Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Was wollt Ihr eigentlich?

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Eintrag #18 vom 28. Feb. 2001 21:51 Uhr Susanne Weiß  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Susanne Weiß eine Nachricht zu schreiben.

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Auch wenn ich mich jetzt “aute”: Ich will ich sein, und das möglichst “A”. Kein Problem im Jahr 2001 aber sicher in 1001, weil ich da nicht so zeitgemäß sein kann wie jetzt! Aber, wie war es denn damals, wie kann ich meine heutige Lebensweise in Einklang mit der damaligen bringen. Ich bin mir sicher, da gibt es Möglichkeiten. Was heute kurze Haare sind, war damals ein rosa Kopftuch? Was heute meine Zigarette ist, war damals eine Süßigkeit? Was heute mein Job ist, war damals meine Hausarbeit! Könnt Ihr mir folgen? Also, woher bekomme ich die Infos, lesen, reden, usw. und wo? ßberall… Wie setz ich es um? Indem ich bei mir Anfange und auch die Begrenzungen (z. B. als Frau) akzeptiere und in mein neues Leben einbringe!!!! Amen (auch wenn es nicht meine Religion ist ;-) kann ich das akzeptieren!)
Aud, Näherin zu Coeln im Zeughaus Wiking

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Eintrag #17 vom 28. Feb. 2001 19:58 Uhr Matthias Schlegel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Matthias Schlegel eine Nachricht zu schreiben.

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Nabend Zusammen ! Was ich will : 1. Meine Darstellung im Rahmen meiner Möglichkeiten nach und nach verbessern und mich dem größtmöglichen “A” nach und nach weiterhin nähern. 2. Veranstalter und Teilnehmer, welche sich an Verträge und die aufgestellten Regeln halten. 3. Gruppen, die für ihre Gage auch etwas bieten. 4. Etwas mehr “A” auch bei Fun-Veranstaltungen. 5. Mehr Sicherheit bei Schlachten und Scharmützeln. 6. Händler und Hökerer, welche vernünftige Waren zu annehmbaren Preisen anbieten. 7. Weniger Chaos bei Auf- und Abbau. 8. Keine Doppelbelegungen bei Veranstaltungen. 9. Orgateams, welche sich um die Sache und nicht um ihr persönliches Ego bemühen. 10. Teilnehmer, welche mittelalterliche Umgansformen nicht mit dem Benehmen einer offenen Hose gleichsetzen. 11. Die ßchtung von Rumtata-Kapellen, Currywurst-Pommes-Buden und Bierstand-Gartenpavillons. 12. Gesundheit und ein langes Leben für Alle. Gruß,
Matthias (Robert Enrick of Caithness)

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Eintrag #16 vom 28. Feb. 2001 18:06 Uhr Fritz Pascual  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Fritz Pascual eine Nachricht zu schreiben.

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Ja! Ich will auch. Gruß
Fritz

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Eintrag #15 vom 28. Feb. 2001 17:58 Uhr D G   Nachricht

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Hallo Maya, hallo Burkhart und ihr anderen MACHT DOCH, was ihr wollt. Schafft Euch eure Bühne und wartet nicht drauf, daß andere sie euch hinstellen. Wartet nicht drauf, bis die Szene sich einig ist - das wird sie nie sein - fangt einfach an, Eure Träume zu verwirklichen. Es grüßt Richard de Garais

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Eintrag #14 vom 28. Feb. 2001 16:14 Uhr Maya Remer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Maya Remer eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Burkhart, jaaaa, ich will! Das mit dem Gelände ist ja schon ein Anfang!!!! Grüße:
Maya ad infinitium

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Eintrag #13 vom 28. Feb. 2001 11:38 Uhr Burkhart Schaffrath  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Burkhart Schaffrath eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Maya! Völlig sprachlos! Genau das! Aber wieso sollte es nicht so sein können! Zumindest in weiten Teilen! Du hast mir gerade aus dem Herzen gesprochen! Bin immernoch etwas überwältigt. Puh. Das will ich auch! Will das noch jemand? Vielleicht habe ich schon ein Gelände…
Burkhart, Vogt zu Tannenberg

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Eintrag #12 vom 28. Feb. 2001 10:17 Uhr Maya Remer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Maya Remer eine Nachricht zu schreiben.

