Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Warum sind einige Zeiten beliebter als andere

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Eintrag #1 vom 29. Okt. 2006 01:01 Uhr Thorsten Seifert   Nachricht

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Hallo
Ich frage mich warum manche Zeite in unserem Hobby kaum vertreten sind, Salier sieht man erst dieses Jahr, wegen Hastings wahrscheinlich. Ottonen und Karolinger sind sehr selten, obwohl es eigendlich einiges an Quellen gibt. Gut es Fehlen die Spielplätze wie Bachritterburg oder diverse Burgbelebungen, warum nicht anstatt Hastings Lechfeld oder Süntel ( auch wenn ich sehr schön falle)oder die Schlacht von Löwen Darstellen würden was mit unserer Geschichte viel mehr zu tun hat. ( ich erwähne mit Absicht nur Schlachten des entwickelten Frühmi um auch zu zeigen das wir auch etwas zu bieten habe.)
Dagobert der für das Lechfeld zu Konrad des Roten Infantrie Umschulen würde.
Dagobert

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Eintrag #2 vom 30. Okt. 2006 08:22 Uhr Annette Imort  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Annette Imort eine Nachricht zu schreiben.

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Die Reenactment-Szene wird, wie andere Szenen auch, von Modeerscheinungen geprägt. In der Anfangszeit (80er Jahre) haben die meisten einfach “Middelalda” dargestellt und das umfaßte den Zeitraum von 600-1600 n. Chr. - oft an ein und derselben Person. Nachdem erst das HMA boomte, kam dann Mitte der 90er die Wiki-Szene dazu, während die FrühMi-Szene sich erst 2001/2002 entwickelt hat. Eine Spezialisierung auf einen ganz eng umrissenen Zeitraum findet m. W. erst seit Mitte oder Ende der 90er statt (z. B. Rus- oder Birkawikinger, Franke, Alamanne etc.).
Viele von uns orientieren sich bei der Wahl ihrer Darstellung ja nicht unbedingt primär an dem Fundkatalog oder Geschichtsbuch XY, sondern an dem, was sie auf Veranstaltungen sehen und schön finden (diese Theorie läßt sich schön am Beispiel der Klamottenverzierung dokumentieren: Mitte der 90er waren brettchengewebte Borten mit Widderhornmuster weit verbreitet, dann wurde mit aufgenähten andersfarbigen Stoffstreifen dekoriert, und inzwischen ist man bei aufwendigen Stickereien angelangt. Bei Brettchenborten, soweit sie noch verwendet werden, sind inzwischen ganz andere Muster “in”). Von daher dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auch Ottonen und Salier häufiger auftauchen…
Annette

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Eintrag #3 vom 30. Okt. 2006 09:25 Uhr Katrin Auer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Katrin Auer eine Nachricht zu schreiben.

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Kann mich Annette voll anschließen. Hier meine unvollständige Hitliste der Argumente, warum sich Leute für bestimmte Zeiten entscheiden (ungeordnet und ohne Wertung):
- Schon mal so eine Gruppe auf einem MA-Event gesehen und gut gefunden.
- Ein Buch gelesen, einen Film gesehen, wodurch diegewählte Darstellung als “cool” empfunden wurde (Kreuzfahrer…)
- Verfügbarkeit von Informationen (z. B. gibt es zu Wikingern halt sehr viel Schmuck- und Textilfunde, bei anderen Frühmi-Gegenden ist es sehr schwierig, eine komplette Gewandung zu rekonstruieren)
- Identifizierbarkeit als Zugehöriger zu einer bestimmten Gruppe durch Gewandung, Ausrüstung leicht möglich - z. B. Kreuzritter, Wikingerin… wer erkennt “Bauer anno 1235 im heutigen Chiemgau” Oder: Jemand stellt die perfekte salische Adlige dar, aber alle, die sie sehen, erkennen das nicht - ist doch frustrierend.
- Modeerscheinungen - jemand hat entdeckt, dass etwas cool aussieht, plötzlich laufen alle so rum (siehe bei Annette). Mein Beispiel: Rus-Hosen.
- Herdentrieb. Viele Darstellungen machen in der Gruppe mehr Sinn, da muss man sich ein bisschen danach richten, was die Kumpels machen wollen…
- welche Zeit / Darstellung passt am besten zu den Tätigkeiten, die man ausüben möchte (kämpfen/handarbeiten/handeln)?
- sonstige persönliche Vorlieben (Christ/Heide…)
wer setzt die Liste fort?
www.vidforli.org

