Vielleicht sollten wir hier nicht überlegen, was eventuell Sinn macht und was nicht und uns vielmehr an die Fakten halten. Da es mit Realien schlecht aussehen dürfte, bleiben ja noch Bildquellen. Also: wer hat so eine Darstellung schon gesehen und kann sie hier kurz beschreiben? Alles andere ist doch wieder nur Spekulation, die zu leicht vom neudeutschen Marktmittelalter geprägt wird. Ich bitte um Fakten. Grüße Joachim
Hi Ihr, Pascal (3): T-Konstruktion - sehr gut. Haben wir auch und hat sich bisher bewährt, v.a. weil man das Teil auch im Zelt aufstellen kann und dabei kaum Platz vergeudet wird. Darauf finden Kettenhemd, Gambeson, Gürtel, Schwert, Kettenhaube, etc.. ausreichend Platz - und zerlegbar ist der “Waffenständer” auch. Bei Interesse kann ich ja mal Bilder machen und Euch zuschicken. Waffen: Mein Schwert lasse ich über Nacht/Regen in der Lederscheide. Wenn man das Schwert dann noch regelmäßig einölt wird das Leder mit der Zeit so “speckig”, daß Flugrost (zumindest auf der Klinge) keine Chance hat. Kleinere, “unförmige” Waffen wie Streitkolben etc. sollte man wohl doch besser in der Truhe verwahren. Lanzenspitzen: entweder auch eine Lederscheide basteln (was dann wohl ziemlich dämlich aussieht) oder entsprechende Waffenpflege betreiben - euer Auto wascht Ihr ja vermutlich auch ab und zu. Christoph (10) Transport auf einem Wagen in ungefährlichem Gebiet(insofern es bei Kriegszügen “ungefährliches Gebiet” gab) - O.K. denn ich kann mir auch nicht vorstellen, daß ein Ritter in Vollrüstung bis in das heilige Land geritten ist! Waffen in einem Feldlager auf einem Wagen liegenlassen? aus folgenden Gründen kaum vorstellbar: 1. Eisen war teuer, fertige Waffen waren sehr teuer! Würdest Du deine Waffen über Nacht im Lager/vor dem Zelt/auf einem Wagen liegen lassen? 2. Stellt euch mal das Chaos vor, wenn bei einem ßberfall alle Krieger panisch umherlaufen, ihre Waffen suchen und vom Wagen zerren!
Nun, ich denke das bei einem Kriegszug ein Waffenständer nicht benötigt wurde. Der Ritter hatte seine Waffen sowieso bei sich und bei seinem Knappen. Anders die Fußtruppen. Hier fragt es sich, ob diese z. B. auf dem Marsch zur Kaiserkrönung tatsächlich ständig ihre Stangenwaffen mittrugen oder ob diese, in ungefährlichem Gebiet, nicht eher auf meheren Troßwagen lagen. Denke, dort werden Sie auch bei Lagern und so gelegen haben. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Männer, die nicht gerade Leibwache oder Wächter waren, ständig damit rumliefen/schliefen. Hier wäre es interessant zu wissen, wie die Helebardetragenden Landsknechte ihre Waffen behandelten. Soviel ich aber weis, waren deren Waffen ihr Privateigentum. Gruß v. Arlen
Hallo Ihr Ich möchte mich Silvia größtenteils anschließen. Beim Schmied und im Magazin ist es sinnvoll, Waffen so zu verwahren. Was aber würde im Freien damit passieren? Nehmen wir einmal an, es regnet mal NICHT, so gibt es immer noch genug unangenehme Feuchtigkeit z.B. in Form von Tau o.ä., die den wertvollen Stücken Schaden würde. Dann könnte die Waffen ja außerdem jeder einfach “begrabbeln” oder die Wertvollen Teile sogar stehlen, wenn nicht auch noch ein Wachposten danebensteht. Ich glaube, das jeder für sein Schwert selbst verantwortlich war und es schon allein deshalb nicht einfach blindlings zur Schau gestellt hätte, wie wir das auf Märkten mitunter so gerne machen. Bei einer Rüstung dagegen bewahrt eine entsprechende “Stellage” bestens vor einem Kontakt mit dem feuchten Boden (solange noch ein Zelt darüber ist!), weshalb dies sicherlich keine schlechte Sache ist.