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Moin, moin…. was ich will: Einen Bauernhof, ein Pferd……..neee, mal Ernst! In einem Lager auf der grünen Wiese stellen wir ein Feldlager von (vorwiegend) militärischen Parteien dar, richtig? Angeschloosen ist hier auch der Markt. Ob als Belagerung von einer Burg/Stadt gedacht oder nur auf der Durchreise. Wenn ich in einer Burg mein Zelt aufschlage ist dies ebenfalls als Verteidiger( vor der Burg Belagerer) oder Gast anzusehen, richtig? Was ich will: eine Zeitstraße, nicht nur für die Besucher, nein,-auch für mich. Kultureller Austausch - Abwechslung - über den Tellerand schauen. Oder Darstellung des GESAMTEN Lagers von einer Zeitstellung, max. + - 20 Jahre! Das Selbe gilt dann auch für die Marketender. Mehr Angebote von Grundnahrungsmitteln! Ich will KEINE Leute Morgens mit ihrem Badebeutel zur Dusche schlappen sehen, Kaffekannen, Milchtüten und Brotplastikverpackungen auf dem Frühstückstisch oder zähneputzende Ritter hinterm Zelt. Ich will Leute sehen, die sich den Eimer mit Kaltem Wasser über den Kopf schütten. Ich will nicht aus meiner MA-Atmosphäre rausgerissen werden, wenn ich abends stielvoll mit meiner Laterne auf den gut beleuchteten Toilettenwagen marschiere. ICH WILL EINEN DONNERBALKEN IM EIGENEN LAGER!! Ich will Nutztiere ( da haben wir wieder das Thema) um mich herum haben. Ich will meinen Nachttopf Morgens in die Wallachhei kippen dürfen. Ich will mein Stroh haben, mit dem ich das Lager aufschütten kann, damit man nicht im Matsch versinkt. Ich will Leute um mich herum, die ihre Rolle ernst nehmen und mich vor Demut vor dem Popen in den Dreck schmeißen. Ich will von Gesindel und Bettlern belästigt werden. Ich will Musikanten hören. Ich will Leute sehen, die auch so aussehen als wären sie schon Wochenlang in einem Heerlager unterwegs. Ich will, daß ALLES um mich herum ein stimmiges Bild gibt. Ich will für wenige Augenblicke das Gefühl haben: so könnte es tatsächlich einmal gewesen sein! Ich will Byzantiener sehen, Händler aus aller Herren Länder, mit ausgesuchten Waren und keine Dinge und Warenzusammenstellungen die es nicht gab. Ich will das Gezetere der Weiber hören, das Schreien der Kinder, daß Wiehern von Pferden, das Gackern der Hühner und das Grunzen der Schweine. Ich will Waffenklirren von den ßbungen der Soldaten hören, Laute Kommandos, Wachen die halbschlafend ihren Dienst schieben, Würfelspiele sehen und das Hämmern der Feldschmiede hören. Ich will das verbrannte Horn von den Hufen der Pferde riechen, die vom Schmied mit selbstgemachten Hufeisen beschlagen werden. Ich will dem Böttcher bei der Arbeit zuschauen dürfen. Ich will Bauern und Leute aus dem Dorf sehen, die sich im Feldlager als Tagelöhner verdingen, Holz und Vieh anbieten. Ich will den Geistlichen beim Feldgottesdienst beobachten. An der Taverne streiten sich zwei Söldner mit dem Wirt, die Hübschlerinnen streifen zur Abendstund durch die Lager. Ich will die Duft-Mischung von frischem Heu, von Abfällen, Kot und gut riechenden Speisen in der Nase haben. Ich will kein Deo riechen, wenn ich mich mit anderen Leuten unterhalte. Ich will kein Handy klingeln hören. Ich will dem Besucher, (der sich da noch hintraut), zeigen und erzählen wie es nach den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Vorstellung gewesen sein könnte, wieso wir das machen und von längst vergessenen Handwerken erzählen. Ich will andere Ma-Hobbyisten kennelernen, Anfänger genauso wie alte Hasen, will, daß es keinen Streit und keinen Neid in der Scene gibt, will, daß keine Gruppen ausgegerenzt werden ( Geschichtsstraße), will, daß es mehr Toleranz und mehr Eigeninitiatieve gibt! Ich will, daß auch die Anfänger oder die noch nicht so guten Gruppen daran teilhaben können, auf einem seperaten Platz, aber nicht weit weg vom eigendlichen Geschehen, so das sie nicht das Gefühl bekommen ausgegrenzt zu werden. Ich will, daß meine eigene Ausrüstung und die unserer Gruppe irgendwann einmal perfekt im Sinne des Machbaren ist. Ich will…….aber ich weiß, daß es so nicht sein wird und kann. Einzig und allein an der eigenen Darstellung kann ich feilen und an der Präsentation der EIGENEN Gruppe und des EIGENEN Lagers. Ob mit oder ohne Besucher….es wird immer das Selbe bleiben. Zu hoffen ist, daß sich nach den vielen Diskussionen im Winter DIESE Saison endlich mal was tut. Hoffnungsvoll: ( immer noch…..)
Maya ad infinitium

