Eintrag #22 vom 07. Okt. 2003 17:06 Uhr
Robin (Werner) Guha Thakurta (Schelm von Bergen) Bitte einloggen, um Robin (Werner) Guha Thakurta (Schelm von Bergen) eine Nachricht zu schreiben.
…ist keine Trefferzone. Korrekt, aber ich muss da mal Martin recht geben.
Ich habe auf Tannenberg von einem eigentlich sehr guten Bogenschützen nen direkten Gesichtstreffer abbekommen - das passiert halt.
Der Aufschlag des Pomppfeils war dermaßen, dass es mich den Befestigungsring meines Kettengeflechts am Nasal gekostet hat…. Da war ich doch recht froh, das es ein Anständiger Pomppfeil war und nicht mehr passiert ist…
Theoretisch! Und grad bei ballistischem Beschuss weiss keiner, wo’s genau runterkommt. Auch ein guter, geübter Bogenschütze trifft einmal nicht genau dort, wo er will - wenn das mit einem Schwert passiert, kann ich immer noch parieren. Aber wie pariere ich einen Pfeil (mit dem ich nicht rechne)? Dann doch lieber weniger hübsche Pompfen …
Ins Auge möchte ich von sowas auch nicht getroffen werden, aber der Kopf ist ja keine Trefferfläche!
Im Ernst, diese Dinger machen richtig gute blaue Flecken und werden in GB auch nur bis 35/45# Zuggewicht eingesetzt. In erster Linie werden sie natürlich für’s ballistische Schiessen in Freischlachten eingesetzt und sehen da um Längen besser aus als die dicken Pompfen.
Im Direktbeschuß ist halt die Verantwortung der Schützen gefragt, lieber mal einen Schuß nicht abzugeben, als jemandem ins Gesicht zu ballern (eine Verantwortung, die ich trotz Pompfeneinsatz hier auch schon mal gerne öfters sehen würde).
Wie das Beispiel Toll-Collect im Großen mal wieder überdeutlich zeigt und was die Diskussionen (die alten Diskussionen!) zur Einführung der A-Karte auch schon gezeigt haben, reicht es in Deutschland halt nicht aus, bestehende, bewährte Systeme zu übernehmen. Nein, man muß bei allem eine Extrawurst haben.
Daher sind auch die Vorschriften für Pfeile nicht aus bestehende, funktionierenden und bewährten Systemen entlehnt (LARP-Pompfen, SCA-Blunts oder die Englischen Redheads gibt es ja schon ein paar Jahre…), sondern es wurde ein Sonderweg eingeschlagen, festgeschrieben und reglementiert.
Man kann davon halten, was man will, aber so ist es halt nunmal.
Hm - nicht bös sein aber: es gibt jede Menge Bauanleitungen für Larp-Pfeile im Netz *duck*
Die funktionieren nach der Stumpfer Pfeil-fester Schaumstoff-Leder-weicher (offenporiger) Schaumstoff-Methode. Die Front-Fläche muss natürlich gross genug sein (Augenhöhle) und die Bogenstärke gering genug. Was für Larpies sicher genug ist müsste für (eher besser ausgerüstete?) MAler doch aúch sicher genug sein? Vielleicht sollte man dann auch noch nicht direkt sondern ballistisch schiessen - wenn man nicht Einzelziele treffen will ist die Flugbahn nicht so ein Thema (bleibt die Reichweite …). Am gefährlichsten sind wohl Abpraller, die einem mit der Nocke entgegenkommen …
Nun hatten wir ja bei Einführung der A-Karte damals auch eien Bauanleitung für sichere Pfeile aufgestellt. Diese funktionierte nach dem unten erwähnten Prinzip
Nun habe ich kürzlich gehört, dass ich mit exakt diesen Pfeilen plötzlich nicht mehr teilnehmen könnte.
Hat sich was an den Vorschriften geändert? Wenn ja , wieseo weiß nicht einmal ich al Bogen-Prüfer etwas davon? Oder war es schlicht und einfache in Fehlinformation? Im aktuellen Codex Belli steht jedenfalls nichts explizit anderes als früher….
diese Bauanleitung hört sich meines erachtens etwas abenteuerlich an…
Also ich tendiere immernoch dazu auf einen Pfeilschaft einen entenblunt zu stecken, diesen dann mit einer Lederscheibe und einem Isomatten-X zu polstern. Das gibt einen vernünftigen durchmesser, der in keine Augenhöhle passt und ist dennoch so klein, daß der Pfeil nicht die Flugeigenschaften einer Steckrübe hat.