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Eintrag #4 vom 07. Nov. 2006 17:57 Uhr Peter Mittag  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Mittag eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo
Also ich hatte einen ganz einfachen Grund mich, für die Karolingische Zeit zu entscheiden: Die Kleidung ist einfach zu nähen.
Agilhard

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Eintrag #5 vom 05. Jan. 2007 18:10 Uhr Tim Pilotto  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tim Pilotto eine Nachricht zu schreiben.

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Wir stellen Hochmittelalter da.
Genauer 1200 bis 1225 Bergisches Land.
Kam bei uns eher daher, das wir gebraucht einen Fundus kauften und die meisten Sache in diese Zeit passen (früher Topfhelm, 2 Schwerter und 3 Schilde).
Gefühlsmäßig gefiel uns diese Zeit am besten, Friedrich II. ist gerade Kaiser geworden, ein Kreuzzug steht bald bevor, “unser” Regionalherrscher Engelbert von Berg wird ermordet.
Is halt richtig was los ;-).
Fund- und Quellentechnisch ist es eher durchschnittlich, die Maciejowski-Bibel und die Manesse sind doch noch zu weit entfernt, als das wir sie groß nutzen könnten.
Wir haben festgestellt, das die Stauferzeit zumindest nach unserer Beobachtung doch recht beleibt ist, mächtige (wenn auch kurze) Dynastie, mit 2 fasznierenden Herrschern (Friedrich Barbarossa und Friedrich II.).
Außerdem ist es wohl für viele ein einfacher Schritt vom GroMi zum HoMi.
Cotte und Surcot anstatt Tunnika, Beinlinge und Bruche anstatt Leinenhose.
Kettenhemden sind weit verbreitet, Plattenteile sind noch nicht vorhanden, Nasalhelme und Eisenhüte sind vorhanden…
Ich persönlich denke das die Darstellung des Späten Mittelalters, wesentlich schwieriger ist aufgrund der komplexeren Mode.
mfg
Tim

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Eintrag #6 vom 05. Jan. 2007 19:24 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich will ja nicht stänkern, und bitte nimm das nicht persönlich, denn so ist es bestimmt nicht gemeint. Ich kenn dich ja gar net…
Aber folgender Satz ist es m.E. wert kommentiert zu werden:
“Außerdem ist es wohl für viele ein einfacher Schritt vom GroMi zum HoMi.
Cotte und Surcot anstatt Tunnika, Beinlinge und Bruche anstatt Leinenhose.”
Genau das ist das Thema (auch wenns grad nicht herpasst)!Soo einfach ist es eben nicht von “Gromi” zu “Homi” zu wechseln. Aber wenn viele so denken wundert es mich nicht, daß gerade im Hochmittelalter soviel Schrott rumläuft…
“Ich persönlich denke das die Darstellung des Späten Mittelalters, wesentlich schwieriger ist aufgrund der komplexeren Mode.”
Seh ich anders. Eine möglichst _korrekte_ Darstellung und Rekonstruktion ist immer “schwierig”, oder anspruchsvoll.
Ausserdem sollte der Augenmerk nicht nur auf der Bekleidung liegen, dann kann sich so ein Bild sehr rasch ändern…;o)
Gruß,
David

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Eintrag #7 vom 06. Jan. 2007 00:16 Uhr Tim Pilotto  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tim Pilotto eine Nachricht zu schreiben.