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Eintrag #11 vom 27. Feb. 2001 20:38 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, danke, Ivo. Teil II Deines Postings ist ein anderes Feld, das DRINGEND eines extra-Threads bedarf, sonst verlieren wir die Klarheit. Leg los, ich denke, daß das kurz vor TV 2 genau der richtige Moment für diese Frage ist!
Euer Haduwolff

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Eintrag #10 vom 27. Feb. 2001 18:34 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

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Moin. Was ich will und woran ich arbeite, habe ich, glaube ich, schon vereinzelt geäußert…ich will meinen Landsknecht möglichst okinal hinkriegen, wobei ich den Schwerpunkt nicht auf Rollenspiel, Rollenverhalten, Alltagsflucht und Actionsport lege, sondern eher auf angemessene Ausrüstung, möglichst solides Hintergrundwissen und Sorgfalt bis in Details. Lustbetonte Pedanterie eben. Wofür? Letztlich hat es Andrew schon umrissen- einerseits weitestgehend zum Selbstzweck. Weils mich interessiert, weil ich gerne bastle und bücherwurme, weil mir neben der handwerklichen Seite auch die Detektivarbeit zur Infobeschaffe einen Riesenspaß macht. Andererseits, weil ich auch gerne etwas davon vermitteln möchte. Und wenn mich einer fragt: “Junger Mann, entschuldigen Sie, sind die damals wirklich so rumgelaufen?”, dann will ich mit einem möglichst wenig eingeschränkten “Ja” antworten können und mit möglichst wenig Nebensätzen, die mit “Aber…” anfangen. Im ßbrigen möchte ich nicht nur vor Kollege Tourie, der es eh nicht so genau nimmt (hihi…), sondern auch vor mir selbst geradestehen können und mich nicht als Lügner fühlen müssen. Diese Grundeinstellung habe ich im ßbrigen sowohl für “Kommerzmärkte” wie für “A-Veranstaltungen”, auch bei meinen Zweit- und Drittprojekten. Merkwürdig, als ich zu ersten Male ins TV schaute, klangen fast alle so, als hätten sie dieses Ziel und diese Ansprüche, wie sie da so einmütig über LARPies, Mühlenfestler, Satzvey und Kaltenberg lachten und lästerten… Mit der Zeit stellte sich leider vieles davon als Makulatur heraus. Lacht mich dafür aus, aber ein guter Teil der hier verbreiteten Lippenbekenntnisse hat mich zum Dranbleiben und Weitermachen animiert, aber so langsam frage ich mich, wieso ich mich dauernd als Fremdkörper fühle und als solcher behandelt werde?! Nennt mich bekloppt, aber ich nehme die vielfach geäußerten Phrasen von Kulturarbeit, Living History, Vermittlung von Geschichte und dergleichen mehr bierernst -und nicht nur als schmückendes Beiwerk, weils profimäßig klingt. Mehr noch, ich bin der festen ßberzeugung, daß das vielbeneidete und gerne zitierte darstellerische Level von Römergruppen, SMA-lern, ECW-lern, Napoleonikern etc. durchaus für jeden erreichbar ist, wenn er nur zielgerichtet und möglichst kompromißlos sein Projekt in Angriff nimmt und sich eine Darstellung raussucht, die im Rahmen seiner finanziellen und handwerklichen Möglichkeiten auf diesem Level umsetzbar ist. Das ist so im Groben auch das Ziel, an dem ich derzeit in aller Ruhe und Sorgfalt arbeite. Das will ich und das mach ich. Gruß Ivo P.S.: Ich würde die Eingangsfrage gerne erweitern- was wollt Ihr eigentlich in TV, was erwartet ihr in TV, was ist für Euch TV? Der Ort, wo “Brachialauthentiker” im Interesse des Hausfriedens still ihre Info abgeben, aber sonst der Schnabel halten dürfen? HMA-Online, oder allgemein geschichtliches Forum? Besteht eigentlich wirkliches Interesse an Tips für Recherche und Sorgfalt und der tatsächlichen Umsetzung der Pressepapiere? Oder ist das ein Nischenhobby einer Minderheit, die zähneknirschend als Infolieferant zur Erfüllung der Dreimeterregel-Mindestanforderungen geduldet wird? Oder ist es doch nur eine Selbstdarstellerbühne, wo man am besten alle im eigenen Saft braten läßt und die gewohnten Family Values sakrosankt sind? Ist man schon fehl am Platze und im falschen Forum, wenn man mehr will als die Dreimeterregel? Kriegt Meinung erst dann Gewicht, wenn man einer Gruppe mit klingendem Namen angehört? Das würde mich mal interessieren, sollte es gar zu weit off-topic führen, ignoriert es, ansonsten mache ich einen Extra-Thread auf. Im ßbrigen stehe ich mailmäßig und telefonisch für weitere Debatten in dieser Richtung zur Verfügung.