Hallo Joachim! Du sprichst einen Teil meiner Gedanken aus. Welcher Ritter konnte sich schon mehr als eine Rüstung und ein Schwert leisten, um einen ganzen Waffenständer zu bestücken? Wenn es hoch kam, dann kam doch noch neben der ´scharfen´ Klinge noch ein ´stumpfes´ Schwert fürs training dazu. Ein Waffenständer macht m.E. nur bei einem Schmied sinn. Ansonsten noch viel Spaß beim konstruieren….. Tschüs Aisling
Vielleicht sollte man sich hier auch mal die Frage stellen, wann und zu welchem Zweck man seine Waffen so einem Ständer anvertraute? Schleppte man solchen Ballast wirklich mit auf Reisen oder in den Krieg??? Oder dienten sie nur der Lagerung z.B. in einem Zeughaus? Und welche Art von Waffen wurden so gelagert? Grüße Joachim
Hallo Ihr! Playmobil? Naja, Waffenzeugs ist wirklich nicht meine Spezialität, aber wenn ich mich so umsehe, dann gibt es da die unterschiedlichsten Konstruktionen. Was den Konstruktionen auf Fotos aus den Waffenmagazinen in Passau, dem Tower of London oder sonstwo gemeinsam ist: Alle Waffen stehen nahezu senkrecht mit der Spitze nach oben in einer Reihe nebeneinander, egal ob Schwert oder Stangenwaffe. Ob das den Gepflogenheiten des Mittelalters entspricht, weiß ich wirklich nicht, aber auf dem Teppich von Bayeux ist das für Speere auf (hinter?) einem Wagen ebenso angedeutet. In den Magazinen werden vorwiegend niedrige Konstruktionen verwendet, bei denen annähernd in Bodenhöhe eine Latte mit Mulden waagerecht als Basis für Knauf oder Schaftende dient. In einer Höhe zwischen etwa einem halben bis einem Meter befindet sich dann eine weitere waagerechte Latte, an der die Waffen dann anlehnen. Ein seitliches Wegrutschen wird durch passend gesetzte Zapfen rechts und links von der Waffe verhindert. Die Befestigung dieser beiden Latten ist sehr unterschiedlich. Wenn sie freistehend sind, dann sind sie oft ähnlich wie Sitzfläche und Rückenlehne bei einer alten Kirchenbank zwischen zwei breite Bretter eingesetzt oder sehen aus wie ein Bock mit sehr spitzem Winkel. Ob das für einen Markt mit etwas Wind taugt, wage ich aber zu bezweifeln. Grußvoll, Matthias Topasius
Hallo Leute! Ich sehe auch keinen Grund darin, dies in den Markt zu setzen. Dann hätte man bei ettlichen Fragen (Tribok, Kettenhemd, Brettchenweben usw.) das genauso machen müssen. In den Markt würde doch eher gehören: Suche Waffenständer. Oder hat sich inzwischen alles geändert? Zu Waffenständer: Sicherlich werden einige darüber lachen, aber man sollte dabei bedenken, daß einige der hergestellten Artikel betreffs des MA bei der Fa. Playmobil absolut nicht schlecht sind. Man sehe nur die Ausrüstung der Bäckerei. Jedenfalls ist der Waffenständer dieser Fa. so gebaut: ein X mit einem - in der mitte, in dem löcher eingefügt sind zur haltung der WAffen. Mir scheint das durchaus sinnig für Stangenwaffen. Inwiefern dies nun dem hist. Bild eines WAffenständers nahe kommt, weis ich nicht. Ich sehe nur, das das Teil seinen Zweck durchaus erfüllt. Da Playmobil-Stangenwaffen die selbe länge haben wie im Original und in diesem Ständer stehen bleiben, sehe ich keinen Grund, das dies damals evtl. nicht genau so war. Und jetzt könnt ihr mich auslachen, weil ich Spielzeug als Beispiel genommen habe. Viel Spaß dabei. Gruß v. Arlen
— Letzter Eintrag gelöscht — Sorry, aber Werbung gehört hier definitiv nicht her. Die Frage ging nach historischen Vorlagen, nicht nach irgendwelchen Zeug, daß man heutzutage kaufen kann.
Salut Jochen. Warum denn gleich in den Markt damit? Es wäre doch auch für andere interessant, wie man seine heißgeliebten Waffen und Rüstung(steile) am besten und mittelaltergetreulichsten präsentiert bzw. aufbewahrt. Genauso interessant wie die Herstellung eines Triboks (baut man sich auch nicht alle Tage) oder die Art und Weise mit welchem Leim man Vögel fing. Für die Rüstung würde ich die einfache T-Konstruktion aus Holz vorschlagen; stabil genug um sie zu halten versteht sich. Für die Waffen - tja, da bin ich auch am überlegen, wie man von den rostförderten Stroh/Heu-Ballen weg könnte *g* - Wie haben die es bloß gemacht, abgesehen davon, daß man die Waffen in der Truhe verstaute??
Hallo Jochen ! Setz doch bitte Deine Anfrage in den “Markt”; sicherlich ewird sich der Eine oder Andere finden, der Dir die entsprechenden Informationen geben kann. Gruß,