Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Vor-und Nachteile einer Lederrüstung

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Eintrag #9 vom 30. Aug. 2000 10:00 Uhr Claas Kruhöfer   Nachricht

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Hallo zusammen, Vorteile: - Gewichtsersparnis - Leder war im MA fast immer billigstes Material ( gab reichlich davon ) - schützt annähernd so gut wie Metall (nur mit entspr. Unterkleidung - rostfrei :-)) - ist auch bei der Darstellung eines eher ärmeren Kämpfer hilfreich - Beweglich - pflegeleicht Nachteile: - Belegbarkeit ist schwieriger als Metall - Leder ist heute im Normfall heute ziemlich teuer - Leder sieht nicht so protzig aus
William de Granville | Furor Normannicus

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Eintrag #8 vom 30. Aug. 2000 09:56 Uhr Michael Schröder  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Schröder eine Nachricht zu schreiben.

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Eine nette Abbildung eines 13 Jh.-Küraß aus Leder (Vorläufer des Plattenrocks à la Visby) findet sich auch in Ospreys “Knights of Outremer”. Allerdings auch nur als Ergänzung zur Kette.
Bärchen (B. M. v. Randerath)

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Eintrag #7 vom 29. Aug. 2000 21:16 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

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Al Tartursi erwähnt in seinem Werk (ßgypten; spätes 12.Jhd.AD) ausdrücklich die Verwendung von Lamellenpanzern aus Leder.
Andrew

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Eintrag #6 vom 29. Aug. 2000 16:55 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Und was die Belegbarkeit NUR durch Funde angeht, so müßte ich halbnackt durch die Gegend laufen, da aus meiner Zeit nicht viel an Kleidung überkommen ist. Nur mal interessehalber, wieviel von Deinen 15. Jhdt.-Klamotten ist durch Funde und wieviel durch Bildmaterial belegt? ;-) Bis denn Thorsten

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Eintrag #5 vom 29. Aug. 2000 16:35 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen, daß mit nicht belegbar stimmt so nicht. Der Begriff des Cuir Boilli (gekochtes oder gehärtetes Leder - die behandlungsart ist immer noch unklar) ist im ganzen Hochmittelalter nachweisbar. Auch ist es eher eine Frage der Zeit und der Gegend, ob jetzt Lederrüstungsteile eingesetzt wurden. Eine nette Site, die Lederrüstungen behandelt ist folgende: heaven.gofast.net/~lucifer/armor/leather_armour Für den HMA-Bereich gibt es ab der zweiten Hälfte des 13. Jhdts. (einzelne Nachweise auch schon früher, z.B. in Verbindung mit Richard I.) den Begriff der “Curie”, der wohl auch mit dem Cuir Boilli zusammenhängt und aus dem sich das spätere “Küraß” entwickelt hat. Die Curie war zu diesem Zeitpunkt eine Verstärkung der Kettenrüstung und ähnelte einem Lederponcho, der an den Seiten geschlossen wurde. `Ne nette Abbildung findet man z.B. im Italian Militiaman von Osprey. Wenn man das Ding dann noch mit Metallspangen verstärkt: Voila, ein Wisby! Weiterhin gibt es in verschiedenen Handschriften den Hinweis auf Verstärkungen aus Leder, speziell Unterarme, Ellenbogen, Schienbeine und Knie. Ich erinnere mich an einen Absatz in der St. Olafsaga (afaik frühes 12. Jhdt.), wo von mit Rentierhäuten belegten Gambesons gesprochen wird. Speziell im italienischen Bereich finden sich auch einige Hinweise, die auf Verwendung von Cuir Boilli bei verschiedensten Rüstugnsteilen im13. und 14. Jhdt. hinweisen, wo sie oft auch noch durch Punzierungen verschönert wurden. Vermutlich waren diese Rüstungsformen in Italien so beliebt, weil sie weniger Hitze leiteten, wie metallene Rüstungsteile. Das Problem mit Lederschutzkleidung ist halt, daß sie im Gegensatz zu Eisen, sich lange nicht so gut hält. Z.B. ist bei den Wisbyfunden leider nicht das Leder (oder - um exakt zu sein - nur ein paar Reste) übrig geblieben. Leder wurde übrigens auch noch in späterer Zeit zu Rüstugnen verwendet. Von den Lederkollern des 30-jährigen Krieges und der Cromwell-ßra bis zu Feuerwehrhelmen des 18. Jhdts. In der oben genannten Site ist übrigens ncoh interessanterweise ein eglisches Stück Pferdepanzerung vom Ende des 15. Jhdts. aus Cuir Boilli abgebildet. Bis dann Thorsten

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Eintrag #4 vom 29. Aug. 2000 15:57 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen! Ich kenne EINE existierende Armkachel aus ´cuir boulli´. Sie wird auf das 14. Jhd. datiert und liegt in einem Museum in England. Den Link dazu kann ich bei Bedarf raussuchen Eine komplette reine Lederrüstung gab es m.W. nicht, es wurden nur Teile aus Leder gefertigt und dann in Kombination mit anderen Rüstungen getragen. Und außer besagtem Stück hat sich m.W. nichts erhalten.
Jörg

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Eintrag #3 vom 29. Aug. 2000 14:57 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, …kaufen? Nun gut, wie soll das Ding denn aussehen? Es gibt durchaus Hinweise auf Leder-“Rüstungen”, d.h. Schuppenpanzer aus gekochtem Leder (cuir-bouille), auch wurde bei den Plattenröcken/Segmentpanzern Leder für den Träger verwendet, ebenso für die Panzerteile (wieder gekocht). Auch deuten Abbildugen auf andere Rüstungstypen unter Verwendung von Leder hin, insbesondere im Bereich Byzanz, Nahost usw. Mal gucken, wenn ich etwas mehr Zeit habe.
Euer Haduwolff

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Eintrag #2 vom 29. Aug. 2000 14:25 Uhr Jörg Bellinghausen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jörg Bellinghausen eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Arne! Ganz einfach: Sie ist nicht belegbar?
Jörg

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Eintrag #1 vom 29. Aug. 2000 14:10 Uhr Arne Hoppmann   Nachricht

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Hallo! Ich will mir demnächst eine Lederrüstung kaufen und da wollte ich mal nachfragen, was die Vor-und Nachteile einer Lederrüstung sind. Würdet ihr mir eine Lederrüstung empfehlen oder davon abraten? Schreibt mir doch bitte eure Erfahrungen, die ihr mit Lederrüstungen zu tun haben. Danke schon mal im Voraus
Gruss Arne

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