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Eintrag #9 vom 27. Feb. 2001 18:26 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, ja, Gabriele, richtig verstanden: Hier soll keine Diskussion vom Zaun gebrochen werden - hier sind nur klare Statements erwünscht, auch lange und ausführliche! Danke Euch allen!
Euer Haduwolff

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Eintrag #8 vom 27. Feb. 2001 18:11 Uhr Gabriele Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gabriele Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

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Hi alllerseits, wenn man sich das hier so durchliest, könnte man glatt zu dem Schluß kommen, dass es einen viel größeren gemeinsamen Nenner gibt, als es sonst immer so scheint. Tatsächlich sind die meisten meiner Wünsche hier schon von anderen angesprochen worden. Ich werde sie aber noch einmal für mich ordnen: Optische A. ist für mich auf jeden Fall ein Mindestmaß (dass ich das momentan selber noch nicht in allen Punkten erfülle, weiß ich auch… ;-)). Mehr als nur optische A. anzustreben, finde ich gut und darum werde ich mich auch bemühen. Das gilt besonders für Kleidung und sonstige Ausrüstung. Dazu gehört natürlich auch, dass man versucht, das mittelalterliche Alltagsleben praktisch nachzuvollziehen, z.B. indem man mittelalterliche Tätigkeiten entsprechend seiner dargestellten “Rolle” durchführt. Es gibt da für mich allerdings auch klare Einschränkungen: ich als notorische Frostbeule werde z.B. nicht auf meine moderne Zeltheizung verzichten, denn das echt authentusche Gefühl einer Lungenentzündung möchte ich mir dann doch lieber ersparen. ;-) Was ein ganz großer Wunsch von mir ist, wäre ein Lager/Event/Veranstaltung, dass von der Epoche her stimmig ist. Da wir uns mit dem Zeitraum 1230 - 1330 beschäftigen, wäre es einfach ´mal unheimlich schön, keine Kleider mit “Flatterärmlen” sehen zu müssen. So die Vorstellung, über den Platz zu gucken und das Gefühl zu haben, man blättert gerade in der Manesse oder in der Kreuzfahrer-Bibel…. seuftz, schwärm… Die Alternative dazu sind streng gegliederte “Zeitstraßen”. Auch die haben ihren Reiz und ein Blick über den Tellerrand hat noch keinem geschadet. Nur dieses ewige Durcheinander von Regionen und Epochen (schließlich ist “MA” ein seeeeehr dehnbarer Begriff, sogar wenn man es rein geschichtliche betrachtet) ist einfach ätzend. Da kommt zumindest bei mir nicht das geringeste bißchen “MA-Stimmung” auf. Apropos “MA-Stimmung”: da zählt für mich hauptsächlich die “Optik”. Rollenspiel ist eigentlich nicht mein Ding. Ich finde es auch ungerecht gegenüber den Leuten, die mal darauf verzichten, mit ihren Klamotten und Metallansammlungen ´rum zu protzen. Knechte, Mägde, einfache Soldaten, etc. gehören meiner Meinung nach mit ins Bild. Dazu gehören eben auch der Rolle angemessene Tätigkeiten, aber ich finde es nicht nötig, meine Zofe den ganzen Tag durchs Lager zu scheuchen… Außerdem kann ich es nicht leiden, wenn ich von irgend jemanden “schräg” angespielt werde. So etwas klappt meines Erachtens eh nur, wenn alle Leute untereinander die Rollen der jeweils anderen kennen und wenn auch die Verhaltensmuster abgesprochen und bekannt sind. Das Ganze muß also in fest definierten Bahnen verlaufen und kommt damit dann eher wieder der Schauspielerei gleich. Was ist noch wichtig für mich? So gerne ich den einen oder anderen “Tourie-freien” Termin mache - ganz auf Besucher mag ich nicht verzichten. Mir macht es einfach Spaß, den Leuten etwas über das zu erzaählen, was ich in mühsamer Kleinarbeit herausgefunden habe - aber auch auf die Grenzen des Ganzen (gerade im Bereich HMA) hinzuweisen. Ich glaube, ich brauche das einfach, um dem ganzen einen “seriösen” Anstrich zu geben. ;-) Sich einfach nur mir schönen Klamotten verkleiden und Burgfräulein zu spielen ist mir jedenfalls nicht genug. Deshalb kommt es mir eben hauptsächlich auf das Vorführen mittelalterlicher Tätigkeiten an. Ich bin der Meinung, dass es - zumindest mir - nicht möglich ist, das Leben von damals wirklich nachzuempfinden. Ansonsten kann ich mich nur Miwo anschließen: mehr Teamwork, mehr gemeinsame Aktionen. Ich habe aber die Hoffnung, dass sich in dieser Richtung etwas tun wird, denn wie es scheint, stehe ich mit meiner Meinung nicht alleine. Ich hätte z.B. kein Problem, auch auf ein Event zu gehen, bei dem Rollenspiel angesagt ist, da man sich ja meistens etwas aus der Schußlinie halten kann. Dies müßte aber wiederum auch von begeisterten Rollenspielern akzeptiert werden. Auf diese Weise müßte eine Zusammenarbeit doch möglich sein, ohne dass man sich wieder in strikter Abgrenzung (so nach dem Motto: nur mein Konzept ist das einzig wahre) übt! Dieses Forum hier ist doch im Prinzip die ideale Möglichkeit, sich mit Gelichgesinnten zusammen zu tun. Wer eben lieber “einfach nur seinen Spaß” haben will, kann hier ebenso Gleichgesinnte treffen wie der Brachialauthentiker. Es zwingt die Leute ja niemand, zusammen auf ein und dem gleichen Event aufzubauen. Aber man kann eben auch Gemeinsamkeiten ausbauen. In diesem Sinne hoffe ich, dass dies nicht wieder einer der unsägliche Zank-Treads wird - denn eientlich gibt es bei der Fragestellung “was wollt Ihr eigentlich?” nichts zu diskutieren… Viele Grüße Gabriele