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Nehm ich nicht, keine Angst. ;-)
Dein Einwand ist vollkommen richtig, ich denke aber das dieses (falsche) Denkschemata zu der Schwemme von Hochmittelalterlichen Gruppen führt.
Ich bleibe aber dabei eine Cotte finde ich technisch leichter zu nähen als eine Cotehardie oder eine Schecke.
Das Denkschema ist halt oft eher: “Was kann ich mit möglichst wenig Aufwand darstellen?”
Ich habe versucht hier die vermutliche Meinung anderer wiederzugeben, meine eigene spiegelt diese Aussage nicht wieder.
mfg
Tim

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Eintrag #8 vom 06. Jan. 2007 09:44 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen,
die Darstellung der jeweiligen Epochen ist doch eine Modeerscheinung und ist auch Ausdruck der unendlichen Suchen nach dem neuesten “Hype”.
So, wie es vor Jahren eine Wiki-Schwemme gab, eine Ritterschwemme (HMA)stattfand ist nun eine SpäMi-Schwemme am laufen.
Und da diese sich auch in absehbarer Zeit totläuft, beginnen viele Akteure sich mit 3-5 Garnituren “A”, handgenäht, sebstgefärbt und wassonstnoch klonartig in allen Zeitabschnitten zu tummeln, nur, um ja keine Party zu versäumen und sich in wohlgefälligem gegenseitigen Beweihräuchern zu ergehen - was ja zum Hobby auch gehört.
Und während sich noch die üblichen “mein-Förmchen - Dein Förmchen”-Zickereien abspielen, werden neue Trends ausgebuddelt…ßgypter, Griechen, WK II, Flowerpower ;-))) - ganz egal.
Man darf neugierig sein, was als nächstes kommt. Die Kleiderkisten füllen sich und die Kassen der Ausstatter auch.
Frohes schaffen in der jeweiligen Zeit…!
Ars Militia - Euer Haduwolff

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Eintrag #9 vom 06. Jan. 2007 12:13 Uhr Thorsten Seifert   Nachricht

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Hadu ich gebe dir voll recht. Was mich etwas stutzig macht ist, wenn man 3 - 5 Darstellungen macht ob man die Zeit hat bei der Sachkultur der einzelnen Darstellung in die Tiefe zu gehen.
Thorsten (Dagobert, Ministrie et Miles Karls des Großen)

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Eintrag #10 vom 06. Jan. 2007 12:19 Uhr Roland Schulz   Nachricht

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“Und da diese sich auch in absehbarer Zeit totläuft, beginnen viele Akteure sich mit 3-5 Garnituren ”A“, handgenäht, sebstgefärbt und wassonstnoch klonartig in allen Zeitabschnitten zu tummeln, nur, um ja keine Party zu versäumen und sich in wohlgefälligem gegenseitigen Beweihräuchern zu ergehen - was ja zum Hobby auch gehört.”
Muss man es denn so verbittert sehen? Ist das nicht schon etwas verbittert, Hadu?
Ich würde es anders ausdrücken wollen:
Es haben sich in den letzten 2-3 Jahren erfreulich viele Akteure heraus kristallisiert, denen es gelungen ist, auf einem gleichbleibend guten Niveau mehrere Epochen darstellen zu können.
Noch erfreulicher ist, dass sich einige der Leute, die erfreulich viel selbst machen, sich mit vielen anderen, die gleiche Ziele haben, gut verstehen und immer wieder gemeinsame Veranstaltungen planen und durchführen.
Und dabei ist es auch völlig normal, dass die Entwicklung dahin geht, dass einige eine Epoche vormachen, das wiederum bei anderen Interesse weckt und ansteckt und schwupps - schon hat sich eine neue “Zeit” etabliert.
Weiß nicht, warum man das so abwerten muss, im Gegenteil sogar.
Gab es bis vor 3-4 Jahren im wesentlichen nur
- Wikis um 900 - 1000 (und ein paar andere Germanen)
- diverse Homis um 1200 - 1250, fast ausnahmslos irgendwelche “Ritter” (oder solche die es sein wollten, inkl. Verfasser *g*) oder “Atelichen”
- eine relativ homogene Gruppe, die das späte 15. Jhd. darstellte
so gibt es heute doch wesentlich mehr:
- Völkerwanderungszeit
- Karolinger, Ottonen
- Salier, Normannen
- frühe Staufer, späte Staufer
- 1300, 1350, 1380, 1400, 1450, 1476-90, 1500
und all das sogar breit gefächert und auf gutem Niveau..
Tut mir leid Hadu, da kann ich nur Verbesserung erkennen, keine Ahnung, warum man das so formulieren muss.
Und was die Förmchen Zickereien angeht, die finden erstaunlicherweise mehr woanders statt. Scheinbar gehts einigen dieser “neuen Klone” tatsächlich in erster Linie um das Schöne in diesem Hobby und weniger um irgendwelche Förmchen.
Nebenbei: ich persönlich habe ja gar nichts gegen “klonen”, wenn es auf ner guten EIGENrecherchierten Basis stattfindet, dann ist es ja oft so, dass man zu gleichen oder sehr ähnlichen Ergebnissen kommt.
Und das ist mir zehnmal lieber als dutzende schlechter Klone, wie ich sie noch vor ein paar Jahren ständig sah (inkl. Verfasser *g*) und teilweise noch heute sehen muss. ;-)
Gruß,
Roland
Leben und Handwerk
www.leben-und-handwerk.de