Was der Andreas Schatten meinte, den gepolsterten Pfeil zusätzlich mit FluFlu Befiederung zu versehen weiss ich nicht so recht… verliert der, durch die unförmige Spitze eh schon abgebremste Pfeil, nich völlig an Flugfähigkeit?? (vorrausgesetzt man nimmt keinen 80lb Bogen)
@Klaus-Peter…
was zum Henker hab ich wieder gesagt?? War bestimmt was unanständiges, sonst hätte ndie das nicht gelöscht… seltsam.
genau die Lederscheibe hab ich vergessen! Komme schön langsam in das Alter wo man über die Straße gebracht wird ohne das man es will ;-).
Zu Klaus-Peter. Richtig, ein Pfeil kann sehr viel Unheil anrichten von Leuten die so einfach “mitballern” wollen. Dazu folgendes: 1. vor Beginn der “Aktivitäten” werden Pfeil und Bogen kontrolliert. Zuggewicht nicht über 40 lbs. Pfeil-bollies wie schon beschrieben. Schußhöhe max. Bauch. Entfernung min. 15 m. Alle Teilnehmer haben Helm. Sicher geht es im Eifer des “Gefechtes” mal drunter und drüber, aber letztendlich entscheidet jeder selbt ob er daran teilnehmen will oder nicht. Dementsprechend die möglichen Folgen aktzeptiert.
In den 6 Jahren wo wir so 4 - 5 mal im Jahr bei einer Veranstaltung soetwas durchziehen, hatten wir bis jetzt bis auf einen Fingerbruch (im Getümmel den Graben runtergerollt) nicht eine einzige Verletzung.
Also Fritz, den Komentar hättest du dir sparen können! Ich bin seit 11 Jahren aktiver Feldbogenschütze und weiß was so ein Pfeil anrichten kann. Meine Meinung zum Einsatz von Pfeil und Bogen bzw. Armbrusten (da wird mit gerade abenteuerlichen Zuggewichten “rumgeballert”) ist da eher geteilt.
Ich persönlich würde nicht mit meinen Bögen auf ein Mannziel schießen, ganz gleich mit was für einem Zuggewicht und welcher Spitze.
Aber wer es tun will soll es eben machen.
Nur Gedanken über eventuelle Konsequenzen sollte man sich natürlich auch machen.
Ich wünsche euch allen weiterhin viel Spaß und ein safes Reenactment.
ob Du mit den Pfeilen überall durch eine eventuelle ßberprüfung kommst, wage ich zu bezweifeln. Da fehlt u.a die obligate Lederscheibe auf dem Gummiblunt…
im Prinzip ganz einfach. Auf den Schaft zuerst einen Gummiblunt. Dann diesen Blunt mit weichem Schaumstoff soweit überziehen das eine Kugel entsteht die im Durchmesser größer ist als der Abstand von Jochbein und Augenbraun. Auch ein gepolsteter Pfeil kann ein Auge zerstören wenn dieser eindringen kann. Den Schaumstoff nun mit Mullbinde schön gleichmäßig umwickeln und das ganze am Schaft festknoten. Zu guter letzt noch die Flu Flu Befiederung. Entweder 3 oder 6 fach, Hauptsache möglichst Naturfedern in voller Breite nehmen. Die Reichweite des Pfeiles ist nun stark eingeschränkt und die Geschwindigkeit ist soweit vermindert das keine Schäden am “Gegner” entstehen.
…kannst Du eine Anleitung bekommen. Schreib mal eine Mail an GvS@heribu.de und bitte Gerald von Storndorf um eine Anleitung, Du bekommst bestimmt eine geschickt.
Ich hab schon seit Wochen nach Regeln und Anleitungen für meine Pfeil(spitzen) gesucht.
Ich hab jetzt seit einigen Wochen einen Bogen und würde nächste Saison gerne damit an einer Schlacht teilnehmen. Ich bin mir jedoch sicher, dass sich keiner besondersfreut wenn er einen Panzerbrecher von mir in den Arm geschossen kriegt. Deshalb hätte ich gerne eine Anleitung wie die Pfeilspitzen auszusehen haben (welche Polsterung, spezielle Regeln u.ä.).
Wenn ihr also was wisst, und mir das auch noch sagen würdet, wäre ich hoch erfreut!