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Eintrag #7 vom 27. Feb. 2001 17:24 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

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Was ich will: Abgesehen vom theoretischen Hintergrundwissen und dessen Recherche (was mich sowieso am allermeisten reizt) will ich im Reenactment jene Dinge, die ich für interessant und mitteilungwürdig halte, darstellen. Wenn ich also die Unterschiede zwischen maghribinischer Kriegsführung des 7. Jhd.AD und türkischer militärischer Tradition des 11.Jhd.AD hervorheben möchte, erstelle ich mir die entsprechenden zwei oder mehr Ausrüstungen. Denen wird entsprechendes Hintergrundwissen beigefügt, welches die ganze Sachen näher in ihrem kulturellen und historischen Zusammenhang erläutert. Ich will Dinge darstellen, die relativ unbekannt sind, und mehr Beachtung verdient hätten - deshalb meine Konzentration auf bestimmte Bereiche der muslimischen Geschichte. Ich will Wissen austauschen - sei es mit tatsächlichen Wissenschaftlern oder mit interessierten, engagierten Laien. Da der ganze Krempel aber erfahrungsgemäss kaum eine Sau interessiert, betreibe ich dieses Hobby in erster Linie zum reinen Selbstzweck.
Andrew

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Eintrag #6 vom 27. Feb. 2001 17:07 Uhr Burkhart Schaffrath  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Burkhart Schaffrath eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Hadu! Da hast Du genau das Thema angerissen, daß mich schon seit längerer Zeit immer wieder quält. Nicht, weil ich nicht wüßte, was ich will, sondern weil ich mich langsam frage, ob ich alleine bin. Ich will die von mir geliebte Epoche (staufisches Hochmittelalter in Mitteleuropa) nachempfinden. Nicht “nacherleben”, denn ich lebe im 21. Jahrhundert und bin (meistens) recht glücklich darüber. Zum Nachempfinden gehört für mich, daß möglichst viele Details in meiner Umgebung möglichst originalgetreu sind. Zu diesen Details gehören aber nicht nur Gegenstände, sondern auch Arbeiten, Verhaltensweisen, Gerüche, Geschmäcker etc. . Die optische Authentizität kann ich Notfalls akzeptieren, aber ur als Mindestmaß! Ich gehöre offensichtlich zu den Irren und Gestörten, denen A-sein Spaß macht. Mich erschreckt und entsetzt die Aussage: “Laß mich mit dem A-Kram in Ruhe, ich will in erster Linie Spaß haben!” Ich will mein persönliches “Geschichte zum anfassen”. Ganz intensiv! Wenn die Szenerie und Stimmung stimmt und diese Kribbeln kommt und ich das Gefühl habe, genauso hätte es vor 760 Jahren auch sein können. Ich möchte das eigentlich mit möglichst Vielen zusammen erleben. Ich möchte gemeinsam an den Dingen arbeiten, die dazu nötig sind. Als ich vor ca. 11 Jahren mit