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Eintrag #11 vom 06. Jan. 2007 14:08 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich finde es gut, wenn jemand mehrere Zeiten in gleichbleibend guter Qualität durchzieht!! Ob es nötig ist, muß jeder selbst entscheiden.
Für mich (!) käme eine Zweitzeit nicht in Frage, weil ich mit meiner “Erstzeit” noch lang nicht am Ende bin. Gerade der Punkt “Sachkultur” ist eigentlich unendlich ausfeilbar…
Kurz habe ich versucht noch nebenbei spätes 19. Jh. zu machen. Allerdings musste ich nach kurzer Zeit feststellen, daß es mir bei meinem selbstdefiniertem Darstellungsanspruch unmöglich ist, zwei Zeiten zu beleben. Zum Einen fehlt mir dafür die Zeit, und zu Anderen die Kohle…
Meinen Respekt allen, die das wirklich _gut_ auf die Reihe bekommen.
David
Ps: Selten einen Beitrag geschrieben, in dem so oft “Zeit” vorkommt ;o)

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Eintrag #12 vom 08. Jan. 2007 08:29 Uhr Torsten Kreutzfeldt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Torsten Kreutzfeldt eine Nachricht zu schreiben.

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Ein Spielplatz für Ottonen ist vorhanden: Königspfalz Tilleda. Und das schon seit einigen Jahren, hat sich nur noch nicht rumgesprochen. Wir wären für Ottonen sehr dankbar. Ich glaube, das Problem bei den Ottonen ist ein anderes: DEN OTTONEN gibt es eigentlich nicht. Darstellung innerhalb der Ottonenzeit wäre daher richtiger.
Ich persönlich bin von der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema zur Darstellung gekommen. Auch für mich kommt eine Zweitdarstellung erst in Frage, wenn die Erstdarstellung zufriedenstellend ist. Das braucht sicher noch. Zweitdarstellung kämen evt. veranstaltungsabhängig in Zusammenarbeit mit unserem Landesamt für Archäo. in Frage. Andere Veranstaltungsformen als in Zusammenarbeit mit Museen kann ich mir ohnehin nur sehr ungern vorstellen.
Isidorus

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Eintrag #13 vom 08. Jan. 2007 12:23 Uhr Thorsten Seifert   Nachricht

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Das mit der Modeerscheinung ist sehr woll richtig. Zurzeit ist zum Beispiel Spämi sehr in Mode und beginnt, meiner Beobachtung auch schon in die “gröberen” Bereiche stark auszustahlen. Ein Grund für die Beliebtheit einzelner Zeiten ist es das es einfach Veranstaltungen in diesem Zeitrahmen gibt und für andere eben nicht. Meine Darstellung passt, meines Wissen in fast keine “bessere” Veranstaltung, da ich entweder zu Spät oder zu Früh bin. Aus diesem Grund werden wahrscheinlich auch manche Zeiten ausgelassen.
Thorsten (Dagobert, Ministrie et Miles Karls des Großen)

