompeji wurden Rezepte der Mixturen und Herstellungsanweisungen der Kondomis gefunden. Ulrich von erckenrode
War das nicht auch ein Tätigkeitsgebiet der Hebammen, die Schwangerschaftsverhütung mittels bestimmter Kräuter praktizierten und deswegen mit dem Kirchenbann belegt, bzw. als Hexen verfolgt wurden?? Am besten gefällt mir Turaks Vorschlag! Weiß jemand wie hoch der Pearl-Faktor (ungewollte Schwangerschaften pro 100 Anwendungen) ist? {c;
sich nach Spanien absetzend und dort DREI WOCHEN bleibend Arndt
Ja, der Keuschheitsgürtel ist wohl eine Erfindung… Allerdings dachte ich mehr an die Verhütung einer Schwangerschaft, als an die Verhütung des Aktes an sich ;o) Es gab doch sicher massig Leute mit Interesse an dem Vergnügen - ohne Auswirkungen, oder? :) ßhm..tja…Ivo…Du bist nicht auch zufällig bereits Papa eines oder mehrer Kleinen…? ;o) Gruß Andreas
Vor ein paar Jahren war im Geo mal ein Artikel über die Ausgrabung einer Burglatrine. Gefunden wurden unter anderem auch “Kondome” aus dünnem Leder und Darm. Leider habe ich meine Geo-Sammlung nicht zur Hand um noch mal nachzulesen aus welcher Zeit das genau war. Ach ja und der Keuschehitsgürtel war doch ´ne Erfindung der Romantik, oder liege ich da falsch?
Es grüßt euch Nela , leider meist noch viel zu unwissend für diese wissenschaftlichen Unterhaltungen
Das beste Verhütungsmittel war immer noch der schäumende Vater mit dem Meinungsverstärker. Natürlich nur, solange er im Haus war. ;-) Das Kondom aus Leinen und Schweinsblasen ist IMHO schon vor der Renaissance entstanden, aber wohl (mal wieder) außerhalb Europas. Der Gag bei den Dingern damals war, sie wurden hinten (am Ansatz) verschnürt, nach Gebrauch gewaschen (hoffentlich) und dann wiederverwendet.
…und dann gab´s da noch den guten alten coitus interruptus… ;o) Ernsthaft, von Verhütung habe ich in den seltensten Fällen gehört, eher von Schwangerschaftsabbrüchen unter Zuhilfenahme diverser Kräuter und Tinkturen, die in den bereits geposteten Büchern sicher genauer erläutert werden. Gruß Ivo
Wie war das mit dem Glas Wasser als wirksames Verhütungsmittel? Muß man nur zwischen die Knie klemmen und nichts verschütten! Wirkt todsicher. Ernsthaft, Hildegards frühe Knaus-Ogino-Methode ist bekannt, Kräuter gab es auch in Massen - wohl wirkungsvoller eingesetzt, als heute. Mechanische Verhütungsmethoden kenne ich erst aus der Renaissance. Gruß, Stefan (Vater)
Ach ja Andreas, dazu fällt mir noch eines ein: Parisot, Jeannette. Dein Kondom, das unbekannte Wesen: Eine Geschichte der Pariser. Kabel-Verlag: Hamburg, 1987. ISBN 3-8225-0072-0. 120 S.. Es gibt fast nichts, worüber nicht irgendjemand ein Buch geschrieben hat. Leider weiß ich von diesem den Fundort (außer SUUB Bremen ) nicht … und hatte auch keine Lust weiterzusuchen!
Nun lieber Andreas, dazu habe ich gleich ein spannendes Buch zur Hand: Riddle, John M.. Contraception and Abortion from the Ancient World to the Renaissance. Harvard University Press: London, 1992. ISBN 0-674-16875-5 In meiner Bibliothek (Dt. Bibliothekssiegel 16/92) kannst Du es unter der Signatur TG 8 B 581 finden. Falls Du die relevanten Seiten kopiert haben willst, dann melde Dich doch!
Nun, die Experten für das Thema “Verhütung” sollten ja wohl die Ordensritter sein, schließlich praktizieren sie ja alle (!!!) das einzig wirklich wirksame Verhütungsmittel: Enthaltsamkeit!!! Und für manche stellt sich das Problem ja nicht, da ich noch nie von einer austragungsreifen Bauchhöhlenschwangerschaft beim Mann gehört habe (der Film mit Mike Krüger ist ja wohl nicht “a”, oder???) schon wieder boshaft, bin aber eigentlich ganz lieb (*smile*), Ruth
Nun da wir bereits erfahren haben, von plötzlichen Schwangerschaften während Pilgerfahrten und von Alimenteforderungen gegen Ordensritter möchte ich mal wissen, welche Art der Verhütung für das Mittelalter belegt ist! Ich hörte mal etwas von Schweinsblasen als Kondom oder gar von Leinentüchern…stelle mir letzteres jedoch recht “hautiritierend” vor. *autsch* Gibt es qualifizierte TV´ler in diesem Bereich? Gruß Andreas