MA angefangen habe hat mich auch der Zusammenhalt und das Miteinander in der Szene fasziniert (Streit gab´s auch da schon). Ich will alles was ich über MA weiß auch gerne interessierten (!!!) Besuchern zeigen und erklären! Ach ja, Rollenspiel gehört für mich unbedingt dazu! Nichts ist schlimmer, als die schönste und authentischste Szenerie, die aber nur mechanisch belebt ist. Dann kann ich auch einen VHS-Kursus belegen und regelmäßig ins Museum gehen. So, daß war jetzt alles etwas durcheinander. Kein wirklicher Schnellschuß, aber auch nicht lange überlegt und schon garnicht redaktionell überarbeitet :-). Gruß Burkhart
Burkhart, Vogt zu Tannenberg

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Eintrag #5 vom 27. Feb. 2001 12:41 Uhr Michael E. Wolf   Nachricht

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Hallo Hadu, freue mich immer wieder darüber, daß Du der jenige bist, der die meisten threats startet. Leider machst Du Deinen job im MA “Nicht einmal gerne”. Lass es. Lass es einfach sein. Verdiene Dein Geld wie ein ordentlicher Mensch in der Neuzeit. Kommerzielles MA macht“nicht einmal gerne” Spaß. Ein bißchen was von dem was Du sagst, will ich auch. Aber mehr das, was Axel wieder einm,al so treffend formuliert und noch dazu möchte ich damit auch noch Geld verdienen. So viel, daß ich es mir leisten klann, weiterhin so viel in das Mittelalter zu investieren, wie bisher und das ich langsam aber sicher auch davon leben kann. Genauso gut hoffe ich, wie alle anderen von ihren neuzeitlichen Jobs. Ich möchte mich streiten, im Sinne von Wettstreit, mit allen, die auch besser werden sollen. ICh möchte einen mittelalterlichen Baumann, derim Laufen gegenmich und andere antritt und eine mittelalterliche Grit Breuer, Carl Lewis… Ich möchte keine Tochter von Ulrike Meinhoff ( des Mittelalters) in diesem Wettstreit, die immer nur alles schlecht machen wollen. Ich möchte keinen Mittelalter-Papst wie Reich Ranicki einer für die Literatur ist. Aber dennoch möchte ich kritisieren dürfen. Ich möchte einen Platz, an dem wir alle das machen können, was uns an der Geschichte Spaß macht und ich wünsche mir echte Hilfsbereitschaft untereinander und das Bereitstellen von Wissen für andere - von mir aus gegen Geld. Aber dieses Klein-Klein möchte ich nicht mehr, dieses Geheim-geheim. Ich möchte gute Filme drehen, so wie Deine Szenen Hadu, in dem SWR-Projekt, ein richtiges Dorf bauen und manchmal will ich sogar diesen ganzen romantischen Schmus, der mit mittelalter nur wenig zu tun hat. Und ganz doll will ich einmal ein eigens Schiff haben und eine Reise machen, wie der Navigator im Shogun, oder Magellan, oder Columbus. Jetzt ist es raus, ich habe mich geoutet… Meine Wünsche sind schizophren.
Miwo