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Eintrag #14 vom 14. Feb. 2007 09:38 Uhr   Nachricht

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Grüße!
Ich denke das sich viele daran orientieren was denn mehr oder weniger Vertreten ist bzw. wo sich eine Plattform für die angestrebte Darstellung bietet.
Persönlich finde ich es zwar etwas schade weniger Darstellungen zu sehen die mit der deutschen Geschichte zu tun haben als Wikinger od. Normannen aber kann ja sein das es mir auch nur so vorkommt, bin halt nicht so viel in der Szene unterwegs.
Persönlich kann ich mit “Modeerscheinungen” nichts anfangen, ich muss mich schon mit der Darstellung identifizieren können, auch wenn sich nur eine geringe Plattform dafür findet bzw. man die jenigen deren Darstellung in die selbe Richtung einzuordnen ist an einer Hand abzuzählen sind.
Lieber individuell gut sein als in der Masse untergehen ; )

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Eintrag #15 vom 14. Feb. 2007 15:12 Uhr Frank Hasenöhrl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Frank Hasenöhrl eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, Seif-Eldien El-Awad,
wieso haben Deiner Meinung nach die Wikinger nichts mit der Deutschen Geschichte zu tun ?
Die bekannteste Wikingerstadt Haithabu liegt bei Schleswig an der Schlei und viele Gebiete im Deutschen Norden “gehörten” früher zu Wikingern.
Im Rahmen der ständigen “Verschiebung” von Grenzen in den Jarhunderten liegt einiges an früherem Wikingergebiet heute in Deutschland.
Die Wikinger waren übrigens auf dem Rhein bis weit in die Mitte Deutschlands unterwegs. Es gibt Berichte über Plünderungen bei Mainz/Ingelheim. Und auch als Händler waren sie in ganz Europa präsent, so daß diese wohl (wenn auch nicht in der heute üblichen Häufung) auf mittelalterlichen Märkten zu sehen waren.
Auf Märkten war schon immer vor allem auch “fahrendes” Volk zu sehen, so daß auch die Darstellung von “exotischen Gruppierungen” (z.B. Orientalen oder Byzantiner) begründet sein kann.
Fuchs

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Eintrag #16 vom 19. Feb. 2007 08:22 Uhr   Nachricht

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Hallo Frank,
So gesehen natürlich, ich meinte aber eher deutsche Geschichte im Sinne von ansässige Darstellung oder Regionale wenn das besser ausgedrückt ist.
Für jemand der mit Wikinger nichts am Hut hat sind Wikinger halt Skandinavier ;)
Das Wikinger neben Krieger auch Händler waren und ausser Rechrain in Irland 795 nicht nur Hamburg und Paris geplündert haben ist mir auch bekannt.
Das diese aber eher in England und das heutige Russland sesshaft wurden (ja, auch in der Normandie)ist aber eine Tatsache, lasse mich auch gerne korigieren.
Soviel zum Hintergedanken meines Eintrags, war vielleicht nicht 100% durchdacht, aber das ist auch off Topic ; )
Gruß.

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Eintrag #17 vom 29. Dez. 2007 21:13 Uhr Thorsten Seifert   Nachricht

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Hallo
Ich habe einige Erkenntnise zu diesem Thema
1. Die Zeitwahl ist von der Verfügbarkeit an Replika abhängig.
2. Von dem Vorhandensein einer Gruppe in der Nähe
3. Von der Verfügbarkeit der Belege
4. Den Veranstaltungen
5. Und vielleicht auch um nicht Aufzufallen und genau das zu machen was andere auch machen.

