Naja, der Middelaldermarkt-Trend ist schon etwas älter und ich denke das liegt auch daran das es ein gewisses Geschäft ist was man damit (immernoch) machen kann. Der Rubel rollt eben. Zumindestens bei den meisten die man so überall sieht.
Zudem es halt auch eine “Ausnahmeveranstalltung” eben im Trend.
Wann das abebbt??? Solange man allem einen außergewöhnlichen Namen geben kann um Publikum zu locken und den Leuten auch etwas geboten wird (was auch immer) was eben nicht “normal” erscheint(anspruch jetzt mal ganz rausgenommen)wird das wohl soo schnell nicht geschehen. Leider!
Das sowohl eine Masse von VA und eine Masse von aktiven Teilnehmern und auch eine Masse von Besuchern gibt, wird es so oder so immer etwas derartiges geben.
naja, die allermeisten der neu aus dem Boden gestampften Märkte erheben weder den Anspruch “korrekt” noch sonstwie Reenactment oder Living History oder ähnliches zu sein.
Das ist Unterhaltung und Kommerz und versucht auch gar nicht, hehre Wissensvermittlung zu betreiben.
Das Ende der Mittelaltermärkte wird afaik seit mindestens 10 Jahren postuliert, da kann ich bis dato noch kein Ende sehen, solange sich das einigermaßen rechnet.
Und da es keinen geschützten Begriff gibt, wird sich auch in Zukunft jeder Hans (und natürlich Hansine) Reenactor, Living-History-Darsteller oder in der neuesten Spielart der Absetzung Archäotechniker nennen können.
Was lehrt uns das? Alles ignorieren und sein eigenes Ding, zu dem man steht, machen. Wer´s braucht kann sich dann ja einen neuen Namen dafür ausdenken.
Aber wenn das so weitergeht hat sich das ganze Konzept in 3-5 Jahren totgeschlagen und dann machts eigentlich erst richtig Spaß da sich nun nicht mehr jeder Dahergelaufene “reeanactor” nennen kann, oder?
Wahrscheinlich haben die Gemeinden schlicht gemerkt, dass es sich rechnet - überschlagmässig die Einnahmen durch Eintritt, in der Lokalpresse wird man auch positiv erwähnt, Standgebühren von Händlern und zumindest ein Teil der Stände wird von lokalen Händlern/Wirten/Brauereien/Winzern gemacht und verbessern so die Steuereinnahmen der Gemeinde. Und mit einer “historischen” Feier lässt sich mehr an Touristen (= Geld) anlocken als mit einem “normalen” Jahrmarkt.
Kann natürlich auch sein, dass da ein simpler Die-Nachbargemeinde-hat-so-ein-Fest-da-brauchen-wir-auch-eins-Effekt zuschlägt.
Noch vor einigen Jahren mussten wir etliche Kilometer Fahrt in Kauf nehmen um einen “Mittelaltermarkt” besuchen zu können. In diesem Jahr sind es in der näheren Umgebung (25 km) um die 5 Märkte und zudem noch ca. ein gutes Dutzend weitere Veranstaltungen mit “mittelalterlichem” Hintergrund.
ist euch in letzter zeit vielleicht aufgefallen das fast jedes x-belibige Dorf einen Mittelaltermarkt oder irgendwelche Feiern mir historischen Gewändern ect aus dem Boden stampft. Vor kurzem bekam ich einen Flyer der eine 830 Jahrfeier mit Mittelaltermarkt verkündete . Was bitteschön soll man bei 830 Jahren feiern? ist dass bloß in meiner Gegend oder geht es euch manchmal genauso?