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Eintrag #4 vom 27. Feb. 2001 01:38 Uhr Matthias Doettlaff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Matthias Doettlaff eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ihr! Ich schließe mich weitestgehend Axel an, ringe aber mit einem weiteren Ansatz, dem ich eigentlich sogar noch lieber mag. Was das “Nacherleben” betrifft, so bin ich der Meinung, daß das nur in Details möglich ist. Ich kann mich dransetzen und den esslinger “Füßchenwürfel” mit mittelalterlichen Mitteln nachbauen und erfahren, wie das ist (waren 8 Stunden reine Schnitzarbeit). Aber ich kann so nicht erfahren, wie das Leben eines Würflers abgelaufen sein könnte, oder das der Mönche, in deren Kloster man das Original gefunden hat. Von denen sind viel zu wenige Zeitzeugnisse überliefert, so daß jeder Versuch einer rollenspielerischen Darstellung zu mehr als drei Viertel Fantasy wäre. Ich kann Burchard von Worms, Hildegard von Bingen, Marbod, Albertus Magnus oder wen auch immer zum Thema Aberglaube, Magie und Zauberei im Mittelalter lesen und Amulette gemäß archäologischer Dokumentation zusammenbauen. Dabei ist dann aber schon die enorme Diskrepanz zwischen mittelalterlicher und moderner Auffassung, was denn überhaupt Magie sei, die nur die erste sehr schwer zu überwindende Hürde und bei diesem begrenzten Thema noch lange nicht die letzte. Wirklich glaubwürdiges Rollenspiel mit Nacherlebensqualität, selbst mit den Abstrichen eines fiktiven aber hypothetisch möglichen mittelalterlichen Hintergrundes, das vor der eigenen Kritik wirklich standhalten kann? Dazu steht schon im entsprechenden Rollenspielthread viel ausführliches - braucht hier nicht weiter diskutiert werden. Mich interessieren zudem als konkurrierender Ansatz zur Darstellung einer Epoche die Entwicklungen. Ich möchte mich nicht nur auf einen kleinen Zeitrahmen an einem bestimmten Ort beschränken. Sicher, die Darstellung ist am stimmigsten, wenn ich alle Funde einer Gegend aus einem kleinen, stabilen Zeitraum zu einer kompletten Gewandung samt Ausrüstung zusammensetzen und so wie eine Person aus der Zeit von 1250 +/- 20 Jahre aussehen kann. Das leuchtet aber nur ein winziges Fragment Geschichte aus. Ich persönlich neige eher dazu, schrotschußartig die Funde zu mir interessanten Themen (konkret: magische Praktiken, damit Hand in Hand gehend die Medizin, im handwerklichen Bereich Knochenschnitzereien) herzunehmen und soweit reproduzierbar dann dem Publikum die Anfertigung zu demonstrieren. Dabei sind dann frühmittelalterliche Objekte für mich ebenso interessant wie spätmittelalterliche oder irgendwas dazwischen. Mich interessiert halt, welche Wirkung etwa einem Edelstein zugesprochen wird. Im Lauf der Zeit verändert sich das oft drastisch. Mich fasziniert es einfach, Otto Shiva Normaleso zu erklären, daß die Dominikaner im 13. Jh. Rosenkränze hatten, die seinem Power-Armband gar nicht so unähnlich waren, die Wirkung der verwendeten Edelsteine jedoch der Apokalypse entlehnt wurde. Mich fasziniert es, daß mittelalterliche Würfel in erster Linie klein waren, man bis zum beginnenden HMA die seltsamsten Konstrukte findet, während im SMA eine Standardisierung auf 5 - 6mm Kantenlänge stattgefunden hat. Veranstaltungen, die nur einen engen Zeitraum betrachten, können solche Entwicklungen nicht berücksichtigen und verlieren damit für mich ein wenig an Reiz, wenn ich auf 2/3 meiner Produkte verzichten muß. Andererseits finde ich sie reizvoll, weil sie auch im HMA irgendwanneinmal ein halbwegs geschlossenes Bild einer Zeit geben könnten, so wie events wie die Wiki-Tage in Oerlinghausen das für das ausgehende FMA schon tun. Grußvoll, Matthias Topasius

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Eintrag #3 vom 26. Feb. 2001 22:29 Uhr Axel Aue   Nachricht