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Eintrag #18 vom 02. Jan. 2008 17:29 Uhr Robert Knieling   Nachricht

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Das Problem ist aber, dass sich hier eine Art Angebot-und-Nachfrage-Prinzip eingeschlichen hat.
Also manche Zeiten sind beliebt, weil es so viele Gruppen, Veranstaltungen und Replika-Anbieter gibt. Und warum gibt es so viele Veranstaltungen, Gruppen und Replika? Weil die Zeit eben so beliebt ist.
Angebot bestimmt Nachfrage? Nachfrage bestimmt Angebot?
Ich denke, der Grund für die Schere zwischen bestimmten Epochen und Kulturen liegt vor allem im gesamteuropäischen Kontext begründet.
Bekanntlich entstand das Hobby aus England. Die Folge ist, dass englische Themen dominieren. Nicht nur Hastings… Im Grunde setzen ja auch die beliebten Osprey-Reihen eine gewissen Schwerpunkt auf die Geschichte der Insel, was ja nicht zu verdenken ist.
Tja und darum beschäftigt man sich auch in Deutschland nur all zu gern mit der Schlacht von Hastings, dem Danelag, den Rosenkriegen…

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Eintrag #19 vom 02. Jan. 2008 17:49 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Hm, also die England Fixierung kann ich so nicht bestätigen.
Hastings zog als großer, internationaler Event mit entsprechender Förderung und Werbemaschine.
Hätte die Schlacht in einem anderen Land stattgefunden und selbiges sich gleichermaßen um die Nachstellung bemüht, wäre es genauso gelaufen, denke ich.
Aber sonst kann ich keine Dominanz von England feststellen, ich kenne genausoviele Darsteller anderer Länder, und die Mehrheit bleibt dann doch daheim.
Oder sprichst du von den Unmengen an Rockschotten (was ja irgendwie mit England zusammenhängt ;-) )?
Dann sind wir aber bei einem ganz anderen Thema…

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Eintrag #20 vom 02. Jan. 2008 18:35 Uhr Wolfgang Ritter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Ritter eine Nachricht zu schreiben.

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Abgesehen davon, dass wegen der wohl älteren Tradition des reenactments und der living history in England häufiger mal englische Gruppen als Referenz herangezogen werden, kann ich absolut nicht nachvollziehen, dass da eine Dominanz bestehen soll. Es mag zwar auch in Deutschland sehr viele an Darstellern aus dem Zeitraum 2. Hälfte 15. Jhdt. geben, aber das allein hat gar nichts mit England zur zeit der Rosenkriege zu tun. Jedenfalls für das Spätmittelalter kann ich da nichts derartiges sehen.
Grüße
Wolfgang

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Eintrag #21 vom 02. Jan. 2008 23:39 Uhr Robert Knieling   Nachricht

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Nun tatsächlich habe ich die “Rockschotten” auch zu den Engländern gezählt. Ist ja auch die selbe Insel, nicht wahr? ;-)
Nun, ich selbst schloss meine Thesen eher aus den Angeboten, die einem die freie Wirtschaft offeriert. So findet sich in irgendwelchen Shops sogenannter Reenactment-Verläge eben ein überproportionaler Anteil von Literatur zu eben Hastings, Rosenkriege, Schottland im Mittelalter…
Auf der Suche nach einem passenden Helm in der Standardkatalogware fand ich ebenfalls eine erhöhten Anteil englischer Ware. So findet man z.B. sehr leicht billige Sutton-Hoo- oder Coppergate-Helme, von fränkischen Spangenhelmen fehlt jedoch häufig jede Spur. (Das war nur su als Beispiel.)
Meine These ist im Grunde die, dass Bücher und Realien zu englischen und auch skandinavischen Themen deutlich in größerer Zahl produziert werden, denn die ist ja nicht nur für den deutschen Markt. Durch hohe Stückzahl sinkt natürlich der Preis. (Das heißt natürlich nicht, dass man für hochwertige Sonderanfertigungen nicht Unsummen ausgeben könnte!)

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Eintrag #22 vom 02. Jan. 2008 23:45 Uhr Lammy   Nachricht

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Pax Vobiscum,
Ich bin gerade an einer zweiten Darstellung am Feilen aus Gründen des Kampfes. Erste Darstellung ist nördliches Deutschland ca. 1270, die zweite wird Rus (Zeit muss ich noch exakt lokalisieren). Das ist Kampftechnisch eine andere Welt. Und macht daher auch Sinn für mich. Aber es ist auf jeden Fall eine teure und zeitaufwendige Sache.
Liebe Grüße,
Lammy

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