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Was ich will ? Ich möchte Erfahren, was Leben vor den “Annehmlichkeiten der modernen Welt” bedeutet. Was es bedeutet, ein Haus oder ein Boot mit (aus heutiger Sicht) einfachen Mitteln zu bauen. Was es bedeutet, einen Winter in einem zugigem Haus ohne “richtige” Heizung zu überstehen. Was es bedeutet, Felder ohne Trecker zu bestellen. Was es bedeutet…. Ich möchte so viel wie möglich über diese ausgesuchte Zeit wissen, um gewisse Aspekte des Denkens der Menschen zumindest ansatzweise zu verstehen. Ich möchte aber auch dieses Wissen an interessierte Menschen weitergeben und ich möchte meinem eigenem Exibitionismus etwas Gutes tun. Deshalb gehört für mich auch der “Auftritt” in der ßffentlichkeit dazu. Ich brauche keine …meter Regel, da ich (über die Jahre) zu “echter” Ausrüstung kommen möchte. Ich möchte auch die optische Trennung von K.- und A.-Teil einer Veranstaltung. Ich möchte die (optischen) Unterschiede und Gemeinsamkeiten verschiedener Epochen vergleichbar machen und Favoritisiere daher die zeitlich gegliederte Darstellung (Archäologische Strasse). Was ich nicht möchte, ist das “Nacherleben” einer Epoche, da ich der Meinung bin, das sich kein “moderner” Mensch wirklich in das Denken und Fühlen, die Weltbilder und die gesamte Umwelt “hineinversetzen” kann. In sofern lehne ich auch das “Rollenspiel” ab, es sei denn als kurzes, fest umrissenes, gut recherchiertes Schauspiel. Ob für die eigenen Leute oder die Touris ist dabei egal. Und ich denke wie Wolf, das eine “geschlossene Darstellung” ohne zeitliche UND regionale Begrenzung nicht möglich ist.
Axel Aue

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Eintrag #2 vom 26. Feb. 2001 20:48 Uhr Wolf Zerkowski  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolf Zerkowski eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Hadu, bis auf ein paar kleine ßnderungen will ich genau DAS. Ausnahmen: Ich mache ab und zu mal einen Markt um mal ein Bierchen zu schlürfen und vieleicht mal ein paar nette Leute zu treffen aber just for fun. Ich habe meine Zeit im 15.Jhd. und ich persönlich enge mich auch regional ein. Die Regel heißt bei mir nicht 1-2 Meter sondern anfaßbar bis 0,5 Meter ;-) Aber sonst sprichst du mir aus dem Herzen.
Gott zum Gruß und allzeit sichere Wege, Arfast Harksen

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Eintrag #1 vom 26. Feb. 2001 20:21 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Nach einem langen und klärenden Gespräch mit Ivo finde ich, daß eine Frage, die bei allem einfach unter den Tisch gefallen ist, nun wirklich nicht ignoriert werden darf: Was wollt Ihr eigentlich? Zugegeben, eine simple Frage, die aber durchaus eine Antwort wert ist. Dabei ist es eine Frage, die sicherlich erst nach reiflicher ßberlegung beantwortet werden kann. Bitte keine Schnellschüsse… Und da gehe ich mit gutem Beispiel voran… Was ich will? Für mich persönlich… …letztendlich ein lebendes Bild, ein die Atmosphäre der von mir geliebten Zeit (13.Jhdt) vermittelndes Umfeld, das mindestens optisch “A” ist. Dazu gehört eine gute Ausstattung (Mindestanspruch optisches “A”, 1-2 Meterregel) bis hin zu Gebäuden und Landschaft. Auch dazu gehört ein dauerhaftes, funktionierendes Rollenspiel, das sich an den historischen Gegebenheiten orientiert (..ohne Marktneusprech usw.), und Vorgänge und Entwicklungsprozesse über längere Zeit nachempfinden lässt, z.B. der Lauf der Jahreszeiten, Aufbau von Gebäuden, Aufzucht von Tieren usw. Ebenso lebendige Abfolgen der Entwicklungsprozesse bei Menschen, wenn auch in geraffter Form, z.B. Page>Knappe>Ritter usw., dazu auch Politik, Religion usw. Aber das sind zunächst noch Träumereien… Ansonsten mach ich Märkte und ähnliche Veranstaltungen für mich zumeist als Job, und das nicht mal gerne. Für die Szene… …Abkopplung vom kommerziellen Teil des Folklore/Mittelalter/Historizismus-Zirkusses zugunsten wohlsortierter Veranstaltungen, die klar in den “A”-Teil und den “K”-Teil trennen. …eine klare und messerscharfe Trennung der Kulturen und Zeiten, um danach gemeinsam diese zu präsentieren. ..die Fähigkeit, den kleinsten gemeinsamen Nenner auf möglichst hohem Niveau zu finden.
Euer Haduwolff

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